Partnerfirma nutzt mich aus!!!

Hallo

Ich muss mich grad auskotzen.
Ich pack grad nicht, was ich heute beim Meeting gehört habe!
Tut mir leid, falls ich durcheinander schreib.

Ich bin bei Firma A angestellt und Firma B bildet ne Partnerschaft mit uns.
Im Oktober hat eine Mitarbeiterin in Firma B gekündigt und ich habe mich dazu bereit erklärt auszuhelfen. Ich ging von 2-3 Monaten aus. Keine Ahnung wie schnell man Ersatz bekommt. Nach 2 Monaten machte ich meinen Chef verärgert darauf aufmerksam, dass Firma B keine Stelle ausgeschrieben hat. Er sagte, ja, wär alles erst mal so geklärt, dass ich bis August 2020 dort bleib #aerger
Heute, beim Meeting hat sich ein Mitarbeiter von Firma B dummdusselig verquatscht und gesagt "so lange Firma A die Mitarbeiterin stellt, brauchen wir ja keine Neue." Mir ist da kurzfristig der Kragen geplatzt. Hab ihm gesagit, dass, sollte seine Chefin das in IRGENDEINER Form in meiner Anwesenheit äußern, ich keinen Handschlag für sie mehr mache. In dem Moment habe ich nicht soweit gedacht, diese Aussage, meinem Chef zuzutragen. Die Tragweite dieser dummdusseligen Äußerung ist eigentlich jetzt erst komplett bei mir angekommen.
Ich bin so stocksauer, ich könnte im Dreieck springen!!! :-[
Natürlich ist immer noch keine Stelle ausgeschrieben.

Ich habe mir ausgedacht, dass ich nächste Woche zu meinem Chef gehe und sage, dass ich ab 25.08. kein Fuß mehr in Firma B setzen werde, wenn bis Ende Juni keine Stellenausschreibung draußen ist.
Ich habe panische Angst, dass sich die Situation irgendwie zuspitzt und ich vielleicht kündigen muss oder gekündigt werde und zu ner anderen Firma muss. Also wirklich, wirklich große Angst. Da hilft es mir (emotional) gerade gar nicht, dass ich quasi unkündbar bin, weil meine Qualifikation ziemlich selten ist und ich überall arbeiten könnte. Aber ich will nicht überall arbeiten. Ich will hier bleiben. :-(

Glaubt ihr, man kann das wirklich so sagen? Oder ist das grad nur ne fixe Idee, weil meine Emotionen grad überlaufen?

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Hi

"Ich habe panische Angst, dass sich die Situation irgendwie zuspitzt und ich vielleicht kündigen muss oder gekündigt werde und zu ner anderen Firma muss. "

Warum solltest du kündigen müssen? Oder gekündigt werden?

Und was heißt Partnerschaft?
Ich kenne eigentlich kein Konstrukt, in dem eine Firma kostenlos Arbeitskraft an eine andere verleiht.

Kann es sein, dass es hier eigentlich eher um einen Konzern mit unterschiedlichen Standorten geht? Oder um eine Behörde?

Und du eher Angst hast langfristig an einen Standort versetzt zu werden?

Was steht eigentlich in deinem Arbeitsvertrag, vor allem was deinen Arbeitsort betrifft?

Was du machen kannst: deinem Chef sagen, dass du wieder an deinen ursprünglichen Arbeitsplatz zurück willst.
Ob du "mit keinen Fuß mehr reinsetzen" weiter kommst hängt von deinem Arbeitsvertrag ab (abgesehen davon, dass es dich genau genommen nix angeht wo welche Stelle ausgeschrieben wird)

Klär vielleicht auf worum es wirklich geht, dann kann man dir besser Rat geben.

LG

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Naja du hast ein Vertrag bei Firma a und nicht bei Firma b also kannst du auf deine Stelle in Firma a definitiv bestehen und auch fordern.
Vor allem müsste man deine Stelle bei Firma a ja auch wieder besetzen wieso macht das nicht einfach Firma b für sich selbst ?!

Also ich verstehe deine Aufregung und ich würde keine Woche mehr warten sondern gleich am Montag morgen zum Chef gehen. Ggf Personalrat oder so mit einbeziehen, dann hast du jemanden der deine Interessen mit vertritt!

Liebe Grüße

Nady

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Ein Mitglied des Betriebsrates saß mit im Meeting.

Warum die niemanden einstellen? Weil der Geld kostet und weil die Gehaltsvorstellungen jenseits von Gut und Böse haben. Die meinen, man kann Leute mit meiner Qualifikation für den branchentypischen Mindestlohn einstellen. Wenn sie Glück haben, kommt so eine wie ich: frisch vom Studium, die nicht weiß, was ihre Qualifikation wert ist... #aerger

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Ich verstehe noch nicht ganz, wo das Ausnutzen ist. Verdienst Du jetzt weniger? Musst Du jetzt die Arbeit von zwei Mitarbeitern machen?

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Danke, das hab ich mich auch gefragt.

@Der einzig Dumme ist doch deine Firma, die dich kostenlos ausleiht???

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Und sie selbst, die sich „ausleihen“ lässt obwohl sie offenbar keinen Arbeitsvertrag hat in dem sie Arbeitnehmerüberlassung zugestimmt hat.

