Probleme mit dem Kindergarten

Hallo ihr Lieben,

ich habe einige Probleme mit dem Kindergarten und weiß nicht ob es vielleicht besser wäre, wenn wir den Kindergarten wechseln würden.

Mein Sohn geht seit 1 1/2 Jahren in den Kindergarten und ist jetzt fast 4 1/2 Jahre alt. Leider ist die Eingewöhnung schwierig gewesen und ist es immer noch. Die Erzieher haben damals großen Druck ausgeübt, dass es jetzt klappen muss nach zwei Wochen und ich habe es leider zugelassen. Sie haben mir jeden Tag meinen kleinen vom Arm gerissen und gesagt, dass er sich schon daran gewöhnt. Heute würde ich es nicht mehr zulassen und ich habe bis heute ein schlechtes Gewissen. Jeden Abend, jeden morgen und auch beim Abschied weint er.

Die Kommunikation zwischen uns und den Erziehern stimmt auch nicht. Wir haben uns einmal beschwert und seitdem ist alles eher schwierig. Sie nehmen unseren Sohn nicht Empfang außer wir fragen nach, ob sich jemand mit ihm zusammen von mir verabschieden kann. Es wird eher ignoriert, wenn wir draußen stehen und er sich selbst verabschieden möchte und es nicht schafft und immer wieder weint, mich zurück ruft oder mir hinterher rennt.

Ich finde es auch sehr schade, dass uns keiner von seinem Tag erzählt und wir immer nachhaken müssen und selbst dann nur wenige Informationen bekommen.

Wenn wir ihn abholen ist er ganz gut gelaunt, aber seit dem Kindergarten beginn ist er auch sehr aggressiv schlägt und schreit viel (nur zuhause). Erzählen wir ihm, dass er eine Woche nicht hin muss ist er das ausgeglichenste Kind der Welt und freut sich seines Lebens.

Zurzeit ist er sehr in Rollenspiele vertieft z.B. Die Eiskönigin. Er ist die Elsa, der Papa der Hans und ich die Anna. Er erzählt, weil der Papa, der Hans ist das er immer die Anna (also mich) schlägt und auch ihn. Ich war dabei, als er einer Erzieherin erzählt hat, dass der Hans ihm und der Anna immer wehtut. Ich habe den Erziehern erklärt, das es eben dieses Rollenspiel ist und das mein Mann uns nichts tut. Ohne das sie uns irgendwas erzählt haben, haben sie sich mit ihm hingesetzt und ihn gefragt, ob wir lieb oder böse sind und ob wir grob oder zart machen. Ich finde diese Vorsichtsmaßnahme gut, wenn wirklich Gewalt in einer Familie stattfindet, um es herauszufinden (Was bei uns natürlich nicht der Fall ist). Allerdings finde ich es wirklich sehr fragwürdig uns nichts von diesem Gespräch zu erzählen, vorallem weil mein Sohn auch behauptet hat, dass der Hans uns wehtut und ich vermute, dass sie wohl das Jugendamt einschalten werden.

Würdet ihr den Kindergarten wechseln oder sollen wir ihn da lassen und hoffen, dass sich alles wieder einkriegt? Ich habe Angst, das es er einen Wechsel nicht gut verkraftet. Er ist sehr sensibel und hat Schwierigkeiten sich in neue Gruppen einzufügen, weil er sehr zurückhaltend und schüchtern ist.

Wie läuft es bei euch im Kindergarten ab? Ist dieses Verhalten der Erzieher "normal" oder soll ich es doch eher ignorieren? Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Jeden morgen mein Kind dahin zu bringen unter "Zwang" finde ich schrecklich...

Es tut mir sehr leid für den langen Text

LG

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Ich würde
1. Umgehend einen Kinderarzttermin vereinbaren und dort alles 1:1 besprechen, nichts auslassen.
2. Mich umgehend mit anderen Kitas in Verbindung setzen und dort auch definitv transparent die Probleme schildern.

Wieso denkst du, dass dein Kind einen Wechsel schlechter vertragen wird als dieses vorherrschende Klima im der jetzigen Kita? Wenn es möglich wäre, würde ich sogar umgehend das Kind Zuhause lassen. Zeit zum Luftholen und Pause einlegen.

