Schon wieder ein Zucker-Thema

Hallo,

unsere Tochter (1,5) wird gerade bei der Tagesmutter eingewöhnt. Wir sind soweit sehr zufrieden mit dem Verlauf der Eingewöhnung. Unsere Tochter fühlt sich wohl :-)
Heute hat sie das erste mal mit gefrühstückt. Das Frühstück wird von der Tagesmutter zubereitet, also normalerweise nicht von den Eltern Zuhause mitgegeben.
Sie verschwand also kurz in der Küche und kam zurück mit Tellern auf dem jeweils ein Brot mit Butter und Marmelade bestrichen war. Ich muss sagen, dass wir bei unserer Tochter bisher darauf geschaut haben, dass sie nicht so viel Industriezucker futtert, weil es ungesund ist (und wir mehrere Diabetiker in der Familie hatten/haben) und zweitens, weil unsere Tochter sich absolut mit ungesüßten Speisen zufrieden gibt. Sie liebt zum Beispiel Dinkelstangen oder Hirsekringel. Daheim gibt es also keine Marmelade für sie. Nichts desto trotz, hatte ich erwartet, dass unsere Tochter das Brot mit Marmelade essen würde. Sie hat es probiert und dann den Teller der Tagesmutter zurückgegeben. Ich meinte, dass sie aber noch nichts gefrühstückt hätte und normalerweise gut isst. Sie schmierte ihr dann ein Brot mit Frischkäse und meine Tochter aß es vollständig auf.
Sie meinte, dass es mal Marmelade, mal Frischkäse oder Honig und Nutella gibt zum Frühstück. Ich möchte nicht, dass mein Kind das bekommt (Marmelade, Nutella) und dadurch, dass meine Tochter den Teller zurückgegeben hat, haben wir uns darauf geeinigt, dass ich in Zukunft die Wurst etc. mitbringe oder sie dort Frischkäse bekommt.

Ich denke den ganzen Tag darüber nach, ob ich da zu verkrampft bin? Ist es normal, dass Kleinkinder morgens nur überzuckerten Kram essen?

Wie handhabt ihr das?

Liebe Grüße

3

Wir frühstücken morgens zu Hause alle süß. Sei es Müsli (ich) oder Toast mit Nutella (Mein Mann) und unser Sohn ein Milchbrötchen mit Marmelade oder Nutella. Wir mögen kein deftiges Frühstück sondern eher ein süßes. Das kommt aber meiner Meinung nach auf den Typ Mensch an. Andere essen morgens lieber Wurst und Käse Brote, wird er andere baked beans und Rührei. Ich denke, wenn eure Tochter es nicht süß mag, ist das völlig ok. Nur sie in eine Richtung drängen finde ich nicht gut. Ich finde Hirse Kringel und dinkelstangen sah trocken, nach nichts schmeckend und nicht satt machend. Dein Kind ist über ein Jahr alt und fern halten von süßen Dingen wirst du sie nicht mehr lange können. Lieber soll sie ein gesundes Maß kennen statt es nie zu dürfen und es sich dann später Tonnenweise rein zu ziehen. Also sei ruhig ein wenig lockerer, dein Kind kann mit über eintn Jahr alles vom Familienessen mit essen. Und das sollte sie auch dürfen.

1

Meine mögen auch keine Marmelade. Mit 2 Jahren hab ich nutella Noch nicht probiert ..aber bis vor kurzem wurde selbst Schokolade verweigert.

Meine snacken lieber Stück käse mit einem knacke (leicht&kross) statt mit süßem.
Mein Sohn mag auxh keine Kekse.. aber auxh selten Obst (außer beerenmix aus'm tk morgens im Müsli und mal Stück Banane). Meine Tochter nimmt auch mal einen keks.. aber hat sie die Wahl zwischen Obst und Keks dann das Obst.

Ich mache mir keinen Kopf.. früher oder später essen alle süss. Wenn ich ein Eis esse dürfen sie lecken.. manchmal wollen sie ein eigenes ..mal nicht. Ich biete 3 ausgewogene Mahlzeiten an..solange Kakao und milchschnitte etc nicht gefordert wird.. mein Gott.. gibt schlimmeres;)

2

Es scheint tatsächlich sehr normal zu sein. Als ich mit meinem 2,5jährigen zur Kur war, hätten alle anderen Kinder jeden Morgen Nutella, Marmelade und Kakao.

Wenn deine Tochter das nicht mag und die TaMu das respektiert, ist doch alles toll!

Bei uns gibt es zB auch keinen fertigen Fruchtjoghurt, sondern Naturjighurt mit ungesüßtem Fruchmus.

4

Wir frühstücken Brot mit Butter und Marmelade. Manchmal auch nur mit Butter. Davon wird immer ordentlich reingehauen.

Man kann auch echt übertreiben 🙄
Enthält man Kindern alles süße vor, wird irgendwann im ihrem Leben der Punkt kommen, dass sie dann nur noch süßes essen wollen weil sie auf den Geschmack gekommen sind...
Ich setze dann auf Qualität und hier im Haus gibt es tatsächlich Süßigkeiten 😳

22

Das stimmt, mein Freund seit Kindertagen war Neurodermitis Patient und damals hieß es "bloß keinen Zucker", die Mutter kochte selber Süßstoff-Marmeladen und achtete penibelst darauf (Kein Vorwurf jetzt, war ja die damals geltende Empfehlung), aber er gierte immer nach Schokolade, bekam leider von den Großeltern immer wieder was zugesteckt und hatte dann als junger Erwachsener als die Neuro weg war und er endlich durfte massive Probleme mit seinem Gewicht bis sich das nach Jahren wieder eingependelt hatte, und das mit eiserner Disziplin die ich bewundernswert fand.

