Alte Urlaubsansprüche vor dem Mutterschutz ans Ende der Elternzeit hängen?

Hallo! Ich habe eine Verständnis frage:

Mein Mutterschutz beginnt geplant am 25.05.21.
Bis dahin habe ich noch 15 Tage Urlaub.

Da ich den Urlaub nun nicht brauche hatte ich vor, diesen mit in die 1-jährige Elternzeit zu nehmen und ihn dann nach Beendigung der Elternzeit im 13. Lebensmonat des Kindes dranzuhängen und somit die "Elternzeit" etwas verlängern zu können.

Unsere Personalabteilung sagt nun allerdings, dass ich meine momentan bestehenden Urlaubstage alle noch vor dem Mutterschutzbeginn aufzubrauchen habe.

Stimmt das?

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Also ob dein AG das VERLANGEN kann, dass du den vor dem Mutterschutz erworbenen Urlaub vorher abbaust, weiß ich nicht, da das eine personalrechtliche Frage ist. Allerdings sparst du im Mutterschutz (und theoretisch auch in der Elternzeit) ja Urlaubstage an, die du mit Zustimmung hinten dran hängen könntest.

Dir ist bewusst, dass du dich mit deiner Elternzeitanmeldung auf zwei Jahre festlegst und deine Elternzeit nach dem einem Jahr nicht einfach so verlängern kannst? Also für den Fall, dass du den Urlaub nicht nehmen darfst, du keine Kinderbetreuung hast oder du doch noch länger daheim bleiben möchtest. Ich spreche hier nicht von Urlaub, sondern von dem anhängen weiterer Elternzeitmonate.

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Bei uns ist das üblich, das der Urlaubsanspruch (inkl. dem, der noch im Mutterschutz anfällt) vor dem Mutterschutz noch genommen wird. Meiner fängt somit auch quasi drei Wochen früher an. So will der AG einfach vermeiden, das man zuviele Urlaubstage ansammelt.
Und während der Elternzeit sammelt man meines Wissens nach sowieso keinen Urlaub an.

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Du darfst, musst aber nicht den Urlaub vor dem Mutterschutz nehmen, den du IM Mutterschutz ansammelst.

Und doch, du sammelst während der Elternzeit Urlaubstage an, außer der AG kürzt sie dir (was er idr macht).

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Der AG kann schon verlangen, dass der Mitarbeiter nicht den kompletten Urlaub aufspart, sondern den noch vor dem Mutterschutz sinnvoll verteilt (wie sonst auch) nimmt. Er kann dich sicher nicht zwingen den ganzen Urlaub zu nehmen, aber du wirst auch nicht den ganzen Jahresurlaub aufsparen können. Ich habe damals alles bis auf 5 Tage aufgebraucht.

Man muss bedenken, dass der AG Rückstellungen bilden muss für nicht genommene Urlaubstage. Und wenn sie dann über mehrere Jahre Elternzeit da rumliegen ist das schon ungünstig für den AG.

@TE: Willst du denn jetzt vorher gar keinen Urlaub mehr nehmen und warum? Ist ja noch ne ganze Weile hin und normalerweise nimmt man doch auch hier und da ein paar Tage um Ostern, etc.

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Bei uns entscheidet im Endeffekt die Führungskraft und ja auch bei uns wäre das nur mit ganz viel Augen zu drücken möglich und mit Nachweis, dass du den Urlaub aus betrieblichen Gründen nicht nehmen kannst.

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Hallo,

Natürlich kannst du das machen.
Dir kann niemand vorschreiben wann du deinen Urlaub nimmst!

Wie viel Urlaub hast du regulär? 15 Tage erscheinen mir gerade wenig....

Lg

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Hi,
Wir müssen unseren Jahresurlaub auch fest einplanen bzw. verplanen.
Sollte man zum Jahresende erkranken und ihn nicht vollständig nehmen können, kann man beantragen das der Resturlaub ins neue Jahr übertragen wird.
Ich kenne es auch so das man vor dem Mutterschutz den kompletten Urlaub antritt, außer man geht sofort ins Beschäftigungsverbot.
Hintergrund: sollten Tarifsteigerungen stattfinden ist dein Urlaub in 1 bis 2 Jahren teurer als jetzt.
Aber es ist ja dein Urlaubsanspruch für 2021, daher kann er auch fordern das er in diesem Jahr genommen wird.

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