Vorsorge für Kinder/Familie treffen?

Hallo!

Wir sind gerade dabei, einige Dinge für den Fall der Fälle vorzusorgen und mich würde interessieren, was ihr diesbezüglich gemacht habt.
Also für den Fall, dass einem von uns oder im schlimmsten Fall für die Kinder beiden von uns etwas passiert.
Wir schreiben eine Sorgerechtsverfügung und übertragen in unser beider Todesfall das Hauptsorgerecht an meine Mutter - sie wohnt einfach in der Nähe und hat den engsten Kontakt zu den Kindern. Das Nebensorgerecht bekommt meine Schwiegermutter, sie hat auch ein super Verhältnis, wohnt aber 500 km weg und ist 10 Jahre älter als meine Mutter. Haben wir auch schon mit beiden Omas so besprochen.
Wir wollen auch eine Risikolebensversicherung abschließen für den Hauskredit, damit die Kinder zumindest das Haus ohne Kredit erben und so etwas Sicherheit/Startkapital haben.
Und für das Emotionale mache ich jedem Kind eine kleine Kiste, einen Brief je Kind hab ich schon geschrieben und lege ein paar gemeinsame Fotos rein. Das bekommen sie dann entweder zum 18.Geburtstag oder falls ich vorher sterbe ...

Habt ihr noch etwas anderes gemacht?

Danke und liebe Grüße!

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Wenn du schon dermaßen genau planst, solltest du mit deinem Mann auch über eure Bestattung sprechen und eur

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Wenn du schon dermaßen genau planst, solltest du mit deinem Mann auch über eure Bestattung sprechen und eure Wünsche aufschreiben. Wenn ihr zu den ganz Genauen gehört, dann macht eine ordentliche Vorsorge und zahlt Geld ein.

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Sehr gute Idee, danke!

Mir persönlich ist meine eigene Bestattung egal, ich denke immer, das ist den Überlebenden wichtiger, weil sie das für ihre Trauerarbeit brauchen.
Aber es ist eine gute Idee, dafür zu sorgen, dass es für die Familie nicht eine Belastung, auch finanziell wird!

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Sicherlich hast du recht. Die Hinterbliebenen haben es aber einfacher, wenn sie euch quasi "euren letzten Wunsch" erfüllen können.
Bestattungen können teuer sein. Je nach Umfang ab 3500€. Eine gute Vorsorge ist da wirklich wichtig. Lasst euch am besten beraten.

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Ich finde es sehr gut, dass Ihr Euch als Eltern Gedanken zum unwahrscheinlichen Fall Eures verfrühten Ablebens macht. Man denkt ja immer, es trifft immer nur die anderen, bis es einen vielleicht (hoffentlich nicht!) doch selbst trifft.

Uns ist wichtig, dass ganz klar geregelt ist, wer im Falle unseres Todes verantwortlich für unsere Kinder ist und sich in unserem Sinne um sie kümmert. Aus diesem Grund haben wir ebenfalls eine Sorgerechtsverfügung geschrieben, in der eine solche Person klar als Hauptverantwortliche benannt ist. Des Weiteren wurde noch eine Stellvertretung benannt, sollte die von uns gewählte Person persönlich nicht in der Lage sein, diese eventuelle Aufgabe zu übernehmen.

Hauskredite zum Schutz der eigenen Familie über RLV oder eine Kreditversicherung abzuschließen ist für uns ebenfalls selbstverständlich.
Ein Tipp wäre noch meinerseits zu überprüfen, wer als Begünstigter im Todesfall bei anderen Versicherungen wie Kapitallebensversicherungen (wer sowas noch hat) oder Rentenversicherungen zum Beispiel erwähnt ist und dies ggf. anpassen lassen.

Dies empfinden wir für den Moment als ausreichend. Meine Beerdigung ist mir persönlich wirklich egal. Die müssen die Hinterbliebenen so planen, wie es ihnen gut tut.

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Danke für deine Antwort und den Tipp die Begünstigen zu prüfen bei bereits vorhandenen Versicherungen!

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Wie alt sind eure Kinder uns deine Eltern? Man muss ich ja auch Gedanken machen, sind die Eltern dann in der Lage sich um die Kleinkinder/ Teenager zu kümmern.

