Bin so gefrustet!!!!!.......Achtung lang, musste aber sein!!

#kratzHallo ihr Lieben!!

Muß wirklich mal bisschen dampf ablassen und bin langsam schon echt frustriert!!!#heul
Also: bin 28 Jahre alt, Ehefrau und Mutter von einem fast 2 jahre alten wunderbaren Jungen, gelernte Immobilienkauffrau und wünsche mir nichts sinnlicheres als wieder arbeiten zu können.;-)
Nach meiner Ausbildung habe ich leider nichts in meinem erlernten Beruf gefunden und habe dann bei einer großen bekannten deutschen Versicherung in der kundenbetreuung gearbeitet. Wie es halt leider in der heutigen zeit so ist, handelte es sich um einen 2-Jahres-Zeitvertrag.:-(
Eigentlich wolten wir mit unserer Nachwuchsplannung mit meinem Mann noch warten, zumindest bis zu einer Stabilität im Beruf bei mir. Dammals wurde eine Unstimmigkeit meiner Hormone festgestellt und es hieß, daß ich auf diese Weise niemals schwanger werden könnte und daß ich erst behandelt werden müsste. Als ich es gehört habe, ist für mich die Welt zusamen gebrochen. Ich bekam Cortison verschrieben und war mir sicher, daß ich, wie viele Frauen heutzutage leider auch, Jahre brauchen würde, um schwanger werden zu können. Wenn überhaupt!!! Doch es kam ganz anders: nach nicht mal 2 Wochen war ich dann....sieh einer mal an.......schwanger#baby!!!! Haben uns natürlich riesen gefreut! Vorallem wenn man sich in den letzten Tagen mit dem Gegenteil auseinandergesetzt hat!#schwitz!!! Mein Zeitvertrag ist dann natürlich in der Elternzeit ausgelaufen, da war mein Sohn 6 Mon. alt. Jetzt würde ich so gerne arbeiten, und bekome nichts anders als Absagen. Seit ca. 8 Mon bin ich fleißig dabei mich zu bewerben. Bevorzuge natürlich Teilzeitstellen, bin aber gegen Vollzeit nicht abgeneigt. In meinen erlernten Beruf, habe ich sowieso kaum Chancen, weil ich darin keine berufliche Erfahrung habe und fast überall werden mindestens 2 Jahre Praxis verlangt#schmoll. Trotzdem bewerbe ich mich auch auf diese Stellenausschreiungen, konzentrier mich aber auch auf andere kaufmännische Berufe, die ich mir durchaus ebenfalls zutraue..... aber alles Pustekuchen bis jetzt!!!
Nicht mal zum Vorstellungsgesprächen werde ich eingeladen!!!#gruebel
Und dann ständig diese netten Absagen#bla, wie: " Ihre Bewerbung hat uns sehr angesprochen, aber durch die Vielzahl an quallifizierten Bewerbern........Würden uns aber sehr freuen, wenn Sie sich erneut auf eine neue Stellenausschreibung bei uns bewerben!"
Hallo...........???Ich war doch ebenfalls qualifiziert!!!!Aber gleich abgeschrieben!
So weit ich beurteilen kann, sind alle meine Zeugnisse gut, bei meiner Bewrbungsmappe gebe ich mir wirklich sehr viel Mühe und ich finde sie sieht auch immer toll aus!!!....
Ist es wirklich so schwer, weil ich MUTTER bin?.... Werde ich deswegen immer gleich auf den anderen Haufen aussortiert?
Früher hat es immer gleich geklappt. Da haben wirklich eins bis zwei Bewerbungen ausgereicht, und ich hatte die Stelle!!!
Als ich meine letzte Absage bekam, auf die ich mir so viele Hoffnungen gemacht habe, musste ich echt weinen#heul. Die Stelle war sowas von perfekt, genau das was ich zuletzt gemacht habe, mit ganz ausgiebiger Einarbeitung und Schulung, keine großartigen Vorkenntnisse der Branche....Ich habe mir soviele Hoffnungen gemacht!!!! Da hat mich mein Sohn nur ganz verdutzt angeschaut und mich gedrückt, weil er gesehen hat, wie ich geweint habe. Der kleine Krümmer versteht mich manchmal so gut und ist das wertvollste was ich habe!!
Natürlich wusste ich, daß ich es auf dem Arbeitsmarkt nicht einfach haben werde, aber daß es so schlimm wird, hätte ich nicht gedacht#kratz. Bei meinen alten Arbeitgeber, habe ich auch schon erneut angefragt. Immerhin wurde mein damaliges Team unbefristen eingestellt, mit Ausnahme von mir und einer anderen Kollegin , die ebenfalls schwanger wurde. Wir waren zu dem Zeitpunkt schon in der Elternzeit.
Das ganze Team hatte damals befristete Verträge, da wir alle zum gleichen Zeitpunkteingestellt worden sind. Und ich bin mir sicher, daß ich heute auch da immernoch wäre, hätte ich meinen Krümmel nicht bekommen. Als Antwort bekam ich nur, daß da Einstellungsstop ( übrigens seit dem ich die Fa. kenne#kratz) ist, und zwei aufeinanderfollgende Zeitverträge wären unmöglich, müsste mich also unbefristen einstelen, und ich solle mir bloß keine Hoffnungen machen. Trotzdem haben sie mein gesammtes Team, für welches ich mich übrigens auch sehr freue, übernommen. Und damals hies es ja auch totaler Stop von unbefristeten Einstellungen.
Bin ich in den Augen der AG wirklich jetzt unten durch weil ich in der Zeit des Zeitvertrages schwanger geworden bin?
Habe meine Arbeit damals sehr ernst genomen, aber vielleicht erweckt es bei den AG einnen falschen Eindruck, weil ich in der Zeit mein Kind bekam?
Bin mittlerweile auch schon soweit, daß ich den Absagen hinterher telefoniere und frage, nach denm Grund. Aber keiner konne mir bis jetzt eine Antwort heben. Die meisten wollen dann immer zurückrufen, aber gemeldet hat dich bis hete niemand.
Warum werden Müttern nur so wenig Chancen durch die AG eingeräumt? Ich bin genauso flexibel, wie früher, habe für mein Kind eine tolle Tagesmutter, meinen Mann, und den Rest meier Familie, die mich unterstützen. Auch wenn mein Kind krank werden würde, würde ich versuchen, es einzurichten, arbeiten gehen zu können. Vielleicht nicht jedes Mal, weil ein Kind braucht bestinmmt auch mal seine Mutter, wenn es krank ist, aber nicht immer. Denken die AG immer: Mutter vom Kleinkind=schlechte Arbeitskraft? Ist doch traurig, oder?#heul
Habt ihr vielleicht noch einige Tips für mich, oder habt Ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?
#danke für Eure Hilfe im voraus und Sorry wegen der Länge.
Musste mir aber mal den Kummr von der Seele schreiben!!!!

