Brauche dringend Rat! Eifersucht beim Neugeborenen...

Hallo!
Ich brauche mal Eure Ideen, Vorschläge, Meinungen...
Also: Max ist 21 Monate, eher ruhig, kann aber ordentlich bocken und haut uns ab und zu, wenn er übermüdet ist.
Seit 3 Wochen hat Max eine kleine SChwester. Die erste Woche ging alles super, dann kam leichte Eifersucht auf, die jetzt immer mehr wird. Wenn er übermüdet ist oder überdreht, will er Lotta hauen. Meist haut er auf den Kopf. Bisher konnten wir es meist verhindern oder Schlimmeres verhindern. Lotta liegt meist auf meinem Arm oder an der Brust, wenn er hauen will. Oder aber im Bett, wenn ich Max in den Schlaf begleite. Lotta muss dann mit ins Familienbett, da mein MAnn meist noch arbeitet.
Mich macht das total fertig und ichweiß nicht wie ich reagieren kann. Wenn es beim Zubettbringen passiert, sage ich , dass MAma das nicht gut findet und MAma aufsteht, wenn es nochmal passiert. Meist passiert es dann auch nochmal, sodass ich aufstehe. Dies endet dann in Gebrüll und nach wenigen Minuten komme ich zu ihm zurück und begleite ihn wieder in den Schlaf. Wenn er wieder haut, gehe ich wieder aus dem Zimmer. Soll ich ihn schreien lassen? Das will ich aber nicht wirklich, denn das habe ich vor Lotta auch nicht gemacht. Wie kann ich denn sonst reagieren. Bestrafen? Etwas verbieten? In RUhe reden? Laut werden? Ich bin einfach ratlos...
Ich versuche, die Zeit mit Max voll auszuschöpfen und lass Lotta auch mal kurz schreien und versuche ihn in allem einzubinden. Er kann auch ganz lieb sein und sucht Lotta immer und gibrt Küsse. Aber ich hab das Gefühl, als ob es kurz im Kopf aushakt und dann gehts los. Ich hab schon richtig Angst, wenn ich Lotta stille, das es gleich wieder losgeht.
Ist es noch normale Eifersucht? Was kann ich machen das er endlich aufhört. Hab ich was falschgemacht? Bin die letzten Tage oft am Heulen, weil ich einfach nicht weiter weiß. Max ist eigentlich so ein Lieber.....

Sorry für den langen Text.
Ich bin für jeden Tipp dankbar

blumi

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ich hab (noch) keine Erfahrung in der Richtung, aber ich hab mal von einer "Stillkiste" gehört - d.h., wenn es hauptsächlich beim Stillen Probleme gibt, pack ihm eine Kiste voll mit Dingen die ihn interessieren (evtl. vom Flohmarkt) und mit denen er nur spielen darf, wenn du die Kleine stillst. Da ist er erstens abgelenkt und zweitens hat das Stillen für ihn dann auch was Positives.

Hoffe, das funktioniert. Sonst kann ich dir leider nichts raten!

toennchen

2

Hallo!!!
Danke für Deine liebe Antwort. So eineStillkiste kenne ich auch, aber da ich derzeit so häufig stille, wäre so eine Kiste sinnlos, da Max dann die Kiste gleich behalten könnte. Meist ist esauch das ins Bettbringen, was schlimmer ist. Ich muss halt Lotta dabei haben, da das Einschlafen oft 1-2 Stiúnden dauert, leider...
Danke und alles Liebe

blumi

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Ohje, da kann ich dir wirklich nur gutes Durchhaltevermögen wünschen! Auf mich kommt das ganze im November zu, ich hoffe, weniger heftig, da der Abstand relativ groß ist (3 1/2 Jahre), aber wer weiß...