5

Jeden Tag Nutella Toast Fänd ich jetzt auch nicht so doll...
Aber mal Frischkäse, mal Marmelade, mal Honig...ich finde es gibt schlimmeres. Aber ich bin auch nicht extrem gegen Zucker.
Jedem das Seine natürlich und ihr könnt es gern so machen wie ihr es möchtet. Wenn die Tagesmutter mitzieht umso besser.
Ich würde um Abwechslung bitten.
Also nicht jeden Tag süß. Oder eine Alternative dazu.

Was machst du denn, wenn die Tagesmutter Kekse backen will? Dann wird sie vermutlich süße Kekse backen...

Ich glaube als Mutter muss man auch lernen, mal fünfe gerade sein zu lassen. Vorallem wenn man das Kind fremdbetreuen lässt.(lasse ich meinen Sohn ja auch, deswegen kenne ich das "Problem ")

6

Ich habe meiner Tochter anfangs auch Frühstück mitgegeben, da sie morgens noch Brei aß. Was war ich froh, als die TaMu nach 2 Monaten berichtete, dass meine Tochter ihr Frühstück mitisst: Brot, Frischkäse, Wurst und auch Marmelade...
Ich musste nicht ständig aufpassen, dass alles nachgefüllt ist und viel wichtiger: Die TaMu hatte es etwas einfacher, da alle das gleiche bekamen. Wenn sie nämlich 5 verschiedene Speisen zubereitet - wer passt dann auf die Kids auf?
Außerdem hat unserer Tochter noch großen Futterneid gehabt: Die anderen haben alle Brot gegessen und sie wollte schlichtweg das gleiche! Da konnte ich die TaMu schon verstehen, dass das blöd ist und ich wollte ja auch, dass meine Tochter satt wird.

Davon abgesehen: Ich sehe 1-2 Löffel Marmelade o.ä. morgens nicht so eng, wenn es dann über den Tag nichts / selten Süßes gibt. Zu Hause lässt es sich ja auch gut vermeiden...

Ihr habt doch jetzt eine super Lösung gefunden. Warte ab wie es läuft und bleib bzw. werde flexibel / lockerer... Alles andere stresst nur und du wirst in der Fremdbetreuung noch so manches erleben, was dir nicht passt 😉

7

Ich bin ganz bei dir. Das gab es bei der Großen damals absolut nicht. Mittlerweile haben wir die Regel (sie ist jetzt 3,5) dass sie wenn wir am Wochenende Brötchen essen (nicht jedes Wochenende sondern nur manchmal) dass sie das zweite Brot/Brötchen mit Marmelade oder Erdnussbutter haben darf. Die Kleine (1,5) darf das noch nicht. Ich finde gerade wenn Kinder es noch nicht kennen das unnötig. Das kommt noch früh genug, je älter sie werden. LG

8

Sohnemann ist vier und kennt Zucker in allen Variationen. Trotzdem würde er es nicht essen. Marmelade eventuell, wenn es Erdbeer ist und keine Stückchen hat, aber weder Honig noch Nutella.
Es kann also durchaus sein, dass es ihr einfach nicht geschmeckt hat.
Bei uns in der Kita gibt es auch alles mögliche zum Frühstück. Mein Kind frühstückt aber zu Hause.
Ich denke, wenn man sein Kind in die Fremdbetreuung gibt, dann muss man damit leben, dass da auch mehr Zucker gibt. Gut ist ja, dass die TM da flexibel reagiert.

9

Also in der Krippe gab es auch ca. alle 2 Wochen mal Marmeladenbrote zum Frühstück, das finde ich jetzt nicht schlimm, denn irgendwie müssen die Kinder einen normalen Umgang mit Zucker kennenlernen. Meine Kinder durften ab dem 1. Geburstag ab und an Eis, mal ein kleines Schokoei, mal ein paar Gummibärchen, mal Kuchen ... Beide Kinder haben bisher ein sehr gutes Verhältnis, von beiden stehen noch Schokoostereier und Hasen hier rum und wir hatten nicht super viel würde ich sagen. Sie freuen sich über Obst und Rohkost nachmittags oder gefrorenes Fruchtpüree anstatt richtiges Eis. Fertiger Fruchtjoghurt ist beiden zu süß, dann lieber Naturjoghurt pur. Ich hoffe es bleibt dabei, denn die Versuchungen kommen mit zunehmendem Alter und dafür wappnen wir unsere Kinder nicht, wenn wir es ihnen komplett verbieten. Sondern aus meiner Erfahrung sind das dann die Kinder, die zu Hause nicht dürfen und woanders kein Maß kennen.

Ich fände es aber auch nicht gut wenn sie keine Alternative bekommen würde, wenn das Kind von sich aus signalisiert es will nicht. Denn ganz sicher müssen Süßigkeiten und auch sowas wie Marmeldeborte nicht zwingend gegessen werden. Und ich finde auch die Häufigkeit bei der Tagesmutter bzw. quasi nur süß zum Frühstück schon fast zu viel. Würde aber keine Wurst mitgeben, sondern mein Kind würde dann Frischkäse oder Butterbrot bekommen.
Bei uns zu Hause gibt es nur am Wochenende Marmelade und Honig. Nutella gibt es gar nicht. Und während der Woche Haferflocken mit Milch und ggf. (getrocknetes) Obst, Nüsse, Joghurt.

Top Diskussionen anzeigen