Wessen Kind hat auch ein Ohranhängsel?

Hallo alle zusammen,

unser kleiner Leon (22 Monate) wurde mit einem kleinen Ohranhängsel geboren. Ich hab mir damals nichts dabei gedacht, da ich und meine Geschwister dass selber hatten und das irgendwann aboperiert wurde.
Trotzdem hab ich im Krankenhaus bei der U2 die Kinderärztin mal gefragt, was dass denn überhaupt ist bzw. wie das entsteht. Die meinte damals, das sei ein Stück Haut, dass nicht richtig verwachsen ist und wahrscheinlich mit der Zeit eh verwächst (bei dem Punkt bin ich damals schon stutzig geworden, da bei mir die Anhängsel ja wie gesagt aboperiert werden mussten, weil sie sogar mitgewachsen sind).
Heute waren wir zur U7 und da hab ich einfach mal spontan unser KiÄ darauf angesprochen. Die meinte dann, dass diese Ohranhängsel gar nicht so selten sind wie man immer denkt und dass die in den meisten Fällen sogar harmlos sind und einfach operativ entfernt werden können. Allerdings könne es auch ein zeichen für einen vorhandenen Nierenschaden sein.
Ihr könnt euch vielleicht meinen Schock in dem Moment vorstellen!

Ich hab zu Hause dann erstmal meine Mutter angerufen und hab sie gefragt, ob ihr das irgendwann mal ein Arzt gesagt hatte (schließlich wurden 4 ihrer 6 Kinder deswegen operiert). Meine Mutter meinte nur, dass sei ihr völlig neu und weder wir Kinder noch mein Vater oder dessen Mutter (die hatten es auch beide) hätten Probleme mit den Nieren gehabt.

Mir hat das den ganzen Vormittag irgendwie keine Ruhe gelassen, deshalb hab ich einfach mal gegoogelt und festgestellt, dass da tatsächlich was dran ist.
Allerdings hab ich noch nirgens eine Erklärung bzw. einen Zusammenhang zwischen Ohranhängsel und Nierenschaden gefunden.
Deshalb meine Frage: Habt ihr vielleicht auch Kinder, die mit einem Ohranhängsel geboren wurden und hat euch mal jemand den Zusammenhang erklärt?
Und wann habt ihr die eigentlich aboperieren lassen?

Sorry, dass der Text nen bissl länger geworden ist und #danke schon mal für´s lesen. Hoffe, ihr habt Antworten für mich!

LG Betti

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Mein älterer Bruder (35) hat an beiden Ohren sowas aber er hat gottseidank (toi, toi, toi) keinerlei Nierenschäden o.ä.

LG
Tatlikiz

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Haloo Betti!

Unsere Tochter ( 26 Mon) hat auch ein Ohranhängsel das hat auch keiner nach der Geburt bemerkt, nur mein Mann beim baden! Uns wurde dann geraten eine Nierensono beim Kiarzt zu machen. Wir haben alle Kontrollen ( Nierensono da war sie 14 Tg alt, Urinkontr. usw.) gemacht aber es wurde nix festgestellt. Ich lass es ihr nicht wegoperieren es ist z. Zt. Steckanadelkopf groß und wenn sie es stört soll sie es sich weg machen lassen wenn sie größer ist!



Gruß Simone

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Hallo Betti!
Unsere Jüngste (10 Wochen) hat auch ein Ohranhängsel. Es sieht aus wie ein zweites Ohrläppchen. Bei uns hat das niemand in der Familie. Kein Arzt hat uns darüber informiert, das dies ein Hinweis oder Zusammenhang mit organischen Problemen sein könnte. Eine Freundin ist aber Gynäkologin und wies mich darauf hin. Da ich in der Schwangerschaft aber eine Feindiagnostik hab machen lassen und dabei nichts aufgefallen ist, ist es wohl eher unwahrscheinlich, das es eine Fehlbildung o.ä. gibt. Ich hab mich nicht beunruhigen lassen, zumal es ihr sehr gut geht. Sie ist halt was Besonderes und wir können uns sicher sein, das sie im KH nicht verwechselt wurde;-) Später wird ihr das sicher nicht gefallen, wo sollen denn die Ohrringe hin???

LG
Simone & Liv (27 Monate) und Malin (10 Wochen)

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kannst du mir mal sagen was genau du damit meinst?

Unser Sohn kam auch mit sowas zur Welt,zumindest ist es laut Hebamme und Ärzten eines.

Ich dachte es wär halt ein besonders Öhrchen,wäre nie auf die Idee gekommen es wegoperieren zu lassen.Die Öhrchen sind zum anfressen?

Hast du mal ein Bild davon?

Ich such gerade auch schon ein Bild von den Ohren unsres Sohnemanns ;-)

Bisher hat Ole übrigens keine Problem mit den Nieren,Interessant isses allerdings!


LG Tina (immer noch auf der Suche nach Ohrbildern;)

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http://ida-ole.blogspot.com/2008/01/lecker-pizza.html

das erste Bild.Da sieht man sein Ohr ganz gut.

Obwohl ich immer noch nicht finde dass es ein Anhängsel ist sondern halt ein Ohr mit einem vergrößertem Knorpel.

Meine Kiä findet es auch bekloppt dass alle das Ding sofort wegoperieren wollten #kratz

Kann man doch ein cooles Piercing reinmachen #schock:-p


LG

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hä?Was ist an dem Ohr denn jetzt anders als bei normalen Ohren??#kratzIch kann da gar nix außergewöhnliches erkennen.....
Liebe GRüße.Sonja.

