Krampfanfälle

Hallo zusammen,

unsere Laura ist jetzt 15 Monate alt und hatte seit Mitte März schon vier Krampfanfälle.
Jedesmal waren wir im Krkh., alles wurde untersucht. Das Herz, ihr Köpfchen sind soweit in Ordnung.
Die Ärzte meinen es könne eine beginnende Epilepsi sein. Und da sie noch so jung ist, kann es sein, d. man es auf dem EEG noch nicht erkennt.
Jetzt sollen wir abwarten und schauen wie es sich entwickelt.


Erging es jemanden ähnlich?
Und wie ist es ausgegangen?

Bitte schildert mir eure Erfahrungen.

Vielen Dank Katja & Laura

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Hallo Katja,

uns geht es im Moment genauso. Aileen ist fast 1 Jahr und hatte 2 Krampfanfälle. Direkt nach den Krampfanfällen war im EEG eine veränderung zu sehen, was aber nach einem Krampf völlig normal ist. 2 Tage später war dann schon wieder nix zusehen. Wir müssen jetzt alle 8 Wochen zum EEG ins Krankenhaus und hab als Notfallmedikament Diazepham hier.
Die Ärzte gehen auch von einer beginndenden Epilepsie aus.

Wie liefen denn bei Euch die Krämpfe genau ab? Da gibt es ja scheibar auch total viele Arten.

LG Nina

P.S. Hast du vielleicht Icq? Dann könnte man sich dort mal austauschen.

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Hallo Katja!

Emily hat ca. mit 12 Monaten damit angefangen bei Stürzen (wenn sie sich weh getan hat)oder wenn sie sich in Rage geschrien hat, zu krampfen.

Ich war mit ihr im KH zum EEG und dann noch bei der KiÄ zu einem EKG. Das EEG war in Ordnung, und beim EKG wurde ausgeschlossen das die Krämpfe vom Herzen kommen.

Der Arzt im KH und die KiÄ meinten es sind sog. Affektkrämpfe, welche lebhafte Kinder ab ca 12 Monaten bekommen können.

Epilepsie wurde ausgeschlossen...komischerweise-seitdem EEG war nichts mehr!! (mal nicht beschreien!)

Beim EEG war sie übrigens 15Monate alt, jetzt ist sie 18 Monate alt. Also die "Krampfphase" hat ca 3-4 Monate angedauert. (2-3x im Monat)

Drück dir die Daumen das es bei deiner Laura "nur" solche Affektkrämpfe sind. (das "Nur"kam von den Ärzten-schön ist es ja nicht die Kinder krampfen zu sehen#schmoll )

LG#blume
Anja mit Emily(17.11.04) und #wmBoy-inside(33.SSW)

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Affektkrämpfe werden schnell mal ausgelöst wenn sich die Kids in irgendwas reinsteigern, allerdings sollte man dann besonders vorsichtig sein, da dadurch meist eine Neigung zur Epilepsie vorliegt.

Sobald auf dem EEG irgendwas zu sehen ist, also fokale Herde oder so, kann man von Epilepsie reden, und die sollte behandelt werden.
Normale Kinderärzte und Neurologen sind damit meist überfordert. Zumal eine medikamentöse Einstellung immer in einem KKH durchgeführt werden sollte, da grad in der Anfangszeit regelmässig Blutkontrollen gemacht werden müssen.

Es kommt dabei auch nicht an wie das Kind gekrampft hat, sei es nur 15 Sekunden, oder auch 15 Minuten, sei es tonisch oder klonisch. Wenn mehr als 3 Anfälle auftraten sollte es behandelt werden.
Da bingt es gar nix alle 8 Wochen ein EEG machen zu lassen und warten bis sich dieses verschlechtert. Sobald das EEG auffällig ist sollte gehandelt werden.
Und wenn ein Arzt damit überfordert ist.....dann nen gescheiten suchen.

Sry wenn ich da so hart drüber schreibe......aber meine 1jährige Tochter leidet an einer sehr schweren und seltenen Form der Epilepsie und sprang dem Tod bereits mehrmals von der Schippe. Man darf sowas nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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Hallo Krokolady.
Wir waren ja im Krankenhaus. SIe hatte definitiv 2 Anfälle innerhalb von 4 Monaten. Beim 1. Mal sah man nix im EEG. Beim 2. mal sah man kurz nach dem Krampf eine Veränderung, die aber dann 2 Tage später nicht mehr zusehen war. Die sagten mir jetzt dass ich in 8 wochen wieder kommen muss. Wenn dann wieder eine Veränderung zu sehen ist, wird sie auf Medis eingestellt. Wenn vorher wieder ein Krampf erfolgt, dann natürlich schon dann. Ansonsten bestünde die Möglichkeit, dass es bei Aileen nur 1bzw 2malig war.

