Bin völlig verzweifelt...mein Sohn (2 j,) hört nicht auf mich.

Hallo Ihr Lieben

Wie ohben schon zulesen ist, habe ich ein Problem mit meinem 2 jährigen Sohn.
Und ich hoffe es gibt hier Mamis/ Papis die mir in meiner Situation helfen können, denn ich denke mal dass ich/wir kein Einzelfall sind.

Nun erstmal zum Problem.
Wie ja schon erwähnt ist mein Sohn 2 Jahre alt und ist schon seit 1 Jahr ziemlich unaustehlich.
Er reagiert wegen jedem kleinsten furz völlig über....zumindest empfinde ich es so...für ihn ist das bestimmt eine normale Reaktion in dem Alter aber da bin ich nicht so sicher.
Ich weiß, dass er sich wahrscheinlich in einer Trotzphase befindet und mit seinen "kleinen Machtspielchen" komme ich auch größten Teils gut klar aber dann kommen die "großen Machtspielchen" und die zerren an mir wie nichts gutes.
Sobald ein "Nein" im Raum steht brüllt er von jetzt auf gleich sofort los, bekommt ein hochroten Kopf und schreit nur noch rum.
Ich begebe mich immer bei solchen Situationen (und sonst auch wenn ich mit ihn rede) auf Augenhöhe und versuche ihm im ruhigen aber bestimmten Ton zu erklären warum er manche Dinge nun mal eben nicht tun darf/nicht haben kann...aber es ist völlig unmöglich im etwas in kurzen und klaren Wörtern zu erklären weil er mir nur ins Gesicht schreit....Augenkontakt ist auch nicht möglich weil er so doll in Rage ist, dass er sich hin und her windet und nur noch mehr schreit.
Wenn ich merke , dass ich nicht wirklich weiter komme dann lasse ich ihn erstmal austoben und wenn er sich beruhigt hat dann versuche ich ihn nochmals zu erklären was gerade nicht so toll war....usw usw aber dann schaltet er völlig auf durchzug und behandelt mich wie Luft.
Ich verstehe das nicht...ich hab schon so viele Ratschläge angenommen, hab alles mögliche versucht aber nichts will fruchten weil ich meinem Kind nichts erklären kann.
Wir haben bei uns schon von Anfang an klare Regeln, die er kennt aber auf denen er gerne mal ein riesen Haufen setzt...ganz wie der Papa #aerger
Konsequent sein bringt auch nicht wirklich viel...
Ein Beispiel, aktuell von heute Mittag:
Es ist Essenszeit, ich komme ins Wohnzimmer und bringe das Essen zum Tisch und sage zu meinem Sohn "So Vincent mein Schatz, komm bitte zum Tisch, es ist Essenszeit"
Er freut sich und geht sofort zum Tisch und setzt sich...soweit so gut.
Aber dann geht es auch schon los...er will nicht alleine essen, will gefüttert werden, dabei weiß ich, dass er schon alleine essen kann weil er es schon gemacht hat.
Also lasse ich ihn erstmal in Ruhe und esse eben alleine....dann versuche ich es erneut mit ihm, gebe ihn die Gabel und er isst.....dann plötzlich nach dem vierten alleinigen Happen schreit er wieder weil er wieder nicht alleine essen will.
Ich versuche ihn also wieder auf Augenhöhe zu erklären dass er die Gabel nehmen muss um zu essen, was zur Folge hat, dass er schreit und ich mein eigenes Wort kaum verstehe.