Wir haben alles so geregelt, dass keine Schulden da sind, die Kinder Geld haben, wer das Sorgerecht bekommt, das die Kinder zusammen bleiben und unsere Beerdigung

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Dass die Kinder zusammenbleiben sollen, ist ein sehr guter Hinweis, vielen Dank!

Meine Mutter wird sicher noch einige Jahre gut mitmachen können wenn nichts Außergewöhnliches passiert ... mein Mann hat eine kinderlose Schwester und ich eine mir sehr nahestehende kinderlose Cousine, die die Kinder lieben, aber sicher überfordert und unglücklich wären mit Kleinkindern. Deshalb wollen wir jetzt so eine Regelung treffen und in ein paar Jahren dann ändern wenn dann hoffentlich alle noch gesund sind und niemandem etwas passiert ist!

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Mein Mann starb vor 10 Jahren ganz plötzlich.
Wir hatten Testament, Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten.
Finanziell abgesichert hatten wir uns nicht gegenseitig, da wir kein Eigentum hatten und wir auch beide finanziell ohne den anderen klar gekommen sind.
Ich bin mit den Kindern dann trotzdem umgezogen, weil ich nicht mehr in alten der Wohnung bleiben wollte, wir haben dann einen Neuanfang gemacht, neue Stadt, neue Schule, Vergangenheit hinter uns gelassen.
Meine Kinder waren da 8, 6 und knapp 2.
Die Großen erinnern sich noch an den Papa, die Kleine natürlich nicht.
Es gibt Fotos, die sich die Kinder ansehen und wir haben auch Bilder von ihm in der Wohnung stehen.
Ich muss sagen, die Kinder haben sich sehr schnell daran gewöhnt, dass der Papa nicht mehr da ist und sind wieder ihrem Alltag nachgegangen.
Manchmal sagt die Älteste, wie an ihrem 18.Geburtstag , dass sie an den Papa denkt und ihn vermisst.
Ansonsten hat mein jetziger Lebensgefährte auch eine väterliche Funktion für die Kinder eingenommen.
Er ist im Alltag da, hält sich aber sehr zurück, was Erziehung oder Organisation angeht.
Aber er ist ansprechbar und offen wenn die Kinder ihn brauchen.
Sollte ich sterben, bekommt er das Sorgerecht.
Da die Älteste schon 18 ist und mein Sohn auch in knapp 1,5 Jahren volljährig wird, würde das nur noch die Jüngste betreffen.

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Dankeschön, dass du mir deine Geschichte erzählt hast!
War sicher nicht einfach!
Mir ist es mit den Briefen einfach wichtig, dass die Kinder wissen, dass ich sie sehr liebe und sie wirklich sehr gewollt waren. Noch sind sie so klein, dass falls mir etwas passiert, sie sich nicht erinnern werden (fast 3 Jahre und fast 5 Monate), da wollte ich einfach etwas hinterlassen, damit sie später keine Zweifel haben in schwierigen Zeiten....

Liebe Grüße!

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Das finde ich sehr schön - hoffentlich werden Deine Kinder diese Briefe niemals brauchen, aber falls doch, wirst Du ihnen bestimmt große Erleichterung und Freude mit ihnen verschaffen.

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Wir haben auch festgelegt, dass meine Schwägerin und mein Schwager die Kinder nehmen. Alle Großeltern sind bereits erkrankt, zum einen weiß ich nicht, ob sie noch leben bis meine Kinder groß sind und ich will sie auch nicht in der Angst leben lassen, dann noch einmal das Zuhause zu verlieren. Wir haben das schriftlich fixiert und auch in der Familie so besprochen. Alle wissen Bescheid, wir hatten auch meinen Schwager und meine Schwägerin vorher gefragt. Vorher sollten es eigentlich meine Schwiegereltern übernehmen, aber nachdem beide Krebs haben (zwar im Moment nicht nachweisbar), haben wir uns dagegen entschieden. Zudem haben wir auch noch eine Risikolebensversicherung, so dass das Haus schuldenfrei wäre. Mehr möchte ich im Moment nicht festlegen. Ist ein schrecklicher Gedanke, aber ein bisschen muss man sich wohl damit auseinandersetzen.

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Genau, es ist kein schönes Thema, aber leider nötig ...

Liebe Grüße dir!

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