Bonitätsauskunft vor Immobilienbesichtigung?

Hallo,

Wir sind aktuell auf der Suche nach einem Haus (Kauf) und ich hab im Internet ein nettes Objekt gefunden. Es wird von Privat angeboten.
Jetzt wollen die Eigentümer, bevor sie weitere Informationen zum Objekt geben, wie die Adresse eine Bonitätsauskunft.

Ich möchte zwar weitere Informationen erhalten, aber einfach so sensible Informationen zu verschicken ohne zu wissen, ob wir das Objekt überhaupt sehen wollen...
Und was schickt man da? Gehaltsnachweise, sagen ja eigentlich überhaupt nicht aus, ob man ein Haus bezahlen kann kenn ich eher von Mietwohnungen. Zusagen von Banken bekommt man ja erst, wenn es konkret um ein Objekt geht.
Wir bekommen das Geld von der Familie, also selbst wenn wir wollten, könnten wir keine Nachweise dafür schicken.

Was mach ich jetzt am besten? Hat jemand Erfahrung?

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Bonitätsauskunft ist normalerweise eine Schufa Auskunft.
Ich kann schon verstehen, dass die die Daten nicht einfach so an jeden raus geben.

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Erklär doch einfach, dass ihr aus vorhandenem Familienvermögen finanziert. Wenn das nicht reicht bitte um einen Vorschlag was sie sehen wollen.

Im Zweifel schickst Du halt einen Kontoauszug vom Familienkonto hin wo bis auf den Nachnamen und einer irgendeiner Summe ALLES geschwärzt.

Maklern würde ich nur das absolut nötigste geben, aber es ist hier privat - wenn ihr glaubhaft seit kann das schon das reichen, die wollen ja auch verkaufen .

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Guten Morgen,

du bekommst auch eine Finanzierungsbestätigung von deiner Bank, wenn du noch kein konkretes Objekt hast.

Dann setzt man sich mit dem Finanzierungsberater vorher zusammen und klärt ab, was machbar wäre.

Wenn dann ein Objekt gefällt, der Berater die groben Eckdaten kennt, dann stellt er dir die Finanzierungszusage aus. Das geht auch per Mail am selben Tag.

Wenn du genug Vermögen hast, kann auch eine Bescheinigung erstellt werden, wo bestätigt wird, dass du für Summe xy gut bist.

Viele Grüße

rabe0510

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Dankend ablehnen.

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Da schießt ein Privatverkäufer über das Ziel hinaus. Ich würde mich dankend nach etwas anderem umsehen. Sogar Makler fragen höchstens nach, ob die Finanzierung gesichert ist.

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Ich würde sie auch fragen, was sie genau an Unterlagen haben wollen, und auch darauf verweisen, dass ihr den Kaufpreis aus dem Vermögen bezahlt und keine Bank mit im Spiel ist. Das ist vielleicht nochmal ein Pluspunkt, weil man sich aufwendige Zwischenschritte erspart.
Nur zu deiner Beruhigung: es ist absolut üblich, dass da heutzutage nach gefragt wird. In guten Lagen erreichen die Verkäufer oft weit über hundert Anfragen. Gerade als Privatperson kaum zu managen. Daher wird über den Bonitätsnachweis vorab schon gefiltert. Makler können das natürlich etwas besser. Aber auch da braucht man spätestens dann einen Nachweis, wenn man eine Immobilie reservieren möchte (und das bedeutet bei uns in der Gegend sofort bei Besichtigung).

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Also ich würde ehrlich gesagt keiner Privatperson meine Kontoauszüge, Gehaltnachweise oder sonstwas schicken.

Frage nochmal nach, was sie konkret sehen wollen. Wenn ich dich richtig verstehe, finanziert ihr gar nicht über die Bank, sondern ausschließlich privat? Dann würde ich eine Schufa-Auskunft hinschicken und im übrigen auf die private Finanzierung verweisen.

Wir mussten, um im Rennen zu bleiben, die Kreditzusage unserer Bank vorlegen. Das war aber gegenüber dem Bauunternehmen, welches das (neu zu bauende) Haus plus Grundstück in Zusammenarbeit mit einem Makler angeboten hat. Das war schon mies genug, denn Kreditzusage hies nicht: "Ihr seit bis Summe x kreditwürdig.", sondern der finale Kreditvertrag.

Das Vorgehen deines Verkäufers finde ich mehr als fragwürdig. Ich glaube sogar, ich würde es komplett lassen. Es werden andere Häuser kommen, die für euch interessant sind.
Ich hatte mal eine Maklerin angeschrieben, die wollte weder Fotos vom Haus noch Grundriss senden, sondern gleich einen Termin zur Besichtigung machen. Das ganze während Corona und wir haben auch was besseres zu tun, als uns ein altes Haus anzusehen, was man anhand von Fotos sofort ausschließen würde (haben wir einmal gemacht und das reicht).
Ein anderes Fertighausunternehmen wollte, dass wir zuerst den Bauvertrag unterschreiben, bevor sie uns die Adresse nennen. Man könne ja vom Vertrag zurückzutreten.

Solche Nullnummern würde ich gleich aussieben.
Wir haben bei der Kreditzusage nur mitgespielt, weil wir das Grundstück aufgrund der Top-Lage definitiv haben wollten.

Achja und dann gibt es noch die Makler/Eigentümer, die nach Erhalt der Anfragen ein Bieterverfahren starten. Mein Mann meinte, wir würden das als Verkäufer auch so machen, aber ich denke nicht. Ich finde so ein Vorgehen einfach nur asozial.

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