Ich berühre ihn sanft und versuche ruhig zu reden aber er schaut mich noch nicht mal an.
Dann kommt von mir eine Ansage "Wenn du nicht essen magst dann ist das Essen gleich weg."
Ich lasse ihn noch 1-2 Minuten aber wenn er weiterhin nur schreit und nicht isst, nehme ich den Teller weg und sage "Tschüß, Essen"...und dann rennt er völlig aufgelöst hinter mir her und schreit herzzrereisend.
Ich habe auch schon versucht ihn ins Geschehen mit einzubinden....eigentlich ist er das auch, zumindest sage ich ihm immer vorher was ich gleich tun werde und frage ihn ob er mir helfen möchte.
Dann halte ich ihn z.B. den Teller hin und sage zu ihn "Vincent, bringst du den Teller schon mal zum Tisch?" Manchmal, aber nur ganz selten macht er es aber meistens schreit er da dann schon los.
Wir haben hier klare Strukturen, Regeln und (zumindest ich) bin immer konsequent...natürlich gibt es auch mal kleine Ausnahmen aber das sind dann Dinge die Entschuldbar sind....was essen, schlafen, Zähne putzen usw angeht bleibe ich immer konsequent.
Mein größtest Problem ist eigentlich, dass ich zu meinem Sohn nicht durchdringen kann.
Ich glaube er hört meine Aussagen gar nicht und fällt dann aus allen Wolken wenn ich konsequent bin, weil er gar nicht weiß was gerade los ist, da er mich wegen des ganzen Geschreie nicht gehört hat.
Wir hatten ihn schon in der Krippe, das war aber ein absoluter reinfall....hat alles nur verschlimmert.
Es gäbe noch soviel zu erzählen aber dann ware dieser Beitag ewig lang...also beantworte ich auch gerne noch Fragen wenn was unklar ist.
Was kann ich denn jetzt noch tun, damit er sich wenigstens mal anhört was ich ihm sage?
Ich würde mich sooooo riesig freuen wenn mir mal jemand ein wirklich guten Rat geben kann.
Vielen Dank schon mal

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Ich weiß, du magst das nicht hören, aber ich sehe es ganz genauso: Du überforderst dein Kind mit deinem "Palaver" und erwartest Unmögliches.

Mein kleiner Sohn ist so ziemlich genau so. Er ist nicht aggressiv, überhaupt nicht, sondern einfach sehr sensibel und oft auch einfach empfindlich. Wenn er sich in irgendeiner Form zurückgesetzt fühlt, weint er bitterlich und je nach Stimmung (Schub, Zähne usw.) kann das auch mal in unberuhigbares Gebrüll ausarten.
Je älter er wird, desto besser wird es und desto mehr kann man mit ihm diskutieren und verhandeln, aber mit 2 Jahren ging das definitiv noch nicht (er ist im Juni 3 geworden).

Diese Situation hätte uns 1:1 auch so passieren können. Nun erstens einmal hätte ich mein Kind nicht wegen so einer Nichtigkeit unglücklich gemacht. Wenn ich weiß, dass er selbst essen kann, so hätte es mir doch nichts ausgemacht, ihn zu füttern. Wenn es das ist, wonach ihm in dem Moment gerade ist und es mir nicht Unmögliches abverlangt, dann bitte. Gefüttert werden ist für viele Kinder einfach das Gefühl, umsorgt zu werden, klein sein zu dürfen. Mein Sohn wollte dann manchmal, dass ich ihm den Schnuller in den Mund stecke, natürlich hätte er ihn sich auch selbst nehmen können. ;)
Wegen so einer Kleinigkeit fange ich keinen Krieg an mit meinem Kind, das tu ich ihm und mir nicht an.

Und auch wenn dein Sohn sprachlich fit sein sollte, für Erklärungen und Argumente ist ein 2-jähriges Kleinkind in einer Situation, in der es Gefühle und Bedürfnisse übermannt haben, NICHT zugänglich, da kannst du dich vor ihm hinknien und ihn dazu zwingen, dich anzusehen, wie du willst. Außerdem wirkt das, wie hier jemand schon schrieb, auf das Kind nur bedrohlich.
Dass dein Sohn noch herzzerreißender weint, wenn du dich dann mitsamt Teller entfernst, wundert mich nicht. Für ihn kommt das einer Ablehnung seiner Person gleich und er fühlt sich verletzt.