grüße, toennchen

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hallohallo,
das kommt mir alles sehr bekannt vor. <luis war 23 Monate als seine Schwester Anfang MAi geboren wurde.
Das einzige was bei uns hilft: ignorieren..... (natürlich nur wenn es geht)
Hatte mirr extra ein Buch gekauft, "Das Kleinkind", ich zitiere mal (sinngemäß)
" ... ein Abstand von 1,5 bis 2,5 Jahren. MAn braucht keinen Abschluss in Psychogie um zu ahnen, dass dieser Abstand Ärger bedeutet. DAs ahnungslose BAby trifft auf ein egozentrisches Kleinkind auf dem Höhepunkt seiner Kampfbereitschaft. .... Mit dem neuen Baby hat das Kleinkind die schärfste Waffe, die ihm bisher zur Verfügung stand." Soll heißen, wenn das Kind in den Mittelpunkt will (Mama soll sich mit mir beschäftigen), muss es einfach nur das Baby hauen und schon dreht sich alles um das Kleinkind. Mama schimpft, erklärt, wendet sich ihm zu.
Also, verswuch kein Drama draus zu machen und die "Angriffe" eher herunterzuspielen als es auf einen KAmpf ankommen zu lassen. DAs klappt bei uns ganz gut (meistens jedenfalls). Ansonsten bin ich froh, wenn Luzie sprechen und laufen kann ;-)
Alles Gute.
Anja

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Danke, das baut mich ein wenig auf, das es anderen Mamas auch so geht. Tut mir naürlich leid, das es bei Euch ähnlich ist/war.
Wie meint Du denn: ignorieren. Soll ich das Hauen ignorieren? Oder soll ich einfach seine Hand abwehren und nichts dazu sagen? Wär froh, wenn Du mir sagen könntest wie Du es machst.
HAb mir schon Gedanken gemacht, ob es noch normal ist und hab schon überlegt profesionelle Hilfe zu holen.
Dank Dir, Du hast mir sehr weitergeholfen

blumi

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Ja, einfach ohne Kommentar die Hand festhalten/abwehren und das Kind schnell ablenken. Ich lenke gern mit "Aufgaben" ab.
- hol doch mal das xy-Buch
- wo ist denn das Feuerwehrauto
oder so.
Dafür umso mehr Trara bei wünschenswertem Verhalten wie Baby streicheln, lieb beim Stillen dabei sitzen usw.
Halte durch!! ;-)

Und übrigens stille ich tagsüber fast nicht nach Bedarf sondern quasi immer vorher , damit es mich nicht ungeplant/ungünstig erwischt. Also z.B.bevor der Große aufsteht, wenn er Mittagsschlaf macht, wenn er im Bett ist. So habe ich nur 2 Mahlzeiten am Tag, wo der Große dabei ist.

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hallo blumi

hmm... als erstes würde ist sagen, solltest du versuchen an eurem einschlafritual zu arbeiten. 1-2 stunden ist definitiv zu lang. wenn das einschlafritual kürzer wäre, dann könntest du max alleine ins bett bringen. lotta wäre dann im wohnzimmer in der wiege z.b., dann wäre das problem auch gemildert.

du sagtest, es ist beim einschlafen am schlimmsten. ihm fehlt wohl die ungeteilte aufmerksamkeit von dir...

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Hallo!
Ja, das ist ein echt nerviges Problem. Aber wir haben alles Mögliche probiert. Das einzige ,was hilft, ist wenn Max keinen Mittagsschlaf macht. Dann brauchen wir 20 min. Aber zur Zeit wacht der Herr um 6 h auf und dann ist er irgendwann müde. Aber auch das Einschlafen mittags dauert so lang. Ich habe Tage, an denen bin ich 3 Std. nur mit dem ins-Bett-bringen beschäftigt. Sehr nervenraubend. Es ist Tagesformabhängig, ob es mit oder ohne Mittagsschlaf geht. Oder Mamaformabhängig. Bei schönem Wetter gehts leichter als bei Regenwetter,... Aber wahrscheinlich muss ich damit klarkommen, das Max keinen Mittagsschlaf mehr braucht.
Ich dank Dir für Deine Hilfe und hoffe das wir das Problem schnell in den GRiff bekommen
Alles Liebe

