Verzweifelt an Mittagsschlaf nach dem Abstillen!!!

HiiiiilfeeeđŸ˜«
Ich hab nun unsere letzte Stillmahlzeit vor einer Woche abgschafft. Das war das InDenMittagsschlafStillen. Es verlief total gut mit wenig TrĂ€nen. Aber ich krieg ihn nicht mehr ins Bett mittags. Vorher war es so, dass er dann schon auf sein Bett im Kinderzimmer zeigte und auf die Matratze patschte und mir so mitteilte, dass er schlafen will und ich mich mit der Brust dahinlegen soll😅.
Nach dem Abstillen hab ich vermieden dass er das Bett mittags sieht, damit er nicht auf die Idee kommt gestillt werden zu wollen. Im Familienbett, wo er nachts schlÀft, hinlegen mit den gleichen Ritualen wie Abends klappt absolut nicht. Er will unbedingt raus und schreit und weint.
Ich bin dann eingige Tage Auto gefahren, das ging, musste aber echt viel rumfahren, im Kinderwagen klappt es nur wenn ich 2 Stunden spazieren bin. Er schlĂ€ft erst nach 1 Stunde ein auch wenn er totmĂŒde ist.

Heute hab ich ihm zum ersten Mal wieder zugang zu seinem Bett gewĂ€hrt. Erzeigte wieder drauf aber konnte sich nicht hinlegen und wusste das was fehlte. Er weinte, wollte aber auch nicht auf dem Arm, nicht vom Bett runter, er saß nur da und weinte wie ein schloßhund. Er zeigte mir ich solle mich ins Bett legen, dann schubste er mich weg. Das ging immer so weiter unter wirklich schlimmen weinen. Er wollte nicht dass ich ihn anfasse, tröste, auf dem Arm nehme, nix. Irgendwann gab ich ihm eine Banane, das hat ihn wenigstens kurz beruhigt. Dann steckte ich ihn unter Protest in die Trage vor dem Bauch, irgendwann beruhigte er sich nach ganz vielen laufen und seitdem sitze ich im Sessel mit dem armen schlafenden Kerl. Hab ihn kurz versucht vorsichtig hinzulegen, gab sofort einen Schrei.

Wie soll ich es die nĂ€chsten Tage schaffen? Ich weiß einfach nicht weiter. Ich musste
selbst fast heulen weil es so schlimm war.

Habt ihr eine Idee???

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Hey,

ja das Abstillen ist fĂŒr beide Seiten schwierig. Wir haben es so gemacht, dass wir wĂ€hrend der Abstillphase den Papa haben uns Bett bringen lassen. Er hat dann statt Stillen ein neues Ritual eingefĂŒhrt mit Geschichte Vorlesen und mit einem neuen großen TeddybĂ€r kuscheln, bevor der Kleine ins Bett gelegt wurde. Da war er 13 Monate alt. Mittags habe ich dann auch aus dem Buch vorgelesen und mit ihm und dem BĂ€ren gekuschelt. Es klappte nach ein paar Tagen wirklich gut.
WĂ€re als Übergang eine Flasche pre fĂŒr euch denkbar? Statt Stillen?

Ich wĂŒrde auf keinen Fall mein Kind mit dem Auto durch die Gegend fahren, damit es schlĂ€ft. Wenn es sich dran gewöhnt... na herzlichen GlĂŒckwunsch. Es scheint ja auch nicht gut zu klappen... blöd fĂŒr die Umwelt ist es auch usw.

LG

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Er ist 15 Monate alt. Der Papa ist mittags nicht da. Flasche hat er noch nie genommen, auch keinen Schnuller.
Klar ist Auto fahren keine Lösung. Ich habe es nur fĂŒr die Abstillphase genutzt, weil ich ihn nicht anders zum schlaf bringen konnte. Habe es auch mit Erledigungsfahrten und besuchen verbunden. Ich fahre sonst fast nur Fahrrad also mir ist das schon klar dass es schlecht fĂŒr die Umwelt ist.
Deshalb ja das Drama mit dem Mittagsschlaf und dieser verzweifelte Post hier.

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... weil der Papa auch bei uns mittags nicht da ist, habe ich das neue Ritual ebenfalls fĂŒr mittags ĂŒbernommen.

