Kind testet Grenze beinm einschlafen - brauche dringend Rat!

:-( Hallo liebe Eltern,

nach vielem Lesen benötige ich heute einmal Rat und Unterstützung.
Unsere Tochter ist 3 Jahre. Sie ist ein absolut pflegeleichtes Kind und bisher gab es wenig Probleme. Sie ist sehr sensibel und wir, besonders ich als Mutter habe eine sehr enge Bindung zu ihr.
Unser Kind weiß, dass sie über alles geliebt wird und sie weiß auch, dass wir sie immer lieb haben, auch wenn wir mal "schimpfen".
Ich erziehe mein Kind mit festen Regeln und lieber mal etwas strenger als zu frei. Dies nur vorab.
Es gibt also bei uns ein festes Einschlaf-Ritual u.ä.

Seit ein paar Tagen ist es mit unserer Ruhe vorbei. Unsere Tochter testet vermutlich ihre Grenzen, aber es geht einfach an all meine Kräfte. Es sieht also so aus, das wir abend sunser Abendritual machen, eine Geschichte lesen, ich singe dann noch ein Lied, halte ihre Hand, gebe ihr einen dicken Kuss und sie liegt dann leis in ihrem Bettchen, wenn ich rausgehe schauts ie mir noch anch. Bis dahin, alles wie immer.
Aber meist nichtmal 2min später fängt sie an g anz laut zu weinen und zu schreien und sucht z.B. ihr Plüschtier, von dem ich weiß, dass es eben noch in ihrem Arm war. Wenn ich dann noch einmal bei ihr war, geht es eine MItunte später wieder los - sie will z.b.etwas trinken. Das schlimme daran ist eigentlich, dass alles begleitet ist von einem gleich sehr lauten und heftigen weinen und schreien.
Jedenfalls geht es so weiter.

Das schwierige für mich ist, dass ich weiß, dass sie eigentlich unendlich müde ist und diskutieren nicht viel bringt. Also haben wir so ziemlich alles versucht... hingehen, liebevoll, streng, schimpfen, weinen lassen...

ich bin hilflos und ratlos, denn es scheint keine Lösung zu geben.

Leider können wir sie auch nicht lange richtig weinen lassen, weil es bei ihr dann immer ´gleich sehr tiefe motional wird und sie wirklich so weint, als würde sie dieganze Welt verlieren. Noch dazu neigt sie dann schnell dazu einen starken Husten zu entwickeln, der dann gerne auch in erbrechen mündet. Ich bin so hilflos. Ich liebe dieses Wesen, aber ich will das so nicht akzeptieren und mich nicht jeden Abend zu ihr legen... Sie merkt das genau und ich weiß auch, dass es eine Art des Testens ist - aber bisher die schwierigste, die wir erlebt haben.

Was kann ich denn nur noch tun oder wem geht es genauso. Die Nächte sehen übrigens ähnlich aus. Ich warletzte Nacht 6mal bei einem heftig schreienden und weinenden Kind. Ich weiß und verstehe, dass sie vielleicht gerade sehr viel erlebt und sich in ihrem Kopf wieder so viel neues tut, stehe aber auf dem großen zwiespalt, zwischen verständnisvoller mutter und der "Erzieherin", die doch auch Grenzen setzen muss und nicht imer nachgeben kann!

Ich bin so traurig und habe mich noch nie so ratlos gefühlt, denn auch das "Bauchgefühl" reagiert nicht mehr und ich werde zunehmend wütend auf diese Situation!

Danke fürs Lesen und für eure Antwort!

Kathrin

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Ich würde sie wohl in den Schlaf begleiten ehe ich mir und meinem Kind solch einen Stress mache.

Für mich klingt es ziemlich nach Trennungsangst. Es ist bestimmt nur eine Phase, die auch irgendwann wieder überstanden sein wird....irgendwas ist ja bekanntlich immer #schein#schwitz

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Auch wenn ich bei ihr bleibe und sie einschläft, ist es nachts nicht anders... :-(
Ja, irgendwas ist wohl wirklich immer. Vielleicht sind wir bis jetzt von all dem auch gut verschont geblieben, dass es jetzt so schlimm wirkt!