blumi

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Hallo Blumi,
dass mit dem Einschlafen kenne ich auch. Habe es folgendermaßen in den Griff bekommen:
Einschlafritual: weniger ist mehr! Unser Kleiner (17 Monate) liebt seinen Baby-Fön (der ist nicht zu heiß und nicht zu laut). Also Kind auf den Schoß (wir haben eine kleine Coach im Kinderzimmer) und ca. 1-2 Minuten "ruhig" fönen. Dabei streicheln und summen. Dann gibts zwei Gute-Nacht-Lieder. Mehr nicht. Ich stehe dann mit ihm auf und gehe noch kurz ins Zimmer. Dabei rede ich leise mit ihm und sage ihm Gute Nacht inkl. Bussi. Mama und Papa haben dich lieb und du schläft jetzt. UND DANN ins Bett - nochmal zulächeln (auch wenn er heult), TÜRE ZU und die BLEIBT zu. Hat am Anfang ca. 30 Minuten Protest-Geschrei gegeben (war echt schwer, da zuzuhören!), dann 20 Minuten, danach 10 Minuten und seit zwei Monaten: 1-2 Minuten gequängel oder auch GAR NICHTS. Kind ins Bett, es wird sich umgedreht und geschlafen - ich hätte es nicht geglaubt! Aber meine persönliche Schmerzgrenze war erreicht und ich konnte einfach nicht mehr 1-2 Stunden an seinem Bett stehen und warten bis er schläft. Und jetzt bin ich froh und stolz auf das Ergebnis. Er ist auch mittlerweile viel ausgeglichener, weil er einfach schneller und besser schläft. Bist du eigentlich alleinerziehend? Falls nicht, würde ich deinem Mann die Kleine geben, das Ritual dauert max. 10-15 Minuten, da muss sie am Anfang einfach durch. Schöne Grüße Tanara

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das klingt alles recht normal.
aber zu ausgeprägt, zu häufig.

also: mein junge war 23 monate, als das baby kam. von anfang an habe ich darauf geachtet, dass er auf mehr oder weniger nichts verzichten muss, was früher war. einschränkungen werden kommen, weils schlicht nicht anders geht - aber gerade in den ersten wochen ist es noch ziemlich einfach, das baby einfach immer im tragetuch zu haben und den alltag des grösseren kindes normal zu leben.

wichtig ist die vorbereitung: wenn besuch kommt sollen sie nicht dem baby, sondern dem grossen was bringen.d as kann man so am telefon schon sagen. sie sollen gezielt das grössere kind ebenso beachten, darauf kann man (diskret und nicht vor dem grösseren) auch aufmerksam machen.
das baby im tragetuch ist meist zufrieden und schläft. während du das grosse z.B. in den schlaf begleitest, dann sitzt du auf dem bett, das kind im tuch. das geht leicht.

beim stillen setzt du dich ins bett und hast eine schachtel mit büchern, kleinkram etc. neben dir. die schachtel darf der grosse nur dan haben, wenn du stillst. er sitzt neben dir und du hast ihn im arm. du hast ja erfahrung mit stillen - das geht problemlos. ansonsten erlaubst du ihm etwas, was er sonst nicht darf: ich hatte eine wasserstrassse auf dem balkon. mit der drufte er spielen, ich konnte ihm vom bett aus sehen. damit ich gar nicht erst angst bekomme, habe ich stühle etc vom balkon genommen und einen relativ gefahrlosen raum geschaffen. aber ein zweites kind bedeutet auch mehr freiheit für das grosse.

dann habe ich dem baby wohl signalisiert, dass es sich beim trinken etwas sputen soll - jedenfalls hat sie nie 40 minuten gebrauc ht wie mein grosser!
frag auch nicht, ob er sich übers geschwister freut. das ist doof. er kann ja noch nicht viel mit ihr machen. und wenn er immer reflektieren musss, ob das schreiende ding nun toll ist oder nicht, kommt das nicht gut. ausserdem: lotta gehört dazu - sie ist keine option an der man freude hat oder bei nichtgefallen zurückgibt.

die ersten drei monate habe ich das baby tagsüber einfach "mitlaufen" lassen. ich habe den alltag des grossen weiter gelebt. babymassage etc. habe ich eh viel weniger gemacht - und wenn, dann immer, nachdem der grosse im bett war. dann wurde gebadet etc.
ausserdem: mein grosser hatte sein eigenes bett. die nacht verbrachte das baby bei mir im bett und kam so zu ihren streicheleinheiten, ohne dass der grosse davon was mitbekommen musste.

von der einstellung her habe ich ihm immer geagt, dass das neue baby wichtig ist - aber dass er auch genauso wichtig ist. aber es war bei uns viel weniger thema. das baby baumelte an mamas bauch (später am rücken) und wir machten alles, was wir sonst auch taten.

