Erst Teilzeit und dann Vollzeit arbeiten mit 11 Monate alten Baby

Hallo zusammen,

ich habe die Chance einen anderen Job anzutreten. Dazu muss ich allerdings 3 Monate früher aus der EZ zurück gehen. Unsere Tochter wäre zum Start 9,5 Monate alt sein und ich würde erstmal für 2 Monate in TZ starten mit Homeoffice Option. Nach den 2 Monaten muss ich VZ arbeiten. Mein AG hat sich auf keine TZ eingelassen, bzw schleichenden Stundenanstieg. Bei VZ habe ich auch Homeoffice Option.
Leider haben wir aufgrund dieses ganzen Corona Viruses auch noch keine Zusage für einen Krippenplatz. Ich rechne auch vor Okt nicht damit. Wir müssten dann 2 bis 3 Monate, wo ich VZ arbeite überbrücken.
Mein Mann u ich teilen uns die Betreuung unseres Kindes u die Oma soll auch noch mit einbezogen werden. Allerdings ist unser Kind sehr Kuschelbedütftig, möchte viel getragen werden u schläft tagsüber fast nur im KIWA aber dann auch nur max 1,5h.
Die Oma sagt zwar, sie bekommt das hin. Aber ich habe etwas Bedenken, dass sie überfordert wird. Sie kennt es von ihren vorherigen Enkeln nur, dass man die Kinder mittags ins Bett legt u diese geschlafen haben.

Ich habe gegenüber unserem Kind ein schlechtes Gewissen, weil ich nun früher wieder arbeiten gehe und dann auch nach 2 Monaten noch VZ. Und bereue die Entscheidung irgendwie etwas.Das Kind ist noch soo klein.
Eine andere Frsu hat schon gesagt mit dem Kind, was wir haben wird das nie was, da sie ja nur im KIWA schläft..

Mein Mann sagt immer, das Szenario hätten wir eh spätestens mit der Krippe gehabt.
Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tips/Ratschläge geben, wie ich damit umgehen kann.
Bzw auch, wie man unserem Kind Mittagsschlaf im Bett angewöhnen kann? Falls man das kann....

Sorry für die lange Nachricht

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Wie wäre es denn in deinem alten Job ? Könntest du da Teilzeit arbeiten nach einem Jahr?
Stell dir homeoffice mit Kind daheim bitte nicht zu einfach vor. Die ersten Jahre beschäftigen sie sich leider nicht länger am Stück selber, sodass du arbeiten könntest.

Ich bin mal ganz ehrlich : für MICH käme Vollzeit arbeiten nach einem Jahr nicht in frage. Die Kinder sind nur einmal so klein und da würde ich nicht so viel verpassen wollen.

Wenn du den Jobs annimmst weil ihr auf das Geld angewiesen seid, dann hast du ja nicht viele andere Möglichkeiten.

Wenn du den Job annehmen willst um dich selber zu verwirklichen, dann überlege dir, ob du es nicht bereuen wirst später.

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Andersrum: Wenn sie nicht den Job nicht annimmt, dann überlege dir, ob du es nicht bereuen willst später.

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Wenn ihre Priorität beim Job statt beim Kind liegt - ok.

Ansonsten : es gibt Jobs wie Sand am Meer aber sie hat nur dieses eine Kind und dieses ist nur einmal so klein 🥰

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Ich kann mich meiner Vorrednern nur anschließen.
Das mit der Betreuung wird vielleicht klappen. Da sind Kinder und Omas oder später Erzieherinnen oft flexibel und spielen sich selbst ein.
Aber ich würde nicht Vollzeit arbeiten wollen mit kleinem Kind. Ich bin auch nach einem yjahr zurück in den Beruf und meine Kinder gehen im Normalfall in die Kita/Krippe. Aber ich habe mich bewusst für Teilzeit entschieden.
In den Genuss des Homeoffice mit Kindern bin ich durch die aktuelle Lage auch gekommen. Ich finde es toll, mehr Zeit mit den Kindern verbringen zu können. Aber noch ein paar Wochen Homeoffice und ich gehe nervlich am Krückstock.

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Vergiss nicht die Eingewöhnung, da war ich mit unserem Sohn 7 Wochen dran und es war sehr schwierig, weil er auch sehr auf mich bezogen ist. Die Frage ist, wie du arbeiten musst. Musst Du deine Stunden leisten oder muss du zu einer bestimmten Zeit vor Ort sein? Wie lange ist die Fahrtzeit? In der Großstadt gehen da ja auch gern mal 1 h für hin und zurück drauf. Wenn der eine früh anfangen kann und der andere spät, dann kann es gehen. Aber vergiss Home Office mit wachen Kind, das funktioniert nicht, ich mach mal ein Telefonat nebenher, aber dass ich mit Kind am Pc arbeite, das geht nicht! Also meine Meinung ist, Vz ist möglich bei kurzem Fahrtweg und flexiblen Arbeitszeiten, aber es ist echt anstrengend. Du wirst dich nie hinlegen können, oft sehr früh aufstehen oder sehr spät noch arbeiten. Ich bin der Typ Karrierefrau , der seine Arbeit liebt, aber mehr als 30 h ist echt hart! Wenn dann nur mit Auslagerung von vielen zuhause ( putzen, einkaufen...) alles gute