Ich denke das Kind muss merken: so lÀuft das jetzt und ich muss jetzt ins Bett und schlafen.
Zeige ihm Grenzen auf, damit er Sicherheit erlangen kann.
Momentan hampelst du mit ihm herum und er weiß nicht was los ist (kann sich durchaus verstehen, dass alles versucht wird, aber manchmal ist gut gemeint nicht gleich gut gemacht).

Ich wĂŒnsche dir viel Erfolg 🍀

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Wie alt ist der Kleine denn?
Vielleicht probierst Du es mit einer Milchflasche?

Meine Tochter ist jetzt grad 2 geworden und hat die Milch auch einfach noch gebracht, als ich nach 13 Monaten abgestillt habe. Sie hat sehr gut gegessen, aber sie brauchte die Milch noch. Es war nicht einfach nur ein Ritual.
Jetzt, einige Monate spÀter klappt es plötzlich, die Flasche (bei uns war abends das Problem) weg zu lassen.

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Er ist 15 Monate alt und verweigert Dlaache uns schneller. Vielleicht probiere ich es mal mit milch aus dem Trinkbecker. Wir haben fĂŒr unterwegs diesen mit der silikonlippe, da muss man ja auch saugen. Gute Idee!

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Achso, wir hatten ihr Milch aus ihrer Schnabeltasse gegeben.. lg

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Huhu,

bei uns ist dieser Schritt auch noch nicht sooo lange her und ich kann mich noch gut erinnern, dass v.a. der Mittagsschlaf hier auch ein Mega-Drama war. Und ich musste auch das eine oder andere TrĂ€nchen verdrĂŒcken, weil er mir so leid tat. Ich fĂŒhle also mit dir!

Zu deinen Fragen: Ich wĂŒrde nicht mehr so viel Verschiedenes versuchen, das verwirrt und verunsichert die Kleinen nur. Also ein neues Ritual fĂŒr den Mittagsschlaf festlegen und das dann durchziehen. Davon, dass du ihn in den Schlaf trĂ€gst oder mit dem Auto herumfĂ€hrst etc., wird er nicht lernen, in seinem Bett ohne Brust einzuschlafen. Wenn du das erreichen möchtest, musst du leider auch genau das mit ihm ĂŒben.

SelbstverstĂ€ndlich wird das zu Protest fĂŒhren. Zu der von dir beschriebenen Situation (mit Wegstoßen, nicht anfassen/trösten dĂŒrfen etc.): Er war vermutlich traurig und v.a. wĂŒtend! Ich kann total gut nachempfinden, wie besch... Mama sich dann fĂŒhlt. Aber mach dir Folgendes klar: Du verĂ€nderst ein ihm wichtiges Ritual. Diese VerĂ€nderung war nicht sein Wunsch, sondern ging von dir aus. Daher hat er das Recht, wĂŒtend zu sein und das auch zu zeigen. Deine Aufgabe in dieser Situation ist es, das auszuhalten, da zu sein und ihm so gut wie möglich dadurch zu helfen.

Z.Bsp. könntest du dich zu ihm legen, mit ihm sprechen, ihm erklĂ€ren, dass es das Stillen jetzt leider nicht mehr geben wird, dass du ihn aber noch genauso lieb hast und er stattdessen gerne mit dir und Kuscheltier X kuscheln kann bzw. du ihn streicheln kannst bzw. ihm was vorsingen kannst oder oder oder... „Du bist wohl grad sauer? Das verstehe ich, das darfst du auch sein. Wir zwei schaffen das schon! Du kannst auch anders einschlafen, ich helfe dir dabei und bin fĂŒr dich da.“ oder so Ă€hnlich. Wenn er aus seinem Bett rauskann, wĂŒrde ich ihn nicht dort festhalten, ihn aber immer wieder reinsetzen, zur Not auch 20x.

Bei uns hat es auf diesem Weg drei (recht schlimme) Tage gedauert, dann wurde es schnell deutlich besser. Begeistert vom Mittagsschlaf ist mein Sohn immer noch nicht - das wird wohl auch nie wieder so werden. Aber er schlĂ€ft in seinem Bett ein, wĂ€hrend ich daneben sitze und singe und ihn streichle. Manchmal steht er noch mal im Bett auf und beugt sich ĂŒber das Gitter, weil er noch mal gedrĂŒckt werden möchte, was er dann natĂŒrlich auch wird.

Alles Gute fĂŒr euch und viele GrĂŒĂŸe!