wir hatten nie einfersucht. gehauen hat er sie auch - um uns zu provozieren, es ging nie gegen das baby direkt. es war auch nie schlimm. eine anwandlung von eifersucht hatte er erst, als das baby begann mobil zu werden. aber das war dann auch schnell vorbei.

du wirst niemals beiden kindern in jeder situation gleich gerecht werden. du wirst ggf. auch mal denken, das zweite nicht ausreichend lieben zu können und daher den grossen noch bewusst zurücksetzen wollen. das ist aber unsinn. reagier viel weniger mit dem kopf und mehr mit dem herzen. er haut sie - nimm ihn in den arm und sag ihm, dass du ihn liebst. das will er ja wissen. das heisst aber nicht, dass du ihn dann immer umarmen musst. haut er weiter, kannst du ihn auch gezielt mal nicht beachten und das baby trösten. man muss nicht in jeder situation gleich reagiern. wir sind doch keine roboter. viele versuchen das aber - und stressen sich selber.

tja, viel ist vorbereitung - spielkiste beim stillen
viel ist pragmatisch - das baby nur im tuch haben, um alles machen zu können
viel ist einfach - babypflege und massage wenn der grosse schläft
viel macht einem trotzdem fertig oder müde, gerade in den ersten wochen. und dann ein wichtiger punkt: freiheit geben. der grosse ist jetzt der grosse. er wird punktuell noch mehr baby, aber zeig ihm wie toll es ist, der grosse zu sein. er darf die spühlmaschine helfen ausräumen, er darf selber einschenken und schöpfen am tisch, er darf alleine auf dem spielplatz aufs klettergerüst... viel geht ja auch kaum mehr anders. auch wenns manchmal mut braucht - du darfst den grossen jetzt etwas von der leine lassen. er wirds schaffen und daran wachsen und dadurch auch genug selbstvertrauen schöpfen, um über eifersucht oder existenzielle ängste wegen des babies wegkommen.

klar: auf der strasse gehört er an die hand, blickweite weggehen reicht etc. aber mehr freiheit macht ihm freude und selbstvertrauen. ich habe auf dem spielplatz oft gestillt. da konnte ich nicht immer neben ihm stehen - obwohl ich das vorher noch machte. und er hat das alles gut selber gemeistert.

lass das heulen sein - dass du dich zu sehr hinterfragst hat auch noch mit den hormonen zu tun. aber vielleicht findet du in meinem text ein paar punkte, die du aufnehmen kannst.

ganz wichtig finde ich: tragetuch fürs baby (es fühlt sich angenommen, geborgen, muss aber weiter nicht gross beachtet werden, du hast die hände frei)
besuch bringt sachen für den grossen, nicht das baby
stillkiste für den grossen - oder immer dem grossen eine flasche geben, wenn das kleine gestillt wird. baby stillen, der grosse liegt mit im bett und wird gekrault...
ganz einfache dinge.

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ein ganz toller beitrag!
genauso ist es uns so machen wir es auch!

viele grüße!

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Hallo,

das Problem kenn ich, meine sind anderthalb Jahre auseinander.
Die Große hat immer Zicken gemacht, wenn ich die Kleine stillte. Einmal habe ich der Großen eine Creme-Dose weggenommen, da hat sie, als ich mich zum Reden runterkniete im selben Moment auf meinem Arm das Baby gehauen.
Aber 1-2 Std. Einschlafprogramm, das Theater würde ich mir an Deiner Stelle nicht geben. Dann kannst Du doch mit ihm gleich später ins Bett gehen.
(Dein langfristiges Ziel sollte sein, daß er so langsam auch alleine im Gitterbett einschlafen könnte...)

Die Phase geht vorbei! Ich kenne das! Bin ganz schön auf dem Schlauch gegangen!

Nun sind meine 5 und 3,5 und spielen super miteinander!

Alles Gute und Durchhaltevermögen!

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Hallo!

Das Problem haben wir leider auch, aber ich halte es für ein "normales" Verhalten eines Erstgeborenen.

Die Eifersucht äußert sich eben verschieden, je nach Wesen und Charakter eines Kindes.

Meine zwei Jungs sind 2,25 Jahre und 6 Wochen.