LG

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Danke für die Tipps! Ich werde am Montag den Kinderarzt aufsuchen und ein klärendes Gespräch führen und mache mir Gedanken, um einen Wechsel des Kindergartens.

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Hallo.
Nachdem was ich gelesen habe was bei euch in der Kiga los ist, würde ich dir empfehlen den Kindergarten zu wechseln.

Unsere ist erst 2 Jahre und geht seit nem Jahr in die Kiga und sie geht sehr gerne.
Wenn sie nicht gehen kann haben wir eher Tränen und ein unausgeglichenes Kind.

Höre auf dein Gefühl. Und das wird dann das Richtige sein.

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---Erzählen wir ihm, dass er eine Woche nicht hin muss ist er das ausgeglichenste Kind der Welt und freut sich seines Lebens. ---


Ich hätte schon vor mindestens einem Jahr gewechselt. Ich finde es ganz schrecklich, einem Kind solch eine Unterbringung zuzumuten, vor allem wenn es ganz deutlich zeigt, wie unwohl es sich dort fühlt.

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Vielen Dank für eure Antworten. Mir wird gesagt, dass er nach kurzem weinen aufhört zu weinen und anfängt zu spielen. Er wäre sehr ausgeglichen und fröhlich im Kindergarten.

Ich habe darauf vertraut, dass die Erzieher es schon richtig machen. Nur habe ich bei jemdem hinbringen und abholen Bauchweh und bekomme den Eindruck, dass der Kindergarten mehr schadet als uns nützt.

Die Erzieher mögen uns nicht und zeigen dies auch deutlich mit ihren Verhalten :/

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Hallo,

also vom Tag erzählen tun Erzieher auch bei uns nicht immerhin ist ihr Job Kinder zu betreuen und nicht zwanzig Eltern den Tag zu schildern. Dafür gibt es einen Aushang auf dem steht was gemacht wurde.

Ansonsten wären wir nie so lange da geblieben, bei mir wäre nach wenigen Wochen Schicht gewesen! Ich weiß jetzt nicht inwiefern diese RollenSpiele also dieser Inhalt aussagekräftig sind aber ich würde das nicht als nur Rollenspiel abtun sondern daraus schließen dass Dein Kind ein Problem mit der Situation hat und es umgegend ändern! Und Snowdrops Idee finde ich auch gut mit dem Kinderarzt.

Dass bei GewaltVerdacht heimlich gefragt wird muss so sein weil was sollte ne Ankündigung im Ernstfall bringen? Vater droht Kind sagt ihm was es zu sagen hat und dann ... ?

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Ich habe keine Ankündigung erwartet, sondern im Nachhinein ein offenes Gespräch, dass dieses Gespräch geführt wurde. Zu welchem Ergebniss sie gelangt sind und wie es weiter gehen soll (evtl. Jugendamt, beobachten oder was auch immer)

Nur dieses ganze Gespräch nicht zu erwähnen und uns bei der Abholung mit bösen Blicken zu durch zubohren finde ich nicht der richtige Weg...

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Ich sehe Eure Situation als sehr schwer an. Ich bin wie gesagt kein Kinderpsychologe aber ich kann mir vorstellen dass diese RollenSpiele ein Warnsignal sind und die Kindergärtner sich Sorgen machen. Diese Situation ist für eine Erzieherin einfach Scheisse ja sie sind ausgebildet dafür aber ....
Ihr seid als Eltern auch zu passiv. Euer Kind leidet, der Kindergarten wird schon aktiv in Richtung Verdacht auf Misshandlung und du 'erwartest'?
Werde endlich aktiv, gehe ins Gespräch, Kinderarzt, Kindergarten, ... Es ist doch Euer Kind also tut endlich was! Frag doch selber ob das wirklich so auffällig ist, zeig Interesse an der Situation! Wenn der Kiga merkt dass ihr die Situation ernst nehmt ist schon mal die erste Schärfe da raus! Auch wenn hoffentlich der Kiga der Auslöser ist aber ihr müsst mal was tun.