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Vielleicht solltest du im Berufsleben endlich mal etwas erwachsener agieren und nicht immer wieder mit kindisch-emotionalen Ausbrüchen sowie seltsamen Ansprüchen und Bockigkeiten.

Deine Threads diesbezüglich sind mir schon öfter aufgefallen, siehe auch "Dem "großen" Firmenchef die Meinung sagen?".

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ach geil.... das war auch die TE?? Das hab ich noch in Erinnerung ;-)

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Toll was du für einen Durchblick hast! Klasse! Und merken kannst du dir auch noch was! Genial! Das macht dich zu einem wertvollen Mitglied bei Urbia.
Ist ja völlig irrelevant, dass dein abwertender Ton überhaupt nicht zielführend ost, sondern nur deiner eigenen Selbstbeweihräucherung dient.
Hauptsache du hast mal nen kessen Beitrag bei Urbia hingerotzt!

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Hast du mal darüber nachgedacht, dass dein Chef dich vermutlich vertraglich hochoffiziell an diese andere Firma verleiht? Er also von denen Geld für dich bekommt und zwar aller Wahrscheinlichkeit mehr als du verdienst?!

Nicht diese andere Firma nutzt dich aus, sondern dein eigener Chef. Ich würde mal dringend in meinen Arbeitsvertrag schauen, ob du diesem verleihen überhaupt zugestimmt hast. Oder hab es da eine separate schriftliche Vereinbarung mit dir dazu?

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Diesbezüglich bin ich mir sehr unsicher. Unter "verleihen" läuft das nicht. Wir teilen uns in verschiedene Maßnahmen rein. Prinzipiell arbeite ich in den Räumen von Firma B für Firma A. Allerdings in nem Bereich, den eigentlich Firma B abdecken sollte. Was mein Chef da "geregelt" hat weiß ich nicht. Jedenfalls geht es auf meine Kosten. Transparenz gibt es bei uns nicht.
Das ist aber querbeet beiballen Bildungsträgern so. Wenn ich den Arbeitgeber wechsle falle ich vom Regen in die Traufe. Eine Kündigung meinerseits wäre nur ne Machtfemonstration aber nicht zielführend. Ich hab keine Lust zum Arbeitgebernomaden zu werden.

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Dann solltest du deinen Chef dringend mal nach der offiziellen Regelung fragen, einfach damit du genau weißt wie und wofür genau du jetzt eingesetzt bist. Einfach mit machen aus Gefälligkeit ist definitiv falsch.

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Reden hilft - und zwar von Anfang an.

Ich habe quasi die gleiche Situation, mein Betrieb hat letzten Sommer ein anderes Unternehmen aufgekauft und ich habe dort die Büroleitung übernommen, da das völlige Chaos herrschte und die Angestellten heillos überfordert waren.

Habe mich von Beginn an immer wieder mit den Chefs der Mutterfirma zusammengesetzt, Ziele und Ergebnisse besprochen.

Und ganz klar definiert, ich mache das jetzt für den Zeitraum x, schule die Mitarbeiter, bringe das Boot auf Kurs und dann kehre ich wieder aufs Mutterschiff zurück.

Es kam dann anders, eine Mitarbeiterin in der Tochterfirma erwies sich als untragbar und musste entlassen werden.

Ich hab klar gesagt, ich trage das jetzt noch mit, ab Datum x wird eine Stelle ausgeschrieben.

War zu jeder Zeit eine transparente Situation, hab mich immer mit meinen Vorgesetzten ausgetauscht.

Im Endeffekt hab ich dann entschieden, bei der Tochter zu bleiben, mache von dort aus jetzt sowohl Arbeit für Mutter- als auch Tochterfirma.

Hab mich so entschieden, weil der Arbeitsweg immens kürzer ist.

Selbstverständlich zahlt die Tochter der Mutter Geld für meine Arbeitsleistung.

Du gingst von 2 bis 3 Monaten aus und hast den Chef nach 2 Monaten verärgert aufmerksam gemacht?
Klingt eher nach Kindergarten als nach einem Arbeitsverhältnis auf Augenhöhe.

LG Claudi

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Hallo!

Kommuniziere klar und vor allem sag auch, wie es Dir damit geht.

Dass Du offenbar dauerhaft dort eingeplant bist, Dir die Arbeit bei Firma B aber keinen Spaß macht wegen der massiven strukturellen Probleme die es dort gibt, und Du Dich insgesamt überlastet fühlst und viel zu viel arbeitest. Du kannst auch so deutlich werden, dass du irgendwann in Richtung Burn Out steuerst, wenn es so weiter geht.

Mach deutlich, dass damit Schluss sein muss, und das bald, sonst verliert dein Chef Dich auf jeden Fall - entweder du gehst, oder du wirst sehr lange Zeit krank.

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Fas sollte ich auf jeden Fall tun.
Das traurige ist, dass ich im Februar genau diese Sachen schon gesagt habe und zwar ganz direkt.
Mein Chef war selbst wegen Burnout ein dreiviertel Jahr lang krank. Er weiß doch was ich da sage. Aber auf Grund dieser ganzen Coronageschichte ist alles eingepennt. Ich bin auch von ihm enttäuscht, weil er mir nicht hilft...