Was irgendwelche "ausgebildeten Kinderärzte und Psychologen" sagen, darauf würde ich ehrlich gesagt unter Umständen pfeifen. Mir hat einmal ein Psychologe erzählt, ich solle meinen Erstgeborenen, mit dem ich damals zur Diagnosestellung in der Kinderpsychiatrie war (mit Verdacht auf Autismus), einfach in sein Zimmer sperren, wenn er sich nicht benimmt - seine Eltern hätten ihn auch immer in den Kohlekeller gesperrt. Das war auch ein ausgebildeter Psychologe. Ach, ich habe schon den haarsträubendsten Schwachsinn von Psychologen aller Art erfahren und wenn jemand mir dazu anrät, meinem Kleinkind lieber das Essen zu entziehen, als es zu füttern, weil es "vom Kopf ja schon 4 wäre" (anscheinend ja wohl nicht, sonst hättest du diese "Probleme" nicht), dann würde ich ihm nur noch einen schönen Tag wünschen.

Natürlich gibt es Situationen, in denen ich konsequent bin, allgemein, wenn es um seine Sicherheit und Hygiene geht. Bei allem anderen drücke ich auch gerne mal ein Auge zu. Und wir fahren gut damit. Mein Sohn tanzt mir weder auf der Nase, noch ist er verkorkst, er ist ein wunderbares Kind.
Es ist nicht leicht, ein sehr, sehr sensibles Kind zu erziehen und es dabei auch noch glücklich zu machen. Ich denke, uns gelingt das gerade ziemlich gut.
Mein Sohn ist noch immer ein Sensibelchen, aber er weint nicht mehr so viel, lässt sich auf Kompromisse ein, fühlt sich sicher und geborgen.

Dein gesamter Beitrag wirkt auf mich - und anscheinend nicht nur auf mich - als wärst du genervt, weil dein Kind nicht so funktioniert, wie du es dir vorgestellt hast, obwohl du dir die beste Mühe gibst, ihn "perfekt" zu erziehen. Aber Kinder sind nun einmal verschieden und manche Kinder haben nun einmal erhöhte Bedürfnisse als andere.
Dein Kind hört sich für mich wie ein VÖLLIG normales Kleinkind an. Deine "Probleme" klingen für mich eingeredet.

Allein der Ausdruck "seine kleinen und großen Machtspielchen" stößt mir SEHR bitter auf.
Deinem Sohn geht es nicht darum, "Macht" auszuüben, dieser Begriff und seine Bedeutung sind einem 2-jährigen völlig fremd.
Wieso denkst du so und wieso unterstellst du ihm das? Hier würde ich mich einmal selbst hinterfragen.

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Hallo,

hast du schon mal mit dem KA gesprochen? Warum hat denn die Krippe nciht funktioniert? Ich finde es schwer, da jetzt ohne Hintergrundwissen was zuschreiben. Und 1 Jahr am Stück Ausnahmezustand ist ja schon arg lang.

Also jetzt mal vorausgesetzt, dass irgendwas Organisches,... ausgeschlossen ist:

Kennst du diese Seite: http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2013/05/autonomiephase-trotzphase-warum-immer.html

oder Jesper Juul "Dein kompetentes Kind"?

Ich finde es auch total hilfreich, mich auf die vielen Male zu konzentrieren, in denen meine Maus macht, was wir verlangen.

Wären jetzt meine Tipps.

LG

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Hey
Ja ich hab schon mit vier KÄ gesprochen und alle haben mir gesagt dass Vincent vom Kopf her schon so weit wie ein 4 Jähriger ist.
In der Kita hat es nicht geklappt weil Vincent tierische Angst vor den anderen Kindern hatte....wir hatten ein gemeinsame Eingewöhnung von 20 Wochen aber es wurde und wurde nicht besser....im Gegenteil, es wurde sogar schlimmer, da wir wegen seiner Angst vor Kindern schon gar nicht mehr auf den Spielplatz gehen konnten, was vor der Kita problemlos ging.