Das schlimme ist nur, dass die ersten "Nachfragen" von ihr, wenn sie im Bett liegt deutlich nur dazu da sind, dass nochmal jemand kommt... machmal lächelt sie dann auch, wenn das Plüschi z.B. direkt neben ihr liegt... #gruebel

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Und was ist schlimm daran, dass das Kind in dem Moment nicht allein sein will? Schlimm finde ich, dass Sie weiss, dass sie dafür ne Ausrede braucht!

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Hallo

schonmal dran nach gedacht des dies nichts mit "Machtkampf" zutun hat , sondern einfach verlust Angst . Da kann sie noch so sehr wissen wie sie geliebt wird .

Ich würde mich entweder mit zu ihr ins bettlegen , oder sie ins bett holen. Wir haben solche Phasen auch immer mal wieder . Mal schläft mein grosser wie eine eins in sein Bett udn zimmer , mal überhaupt nicht , mal schläft er drin ein und kommt dann rüber .... er weiss des er IMMER zu uns ins bett kommen darf , trotzdem hat er oft "Angst" wenn er allein in sein Zimmer einschlafen soll , also darf er dann bevor er zum Kampf ausartet einfach zu uns ins bett , schläft dann dort ruck zuck ein und keiner hat stress.

Lg Martina

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Hallo!

Meine Tochter ist etwas jünger aber wir hatten auch so eine Phase.
Sie wollte aber nicht mehr in ihrem Bett schlafen. Das heisst sie hat bei uns im Bett geschlafen und ich lag jeden Abend bei ihr bis sie einschlief manchmal bis 22 uhr dann bin ich auch eingeschlafen. Das ging etwa 3 Monate so. Wenn ich abends beim Wickeln nur gesagt habe, dass sie in ihrem Bett schläft hat sie auch sofort bitterlich geweint.

Seit einem Monat macht sie keinen Mittagsschlaf mehr und schläft in ihrem Zimmer.

Vielleicht braucht sie zur Zeit deine Nähe, man weiß ja nicht was in den kleinen Köpfen vorgeht.

Hast du es denn garnicht versucht bei ihr zu bleiben?

LG
martucia mit Pauline (27 Monate) und 34SSW

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Doch natürlich, das hab eich so deutlich nicht geschrieben... sie schläft dann auch ein, aber nachts ist es dennoch ganz genauso...

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Pauline kommt manchmal gegen Mitternacht zu uns legt sich hin und schläft weiter oder sie wird wach und schreit auch, dann hole ich sie rüber und oft wird sie morgen wach wenn mein Mann zu Arbeit geht also gegen 5 Uhr und dann schläft sie bei mir.

Gerade beim Thema schlafen mach ich mir nicht so den Stress!
Da richte ich mich sehr nach meinem Kind außer ich merke dass es aus Trotz passiert.
Bis jetzt kommen wir damit gut zurecht.

Das muss jeder für sich entscheiden, ne Freundin findet es furchtbar dass ich bis heute bei ihr bleibe bis sie einschläft und sie nachts immer kommen darf. Ich wiederrum finde es schlimm dass sie ihren Sohn nach der Flasche einfach allein lässt ohne Vorlesen oder Kuschel.

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Liebe Kathrin, so wie ich normalerweise zu meinem Kind eher sehr konsequent bin, fällt es mir hier sehr schwer, etwas dazu zu sagen.

Eine Frage - wenn du das Zimmer verläßt, ist das Licht aus oder darf deine Tochter noch machen, was sie will ????

Mal angenommen, ich bin mir sehr sehr sicher, dass es nur ein Spielchen ist und du bist dir sicher, würde ich positiv arbeiten. Ich würde ihr erklären, dass du, Mama, auch eine Zeit für dich brauchst und dass wenn du nicht ausgeruht bist, du am nächsten Tag auch weniger kraft für sie hast.

des weiteren würde ich ihr erklären, dass man es positiv gestalten kann und sie z.B. noch ein CD hören kann oder gott weiss was. Sie kann im bett spielen, ist doch egal. Du kannst genauso sagen, dass du dir keine Spielchen wünschst und dass das Licht dann aus geht, sollte es Theater geben.

Wenn dann ein Theater anfängt und du bist dir wikrlich sicher, es ist ein machtkampf - würde ich hart bleiben. klar, wenn mein Kind weiss, dass er mich auf diese Art und Weise bekommt, wäre meine tochter auch hysterisch.