LG

Keni#schmoll

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hallo keni,

Ist es wirklich so schwer, weil ich MUTTER bin?.... Werde ich deswegen immer gleich auf den anderen Haufen aussortiert?

du hast das problem doch schon genau erkannt!
job und familie ist in unserer ach so modern und fortschrittlich und von gleichberechtigung sprechenden gesellschaft so gut wie nicht machbar. ein kind (oder gar mehrere) ist ein ko-argument und kickt dich von vornherein trotz bester qualifikation und ausbildung aus der hierarchie der bewerber raus. das ist schlimm und traurig und schrecklich, aber leider die realität.
deshalb mein tipp:

schamlos das kind verschweigen in der bewerbung! wenn du im vorstellungsgespräch danach gefragt wirst, kannst du natürlich schlecht rumlügen und musst du karten auf den tisch packen, aber bis dahin hast du es immerhin schonmal zum gespräch geschafft und hast damit erstmals die chance, von deinen qualitäten zu überzeugen!
wirtschaft und arbeitgeber sind so familienfeindlich, die ganze gesellschaft ist von einer ausgesprochenen rücksichtslosigkeit gegenüber eltern und kindern geprägt, dass du auf dem arbeitsmarkt eiskalt und abgebrüht rüberkommen musst, wenn du einen job haben willst.
ich würde (und ich halte es selbst so), das hauptaugenmerk in der bewerbung auf fähigkeiten, kenntnisse, soft skills und berufliche erfahrungen legen und die existenz meines kindes schlicht nicht erwähnen.

alles gute und viel erfolg
elodia

3

Hallo elodia!!!