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Wie soll sowas gehen?

dass ein Zweijähriger "vom Kopf her schon so weit wie ein 4 Jähriger ist."

#klatsch#klatsch#klatsch

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In einigen Dingen würde ich ihm Entgegenkommen. Was spricht zur Abwechslung dagegen, ihn mal wieder zu füttern?! Hilft Ablenkung, wenn er anfängt bockig zu werden (ihn in den Arm nehmen oder anbieten ein Buch zusammen anzuschauen)? Die Dituation quasi zu Umschippern? Ich versuche vieles auf lustige Weise zu machen - sage ich Nein und merke schon das Wiederstand kommt kitzele ich sie durch, mache ein kleines Wettrennen mit ihr usw. Das ändert nichts am Nein, aber wir sind quasi über ihr Veto weg... Vieles erkläre/begründe ich dann später nochmal in Ruhe, es wird also schon thematisiert und nicht nur Übergangen. Aber eben dann, wenn mein Kibd gerade nicht auf Gegenwehr ist...

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Ist ja nicht so, dass ich Vincent nie füttere....auch das tue ich ab und zu mal.
Wir gucken uns auch oft sein Lieblingsbuch beim essen an oder ich lasse ihn bei mir auf den Schoß sitzen, wärend ich ihn füttere.
Das füttern an sich ist ja auch nicht das Problem...das war ja nur ein Beispiel.
Mir geht es ja lediglich darum, dass ich vor lauter geschrei bei ihn nicht weiter komme.
Ich möchte ihn ja nur ganz kurz erklären warum etwas gerade so ist, wie es ist....

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Wie man ein Kind während eines Trotzanfalls oft erreichen kann steht in dem Link, den ich dir genannt habe.

VG

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Also, ich glaube, du hast ein vollkommen normales Kind.

Was ich tun wuerde (es aber auch nicht immer schaffe): welche Regeln sind wirklich wichtig? Für mich wäre es bspw überhaupt nicht schlimm gewesen, wenn ich meinen. Sohn dann halt gefüttert hätte. Das wäre mir die Anstrengung nicht wert gewesen.
So quasi sich dir die "kämpfe" aus, die du wirklich gewinnen kannst und die es dir auch wirklich wert sind. Hier versuche ich (und auch da scheitere ich auch), Dinge positiv zu formulieren. Also nicht: nein, mach das nicht, sondern "Bitte mach dies..." (grund ist, dass das Unterbewusstsein Verneinungen nicht kennt. Sieht man bspw. an "denk jetzt nicht an einen rosa Elefanten... Na, an was denkst du?)
Dann ist dein Sohn gerade zwei. Auch, wenn er vielleicht schon sprachlich weit ist, kann er Gefühle nicht erklären und viel von dem, was du sagst, kommt in der akuten Situation gar nicht an. Begründe nur kurz und dann sei klar. Versuche seine Gefühle vielleicht in Worte zu fassen (z.b. Ich kann verstehen, dass du wütend bist, trotzdem...).
Allerdings wird es etwas dauern. Mein kleiner ist jetzt 2,5. letztens hat er nach mir gehauen, weil ich etwas nicht wollte. Als er sich wieder abgeregt hat, habe ich ihm gesagt, dass mir das weh tut und ob er das wirklich möchte. Da schaute er mich an und meinte:" Nein, Mama, hab dich lieb."