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Hi, danke fĂŒr deinen wertvollen Beitrag. Ja du hast in allen Punkten vollkommen Recht.
Es ist nur so schwierig. Vielleicht kannst du mir in ein paar Punkten noch. Also er schlĂ€ft nachts im Familienbett. Da hab ich es nach dem abends abstillten so gemacht dass er im bett nich spielen durfte wie er wollte, aber liegend oder krabbelnd. Aufstehen und vom Bett runter war tabu. Hat er es versucht habe uch ihn wieder zurĂŒck geholt und hingelegt.das hat er irge dwann nach Tagen verstanden. Aber er war da nicht so extrem wĂŒtend und traurig wie jetzt. Jetzt wollte ich es auch so machen aber er dreht komlett durch wenn ich mit ihm ins schlafzimmer gehe. Und sobald wir auf dem bett sind schreit er wie am Spieß und versuch rauszukommen. Er schreit sich immer mehr in rage wenn ich es weiter versuche. Das fĂŒhlt sich dann auch nicht mehr richtig an.
Sein Kinderbett hat er vorher zum Mittagsschlaf genutzt, es ist ohne gitter. Aber ich finde es unpraktisch, weil es sehr klein zum dazulegen. Weiß nicht ob ich den mittagsschlaf jetzt im Familienbett oder in seinem besser einfĂŒhren sollte.
Vielleicht gebe ich ihm ein leckeres GetrÀnk wie Bananenmilch dirkekt zum hinlegen dass wr gar nicht erst so in Rage gerÀt. Dann vielleicht ein hörspiel oder sowas? Oder ich besorge ein neues schönes Buch.
Kuscheltiere interessieren ihn leider nicht.
Hast du noch ideen wie ich es ihm versĂŒĂŸen kann.? Dann ziehe ich es auch dann so durch und versuch nicht stĂ€ndig was neues. Haste recht, das war blöd. Ich ĂŒberlege mir bis heut abend ein neues konzept und dann gehts ab morgen los.

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Ich glaube, ich wĂŒrde ihn wieder in sein Bett legen fĂŒr den Mittagsschlaf. Dann muss er „nur“ lernen, ohne Brust einzuschlafen und sich nicht auch noch an die verĂ€nderte rĂ€umliche Situation gewöhnen. Auch wenn er das Familienbett vom Nachtschlaf kennt... Vom GefĂŒhl her wĂŒrdest du ihm umso mehr Sicherheit vermitteln, je weniger du verĂ€nderst im Vergleich zu vorher.

Wenn sein Bett zu klein ist zum Dazulegen, wie hast du ihn denn bislang dort in den Schlaf gestillt? Zur Not vielleicht eine Matratze fĂŒr dich davor legen oder einen Sitzsack/Sessel o.Ă€. ...? Oder du legst dir einfach einen Teppich/Kissen auf den Boden und setzt/hockst dich vor sein Bett - so kann er dich ja auch sehen und du kannst ihn streicheln.

Buch und Hörspiel sind doch gute Ideen! Bei uns ist irgendwie Singen ganz wichtig zum Einschlafen, aber das ist ja auch vom Kind abhÀngig, was ihm so helfen könnte. Köpfchen streicheln oder HÀndchen halten... so dass er den Körperkontakt, den er vorher beim Stillen hatte, weiter bekommt.

Zur Bananenmilch: kannste machen! Aber bitte bedenke, dass du jetzt nichts einfĂŒhren solltest, was du in 3 Monaten wieder loswerden willst. ;)

Und mir fĂ€llt noch ein als ultimativer Tipp: die Spiegelneurone nutzen! :) Also ruhig selber die Augen zumachen (natĂŒrlich nicht, wenn er gerade noch weint oder schreit).

Und ja, es ist schwierig! Aber du findest bestimmt den fĂŒr euch passenden Weg und am Ende passt alles... Viel Erfolg!

Berichte gerne mal nach ein paar Tagen, wie es lief, wenn du magst...!

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Ich kann dir zwar keinen Tipp geben aber ich wollte dir sagen das du nicht alleine bist. Vor zwei Wochen habe ich fast einen identischen Beitrag hier verfasst.
Der einzige Unterschied ist, dass meine Tochter bereits 23 Monate ist.
Sie schlÀft jetzt auch nur noch an den Tagen an welchen wir mit dem Auto unterwegs sind oder wenn ich sie in die Tragen packe zum spazieren gehen (aber auch dann erst nach einer Stunde).
Ich hoffe du findest einen Weg. Ich leide mit dir.

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Danke das tröstet mich ein wenig. Dir auch viel Kraft und Erfolg!

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