Meine Freundin ist Psychologin und quasi "Erziehungsvorbild, da sie einen einfach tollen Umgang mit ihren 3 Kinden hat. Sie hat mir folgendes empfohlen:

1. Das geschlagene Kind wird getröstet und bekommt Aufmerksamkeit

2. Es wird in ruhigem Ton und ohne zu schimpfen gesagt, dass hier niemand gehauen wird!

Die Großen fordern Aufmerksamkeit und es ist ihnen (fast) egal ob Positive oder Negative. D.h. sie wollen in dem Moment lieber geschimpft werden, als gar nicht beachtet zu werden.

3. Handlungsalternativen aufzeigen. Also z.B. wenn Du wütend bist kannst Du auf den Boden stampfen oder in ein Kissen brüllen. Oder wenn das Kind schon älter ist auch: "wenn Du sauer auf die Mama bist, dann musst Du es mir sagen"

4. Dem Kind dann bißchen später volle Aufmerksamkeit schenken.

Und immer dran denken, beide Kinder zu knuddeln und zu knutschen, ihnen zu sagen, dass man sie lieb hat, auch wenn´s gerade kracht ;-)
Das Große fühlt sich tatsächlich in manchen Momenten nicht mehr geliebt, auch wenn man versucht ihm jede freie Minute voll zu widmen....

Wird schon werden und irgendwann sind sie uns wahrscheinlich (und hoffentlich!) sehr dankbar, dass sie mit einem Geschwisterchen aufwachsen dürfen!

Liebe Grüße!
Steffi mit Julian (April 07) und Alexander (Juni 09)

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Was macht Ihr denn, wenn er Euch haut? Hab mir sagen lassen, wenn es erlaubt ist, die starken Eltern zu hauen, dann darf man die anderen erst recht hauen. Bei uns sind 4 Jahre dazwischen und leider kamen zur kleinen Schwester noch ein paar andere heftige Veränderungen dazu (Umzug und Abschied von Pflegegeschwistern). Da fing er plötzlich an, uns zu hauen und später auch seine Schwester. Dachte erst, ich ignoriers, vielleicht hört er genauso schnell wieder damit auf, dann im Kiga die Erzieherinnen und andere Kinder. Aber er ist natürlich schon "vernünftig" im Vergleich zu 21 Monaten. Jetzt geht es, er ist jetzt allerdings oft grob, ohne Aufmerksamkeit zu wollen, d.h. macht ihr was, wenn wir es nicht sehen. Wenn sie dann weint, weiß ich nie, ob er es war oder ob er es gerechtfertigt war (d.h. ihr seine Spielsachen weggenommen hat) oder ob sie sich nur sonst wie weh getan hat. Ich sag ihm immer, wie froh die Kleine sein kann, dass sie so einen tollen großen Bruder hat.
Gruss
j

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Hallo blumi,

Ich habe auch ein vier Wochen altes Baby und mein "Großer" ist 29 Monate alt...
Wenn ich die "Kleine" stille sitze ich oft auf dem Sofa und lese dem Großen ein Bilderbuch vor, das liebt er. Da er ziemlich oft Bilderbücher vorgelesen bekommen will und ich daher auch zwischendurch mal sagen muss: "Jetzt nicht!" ist das eine gute Sache.
Du schreibst, dass dich dein Kind ab und zu haut. Das würde ich ganz klar nicht tolerieren und ihn deutlich zurechtweisen. (Lauter als normal aber nicht schreien)Meiner hat das auch probiert als das Baby noch nicht da war und nach meinem Schimpfen und "böse" sein (ich habe ihn böse und traurig angeschaut und danach für kurze Zeit ignoriert und etwas anderes gemacht) hatte er ein sichtlich schlechtes Gewissen.
Ich habe noch nie erlebt, dass der Große seine Schwester geschlagen hat.
Ansonsten kuschele ich oft mit ihm und wir unternehmen etwas zusammen. Das Baby schläft sowieso die meiste Zeit.
Ich glaube es täte dir gut mal was für dich selber zu tun- ganz ohne Kinder, dann geht es dir bestimmt wieder besser.
Und eine Buchempfehlung habe ich für dich: Warum unsere Kinder Tyrannen werden.. von Michael Winterhoff, einem Kinderpsychologen.
Das soll keine Kritik sein- ich selber habe das Buch auch gelesen. Einige der beschriebenen Fallbeispiele haben mich nachdenklich gemacht und es liest sich ganz gut.
Viele liebe Grüße
M.

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