Mittelohrentzündung

Hallo zusammen,

mein Knirps (17 Monate) hat gerade die 2. Mittelohrentzündung in nur sechs Wochen! Die erste war übel, mit 3 Tagen über 40 Fieber. Da hat er dann natürlich Antibiotika gekriegt. Diesmal auch wieder.

Jetzt kann ich den Arzt nicht mehr erreichen - Freitag nachmittag...daher an euch meine verunsicherte Frage:

Hatte das noch wer, in so kurzem Abstand? Woran kann das liegen? Wie kann man vorbeugen? Er ist doch noch so klein - ich möchte möglichst verhindern, dass das jetzt den ganzen Winter so weitergeht. Und so oft Antibiotika in dem Alter, das ist doch auch nicht gut.

Danke für eure Antworten!!

liebe Grüße
Tabanegra

1

hallo,

bersuch es doch erstmal mit anderen mitteln. otovowen tropfen helfen sehr oft sehr gut, und zwiebelsäckchen tun auch gutes.

hier mal nen interessanter link:

http://www.patientenleitlinien.de/Mittelohrentzuendung/mittelohrentzuendung.html

lg,

schullek

2

Ich lese gerade meinen Text und merke, dass das missverständlich ist: Mein Freund war heute schon mit ihm beim Kinderarzt und hat die Diagnose und das Antibiotika-Rezept bekommen - ich muss leider arbeiten. Ich hätte den Arzt nur gern noch mal gesprochen und ihm ein paar "Mama-Fragen" gestellt, die jetzt an euch gingen.

3

Unsere Große ist auch sehr anfällig dafür. Wir hatten einen Winter (vor 2 Jahren) da hatte sie 6 Mittelohrentzündungen :-(

Wir machen es jetzt so, sobald sie Schnupfen hat, lassen wir sie 3 mal täglich inhalieren und geben ihr Otovowen Tropfen, falls es dochmal zu Schmerzen im Ohr kommt, bekommt sie sofort ein Zwiebelsäcken auf beide Ohren (nacheinander).

Falls du Bedenken hast wegen dem Alter kann ich nur sagen, dass unsere kleine letztes Jahr und auch diese Jahr (sie ist jetzt 13 Monate) wunderbar mit dem Pari Boy inhaliert. Sie lassen wir vorsichtshalber auch bei jedem Schnupfen 3mal täglich inhalieren.

Häufige Mitterlohrentzündungen liegen meist daran, dass der Kanal zwischen Nase und Ohr zu eng ist, wenn dann noch die Schleimhäute bei einer Erkältung anschwillen, sammelt sich das Sekret weil es nicht mehr ablaufen kann und entzündet sich. Darum werden bei (zu-) vielen Kindern "Röhrchen" gelegt die den Gang offen lassen...

Gute Besserung! #blume

4

Das ist bis zum 4. Lebensjahr völlig normal, manche Kinder sind einfach anfälliger als andere. Kathrin hatte schon 7 Mittelohrentzündungen, Gott sei Dank alle so früh erkannt, dass nur zwei Mal Antibiose nötig war. Ansonsten: Nurofen-Saft oder -Zäpfchen und evtl. Nasentropfen.

Ich würde mich immer an die Arztanweisungen halten, denn ich wurde als Kind schwerhörig "gemacht", weil meine Mama mit meinem MOEs lieber zum Heilpraktiker gegangen ist...

Andrea

5

Hi Tabanegra,

Hier meine sieben Cent zum Thema Mittelohrentzuendung und Deinen Fragen:

Hatte das noch wer, in so kurzem Abstand?

Paul hatte im ersten Lebensjahr eigentlich fast durchgehend Mittelohrentzuendungen/Pauenerguesse auf beiden Ohren.

Woran kann das liegen?

Die eustachische Roehre (Verbindung vom Ohr zum Rachenraum) ist bei kleinen Kindern manchmal noch nicht voll ausgewachsen, somit enger als bei aelteren Kindern. Wenn dann eine Entzuendung da ist, schwillt die Verbindung zu und Sekret aus dem Mittelohr kann nicht mehr ablaufen. Im schlimmsten Fall baut sich immer mehr Druck im Mittelohr auf und irgendwann platzt dann das Trommelfell (auch das hatten wir mehrmals).

Wie kann man vorbeugen?

Jetzt bei der akuten Mittelohrentzuendung auf jeden Fall regelmaessig abschwellende Nasentropfen/Spray und zwischendrin Meerwassernasenspray.

Er ist doch noch so klein - ich möchte möglichst verhindern, dass das jetzt den ganzen Winter so weitergeht. Und so oft Antibiotika in dem Alter, das ist doch auch nicht gut.

Ich glaube verhindern kannst Du es nicht wirklich und wenn der Arzt Dir Antibiotika verschreibt und Du ihm vertraust dann ist es wohl das Beste was Du machen kannst.

Mein Sohn hat in seinem ersten Lebensjahr 9 mal Antibiotika wegen MOEs nehmen muessen. Einen Tag nach seinem ersten Geburtstag hat er Paukenroehrchen bekommen (durch die ganze Fluessigkeit hinterm Trommelfell hat er so gut wie gar nichts gehoert) und die Mandeln wurden verkleinert. Inzwischen ist er fast 2 Jahre alt und war seit der OP nicht einmal mehr krank. :-) (Wenn man die Zahn-OP heute nicht dazu zaehlt....hingefallen und nun musste der Rest des Zahnes raus.....:-()


Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen. Ich wuensche Deinem Kleinen gute Besserung! Wenn Du noch Fragen hast melde Dich gern....

Liebe Gruesse,
Sunny

6

Manchmal wird das Antibiotikum nicht lange genug gegeben - und dann gibts meistens Ruckzuck ne erneute Entzündung.

Außerdem muß man darauf achten, das die Nase gut frei ist - Nasensprays helfen da enorm ;-) - und wenn der Kleine noch nicht schnauben kann- absaugen.

sparrow

7

Vielen vielen Dank für eure lieben und hilfreichen Antworten!!
Besonders spannend fand ich ja das mit dem engen Gang zwischen Nase und Ohr. War mir gar nicht bewusst, dass es eine so direkte Verbindung gibt.
Wir haben eine verdammt harte Nacht und einen ebensolchen Tag hinter uns, weil er nicht schlafen konnte und seehhr unleidlich war. Aber wir hoffen, dass die Antibiotika morgen anschlagen.

Außerdem bekommt Bennet Zwiebelsäckchen und Zwiebelsaft (gegen die Erkältung) und ich halte die Nase gründlich sauber.

Leider ist unsere Große seit heute auch noch krank, und die beiden wetteifern um den "Sieg" auf dem Fieberthermometer. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal so erschöpft war. Und Montag wieder zur Arbeit...ich weiß gar nicht, ob ich bei dem Gedanken heulen soll oder insgeheim froh bin, dort "meine Ruhe" zu haben...nein, das ist Quatsch.

Sorry für mein Rumgejammere - eigentlich wollte ich mich nur bedanken.

Einen schönen Abend
Tabanegra

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