Betreuung unter 3? Tagesmutter?

Hallo ihr lieben,

ich würde gerne mal eure Erfahrungen hören.
Unser Sohn wird jetzt 19 Monate alt, eher ein schüchtener , zurückhaltender , beobachtender Kandidat. Er wird noch zuhause von mir Betreut, wir gehen zu einer Musikgruppe, Spielgruppe, Turnen usw. Wir haben genug um die Ohren mit anderen Kindern, aber ich merke das er irgendwie noch keinen Kontakt zu anderen Kindern sucht. Fast schon genervt ist , wenn sich mal eins ranpirscht.😅 Also an fehlenden Baby /Kinder Kontakten kann es definitiv nicht liegen.
Jetzt war der Plan, dass er mit 2 zu einer Tagesmutter geht und mit 3 dann in die Kita.
Jetzt hat sich bei meinem Mann beruflich etwas verändert und ich könnte noch 1 Jahr zuhause bleiben. Jetzt frage ich mich was tun.....
Ist die Betreuung bis 3 durch die Mutter ( grad bei ruhigeren Kindern) das beste oder gar das Gegenteil der Fall? Nicht falsch verstehen, ich verurteile niemanden der mit 1 sein Kind in die Krippe bringt. Bei uns wäre das nur undenkbar gewesen für ihn als auch für uns.
Hat es Nachteile ihn „solange“ zuhause zu lassen? Laut einigen Studien brauchen die Kinder bis 3 eigentlich ja als aller erstes ihre Bezugspersonen also die Eltern.
Bitte berichtet mir doch mal was ihr so erlebt habt wie eure Erfahrungen sind.😊
Liebe Grüsse

Behalte ihn zu Hause. Schaden tut es nicht. Ich kann aber nicht aus eigener Erfahrung schreiben. Meine Kinder kamen beide mit 17 Monaten in die Kita. Bei beiden war die Eingewöhnung nach 1 Woche durch 🤷‍♀️ aber meine sind beide selbstbewusste terrorzwerge 🤣 die haben sich gleich am ersten Tag unter die Menge gemischt und mich kaum beachtet 😅

Jedes Kind ist individuell und wenn du sagst das er sich so wohl fühlt und ihr die Möglichkeit habt, dann lass ihn zu Hause. Finde es unglücklich ihn an eine Tagesmutter zu gewöhnen und 1 Jahr später wieder umzugewöhnen, damit er dann in der Kita ankommt...

Ich hab meine Kinder bewusst erst Ü3 in eine regelmäßige Fremdbetreuung (ausser mal bei Oma) gegeben. Sowohl das schüchterne als auch das forsche.

Ich sehe keine Nachteile. Sie haben Freunde, können sich gut mit anderen Kindern verständigen. Haben sich gut im Kindergarten eingefügt.

Meine ist mit 1,5 in die Kita und mit 3 in den Kindergarten. Ich meine es hat ihr nicht geschadet auch wenn sie ein eher ruhiger Charakter ist. Sie fing dann aber echt schnell an mit sprechen, ist gern hin und war am Abend echt super ausgepowert, obwohl sie nur 4 Stunden in der Kita war. Sie hat den Mittagsschlaf abgeschafft, ist am Abend gut eingeschlafen und fing auch mit durch schlafen an...ob das nun alles an der Kita lag weiß ich natürlich nicht 🤣 Aber sprachlich wurde sie echt gut. Der Sohn meiner Cousine z.b sprach erst mit drei so gut wie sie mit zwei. Mit anderen Kindern spielen fing dann mit 2,5 an. Jetzt mit drei hat sie ihre beste Freundin die auch mit ihr zusammen in der Kita Gruppe war und die zwei sind richtig dicke miteinander, sehr süß ist das zum anschauen.
Ich würde vielleicht nur von 8.00 bis 12 schicken, ihm schadet es sicher nicht, du hättest am Vormittag ein wenig Zeit für dich, was ja auch nicht schlecht ist und 4 Stunden sind ja nicht lang. Er lernt auch andere Methoden kennen, Bezugspersonen wird es in der Kita auch geben in Form seiner Erzieherin die ihn eingewöhnt bzw die Tagesmutter zu der er geht. Andere Kinder, soziale Kontakte, Problemlösungen ohne Mama, verschiedene Ausdrucksformen der Kinder usw ich finde das schadet nicht, ein paar Stunden am Tag. Meine ging 4 Stunden an 4 Tagen und am Wochenende hat sie schon gefragt wann sie wieder in die Kita darf. 😄

Hey, wenn du die Möglichkeit hast und du es genießt mit dem Kleinen, dann lass ihn zu Hause. Dann muss er sich nicht 2 mal innerhalb eines Jahres umgewöhnen.