Vielen, vielen dank für Deine antwort und zuspruch!!!!

Das mit dem Kind verschweigen, habe ich mir auch schon überlegt und auch schon mal von einer Bekannten den Tip bekommen.
Aber was schreibe ich bloß in den Lebenslauf rein? War ja jetzt praktisch fast zwei Jahre in Elternzeit bzw. Muter und Hausfrau! Wenn ich zwei Jahre lang mich als arbeitssuchend darstelle, sieht dann doch auch ganz schön mies aus. Oder?
Werde auf jeden fall mir darüber Gedanken machen. Vielleicht fällt mir noch was gutes ein.

Vielen Dank nochmal!!

Lieben gruß

Keni

5

hallo keni,

zum einen haben bekannte von mir die erfahrung gemacht, dass eine lücke im lebenslauf (die zeit einfach "vergessen") weniger schlecht ankommt als ein kind (traurigerweise), auch, wenn davor immer gewarnt wird. wird der lebenslauf nicht chronologisch geordnet, sondern nach tätigkeitsbereichen, fällt das auf den ersten blick gar nicht so auf. das geht natürlich nur, wenn man verschiedene dinge gemacht hat, die nicht unbedingt in einklang zu bringen sind, also bei einem sog. patchwork-lebenslauf.
ich persönlich habe es anders gemacht. ich habe in jener zeit all die dinge angegeben (und nur die!), die ich zusätzlich und nebenbei zu kind und haushalt gemacht habe. zum einen habe ich eine ehrenamtliche tätigkeit im sozialen bereich ausgeübt, zum zweiten sind in der zeit meine ersten romane entstanden (ich bin neben dem studium selbstständig als autorin). dass ich die erst später veröffentlicht habe, weiß ja so erstmal keiner, spielt auch keine rolle. zum dritten waren es immer wieder diverse nebenjobs, die ich nennen konnte, mal eine übersetzungsarbeit oder ähnliches. ich habe also diese zeit so verpackt, dass ich zwar nicht regulär vollzeit gearbeitet, aber durchaus etwas getan habe, um beruflich fortzukommen.
gibt es da bei dir irgendetwas, was du angeben kannst? das könnten sein: babysitten für die freundin, aushelfen in einer gaststätte, kleine nebentätigkeiten oder ausführliche, besondere hobbys, wie z.b. malen für ausstellungen, eine längere reise, die als bildungsreise ausgelegt werden kann, um sprache und kultur kennen zu lernen, die pflege von angehörigen (was besser ankommt als ein kind), etc. man muss da ein bisschen kreativ sein. all die dinge, die man nebenbei macht, bei denen vielleicht finanziell auch gar nichts rumgekommen ist oder nur die spesen bezahlt wurden, die kann man trotzdem wirksam verpacken. wichtig ist, dass du engagement zeigst, energie und die kraft, deine ziele zu verwirklichen.
wenn da bei dir aber nichts zu "konstruieren" ist, finde ich wie gesagt, die lücke im lebenslauf besser, denn wenn man die nicht auf den ersten blick sieht, hast du so immerhin die chance, dass man einen blick auf deine bewerbung wirft. wenn da in den persönlichen daten steht: "1 kind, x jahre" werden die personalchefs ab dieser information nicht mehr weiterlesen und in den allermeisten fällen deine bewerbung von vornherein aussortieren.
das "tricksen" oder vielmehr "sich gut verkaufen und aus schwächen stärken machen, kann man üben. wenn du noch fragen hast, vielleicht auch speziell zu deiner eigenen bewerbung, kannst du mich gern fragen.
willst du das kind trotzdem angeben (oder musst es, weil keine alternativen sind, um die lücken aufzufüllen), kann man auch das geschickt machen. zum einen, indem man die betreuungszeit nicht als verlorene hausfrauenzeit mit kindergedaddel im raum stehen lässt, sondern explizit zu den eigenen fähigkeiten hinzufügt, welche art von kompetenzen man durch die kinderbetreuung erworben hat, die auch für den job von vorteil sind. die gibt es ja durchaus, denn mütter sind erheblich belastbarer, sind meistens zum organisieren gezwungen, verfügen über diplomatisches verhandlungsgeschick, etc. und in dem fall solltest du in der bewerbung der tatsache einen satz gönnen, nämlich den, dass du die kinderbetreuungsfrage, wenn du den job erhältst, so geregelt hast, dass dein arbeitgeber keine nachteile dadurch erhält, dass er dich einer kinderlosen mitarbeiterin vorzieht. also so im stil von: "mein kind besucht die kita von...bis...,sodass die betreuung geregelt ist, im krankheitsfall oder bei überstunden übernimmt mein mann, meine mutter, meine schwiegermutter,... das kind. dann weiß der arbeitgeber, ok, sie HAT ein kind, aber ich als interessenvertreter meiner firma habe dadurch, dass ich sie einstelle, keinen nachteil.
ist alles ziemlich ätzend, hm? aber du darfst die flinte nicht ins korn werfen, es wird schon klappen mit dem job! vielleicht nicht mit DEM traumjob, aber doch so, dass du zufrieden bist!