Schweiriger stelle ich es mir in der nacht vor.

Auf einmal 6mal die Nacht will dich kein Kind der Welt testen - das kann ich dir bestätigen. Im inneren deines Kindes spielt sich was ab und entweder holst du das kind dann zu dir ODER du sagst, dass sie jedezeit ihren Po heben darf und zu euch kommen darf aber sie muss sich in der Nacht angenommen fühlen.

Nur DU weißt, wie es um dein Kind steht. Wenn mein kind 6mal die Nacht wach wäre, hat das Kind ein Problem und dann ziehe ich zu dem Kind, damit auch ich in ruhe schlafen kann.

LG

7

Meine Tochter hat auch immer Phasen, in denen sie einfach ein bisschen mehr Nähe braucht, dann kuscheln wir abends im Dunkeln eben noch ein bisschen, oder sie schläft man ein paar Tage im großen Bett.

Der Spuk ist meist genauso schnell vorbei, wie er gekommen ist.

Aber, dass euer Ritual lange Zeit funktioniert hat, heißt ja nicht, dass es ewig so bleiben wird. Vielleicht ist es ja auch Zeit für eine kleine Veränderung. Meine Tochter hört abends nach der Gutenachtgeschichte gerne noch ein Hörspiel, dann ist ihr beim Einschlafen nicht so langweilig. (Grade an Abenden, an denen sie noch nicht so müde ist, dass sie sofort einschlafen kann)

lg

9

Hallo Kathrin,
zuerst mal dazu: "Erzieherin", die doch auch Grenzen setzen muss und nicht imer nachgeben kann!"
Grenzen muss man nicht SETZEN, denn im Alltag sind schon genug Grenzen für jeden Menschen.Hinzu kommen die persönlichen Grenzen, die jeder Mensch hat - also auch Dein Kind und Du. Das ist oft schon mehr an Grenzen, die ein Mensch braucht.

Zu Deinem Problem: Kinder mit 3 Jahren haben eine SEHR große Phantasie und dementsprechend Ängste, die zwar für uns bizarr sein können, aber für die Kinder völlig real! Dementsprechend wollen Kinder in dem Alter selten allein einschlafen. Die Angst ist einfach zu groß. Dein Kind testet da nix aus, sondern es hat einfach Angst im dunklen! Du tust Deinem Kind großes Unrecht wenn Du da was anderes reininterpretierst.

Es kostet Dich nicht viel Mühe eine Weile abends bei ihr zu bleiben bis sie schläft und Deinem Kind erspart es viele Ängste ( Dir spart es übrigens auch noch Nerven, denn ansonsten hast Du dies Problem an der Backe).

Dein Kind will selbständig werden und wird Dir schon sagen wenn Du wieder rausgehen kannst, keine Sorge.
Einschlafbegleitung ist etwas sehr schönes und entspanntes. Ich freue mich jeden Tag darauf, denn es ist für mich die schönste Zeit am Tage mit meiner Tochter ( 3 1/2 ). Für Frieda übrigens auch.

Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 3 Jahre und 7 Monate

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An sich stimme ich dir ja voll zu, aber es gibt auch Kinder die ihre Eltern nicht mehr raus lassen aus dem Bett zum Einschlafen, meine Cousiene bestand noch mit 10/11 Jahren darauf das ihre Mutter sich zu ihr legte! Sie war völlig normal entwickelt, aber das war etwas worauf sie bestand.

Wenn wir in den Ferien da waren und ich bei ihr im Zimmer schlief konnte sie sehr gut auf ihre Mutter verzichten.

Ich würde nicht bis zum Oberstufe bei meinen Kindern im Bett liegen wollen :-p

LG

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Meine Tochter schläft alleine und ohne Probleme ein. Wenn sie mich braucht, bin ich da, zur Not sitze ich auch die ganze Nacht an ihrem Bett und sie darf immer zu uns. Soweit vorab...

Ich finde aber, das jeder selber entscheiden soll, was er entspannt findet. Beiträge wie Deiner ärgern mich immer hier im Forum. Klingt mir zu sehr nach erhobenem Zeigefinger und Zwang. Nicht jeder findet es entspannt, ewig am Bett zu sitzen, wenn der Abwasch oder Besuch warten. Ich kuschel gerne und viel mit meiner Tochter. Und freue mich dann auf Zeit für mich. Aber wärend ich schon mit meinem Mann ein Glas Wein trinke, sitzt Du noch am Bett :-p

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Danke für eure Antworten...

