Gibt es eigentlich noch mehr Kinder, die 10 Std. in der Kita sind?

Frage mich das, weil mich alle dafür veurteilen, dass mein Kleiner (14 Monate) seit heute 10 Stunden in die Krippe geht. Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit und haben vorletztes Jahr ein Haus gekauft, deswegen geht das auch nicht anders. Wir wussten das vorher. Angeblich hätten wir uns dann keine Kinder "anschaffen müssen".

Mir geht es verbotenerweise auch noch gut dabei... Überall muss man sich rechtfertigen und alle suchen mir nen neuen Job, damit ich keine 40 Std. arbeiten muss.

Ich will doch aber, meinem Kleinen geht es in der Krippe gut und doch reden mir alle ein schlechtes Gewissen ein:-(

LG

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Ich denke, dass Du das ganz allein mit deinem Gewissen vereinbahren musst. Und wenn das für Eure Familie so OK ist, dann haben andere das zu respektieren.

Und wenn Du mich jetzt nach meiner persönlichen Meinung fragst: Ja, ich finde es viel zu viel. Ich bin selbst ein Ganztagskindergartenkind gewesen (ca. 9 Stunden) und ich fand es ätzend. Wenn wir nach Hause kamen, musste Mama Essen machen und Papa hatte so gerade eben noch Zeit sich ein halbes Stündchen mit mir zu beschäftigen, dann gab es Essen, dann ging es ins Bett. Eltern hatte ich eigentlich unter der Woche kaum. Bitte nicht falsch verstehen: Ich mache ihnen keine Vorwürfe, denn es ging finanziell nicht anders (und sie hatten kein Haus). Wir verstehen uns auch gut. Gefhelt hat mir trotzdem was. Und aus diesem Grund möchte ich das für meine Tochter vermeiden.

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hallo,

ich finde 10 std für ein 14 monate altes kind schon recht viel.

aber wenn es nicht anders geht , geht es eben nicht anders. mach was du für richtig hälst, und lass dir nichts einreden.:-D


Lg Nadine

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Hallöchen,

also ich findes es zwar auch viel, aber verstehe das auch. Meine beiden Söhne (1 1/2 und 3 1/2) sind im Schnitt von 6:45 bis 16 Uhr im Kindergarten und was das schlimmste für alle ist...müssen schon um 5:10 Uhr aufstehen!!! Ich gehe zwar nur "6" Stunden täglich arbeiten und fahre je 1 Std zur Arbeit und wieder zurück. Und pünktlichkommt man ja auch nicht raus. Den Kindern geht es gut in der Kita und meist freuen sich sich zwar mich zu sehen, aber das war es dann auch schon. Da bleiben wollen sie doch oft.

Auch allen anderen Kindern in den Gruppen geht es nicht viel anders. Die Mütter und Väter sind alle berufstätig und fast alle auch in Vollzeit.

Ich achte allerdings darauf nachmittags immer noch eine Menge mit den Kinder zu machen wie z.B. Musikerziehung, Familiensport, und LA-Club, Freunde treffen...

Lass Dir nichts einreden!!!

LG Line

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Ohje, dann warte ich mal auf die Steine, die da bald fliegen....

Meine Kinder gehen 10 bis 11 Stunden pro Tag in die Krippe, 7 Uhr bis 5 oder 6 Uhr abends - drei Tage die Woche. Und das, seit sie 5 Monate alt sind.

Mir gehts nicht immer gut damit. Der Grosse war von Anfang an ein Krippenkind. Ihm gefällt der Wirbel. Die Kleine hingegen tut sich schwerer. Und jetzt, mit 18 Monaten, merkt man auch klar, dass sie lieber zu Hause wäre.

Ich weiss, wie das ist, wenn einem von allen seiten ein schlechtes Gewissen gemacht wird. Die überzeugten Hausfrauen-Müttern machen einem ein schlechtes Gewissen, weil das Kind überhaupt fremdbetreut ist, die 100%-Arbeiterinnen machen einem ein schlechtes Gewissen, weil der Mann alleine die wirtschaftliche Last trägt, der Arbeitgeber findet, man wäre nie da, genauso wie die Kollegen...

Und selber ist man auch noch Mensch. Mit 100% hätte ich eher einen Job, der mich erfüllt und glücklich macht. Jetzt bin ich überqulifiziert an einer schlechteren Stelle. Aber 100% plus unregelmässige Verpflichtungen abends für Netzwerkanlässe... das würde ich vom herzen her nicht schaffen - weil die Kinder einfach zu wichtig sind...

Somit stimmts für mich. Aber manchmal, wenn mein Kind am Wochenende findet "ich will in die Krippe, hier ist öde" dann tut mir das schon weh! Andererseits brennen die Kinder abends darauf, uns die selbtgemachten Kuntwerke zu bringen etc.... Familie ist für alle was anderes. Ich finde, da zu urteilen ist müssig.

