"Stille Treppe" schon sinnvoll?

Hallo erstmal!
Ich wollte mal eure Meinung hören zu folgendem Thema:
Mia kann ziemlich wütend und bockig werden mit ihren 12 Monaten und hat es jetzt schon 2x geschafft meine Brille kaputt zu machen... wenn sie sauer ist grapscht sie mir ins Gesicht und krallt die Brille fest und schmeißt sie auf den Boden, hab ich die Brille zur Sicherheit schon abgesetzt wird ins Gesicht gepitscht oder in die Ohren...
Das tut natürlich weh... Klamotten reißen sit auch ne beliebte Alternative...

Naja, aktuel setzte ich sie halt runter und sage laut und bestimmt NEIN! Aber das bringt nix außer noch mehr an den Klamotten reißen...

Jetzt haben wir überlegt sie dann für ne kurze Zeit auf die Treppe zu setzten... denn das Kinderzimmer soll nicht als Bestrafung dienen, da soll sie gern drin sein und nicht wenn sie was verbockt hat.
Klar versteht sie das jetzt noch nicht so richtig, aber merkt ja schon, dass man sie bei dem Verhalten isoliert....

Meint ihr das macht wirklich Sinn?
Habt ihr ähnliche Probleme und evt nen Tipp oder ne Anregung was man dagegen machen kann?

1000 Dank!
Karin mit Mia (Der Teufel trägt Pampers...)

Hi,

ich finde das die stille Treppe generell eine eher zweifelhafte Methode zu Erziehung ist. Ich finde da gibt es durchaus bessere Dinge, um dem Kind das klarzumachen-

Außerdem finde ich es gerade in diesem Alter völlig unangebracht, mit Strafen zu arbeiten, die das kind noch nicht verstehen kann.

Ich denke es reicht völlig aus, das Kind runterzusetzen und laut nein zu sagen.

Die Kinder lernen sehr schnell. Ich denke das wird sich bald geben. Mit 1 Jahr sind sie halt neugierig auf alles, und wollen alles anfassen.

Lg

Dani mit Maximilian 15.11.09

Also nur aus Neugier anfassen ist das nicht, die reißt die Brille wirklich mit Absicht runter und Pfeffert sie mit Wucht (s gut das halt eine 1 Jährige Kann) auf den Boden... nicht nur fallen lassen...

So extrem kenne ich das von meinem Sohn nicht. Ich habe,wenn er was nicht sollte, halt immer streng nein gesagt und ihn vom Ort des geschehens weg getan. Daher solltest du schon laut nein sagen un vielleicht ihre Hand dabei festhalten.

Warte mal ab wenn das Trotzalter kommt, dann mußt du noch viel mehr erdulden ;-)

Lg

Dani

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hallo,

ich mache es schon immer so, dass ich meine Tochter nehme und in ein anders Zimmer bringe, wenn sie richtig rumzickt.. Dann drehe ich mich um und verlasse den Raum. Das reicht meist schon, damit sie sich besinnt, weinend zu mir kommt und sich trösten lässt. Und es ist danach noch nie vorgekommen, dass sie genauso weiter gebockt hat.

vg, m.

Danke dir!

hallo!
ich denke, das runtersetzen und nein sagen reicht!
du kannst um das zu verstärken auch weggehen.
auf die treppe setzen, wörtlich, wird nichts bringen, denk ich. dafür ist sie noch zu jung!
in dem alter denken die ja nur ans hier und jetzt!
lg julia

Was auf keinen Fall ratsam ist, ist das ins BEtt bringen. Schlafen ist KEINE Strafe sondern ein Bedürfnis und auch ins Kinderzimmer stecken nicht denn es ist der Ort des Kind-seins und der Geborgenheit.

Was einen speziellen Stuhl betrifft jein, evtl ihn hinstellen ja als Mahnmal und bei extremer übertreibung hinsetzten aber keine 30 Minuten sondern vielleicht 3.

Wobei ich aber denke es ist extrem demütigend für das kind so ausgegrenzt und präsentiert zu werden.

Sehr schwierige antwort, ich würde es gerade in dem jungen alter NICHT machen weil sie die konzequenz und den zusammenhang nicht versteht und schlimmstensfalls vom stuhl fällt.

Hand festhalten und ein klares nein und dabei in augenhöhe mit dem kind sprechen und fest dabei in die augen sehen.

Stille Stühle sind für kleinkinder garnicht geeignet, versuchs mit mit ner pupertierenden Göre von 17 :-)

Hallo

Ich denk des es in dem alter noch nicht wircklich verstanden wird.

Runter setzen , Nein sagen bringt da glaub mehr .

Die "Stille Treppe" ist in meinen augen auch nur im Kiga oder Krippe oder der gleichen sinnvoll .. also in der art einer Auszeit ... so des die kids mal wieder runter fahren können .

Zuhause geh ich da anderst vor , da reicht es bei meiner tochter des ich mich oder sie aus der Situration entferne , bei meinen Sohn war so was noch nie Nötig .

Lg Martina

Hallo,

ich halte nichts von der stillen Treppe. Man kann ein Kind aus der Situation nehmen und woanders hinsetzen, aber nicht für ne gewisse Zeit irgendwo hinsetzen. Also man kann schon, aber ich machs nicht.
Warum? Weil ich mein Kind nicht bestrafen möchte, weil mein Kind nicht böse ist, sondern mit seinen Gefühlen einfach noch nicht umgehen kann und darin Unterstützung benötigt und nicht abgelehnt werden soll dann.
Ich hab selbst zwei Kinder (3,5 und 14 Mo) und kenne die Situationen, wo man selbst keine Lust mehr darauf hat, immer gehauen, gekratzt zu werden, dieses Rumgezerre.