Ich scheine ziemlich "kühl" heschrieben zu haben.

Also ich kuschel liebend gern mit meiner Maus, bin gern bei ihr und nehme mir abends wirklich viel Zeit, bis es dann wirklich "schlafenszeit" ist. Auch nachts gibt es keine diskussion oder probleme. Da gehe ich zu ihr, wenn sie munter wird, kuschel mich zu ihr oder streichel sie einfach, bis sie weiterschläft. morgens hole ich sie auch zu mir und ich habe mit all dem auch keine probleme.

Ich würde nicht schreiben, wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass sie gerade wirklich alles versucht...

Vielleicht habt ihr recht und es ist nur eine Phase und wirklich reine Angst...

Es gibt für mich auch nichts Schöneres, als die ruhige Zeit mit Kind am Abend...das sollte nicht falsch rüber kommen...

Danke für eure Meinungen... wie immer ist es klar, das jeder andere erfahrungen und meinungen hat, aber deshalb ich ja hier. Manchmal muss man alles von außen betrachten und dann sieht auch alles nicht mehr ganz so problematisch aus.

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Ich denke, es ist aber nicht das gleiche, wenn sie in der Nacht weinend aufwacht, ob du dann zu ihr gehst, bis sie wieder einschläft oder ob sie zu euch ins Bett darf. Unser Sohn wird im Mai 3 Jahre alt und hat seit einigen Monaten das Problem, dass er nicht mehr in seinem Bett einschlafen will. Eigentlich seitdem er seinen Schnuller abgegeben hat. Wenn es einigermaßen geht, lass ich ihn kurze Zeit im Bett jammern, bis er einschläft. Manchmal klappt das nicht, vor allem, wenn er noch nicht richtig müde zu sein scheint. Dann leg ich mich in unser Bett mit ihm. Da schläft er dann meist sofort ein. Aber sobald er nachts wach wird, was eben die letzten Monate eigentlich jede Nacht ist, kann er immer zu uns ins Bett kommen oder ich hole ihn rüber.

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Hallo Kathrin,

kann mich der Mehrheit eigentlich nur anschließen.
Meine große Tochter ist auch 3 Jahre alt. Sie testet momentan auch gerne ihre Grenzen aus, garkeine Frage. Das ist in diesem Alter normal.

Allerdings verhält sie sich momentan ähnlich wie deine Prinzessin. Nicht so schlimm, aber dennoch anstrengend genug. Manche Abende will sie auch nicht einschlafen, obwohl sie müde ist. Ich bin kaum aus dem Zimmer fängt sie an zu weinen und will noch was trinken, auf den Arm, oder oder oder..... Und selbst danach gibt sie keine Ruhe.
Wenn es garnicht geht dann darf sie nochmal zu uns ins Wohnzimmer kommen. Dann kuscheln wir auf der Couch. Meistens schläft sie dann ein und wir können sie gut ins Bett bringen. Das sind allerdings Ausnahmen, kommt alle 10 - 20 Tage einmal vor.

Sie weint nachts auch ab und zu. Ganz kläglich....und irgendwie verzweifelt. Ich hol sie dann zu uns ins Bett. Dann braucht sie das.

Ich erkläre ihr jedes mal das es eine Ausnahme ist und am nächsten Tag klappt alles wieder ganz gut. Manchmal muss das Licht im Flur anbleiben und die Zimmertür auf. Ist ja kein Problem, machen wir auch wenn sie das möchte.

Ich habe ihr auch schon angeboten das sie im Bett noch ein Buch ansehen kann wenn sie möchte. Das klappt auch schonmal.

Mir ist es auch wichtig das sie sich nicht dran gewöhnt bei uns im Bett zu schlafen. Das käme garnicht in Frage auf Dauer. Das steht bei uns aber überhaupt nicht zur Debatte. Sie geht am nächsten Tag immer freiwillig in ihr eigenes Bett.

Ich denke das ist bei uns deshalb so weil ihr Bedürfnis nach Nähe immer erfüllt wird wenn sie es braucht. Und sie weiß schon das es Ausnahmen sind wo sie bei uns schläft.

