Verlustängste bei Kleinkind?!?

Hallo liebe Mamis,

vielleicht kann mir ja hier jemand einen Rat geben.
Meine Tochter ist 2,5 Jahre alt. Im Moment ist sie unglaublich anhänglich. Nix geht ohne mich. Sie rennt mir ständig hinterher (Küche, Wohnzimmer,Toilette,Keller). Überall möchte sie dabei sein und äußert sogar: "Mich nicht alleine lassen Mama" 😭 Da blutet ja schon mein Mamaherz. Am Abend möchte sie auch nur von mir ins Bett gebracht werden. Papa macht es zwischendurch aber dann immer mit Theater. Sie fragt zwar zwischendurch wo der Papa ist (bei der Arbeit) aber ansonsten bin ich absolut angesagt.
So nun zu unserer Situation:
Ihr Uropa starb im Mai diesen Jahres. Seit August besucht sie die Tagesmutter was ansich super entspannt klappte mit der Eingewöhnung. Dann wurde ich im Sommer schwanger und im Oktober diesen Jahr starb mein Papa /ihr Opa ziemlich plötzlich. Gleichzeitig sind wir fast mit unserem Hausbau fertig uns sie kann in 1 Woche in ihr Kinderzimmer ziehen (bislang Familienbett aufgrund des Umbaus).
Ich muss dazu sagen das sie sogar den ganzen Sommer alleine schlafen ging bis zum Zeitpunkt der Tagesmutter. Seitdem möchte sie nur noch mit mir ins Bett gehen. Also das ich dabei bin bis sie schläft.

Für mich selber super viel zu verarbeiten. Meint ihr sie ist mit allem überfordert? Liegen diese Ängste daran das sie Verlustängste hat?
Ich wäre um einen Rat dankbar 🙏

Ich weiß nicht wie ich es "durchziehen" soll das sie bald in ihrem eigenen Zimmer schläft oder ob es einfach nicht der richtige Zeitpunkt ist?!?

Lg

1

Hallo Du lies deinen Text nochmals durch. Du hast die Antwort meiner Meinung nach schon. Ja es ist viel für sie zu verarbeiten und ja es ist wohl der falsche Moment um alleine im Zimmer zu schlafen. Alles Gute!

2

Hallo,
nach zwei solch nahen Todesfällen wundert mich so eine Anhänglichkeit gar nicht...
Komisch, dass du eher einen zeitlichen Zusammenhang zur Tagesmutter entdeckt hast. Vielleicht würde es helfen, ab und zu zu betonen, dass alle Kinder zur Tagesmutter oder in den Kindergarten gehen, dass das ganz normal ist und dass du sie immer wieder abholen wirst. Letzteres ist natürlich selbstverständlich, aber manchmal muss man es aussprechen.

Meine jüngere Tochter hat auch (noch immer wieder) Verlustängste, seit wir einen Todesfall im Freundeskreis hatten. Damals starb ein Kind und sie hatte lange Angst, selbst zu sterben. Mittlerweile ist das abgelöst worden von der Angst, dass mir etwas passiert. Da reicht eine heftige Erkältung bei mir und sie dreht am Rad...

Aber es wurde und wird besser.
Sie ist mittlerweile 5 und schläft immer noch in einer kleinen Kammer neben unserem Schlafzimmer. Etwa seit dem 5. Geburtstag kommt sie nicht mehr jede Nacht zu mir ins Bett.

Bei euch kommt die neue Schwangerschaft dazu - auch da hört man doch oft, dass die großen Geschwister anhänglicher werden.
Und dann ein Umzug!
Lass ihr doch die Zeit, die sie braucht - sie ist ja auch noch klein. Vielleicht kannst du selbst dir gezielte Erholungspausen nehmen, wenn sie wach und gut gelaunt ist und sich leichter abgeben lässt. Ach so, sie ist ja sogar bei der Tagesmutter. Du arbeitest hoffentlich nicht während ihrer kompletten Betreuungszeit? Wenn du gut erholt bist und die Nähe zulassen kannst, ist doch alles ok.

LG!

3

Erstmal danke für deine liebe Nachricht!

Mit den nicht mehr alleine schlafen fing zeitgleich mit der Tagesmutter an. Von der Schwangerschaft haben wir ihr erst vor kurzem erzählt weil wir sie einfach mit diesem Ganzen was passiert ist "beschützen" wollten. Deswegen verbinde ich das.

Bei deinem Text fällt mir auch ein das sie überhaupt nicht möchte das einer von uns zum Arzt geht. Das hängt bestimmt auch damit zusammen, dass sie denkt das wieder etwas passiert. Aber ich kann ja nicht immer alles vor ihr "verstecken" 🙄

Nein,dadurch das ich BV habe, von ich zuhause während sie betreut wird. Ich muss sagen das es mir aber auch gut tut da es für mich auch ein sch*** Jahr war.
Zu der Tagesmutter geht sie gerne und hat dort ihre Freundinnen schon gefunden. Sie geht auch nur bis 14h.
Klar am Abend bin ich manchmal trotzdem fertig und möchte dann den Abend für mich haben. Vorallem wenn sie vorher soo anhänglich war. Aber vielleicht braucht sie mich einfach gerade mehr denn je.
Ich habe nur die Befürchtung, wenn sie bald in unserem neuen Schlafzimmer schläft, möchte sie garnicht mehr in ihr Zimmer umziehen. Und wenn dann noch der nächste Wurm kommt ... 🙈

4

Ach, irgendwann ziehen sie alle aus ;-)
Ich würde einfach versuchen, sie von Anfang an ganz selbstverständlich in ihrem Zimmer ins Bett zu bringen - aber wenn es nicht klappt, dann ist das eben so.

Zwei Zwerge im Bett kann anstrengend sein ;-) aber vielleicht reicht ihr ja eine Gästematratze vor deinem Bett?

Nimm sie doch mal mit zum Gyn - da kann sie mit eigenen Augen sehen, was ein Arzt macht und das Ultraschallbild angucken. Da hast du doch gerade die Superchance, ihr ein positives Bild von Ärzten zu vermitteln! Mit Krankheit hat das ja nun wirklich nix zu tun!

LG!

weiteren Kommentar laden
6

Es ist auch so sehr vielen solltet es nicht nötig sein,sohätte ich mein Kind noch lange zuhause behalten.
Was soll sie noch verkraften?
Auch würde ich den Papa mehr einbeziehen die beiden bewusst ganz alleine lassen.

7

Ich weiß es... Für uns alle war und ist es eine super schwere Zeit! Schließlich ist mein Papa und Opa gestorben 😔
Ich versuche sie schon so gut es geht zu beschützen und wir haben ganz viel gemeinsam und intensiv gespielt die letzte Monate.
Wenn Sie mit Papa alleine ist, ist es auch überhaupt kein Problem. Nur wenn ich zuhause bin, dann möchte sie alles mit mir machen.

Top Diskussionen anzeigen