Wie reagiert man am besten

Hallo

Wie reagiert ihr wenn ihr zum Beispiel mit euren 2 jährigen Kind raus spazieren möchte aber das Kind Theater macht das es nicht raus will ?

Es schmeißt die Schuhe weg und schreit dauernd nein keine Jacke keine Schuhe nichts nur am brüllen.

Das ganze geht eine halbe Stunde und hört nicht auf .
Bleibt ihr dann zuhause oder zieht ihr es einfach an und geht ?

1

Guten Morgen,
anziehen und rausgehen. Willst du irgendwann Zuhause verhungern, weil dein Kind keine Lust hat einkaufen zu gehen?
Dein Kind steht am Anfang der Trotzphase, es wird noch eine Menge doof finden und brüllen.
LG Saskia

2

Für nur spazieren gehen konnten meine Kinder sich auch nie begeistern. Da musste schon ein Anreiz wie Spielplatz, Laufrad, Bach usw. her.

3

Huhu,
ich würde zunächst überlegen wie dringend ich raus müsste. Am Ende stehen 2 Bedürfnisse gegeneinander, deins raus zu gehen und das deiner Tochter drinnen zu bleiben. Da würde ich individuell abwägen. Willst du mit ihr auf den Spielplatz und sie ist die ganze Zeit nur mies drauf dann bringt es herzlich wenig sie zu zwingen. Müsst ihr einkaufen, zur Kita oder habt einen anderen wichtigen Termin, dann würde ich 'meinen Willen durchsetzen' und dabei die Wut des Kindes anerkennen und erklären, warum jetzt trotzdem Jacke und Schuhe angezogen werden müssen.
Wie ist denn die Situation bevor ihr raus wollt? Ist deine Tochter vielleicht im Spiel und wird da dann von dir unterbrochen? Dann würde ich vielleicht da ansetzen und das Spiel mit ihr gemeinsam beenden, bevor es raus geht. Vielleicht hilft ihr das.
Alles Liebe dir 🌻

4

Bei mir wäre das ein kurzer Prozess.
Bei raus müssen auf jeden Fall einfach nehmen, erklären und dann durch ziehen.

Bei "ich hab heute selbst keine Lust" dann kann man es auch mal sein lassen.

Wie ist er denn, wenn er dann draußen ist?
Ist er dann glücklich oder geht da das Schimpfen weiter?
Vll braucht er einfach einen Reiz?
(Ball, Laufrad, Spielplatz,...)

5

Wenn es um einen Spaziergang ging, den ICH für den Tagesablauf "wertvoll" hielt, dann habe ich lieber rausgefunden, was das eigentliche Problem ist, anstatt das Kind zum Spaziergang zu zwingen. Meine Tochter war immer sehr kooperativ, wenn sie nicht wollte, dann hatte das einen Grund. Ich hatte damals die Zeit und Geduld, denn mir war klar, das der Ausraster nur die "letzte Lösung" des Kindes war.
Ein Beispiel: ICH fand es immer spitze, uns beide vor dem Mittag zu "lüften", Spaziergang, Essen, Pause. Ich fand meine Idee super. Bis das Kind so reagierte, wie du es beschreibst...rausgefunden habe ich dann, das der Hunger schon zu groß war und sie deswegen nicht rauswollte. Oder sie war einfach schon zu warm (oder dünn) angezogen, kam gerne in den Übergangszeiten vor. Oder sie war einfach schon gar und eine Pause war wichtiger, danach kam sie schon alleine mit ihren Schuhen an.

Und obwohl ich so oft nicht einfach stumpf meinen Stiefel durchgezogen habe, gab es keine Ausraster wenn wir irgendwo pünktlich sein mussten. Das hat mich damals sehr fasziniert und mich in meinem Handeln bestätigt. Vielleicht habe ich das dann ausgestrahlt oder sie hat mehr begriffen, als ich dachte....ich weiß es nicht.

Und es wäre ein leichtes gewesen, sie in einen 30 minütigen Wutanfall zu stürzen, der hätte uns beiden nichts gebracht. Ich bin oft (auch bei anderen Dingen) lieber früher einen Schritt zurück gegangen und sie hatte sich nach 10 Minuten wieder beruhigt.

Ich weiß, bei vielen ist das verpönt....ich wollte mit meinem Kind einen anderen Weg gehen, habe ihn ausprobiert und es hat super geklappt. Um auf dein Beispiel zu kommen, mir wäre es der Steß einfach nicht wert gewesen.

9

Das kann ich so unterschreiben. So läuft es bei uns auch.

6

Nachtrag: Für mich gibt es auch keine Trotzphase, von daher waren Ausraster (und glaub mir, das konnte sie verdammt gut#rofl) für mich auch nicht negativ behaftet. Jeder Ausraster hat einen Grund, aus unserer Sicht manchmal völlig übertrieben und nicht nach zu vollziehen...trotzdem geschieht bei einem Ausraster nichts grundlos.
Ich habe aber keine Angst vor Konfrontationen und kann meinen Standpunkt klar verdeutlichen und auch durchsetzen (wenn nötig).

7

Hallo,

Anziehen und raus. Aktuell wird bei fast allem getobt, wenn es nicht nach ihrer Meinung geht. Trotzdem wird sich angezogen, Zähne geputzt, ins Bett gegangen und raus gegangen etc. Ich finde Kinder brauchen Grenzen und Regeln. Und die Eltern entscheiden in Ernstfall.

LG Morgain

8

Ich hab immer vorher überlegt wie wichtig mir mein Bedürfnis ist und ob es einen Machtkampf wert ist. Geht es nur ums raus gehen, dann reicht es ja auch eine halbe Stunde später zu gehen. "du möchtest jetzt nicht raus? Was möchtest du denn jetzt machen?"... "gut, dann malen wir jetzt aber danach gehen wir raus."
Wenn es aber wichtig ist weil z. B. ein Termin ansteht oder der Laden zu macht, dann hab ich das klar kommuniziert. "Wir MÜSSEN jetzt aber gehen, auch wenn du nicht willst, sonst muss xy auf uns warten/sonst haben wir nichts zum essen" und dann zur Not auch das brüllende Kind ohne Schuhe und Jacke ins Auto gesetzt. Man muss nicht aus allem einen Machtkampf machen und man kann dem Kind beibringen dass es Dinge gibt die es mitentscheiden darf und Dinge gibt die einfach sein müssen.

10

Huhu ☀️☕️

Wenn ich mit dem Kind raus möchte also MIT IHM spazieren (auf Spielplatz, Laufrad fahren ect.) möchte und es möchte absolut nicht dann lass ich es und spiele drinnen etwas schönes mit ihm.
Was bringt es dir mit einem bockigen Kind auf dem Spielplatz zu sitzen oder es zu zwingen Laufrad zu fahren 🤷‍♀️

Müsste ich zb Erledigungen machen oder die Große irgendwo hin bringen gibt’s da gar keine Diskussion, Jacke an und ab ins Auto.

Lg

Top Diskussionen anzeigen