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Ich habe ja auch nicht aus dem Auge verloren, dass mein Kleiner erst 2 ist....das wird auch alles berücksichtigt, obwohl mir jetzt schon vier Ärzte gesagt haben, dass er vom Kopf her schon wie ein 4 Jähiger ist.
Das mit dem Essen, heute war ja nur ein Beispiel...das läuft bei uns ja nicht immer so ab...ich füttere ihn natürlich auch ab und zu.
Nur mir wurden ja schon viele Ratschläge gegeben und darunter war halt vom Kinderarzt dass ich mit Vincent auch vieles Über solle...unter anderem auch das alleinige essen.
Ich versuche es so vorsichtig wie möglich.
Ich verneine auch nicht sondern ich sage ihm stattdessen was er tun kann...damit er nicht völlig ratlos da steht.
Ich weiß ja auch dass er mit sich und seiner Gefühlswelt noch nicht im reinen ist (und mal ehrlich, werden wir das jemals sein?)
Mir liegt es fern mein Kind zu überfordern.
mir ging es auch nur darum wie ich ihn in so einem Tosuchtsanfall beruhigen kann und mir Gehör verschaffen kann um in in Kurzen Sätzen zu erklären was los ist.

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Ärzte sind keine Pädagogen und selbst Pädagogen müssten Euch erst im Alltag beobachten, ehe sie irgendwelche Ratschläge erteilen.

Ich schließe mich aber an: klingt für mich nach einem ganz normalen Zweijährigen. Ich bin selbst Sozialpädagogin von Beruf und fand das Alter auch total anstrengend.

Bitte verabschiede Dich einfach von dem Gedanken, dass er deine Erklärungen während eines Wutanfalls versteht.

Bei meinem Sohn hat geholfen: in Sichtweite bleiben, nicht anfassen, mit steigendem Alter Gefühle in Worte fassen ("du bist wütend, weil ), sagen, dass Du da bist und trösten, wenn die Wut in Trauer umschlägt.

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Mit dem Essen hatten wir hier nie Probleme, aber selber laufen fand mein Sohn ziemlich doof. Also haben wir einen Deal gemacht und uns abgewechselt. "DU läufst bis zum roten Auto, ICH trage dich dann bis zur Bushaltestelle." Die Abstände kann man dann mit der Zeit langsam vergrößern.

Lass ihn ein paar Gabeln essen, fütter ein wenig, lass ihn wieder selber essen... Nach und nach wird er schon alleine essen.

Beim Zähne putzen bin ich auch konsequent, essen und schlafen sind aber Bedürfnisse, die Kinder ganz gut einschätzen können. Diese Bedürfnisse können nicht erzwungen werden, und Kinder brauchen hierbei oft Nähe.

Natürlich weint er, wenn du ihm das Essen wegnimmst. Würdest du mir meinen Teller wegnehmen, müsstest du aufpassen, dass meine Gabel nicht in deiner Hand steckt. Was ist denn SO schlimm daran, wenn ein Kleinkind ein bisschen gefüttert werden möchte? Mein Sohn wollte eine Weile am liebsten auf meinem Schoß sitzend essen. Hätte ich es ihm komplett verweigert, wäre er auch ausgerastet, habe ich ihn aber nach ein paar Minuten gebeten, sich wieder auf seinen Stuhl zu setzen, dann war es ok für ihn.

Kommunikation funktiert in dem Alter am besten mit kurzen, aber klaren Sätzen. Kein unnötiges Schwafeln, keine unnötigen Verneinungen (das heißt nicht, dass man alles erlauben soll, aber es klappt besser, wenn die Kinder wissen, was sie tun sollen, statt ihnen zu sagen, was sie nicht tun sollen -> "Lass das sein, das darfst du nicht!" ist ein blöder Satz mit "Leg XY wieder auf den Tisch!" können Kinder mehr anfangen).

lg

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Das mit dem Abwechseln ist eine gute Idee, das werde ich mal ausprobieren.
Ansonsten kommuniziere ich mit Vincent nur in kurzen und klaren Sätzen....ich wähle mit bedacht die Formulierung aus, wo ich weiß, dass er es versteht.
Aber das mit den krzen Sätzen hatte ich ja auch schon in meinen Beitrag erwähnt.
Das mit dem Essen verweigern finde ich auch noicht so super und es tut mir auch jedesmal leid, aber bis jetzt habe ich nur Ratschläge bekommen, die diesen Rat beinhalten....Kinderärzte, Erzieher aus der Kita und sogar Berater von der Erziehungsberatung sagten mir, ich solle es so machen.