LG

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Jo, wenn nur direkt nach den Anfällen im EEG was zu sehen ist, und sonst alles ok ist, dann warens nur Anfälle, und noch keine Epilespie denk ich mal. Allerdings kann sich eine Epi durch so anfälle aufbauen.
Wobei man bedenken muss das ein Notfallmedikament wie Diazepam 48 Stunden brauch um vom Körper aubgebaut zu sein.....solange verändert das Diazepam auch das EEG. Ebenso muss das Kind 48 Stunden fieberfrei sein um ein gescheites EEG zu bekommen.

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hallo ihr.

meine tochter smilla ist jetzt 1,5 jahre alt. sie hatte anfang mai und mitte mai einen fieberkrampf. der erste war ein alptraum - ich dachte, sie stirbt. #heul

wir musste zwar sicherheitshalber drei tage im krankenhaus bleiben, aber es wurde nur blut untersucht, kein eeg o.ä. sie hatte einen unkomplizierten, kurzen krampf. trotzdem - ich hatte gehofft, das nie wieder erleben zu müssen.

zwei wochen später hatte sie den zweiten. ich hab ihr gleich diazepam gegeben, alles ist wieder komplikationsfrei gelaufen (wenn man mal davon absieht, dass ich eine woche lang völlig mit den nerven am ende war).

auch wenn ich weiß, dass fieberkrämpfe nicht schlimm sind, auch wenn ihr es mit der diagnose epilepsie viel schwerer habt - ich muss sagen, dass mich das alles trotzdem extrem mitnimmt. ich hab vor jedem schnupfen angst, meine hand ist ständig auf smillas stirn, ich schlafe bei ihr, erkundige mich vorm urlaub nach notärztlicher versorgung...

wie geht ihr damit um?

ninjanin

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bei Kims ersten Krampf ging man auch von nem fieberkrampf aus, da 7 stunden vorher die erste 6fach Impfe war.
Allerdings dauerte der anfall 30 Minuten und konnte nur mit 20 mg diazepam gestoppt werden.

6 Wochen später die nächste Impfung......fein drauf geachtet das sie kein Fieber bekommt, und trotzdem wieder nen Anfall....10 Minuten und gestoppt mit 10 mg Diazepam. Im KKH nach ner Stunde nochn Anfall....diesmal gestoppt mit Rivotril intravenös.

Erst danach hat sich die richtige Epilepsie gebildet....durch die Anfälle. Da wars dann auch im EEG zu sehen.
Seitdem hatten wir viele schlimme Anfälle, immer mit Status, nur im KKH kann man immer den Anfall beenden. Die Intensivstation kennt sie schon sehr gut, die Kinderklinik in und auswendig....unser zweites zu Haus.

Mittlerweile wissen wir das es sie wirklich arg erwischt hat, und wir sind froh über jeden Anfall den sie überlebt. Wir wissen auch das sie sicher im Laufe der Jahre geistig abbauen wird, ebenso vielleicht in der Motorik.

Man stirbt jedesmal tausend Tode, und doch muss es weitergehen.

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Hallo Ninjanin,

Diese Krämpfe mit ansehen zu müssen ist wirklich sehr schlimm. Wie ich mit der Diagnose lebe? Noch garnicht. Denn ganz sicher ist es ja noch nicht. Also ich muss zugeben, dass ich erstmal in der Woche Krankenhausaufenthalt nur geheult habe. Hab Aileen nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen. Bin nicht mal zum Essen in die Cafeteria.
Das ist jetzt 1 Monat her. DIe ersten Tage zuhause waren der Horror. In jedem Zucken sah ich wieder nen Anfall(was natürlich nicht der Fall war, denn zucken tut jeder mal) Mittlerweile ist wieder Alltag eingegekehrt und ich versuche mir so wenig Gedanken wie möglich zu machen. Gelingt aber aber nicht immer. Mir hat Reden sehr geholfen. Sobald ich merke dass mich das ganze wieder mehr beschäftig, fahr ich zu meiner Ma und heul mich ne Runde aus.

Wie es weiter geht, wenn die Diagnose wirklich Epilepsie lautet? Das weiß ich echt noch nicht. Ich weiß dass man mit dieser Krankheit gut leben kann, aber dennoch ist es für mich ein halber Weltuntergang.

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Vielen lieben Dank für eure Berichte.
#danke Sie haben mir auf alle Fälle geholfen.


Es ist schon erschreckend, wieviele Kinder unter
Krampfanfälle leiden.

Ich drücke jeden die Daumen, dass es unseren
Kleinen bald besser geht und sie irgendwann mal
ein normales Leben führen können. #liebdrueck

Ganz liebe Grüße von Katja & Laura

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