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Home office mit Baby ist fast unmöglich, wenn man alleine zuhause ist, würde ich behaupten. Ich arbeite von zuhause, seit die Kleine vier Monate ist, aber höchstens ca. 20 Stunden die Woche und das fast ausschließlich abends bis nachts und am Wochenende, wenn mein Mann da ist und sie nimmt.

Zum Glück schläft unsere ohne Probleme alleine im Zimmer, bis wir ins Bett gehen, sonst würde ich zu nichts kommen.

Home Office zum Einarbeiten ist alles andere als ideal, da hast Du noch den Druck einer neuen und unbekannten Arbeit. Der Arbeitgeber klingt auch nicht allzu kompromissbereit.

Ich würde erst abwarten, wie die Kita Eingewöhnung läuft und dann entscheiden. Momentan wegen Corona ist Planen eh schwierig.

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Hallo,
beruflich ist das natürlich eine tolle Chance.
Dein Mann sollte Elternzeit nehmen, wenigstens sobald du wirklich Vollzeit arbeitest bis zum 2. oder 3. Geburtstag oder irgendwas dazwischen, je nachdem, wann KiTa-Start wäre.
Dein Mann kennt das Kind, ihr wärt nicht auf eine Oma-Betreuung oder gar KiTa-Oma-Kombi angewiesen (was ja auch für die Oma gefährlich ist, solange es gegen Corona keinen Impfstoff gibt!). Und: ihr wärt unabhängig von allen Kita-Schließungen, egal ob wg Corona oder sonst was.
Evtl kann dein Mann ja noch Teilzeit machen, da es ja kein Elterngeld mehr gibt. Bzw, bis zum 14. Lebensmonat bekommt er das ja sogar noch.

Homeoffice alleine mit Kindern kann ich mir auch nicht vorstellen. Selbst mit meiner Erstklässlerin ist das z.Zt. schwierig, weil sie auch Aufgaben hat, die ich"überwachen" muss. Im Kindergarten-Alter ziemlich unvorstellbar.
Solange meine beiden nicht im KiGa waren, hatte ich immer meine Mutter hier, wenn ich von zu Hause aus gearbeitet habe. Wäre sonst nicht gegangen. Oder eben immer nur 15-20 Minuten am Stück...

LG!

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Hallo, wir hatten und haben(inzwischen 4) auch so eine Vielkuschlerin zu Hause. Anfangs hat sie auch ausschließlich im Tuch ihren Mittagsschlaf gemacht. Für uns war eine Tagesmutter daher sie bessere Lösung. Sie hatte nur vier Kinder. Die anderen drei waren schon 2,5 als unsere kleine mir 13Monaten zu ihr kam. Sie hat sie viel getragen und auf dem Arm gehabt. Zudem sind Tagesmütter häufig flexibler was den Start angeht und auch die Betreuungszeiten sind häufig flexibler anpassbar.

LG und alles gute

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Eine Tagesmutter wäre bei uns auch Plan B.
Mein Mann arbeitet schon in TZ und ist sehr flexibel was seine Arbeitszeit angeht. Wenn es gar nicht klappt, würde er auch noch weiter reduzieren.

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Du klingst sehr unsicher, und das ist verständlich. Es ist euer erstes Kind, un ihr habt Angst, etwas falsch zu machen. Das werdet ihr aber nicht, egal wie ihr entscheidet. Das Kind wird keinen Schaden nehmen, wenn du 3 Monate früher als geplant wieder in das Berufsleben einsteigst. Hier in diesem Forum werden das aber viele anders sehen.
Was mir in deinem Post etwas fehlt ist deine Meinung zum Thema. Was möchtest DU denn? Würde dir der neue Job besser gefallen oder bist du zufrieden mit deinen bisherigen Job? Möchtest du wechseln; ist es eine tolle Chance? Dann würde ich es tun. Alles andere wird sich finden. Eventuell könnte ja wirklich dein Mann EZ machen für einige Monate. Denn in einem Punkt muss ich meinen Vorschreiberinnen recht geben: Homeoffice mit Baby ist schwieriger als man sich das so vorstellt. Betreuung durch die Oma finde ich eine tolle Sache - wenn die Oma sich das zutraut. Du musst nur bedenken, dass diese Art der Betreuung natürlich jederzeit ausfallen kann.
Alles Gute :)

PS: Und ja, auch dein Kind wird irgendwann nicht mehr nur noch im Kinderwagen schlafen. Und es wird einfacher, als du denkst.