Andersherum denke ich nicht, dass die Betreuung durch eine Tagesmutter, sofern sie als Bezugsperson akzeptiert wird, schädlich ist, denn die überwiegende Zeit seid ihr ja für eure Kinder da.

Es gibt da glaube ich kein richtig oder falsch, es muss für euch als Familie passen.

LG

Hey du

Behalte ihn zu Hause...

Ich wäre soooo froh gewesen 3 Jahre zu Hause bleiben zu können 😃
Meine beiden gingen mit knapp einem Jahr zur TaMu, jedoch waren beide damit glücklich.

Genieß die Zeit wenn du sie dir nehmen kannst.

Alles Liebe und Gute

Pauschalisieren kann man so etwas nie. Ich würde da auch aufs Bauchgefühl hören.
Meine Tochter ist ein Wirbelwind und sie tobt, rennt und lernt sehr gerne. Trotzdem ist sie kein Kind, das spontan und offensiv auf andere Kinder zugeht und gleich mit ihnen spielt. Sie beobachtet die Situation erst gerne und betrachtet die anderen Kinder neugierig, traut sich aber oft nicht, den ersten Schritt zu machen. Sie ist im sozialen Umgang also eher zurückhaltend.
Sie ist mit 18 Monaten zur Tagesmutter gekommen. Sie sind zu zweit und haben 5 Kinder in der Betreuung. Meine Tochter genießt die Gemeinschaft mit den anderen Kindern sichtlich und hat viele Fortschritte gemacht, was unsere frühere GroßbaustelleN Essen und Sprechen betrifft. Auch im Sozialen Umgang erkenne ich eine positive Veränderung.
Für uns war es also der richtige Weg, sie zur Tagesmutter zu bringen. Ich habe für mich auch festgestellt, dass ich keine Mama bin, die 3 Jahre zu Hause bleiben kann. Aus finanzieller Sicht hätte ich das tun können, aber ich wollte es nicht und bin mit meiner Arbeit deutlich ausgeglichener und glücklicher. Allerdings ist mein Beruf als Lehrerin auch gut mit der Familie zu vereinbaren und ich werde in den nächsten Jahren nicht über 70% hinausgehen. Für unsere Familie war die Betreuung die richtige Wahl.
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr euren Weg findet 😊

Egal wie du dich entscheidest, beides tut ihm gut und nichts schadet. Meine Kids wurden ab einem Jahr von einer großartigen Tagesmutter betreut, an 3 Tagen die Woche, mit nur 2 anderen Kids. Das ist ideal für sie, weil sie „erste“ Freundschaften knüpfen können und es trotzdem ein sehr familiärer Rahmen ist. Unser Kleiner ist 2 1/2 und er fragt jeden Tag, ob bzw. wann er wieder zur Tagesmutter gehen darf. Also ab 2 mögen das die Kleinen schon richtig gerne. Davor auch, aber da sind die anderen Kinder noch nicht wirklich interessant. Spätestens ab 2 1/2 wollen sie auch aktiv miteinander spielen. Jetzt kannst du natürlich auch anderweitig, wenn du zu Hause betreust für Kontakt sorgen (Spielplatz, Kinderkurse, Treffen mit Gleichaltrige).
Von daher ist es wirklich egal und du entscheidest, was für deine Situation besser passt.

Wenn du die Möglichkeit hast noch ein Jahr daheim zu bleiben dann würde ich das tun. Weiterhin mit ihm unter Kinder usw. Ich bin auch 3 Jahre daheim. Mein Sohn ist zwar sehr zutraulich zu anderen Kindern aber hier kostet eine Kita im Monat 700 Euro. Mit einem Verkäufer Gehalt kaum machbar. Bzw. Möchte ich nicht nur für eine Kita arbeiten gehen. Wir gehen auch ins Turnen, schwimmen, spielegruppe und dann noch die treffen mit den anderen Mamis und Kinder. Es ist immer was los😊
Ich denke es schadet keinem Kind wenn es erst mit 3 in die Kita kommt 😉

Also ich denke schon mal, dass es gut ist, dass er durch die Aktivitäten Kontakt zu anderen Kindern hat und denke, dass das Interesse grundsätzlich irgendwann von selbst kommt.
Aber was ich persönlich da super fände, wäre für dich die Option eine wirklich sanfte Eingewöhnung zu machen. Also zunächst 3 Stunden am Tag, irgendwann sind es dann 4 und innerhalb eines Jahres kommt ihr dann auf die Zeit, die ihr braucht.
Außerdem hast du so gut ein Auge drauf, wenn etwas nicht passt. Wenn du schon wieder berufstätig bist und merkst, dass es von der Betreuung her gar nicht passt (warum auch immer), ist es viel schwieriger etwas zu machen als jetzt.

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