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Dieser Knorpel ist wohl eine Wucherung ,keiner in unsere Familie hat so eine Wucherung.Alle haben keinen Knorpoel.Oles ist ca 1 cm groß.Als er geboren wurde sah dass echt krass aus aber mittlerweile habe ich den Eindruck dass das Ohr sich dem übergroßem Knorpel eher angepasst hat.

Ich sag ja ich finde es gar nicht aussergewöhnlich sondern halt nur ein bisschen anderes.
Aber die Ärzte haben 10 Minuten nach der geburt schon geschrien dass man das wegmachen kann per OP #schock


LG

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Hallo
Unsere 3 jährige Tochter hatte auch eins. Es wurde bei der U2 abgebunden und ist von alleine abgefallen.
Früher wurde vermutet das man einen Nierenschaden hat wenn man ein Ohranhängsel hat aber das ist total überholt und es hat sich nicht bestätigt. Du brauchst also keine Angst haben. Wer sowas sagen (Arzt) ist leider nicht auf dem neuesten Stand.

Ich verstehe auch nicht warum das bei euch nicht gleich abgebunden wurde? Somit kann man sich die OP, die Risiken und CO sparen.

LG
Jelena

P.S.: Unsere Tochter sit die erste in der Familie die sowas hat unsere 2te Tochter hatee es auch nicht.

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Hallo Jelena und #danke für deine Antwort,

ich glaube, das fiel bei der Geburt überhaupt niemandem auf. Ehrlich gesagt, ich weiß heute gar nicht mehr, wann mir das das erste mal aufgefallen ist (Asche auf mein Haupt). Das wird vielleicht auch der Grund sein, weshalb die das bei der Geburt nicht gleich abgebunden haben, weil es niemandem auffiel. Das das überhaupt geht hab ich eh erst erfahren, als wir schon ausm Krankenhaus raus waren. Als meine Mutter das erste Mal uns im Krankenhaus besucht hat, meinte sie nur, ich soll mal die Kinderärztin fragen, was das eigentlich ist, denn ihr hat man das damals auch nicht so wirklich erklärt.

Mich stört besagtes Anhängsel nicht, hatte ja wie gesagt selber welche und ging irgendwie immer davon aus, dass die vererbbar sind. Leon ist ja mittlerweile schon die 4 Generation in meiner Familie die das hat.
Von mir aus würde ich es auch nicht aboperieren lassen, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass da einiges schief gehen kann (bei mir rutschte der Arzt damals beim Fäden ziehen mit der Schere ab und schnitt die Narbe wieder auf). Allerdings weiß ich auch aus eigener Erfahrung, dass grade Kinder ein Talent haben, einen mit so etwas aufzuziehen; ich kam manchmal heulend ausm Kindergarten, weil mich den ganzen Tag irgendjemand damit aufgezogen hat. und damals war mein Selbstbewusstsein noch nicht so gut wie heute.

Ich bin der Meinung, dass bleibt erstmal noch da, wo es momentan ist. Irgendwie ist das ein Teil von Leon. Und solange er nicht ausdrücklich sagt, er will das wegmachen lassen, bleibt es, wo es ist.

LG Betti

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Wir haben auch ein Foto gefunden:
http://neuesausdemkormannshaus.blogspot.com/2007/12/geschwisterliebe.html

LG
Simone & Liv & Malin mit Anhängsel

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Hallo Betti,
mein großer Sohn hatte auch ein Ohranhängsel, auch uns wurde gesagt, dass eine Nierenerkrankung vorliegen könnte und es wurde noch im Krankenhaus die Niere per Sono untersucht, aber nichts gefunden. Sein Anhängsel war aber wirklich größer als bei deinem Sohn, es hing wie ein kleiner Tropfen in Höhe des"Ohrgnubbels", also am Anfang der Wange (hoffentlich verständlich).Uns hat es gar nicht gestört, aber wir bzw. dann schon er wurde immer mal wieder darauf angesprochen. Wir haben uns dann im Zuge seiner Phimose-Op mit 5 Jahren entschieden, es entfernen zu lassen. Dafür eine extra Op wäre für uns nicht in Frage gekommen.
Lg Motzkuh

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hallo,

hier noch ein link:


http://books.google.com/books?id=IHmZ8vqh-b4C&pg=PA121&lpg=PA121&dq=aurikularanh%C3%A4ngsel&source=web&ots=L4jy6gSwWX&sig=uNV5AsP8RyZ8FmtIrGC9_lGcYfo

"(1) Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenkranke der Ludwig-Maximilians-Universität München, DE

Ohrmuschelfehlbildungen sind ein großes psychisches Problem, zunächst für die Eltern und mit zunehmenden Alter auch für die betroffenen Kinder. Die Eltern werden geplagt von Schuldgefühlen über ein mögliches Fehlverhalten während der Schwangerschaft und sind verunsichert über die weitere Entwicklung ihres Kindes. Ohrdeformitäten sind deutlich sichtbar und führen zu einer frühzeitigen Stigmatisierung der Patienten, die zunehmenden Hänseleien ihrer Umgebung ausgesetzt sind [5, 25]. Hilfesuchend wenden sich die Eltern in vielen Fällen an den Pädiater, von dessen Beratung der weitere Abklärungsprozess und die Behandlung der Fehlbildung stark abhängig ist. "

lg
jani

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