Aber so anstrengend wie es auch ist, nein sagen und dabei bleiben. das Kind ablenken und schauen was gerade stört. Warum macht ein Kind etwas? Mit Sicherheit ncht um zu ärgern. Aus Langeweile? Weil es denkt, es macht Spaß? Was könnte das Kind gerade gebrauchen? Was maht einen selbst so wütend in dem Moment?

Oft hilft es ja schon das Kind aus der Situation zu nehmen und sich dann mit dem Kind zusammen woanders hinzusetzen und was ganz anderes zu machen.

Für mich ists nichts, vielleicht passt aber die stille Treppe dennoch für euch.

LG

Danke dir für deine Antwort!
Ich hab ja gefragt um auch andre Tipps zu bekommen und wenn bei dir aus der Situation nehmen hilft, kann ich das ja auch probieren... Die "Stille Treppe" war erstmal eine Idee um sie halt aus der Situation zu holen und ihr zu zeigen, dass etwas falsch ist...

Ideen sind super und ein bisschen probieren schadet nie.

Die Super Nanny ist vollkommen überzeugt davon, andere Erziehungswissenschaftler raten total davon ab.
Fakt ist, wie ich finde: Eine Konsequenz muss zur Situation und zum Kind passen. Jede Familie hat ein eigenes Leben und eigene Regeln. Manchen Kindern tut eine Auszeit auf der Treppe, nem Stuhl etc auch gut.

Probier mal aus, was zu euch passt, mit 1 Jahr finde ich persönlich sanftere Methoden ideal. Wenn ich z.B. merke, MIR wird das grad zu viel, setze ich auch mein Kind nicht weg, sondern gehe selbst zum Durchatmen einfach mal raus um dann etwas gestärkter mich auf die Wut/Angst/Hilflosigkeit (oder welches Gefühl auch immer beim schreienden Kind grad vorrangig ist) einlassen zu können. Mamas sind auch nur Menschen, aber es ist gut, wenn man sich Gedanken macht, was in schwierigen Situationen helfen kann. Einem selbst und dem Kind.

LG

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Hallo,

ich finde ja die "StilleTreppe" und ähnliches ziemlich schräg und halte von solchen Methoden nichts- aber das wolltest du nicht hören...;-)
Bei einem Kind in dem Alter reicht m.M. nach das Nein sagen und Absetzen, ggf. kann man dann noch die Situation mit Ablenken o.ä. entschärfen ( meine Kids haben in dem Alter aber auch nicht so etwas gemacht, da wurde eher im Spiel zu wild gekratzt...Trotz und Zorn kamen erst um einiges später) - mit 12 Monaten verstehen sie denn Sinn dieser Treppe mit Sicherheit nicht...

lg, spumsel+4

Mit 12 Monaten auf die Stille Treppe??
Mal davon abgesehen, dass ich diese "erzieherische" Maßnahme fragwürdig finde. Was soll ein gerade 12 Monate altes Kind anhand dieser Methode lernen oder gar verstehen?

Es reicht völlig, wenn Du sie runter setzt und Nein sagst. Vielleicht überlegst Du Dir nochmal, wie Du es ihr sagst. Kinder verstehen unsere Ermahnungen oft als Spiel - dann wenn das was wir sagen und wie wir es sagen (nicht zusammenpassen (verbal, nonverbal).

Von Jesper Juul gibts ein gutes Büchlein - "Nein aus LIebe". Fand ich sehr interessant.

Danke dir für den Buchtipp und den Tip mit dem verbal und nonverbal übereinstimmen! Ich werde mal vermehrt drauf achten!

Mit 12 Monaten ? Das ist noch ein Baby ! Tue es aber wenn das Kind versteht, was es soll und wenn es da auch sitzen bleiben kann. Du setzt sie hin, sie springt natürlich sofort auf und was dann ????

willst du sie da festhalten ????

Habe ich Tipps! Aber klar doch. Bis zum etwa 15 Lebensmonat ist ihr Verhalten nicht bewußt d.h. wenn sie was tut, ist dahinter noch keine Absicht, wie z.B. bei meinem Sohn, der schon meisterhaft da Schauspielen behersschaft. Wenn bei euch etwas nicht stimmt, eigt es nur an EUCH, nicht an ihr.

Obwohl sie nicht ansatzweise in der Trotzphase ist, kauf dir bitte ein Buch zu dem Thema oder besser zur Entwicklung in den ersten drei Jahren. Ergänzen kannst du es mit Jasper Juul - das kompetente Kind. Das wirst du wissen, was du von einem so kleinen Kind erwarten kannst.

Wenn mir persönlich mit 12 Monaten meines Kindes etwas zu viel wäre, würde ich mich maximal einschließen und ne Runde heulen. Definitiv habe ich vor meinem Sohn die Kchentür zugemacht, wenn ich dieses Geklammere sowas von satt hatte aber bitte - DU oder ICH - WIR sind das Problem, nciht das Kind.

Gehe aus der Situation raus. Setzte dein Kind auf dem Boden, lasse mit sicherheit Sachen nicht zu aber keine Stille Treppe, nicht in dem Alter. Selbst meinem fast ein Jahr älteren Sohn mute ich noch nicht zu, dass er sowas verstehen sollte und der hat schon viel in der Birne.

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