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Sieh das Essen und das Gefüttert werden wollen bitte nicht als Machtspiel oder als Faulheit deines Kindes. Er will dir nix böses! Gefüttert werden ist für ein soo kleines Kind wie umsorgt zu werden. Meine Mama ist für mich da und kümmert sich um mich. Kleine Kinder wollen sich da manchmal rückversichern. Was denkst du denn was passiert wenn du ihn fütterst, er kann es also wird er es nicht verlernen. Konsequenz ist ja gut und schön, aber manchmal verrent man sich da auch und sieht vor lauter Konsequenz das Kind nicht mehr, er ist 2!!!!!!!! ,ein Kleinkind.

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Es ging mir doch auch nicht um füttern....das war nur ein Beispiel.
Er wir oft genug gefüttert, samt Lieblingsbuch, über das wir "Brabbeln".....
Es geht mir doch nur darum, dass ich mir Gehör verschaffen möchte, so dass er weiß woran er ist und nicht ständig aus allen Wolken fällt wenn ich mal konsequent sein muss....

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Wir können hier ja erst mal nur das bewerten was du uns vorgibst. Aus dem schließt die Mehrheit hier das du ein wenig zu viel von einem Zwei Jährigen erwartest. Meine Tochter ist auch zwei und wenn ich ihr etwas verbiete und sie darauf natürlich mit Unmut reagiert dann dringe ich zu ihr auch nicht durch, da kann ich noch so behutsam mit ihr Reden oder auf ihre Augenhöhe gehen, das würde nix werden. Die Situation die du Aus der Kita beschreibst spricht nicht gerade für die Einrichtung, wäre dein Sohn zu mir in die Gruppe gekommen hätte ich anders reagiert. In der Regel klappt das wenn man behutsam vorgeht. Ich denke bei euch stimmte es gesamt einfach Nicht, 20 Wochen eingewöhnung? Auch eher ungewöhnlich.

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Ich denke deine Erwartungen an ein 2 jähriges Kind sind extrem hoch. Warum diese Machtspiele? Kann es sein dass ihr vor dem
Kind euren Erziehungsplan gebastelt habt weil ihr nicht wolltet das euer Kind mal so ist wie Kind xy. Und nun stellt ihr fest, das euer Kind einen eigenen Willen hat und die Erziehung doch etwas anstrengender ist als gedacht.

Kommt wieder auf Augenhöhe runter. Wenn euer Sohn mal wieder ein Babyphase hat und gefüttert werden will dann mach es doch. Warum wird ihm dann das Essen verweigert??? Das ist sehr fragwürdig. Es gibt notwendige Regeln und Regeln die nur dazu dienen Macht auszuüben. Für tischmanieren ist noch lange Zeit.

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Uffff....und schon wieder die Fütter-Geschichte.

Das Essen wird ihn nur deswegen verweigert weil es mir Ausgebildete Ärzte und Pädagogen geraten haben...ich bin auch nicht begeistert davon.
Aber so ziemlich jeder hat mir bisher geraten, dass ich nicht nachgeben soll weil er mir sonst auf der Nase rumtanzt.

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Dann waren das aber leider alles Leute, die von Entwicklungspsychologe keine Ahnung haben ...

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Ich glaube du machst dir deine Probleme selber, indem du das Kind einfach überforderst. Das Kind ist 2....nicht 4, nicht 6 usw....sondern erst 2. Fast noch ein Baby.
Was spricht da gegen füttern? Irgendwann hört das auf...von selber...bis dahin macht man es halt...kein gesundes Schulkind lässt sich noch füttern...das hört von alleine auf.