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Ich denke auch dass ihr Wechseln solltet. Ihr werdet nicht mehr glücklich und immer negative Hintergedanken haben. Die Art der Eingewöhnung ist schon fraglich. Ich kenne es im Ü3 Bereich allerdings auch nicht dass eine ewig lange Eingewöhnung gemacht wird. Generell hast du irgendwie Vorstellungen/Wünsche die (bei uns) so eher in der Krippe stattfinden. (Lange Eingewöhnung, Kind beim Abschied begleiten, vom Tag erzählen)
Dein Kind ist doch schon so groß dass er dir selber berichten kann.
Auch dass bei Verdacht auf Gewalt erstmal nicht mit den Eltern gesprochen wird finde ich logisch. Jugendamt würde mich nicht schrecken, die kommen, gucken und dann ist gut.
(Bei meinen Eltern war vor 25 Jahren auch mal das JA. Wir waren 3 sehr wilde Kinder, und eine zeitlang musste mein Papa wöchentlich mit irgendeinem zur Notaufnahme. Die kannten ihn schon mit Namen. Da wurde auch mal nachgefragt und dann war gut.)
Ich wünsche euch und vor allem eurem Sohn alles Gute

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Im Voraus wurde uns gesagt, dass die Eingewöhnung nach dem Berliner Modell stattfindet und es nach dem Tempo des Kindes eingewöhnt wird. Plötzlich wurde großer Druck ausgeübt.

Mir wurde mein Kind vom Arm genommen, das sich blau geschrien hat und sich festgekrallt hat an meinem Hals. Ein anderes Kind im Jahr darauf wurde zwei Monate eingewöhnt und hat keine Probleme mehr mit dem Kindergarten. Dieses Kind hatte auch große Probleme da zu bleiben am Anfang.

Ich erwarte auch nicht, dass mir ausführlich erzählt wird von dem Tag. Aber andere Eltern werden auch mehr über den Tag des Kindes informiert und müssen nicht nachfragen. Es wäre schon toll, wenn wir nicht morgens beim abgeben genervt angeguckt werden, weil sie wissen das mein Sohn weint und ignoriert wird bis wir jemanden ansprechen. Es wird noch nicht mal ein „Guten Morgen“ erwidert.

Ich fühle mich sehr schlecht und weiß nicht, warum man nicht offen kommunizieren kann.

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Hallo .
Was sagt den dein Sohn?
Hast du ihn mal gefragt ?
Möchte er den Kiga wechseln ?
Bekommt er mit wie ihr über den Kiga redet?

Leider ist es so das manche Kinder jeden Tag den Trennungsschmerz haben.
Es gibt ja leider Kinder die nicht gern in den Kiga gehen.

Positiv ist doch das er nach kurzer Zeit aufhört und spielt ,wenn du ihn abholst scheint er ja auch zufrieden zu sein.

Das bei den Erzieherin die Alarmglocken angehen bei den Rollenspielen - Gott sei dank -
Leider findet Gewalt in vielen Familien statt und die würden es auch nie offen sagen ,da sind die Erzieher dann schon drauf geschult dem nachzugehen.
Ich seh es eher positiv das sie euch nicht angesprochen haben denn wenn sie den Verdacht hätten das der Papa die Mama schlägt hätten sie sicher ein Gespräch gesucht.

Ich würde wenn du dich unwohl und missverstanden fühlst das Gespräch suchen - mit Leitung,Erziehern und einer Elternvertretung.
Dann würde ich entscheiden ob ich den Kiga Wechsel oder nicht.
Leider scheint ihr euch ja nicht wohl zu fühlen und das ist sooo schade.
Der Kiga sollte doch Spass bringen.

Liebe Grüsse und alles gut

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Achje
Ich nehm das zurück
Du schriebst ja das er da nicht hin möchte
Das hatte ich überlesen

Dann würde ich wirklich wechseln und mal sehen wie es woanders läuft

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Hey, das klingt wirklich nicht erfreulich ! ein Kind sollte Spaß haben am Kiga und dich darauf freuen!!! ihr habt doch bestimmt eine Elternbeirat im Kiga oder? wäre das vielleicht eine Anlaufstelle? der Elternbeirat ist ja dafür verantwortlich sich im Kiga mit der Leitung für die Eltern "stark zu machen und deren Interessen zu vertreten!

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