LG, Jasmin

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Das klingt ziemlich nach dem , wie wir es handhaben... es ist doch klar, dass wir für sie da sind, mit ihr kuscheln und uns immer um sie kümmern. Eigentlich könnte dein Kommentar von mir sein...

Vielleicht ist es gerade ein bisschen viel... und es gibt eben auch Momente, wo eine Mutter etwas hilflos ist...

Auch wenn einige das wohl nie zugeben würden. Damit habe ich kein Problem - ich habe auch nicht immer Nerven wie Drahtseile... danke für den Kommentar - hat gut getan :-)

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Gern geschehen. Manchmal hilft es einfach nur darüber zu reden und die Angelegenheit mal von "außen" zu betrachten. Den Stress macht man sich teilweise selbst weil man zu viel darüber nachdenkt. Manches muss man nehmen wie es ist, dann lebt es sich leichter.
Ich kann dir sagen das ich auch oft genug an meine Belastungsgrenze stosse. Wenn es irgendwann mal im Laden ein neues Päckchen Nerven zu kaufen gäbe, ich wäre die erste die "hier" ruft. ;-)

Wenn ich fix und fertig bin mit den Nerven denke ich immer an ein Sprichwort das mir mein Vater beigebracht hat. "Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom andere zu unterscheiden."

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#schwitz

Ein Satz hier gefällt mir gar nicht und stößt mir bitter auf:
*stehe aber auf dem großen zwiespalt, zwischen verständnisvoller mutter und der "Erzieherin", die doch auch Grenzen setzen muss und nicht imer nachgeben kann!*

Auf welcher Basis basiert denn deine Ausbilund? Erziehen heißt nicht, völlig starr irgendwelche Grenzen zu setzen, lieber mehr als zu weniger (wie du weiter oben schreibst). Dir müsste eigentlich bewusst sein, dass nicht per se immer und überall (teilweise sinnlose) Grenzen gesetzt werden und der ganze Tag streng reglementiert werden muss.

Ich mag dir gerne mal Jesper Juul ans Herz legen. Setze dir selber Grenzen, die du gewahrt haben möchtest. So lernt dein Kind, sich selber Grenzen zu setzen. Vermutlich fällt es leichter, diese einzuhalten, als die diktierten.

Des Weiteren geht es doch in einer Mutter-Kind-Beziehung nicht um Macht. Was zum Teufel sollen immer diese furchtbaren Machtkämpfe? Finde ich wirklich grässlich. Magst du mir einen Beweis nennen, dass solche Kinder besser gedeihen und selbstbewusstere Erwachsene mit einem gesunden Selbstgefühl werden?

So, nun zu eurem Problem.

Wäre es eine Möglichkeit, das Kind bei euch schlafen zu lassen und sie in den Schlaf zu begleiten? Sie ist beim besten Willen noch keine 15 Jahre alt und darf auch mal ein ganz starkes Bedürfnis nach Nähe zu ihrer Mutter haben. Wieso nicht auch nachts bzw. zum Einschlafen? Ich finde ja immer, viele machen sich ihre Schlafprobleme selber?! Nein, davon bin ich sogar überzeugt.

Alles Gute

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Ich kenne alle Bücher von Jesper Juul und weiß genau wovon du sprichst und ich will ja eben keine "furchtbaren Machtkämpfe" (die gibt es bei uns eben auch nicht und deshalb ja meine Frage nach Erfahrungen)... nur Bücher und Realität gehen eben auch auseinander und deshalb habe ich an dieser Stelle einfach mal nach einem lieben Rat gefragt.

Wenn man so etwas schreibt und gerade noch emotional sehr bewegt ist, kann man leider nicht immer genau die richtigen Worte finden, die alle richtig verstehen...

Ich will keine Grenzen diktieren... Es gibt aber nicht nur schwarz und weiß...

Natürlich lege ich mich zu ihr, sonst würde sie ja jetzt nicht schlafen und auch nachts kuschel ich mit ihr, wenn sie mich braucht - immer und völlig ohne Diskussion, da gibt es keine Frage für mich. Sie ist ein kleines Kind und dessen bin ich mir völlig bewusst.

Und dennoch ist keine Mama immer perfekt, auch wenn es jede Mama gern wäre.

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