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Ja, ich bin auch unsicher. Ich weiß nicht was richtig oder falsch ist.
Vor meiner EZ war ich 4 Jahre in einem Job, der mir keinen Spass gemacht hat u ich war nicht glücklich u auch sehr unflexibel. Zu dem gab es Null Entwicklungsmöglichkeiten. Ich war sehr unglücklich.
Wurde dann schwanger u hatte ab dem 4 Monat Beschäftigungsverbot. Somit bin ich schon länger zu Hause.
Daher ist der neue Job eine Chance. Wobei ich auch wirklich unsicher bin, ob ich das packen werde Vollzeit zu arbeiten ohne Krippenplatz. Außerdem weiß ich nicht was auf mich zu kommt, aber die Ungewissheit hat man immer bei einem Jobwechsel.
Ich bin echt hin und her gerissen. Einerseits ist unsere Tochter noch so klein u ich möchte das gerne alles miterleben was sie lernt. Aber andererseits kann ich auch keine 2 Jahre EZ aus finanziellen Gründen machen.
Mir ist auch bewusst, dass Homeoffice mit wachen Baby nicht funktioniert.
Ich habe tatsächlich auch schon an eine Tagesmutter als Übergangslösung gedacht. Wer weiß wann wir einen Krippenplatz bekommen.
Danke, dass du mir Mut machst, auch was das Schlafen im KIWA angeht. Ich habe mir schon viel anhören müssen. Ich soll das Kind mittags ins Bett legen u sie soll schlafen u wenn sie schreit, dann soll ich sie schreien lassen. Das kann ich aber nicht.
Andererseits hat mir mein neuer Chef gesagt, ich soll es erstmal probieren mit VZ und wenn es nicht klappt, können wir darüber reden bzw jeder Vertrag ist änderbar. Ich glaube sogar, dass man ein Anspruch auf TZ hat, wenn die Firma eine bestimmte Größe hat....

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Ich arbeite trotz Kindern auch Vollzeit. Bei dem ersten Kind bin ich nach einem Jahr wieder eingestiegen, beim zeiten mit TZ nach 5 Monaten und hatte dann 7 Monate später wieder eine volle Stelle. Man muss organisiert sein, aber das klappt schon. Ich bereue die Entscheidung bis heute nicht und hatte wirklich nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Eine Tagesmutter ist doch eine tolle Option!

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Ich habe bei beiden Kindern direkt nach dem Mutterschutz angefangen mit allerdings 30 Stunden weiterzuarbeiten. Mein Mann arbeitet im Schichtdienst und ist entweder da oder 24 Stunden weg. Das heißt ich habe entweder alleine mit den Kindern im Homeoffice oder halt wenn mein Mann da war im Büro gearbeitet. Homeoffice mit Baby kann durchaus klappen, lange intensive Arbeitsphasen sind halt was schwieriger. Ich habe immer früh Morgens zu Hause angefangen, dann hätte ich die ersten 2-4 Stunden fertig wenn die oder das Kind aufgestanden ist. Danach waren Sie dann halt in meiner Nähe und ich habe immer wieder zwischendurch was Neues zur Beschäftigung mir überlegt. Bei 30 Stunden hatte ich dann halt jeden Nachmittag frei, dass geht mit Vollzeit dann halt nicht. Ich hatte nie eine Tagesmutter oder einen Ganztageskindergartenplatz, da ich meine Kinder nie dauerhaft in Fremdbetreuung haben wollte....den einzigen Luxus den ich hatte, war das ich sie bei dienstlichen Terminen auch mal über Mittag bis 14:00 Uhr im Kindergarten gelassen habe oder eine der Omas sich dann gekümmert hat. Wobei ich die Omas mir immer lieber für mögliche Abendtermine vorgehalten habe. Wichtig ist das du das willst und dich gut organisiert, denn ansonsten ist es zum scheitern verurteilt. Heute sind die Beiden 13 und 16 und Rückblickend habe ich alles richtig gemacht...beruflich Stände ich mit langer Auszeit nicht da wo ich jetzt bin. Zu der Zeit wo die Kinder klein waren hatte ich genau wie jetzt Personalverantwortung und selbst das war nie ein Problem, meine Mitarbeiter könnten mich telefonisch immer erreichen und haben kein Problem damit gehabt..

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30 h ist ja aber auch nicht wenig. Aber wie du sagtest, man muss es wollen u sich gut organisieren.
Wir haben schon überlegt wie wir es machen können. Mein Mann ist ja Gott sei Dank relativ flexibel u kann auch von Zuhause arbeiten und auch Überstunden abbauen.
Es ist eine Chance für mich, wenn ich die nicht nehme, ärgere ich mich wieder schwarz in dem alten Job.

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Kann Dein Mann dann für ein paar Monate in Elternteilzeit gehen? Beide Vollzeit bei einem so kleinen Kind finde ich auch schwierig.