alles liebe
elodia

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Hallo!

Ich kann dich vollkommen verstehen. Mir ging es ganz genauso. Ich war jetzt 3 Jahre in Elternzeit, mein Arbeitgeber will mich eigentlich nicht mehr (weil ich nur noch Teilzeit, d.h. 80 % arbeiten kann und nicht wie er will Vollzeit) und ich habe auch schon seit Monaten vieeele Bewerbungen geschrieben. Ich habe auch ein super Arbeitszeugnis... aber nur Absagen. Letztendlich habe ich mich mit meinem alten Arbeitgeber geeinigt und fange demnächst dort wieder in Teilzeit an. Ich hatte/habe einen unbefristeten Vertrag und er muß mich ja wieder nehmen, aber toll ist es für mich auch irgendwie nicht, weil ich ja weiß, daß er mich eigentlich nicht mehr will.

Ich glaube, bei mir liegen die Absagen wirklich daran, weil ich ein Kind habe, 3 Jahre in Elternzeit war und dazu bin ich noch Allein erziehend. Mich hat eigentlich auch der Mut verlassen und ich bin erstmal froh, daß ich bei meinem alten Arbeitgeber wieder anfangen kann, auch wenn die Arbeitszeiten nicht gerade toll mit dem Kiga vereinbar sind. Aber zum einen will ich wieder arbeiten und finanziell muß ich ja auch über die Runden kommen.

Ich wünsch dir viel Glück, daß es doch noch mit einem Job klappt und geb nicht auf, es geht immer wieder Bergauf.

LG Claudia

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Ja, wie traurig!!.... Dabei sind wir Mamas doch nicht schlechter wie die anderen. Oftmals sogar viel besser organisiert, mutiviert und belastbarer.
Wünsche Dir auf jeden Fall auch alles gute in deinem Job oder besser eine endlich neue Stelle mit der du zufrieden bist und wo Du Dich wohl fühlst!!!

Danke für Deine Antwort!!!!

Lieben Gruß

Keni

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Tja, Keni - mir geht´s genauso.
Ich bin seit Oktober 05 in Erziehungsurlaub, wollte eigentlich nach einem halben Jahr wieder anfangen, teilzeit zu arbeiten, und mir einen neuen Job zu suchen.
Ich hatte/hab zwar einen unbefristeten Vertrag, aber mein Arbeitsplatz liegt 70 km entfernt ( vorher hab ich in 24Std-Schichten gearbeitet - das ist jetzt natürlich nicht mehr möglich ).

Wohnortnah habe ich einfach nichts gefunden, trotz guter Bewerbungsunterlagen und guter Qualifikation, aber eben mit Kind #augen

Deshalb habe ich nun schon das zweite Erziehungsjahr eingereicht und drehe so langsam, aber sicher, zuhause durch.
Wenn ich bis zum Oktober 08 nichts gefunden habe, werde ich irgendwie zusehen, dass ich bei meinem Arbeitgeber wieder anfange. Wie das gehen soll, weiss ich auch noch nicht, aber .....

Ich wünsche Dir noch alles Gute und hoffe, es gibt bald noch ein paar Arbeitgeber, die Wert legen auf Flexibilität, Loyalität und Engagement. Denn das werden wiederkehrende Mütter ja wohl ohne Zweifel in großen Mengen mitbringen.

L.G.
Haggai

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