Mir fällt nur auf, dass die nicht-berufstätigen Mütter im Quartier mir ihre Kinder vor die Türe stellen, kaum bin ich daheim. Sogar Sonntags können sies nicht lassen - selbst wenn ich die Glocke aushänge. Weil bei mir alles so schön fürs Spielen und für Kinder eingerichtet wäre, weil wir immer so schöne Sachen machten und es für die eigenen Kinder so schwer wäre, dann nur über den Gartenzaun zuzugucken... Dann denke ich, dass es ggf. doch ganz gut ist, nicht immer daheim zu sein. Man nutzt die Zeit schon anders. ABER man ist gestresster. An den wenigen Tagen wo ich nicht arbeite, muss der haushalt gemacht, die Arzttermine wahrgenommen werden etc.... da heissts öfters "hopp hopp" wo andere sich zeit nehmen können darüber zu diskutieren, warum der teddy und der bär nicht auch noch mitkommen können...

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Hallo Nina,

tja, das ist unser typisch deutsches, v.a. westdeutsches Problem. Ist doch okay. Ich finde, Kinder profitieren sehr von der Kita. Das kann eine Normalomama doch gar nicht bieten, v.a. wenn sie sich noch für andere Dinge interessiert außer Basteln, Singen, Vorlesen. Ich werde auch immer schräg angeguckt, weil ich noch in anderen Dingen aufgehe. Wen interessierts?

LG und Hauptsache Ihr fühlt Euch alle wohl, Simone

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Hallo,

sei nicht traurig. Es muß auch blöde und neidische Menschen geben.

Ich selber habe mich für meine Tochter entschieden und mußte sie mit 7,5 Monaten in die Krippe geben.

Weißt Du was die Leute gesagt haben? Ich solle nicht mehr arbeiten gehen, vom staat kann man auch gut leben #schock
Ich habe einen super Job, einen Dienstwagen und den besten Chef der Welt. Ich arbeite jetzt 16 Std am Nachmittag und 10 Std vormittags zu Hause #freu

Laß die Leute reden, die sind nur neidisch...

Mein Kind ist glücklich, ich bin glücklich und seit kurzem habe ich einen Partner mit 3 Kindern und alle sind glücklich #verliebt

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Ich finde es auch viel zu viel. Aber wenn es die finanzielle Lage nicht anders zulasst, muss es wohl so sein. Da braucht man nicht zu diskutieren.

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ich war schon immer von der "Gegenseite"......ein Kind gehört den größten Teil des Tages in die Familie - in meinen Augen.

Klar ist es in den meisten Familien so das die Mutter bissi was dazuverdienen muss.
Aber doch nicht gleich sooo lang.....

Ich war auch früher meist jobben.....als die ersten Beiden klein waren, waren sie bei Oma. Da hab ich aber höchstens so 25 Stunden die Woche gearbeitet......dann kamen sie in den KiGa, und als ich mich vom Ex trennte waren sie bei TaMu und im KiGa, bzw. Schule......da arbeitete ich 25 Stunden die Woche......also eher so halbtags.
Paar Jahre später als die anderen Beiden dazu kamen arbeitete ich am WE meist, und unter der Woche gegen die Schicht meines Mannes.....so das er also Kids betreuen konnte wenn ich nicht da war.

Aber so lang die Kids in KTa oder KiGa geben hätte ich nie machen können.
Hätte ja nicht mehr viel von den Kids gehabt dann......

Schätze mal du bist erst gegen 17.30 Uhr frühestens zu Haus.....Essen machen.....Wäsche, Haushalt......die Kind bettfertig machen, müssen ja am nächsten Morgen wieder früh raus......
Unter der Woche hat Dein Kind doch dann kaum was von seinen Eltern.
Er kann keine Vereine besuchen gehen.......keine Freunde besuchen......was machst denn wenn er Therapien braucht mal? Gibt es das alles im KiGa?

Ein Vorteil hat das Ganze aber: Du kannst dir nie irgendwann sagen das du in der Erziehung was falsch gemacht hast - denn erziehen tut ihn eher der KiGa.

Naja....jedem so wie er denkt.....für mich wär das nix.
Da hätte ich lieber auf nen teures Haus verzichtet, dafür wär ich mehr Mutter gewesen.

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Hmm, ich versteh nich was du hören möchtest. Ist es relevant was die anderen sagen? Dir war doch sicherlich von vorneherein bewusst, daß Du mit Deinem Vorgehen bei vielen nicht auf Gegenliebe stoßen wirst.

Dein Gewissen und Deine Einschätzung der Situation ist entscheidend. Es gibt keinen Patentweg, was richtig oder falsch für ein Kind ist oder nicht, wenn es so einfach wäre, dann hätten wir Einheitskinder die nach Schema x großgezogen werden.

Entscheidend ist, daß Du hinter Deiner Entscheidung stehst, sofern Du das tust ist alles in Ordnung tust Du es nicht, dann ändere etwas.

Viele Grüße

Kerstin



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