Dann dieses ständige auf Augenhöhe...Kinder in dem Alter sehen einen nicht ständig in die Augen...das ist ihnen unangenehm, sie fühlen sich bedroht...sie reagieren ausweichend mit lachen (viele interpretieren das mit auslachen) oder schreien. Kleinkinder sind mit Erwachsenen nicht auf Augenhöhe...sie sind Kinder...keine Erwachsenen....Erwachsenensprache und Argumente verstehen sie nicht. Sie sind mit sich und ihrem Gefühlsleben nicht eins...ihre sprachliche Kompetenz ist gering.

Durch das ständige auf Augenhöhe erklären bedrohst du ihn nicht nur...du "müllst" ihn zu mit einer Sprache, die er nicht versteht.

Kleinkinder brauchen kurze Ansagen, die für sie nachvollziehbar...und auch durchführbar sind.

Zb..Nein...Mama füttert dich nicht. Iss selber. Du kannst das.

Und was spricht, wie gesagt, gegen füttern? Meine Kleine ist 2,5...und ich füttern sie hin und wieder auch noch....sogar meinen 4,5 jährigen füttere ich, wenn er das unbedingt will (was allerdings nur ist, wenn er krank ist). Das ist einfach das Gefühl von umsorgt werden, was den Kindern gefällt...warum also nicht?

Ich denke, du machst dir vieles selber schwer.

Behandle deinen Sohn wie 2...nicht wie 4....dann klappt vieles besser.

LG
Eichkatzerl

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Ich Überfordere mein Kind auf keinen Fall...ich weiß, dass er erst 2 ist und ich lasse ihn mit allem soviel Zeit wie er braucht.
Mir haben, wie ich jetzt schon öfter erwähnt habe, schon vier Ärzte gesagt , dass Vincent vom Kopf her schon wie ein 4 Jähriger denkt und deshalb könne ich ihn ruhig etwas fordern.
Ist ja nicht so, dass ich ihn hier Tischmanieren aufzwinge....mein Gott.
Ich versuche ihn nur beizubringen selber mit der Gabel zu essen....ist das denn so verwerflich?
Machen doch alle irgendwann.....ausserdem wurde mir von den Erziehern gesagt, er müsse selber essen, denn in der Kita wird er auch nicht gefüttert und da wird ihn dann auch nach einer gewissen zeit das Essen weggenommen weil die Essenszeit vorbei ist....die sitzen da auch nicht 3 Stunden und füttern jedes einzelne Kind.
Und du bist jetzt die allererste die mir sagt, dass man Kindern nicht auf Augenhöhe begegnen soll....soll ich ihn dann lieber von oben herab ansprechen?
Natürlich mache ich mich selber klein damit er sich gleichberechtigt fühlt.
Das ist doch Blödsinn mit dem Bedrohen, nur weil ich auf Augenhöhe mit meinem Kind bin....und zumüllen tue ich ihn auch nicht....ich wähle mit bedacht ganz kurze Sätze und Gestiken die er kennt und mit denen er was anfangen kann.

Und zum gefühlt 100sten mal...es ging mir darum wie ich mir, bei meinem Sohn Gehör verschaffen kann.....Es wird doch überall gesagt, man muss mit dem Kind kommunizieren...wie denn wenn er nur schreit?

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Ich bin selbst Pädagogin...mit fast 20 jähriger Berufserfahrung...dazu habe ich 2 Kinder...die inzwischen 4,5 bzw 2,5 Jahre alt sind. Und glaub mir...du überforderst dein Kind.

Den Kommentar der Ärzte kannst du knicken...erstens sehen Ärzte ein Kind nie solange, dass sie das beurteilen können...außer dein Kind war mind 2 Wochen stationär, 2tens glaube ich es nicht, denn ein gesundes 4jähriges Kind hat keine Angst vor anderen Kindern und braucht keine 20 Wochen Eingewöhnung. Dein Kind ist def 2...und zeigt kein sehr ungewöhnliches Verhalten.

Die Geschichte mit auf Augenhöhe stammt aus der Jugendpädagogik (zum ersten Mal in Gordon (ein Kommunikationspsychologe, der interessante Thesen in den 80gern aufgestellt hat..u. a. die berühmten Ich-Botschaften) in "Familiengespräche" erwähnt)...seit kurzem ist es Mode geworden (seit ca 5 Jahren) diese Art der Kommunikation auch in der Kleinkindliteratur (in der schlechteren wohlgemerkt) zu empfehlen.

Kleinkinder bis ca Schulalter kommunizieren aber nachweislich nicht so. Sie kommunizieren nicht abstrakt, sondern direkt. Schau dir Kinder in dem Alter an...studiere sie, dann verstehst du was ich meine. Und ja...bei bestimmten Dingen musst du mit kleinen Kindern "von oben herab" sprechen, was aber nicht heißt, dass du abwertend sprechen sollst.
Ist dir der Satz "zu jemanden aufschauen" ein Begriff? Es beschreibt "jemanden bewundern, schätzen, ihn zum Vorbild haben". Das wollen Kleinkinder...aufschauen zu den Eltern, sie bewundern, achten. Das geht auf Augenhöhe nicht besonders, auf Augenhöhe sind Spielkammeraden...und selbst die gucken sich nicht direkt in die Augen.

Sprich klar, deutlich, kurz und prägnant mit deinem Kind. Mach dich nicht klein, mach dich nicht gleich. Lass es "zu dir aufschauen". Kämpfe nur um wichtige Dinge, den Rest lass laufen...2 jährige sind schwierig. Wenn er brüllt, geh weg und nimm ihm deine Angriffsfläche, diskutiere nicht.

Was das Essen betrifft...glaub mir...in der Kita wird er es tun, weil Kinder sich in sozialen Gruppen immer anders verhalten als daheim.

Mama ärgern ist halt schön.

LG
Eichkatzerl

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An Hand von was kommen die Ärzte denn darauf dass er "vom Kopf wie ein 4jähriger ist"?
Für mich klingt das erstmal wie ein normaler 2jähriger.
Was ich allerdings auffällig finde, ist die Angst vor anderen Kindern.Woher kommt das?
Einen wirklichen Tipp,wie du zu ihm durchdringst, kann ich dir leider nicht geben.Manchmal ist Schweigen Gold.Es ist manchmal besser nein zu sagen und Schluss ohne lange zu erklären warum.Gerade Jungs brauchen kurze,klare Ansagen.Wir kennen das von unseren Männern ;-) ca ab dem 7.Wort hören Sie nicht mehr hin.

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Naja wie genau die Ärzte darauf gekommen sind dass er schon wie ein 4 Jähriger ist, weiß ich auch nicht....mir kam das ja auch nicht so ganz geheuer vor , weswegen ich ja zu vie verschiedenen Ärzten gegangen bin....alle haben die U7 gemacht und jeder sagte das gleiche.
Aber da ich ja auch finde dass Vincent sich wie ein normaler 2 Jähriger benimmt, behandel ich ihn ja auch so.
Es ging ja auch wirklich nur ums durchdringen, mehr nicht....aber das habe ich hier ja schon sooft gesagt.
Dennoch vielen Dank für deine Antwort

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Und woher die Angst vor den anderen Kindern kommt weiß ich auch nicht...das ging los, als er 1 war, da hat ihn ein junge auf dem Spielplatz mit einer Schaufen eins üergezogen....das hat ihn so sher aufgeregt und erschrocken, dass ich geschlagene 2 Stunden gebraucht habe um ihn wieder zu beruhigen.
Eine von den Ärzten sagte zu mir, dass Vincent wohl angst hat, weil er eben schon so weit ist und mit den Kindern in seinem Alter nichts anfangen kann...er könne sie nicht einschätzen wie es es bei größeren Kindern kann, den von größeren Kindern (an 4 Jahre) hat er keine Angst....Ich weiß auch noch nicht so wirklich was ich davon halten soll.