Eigenkapital ansparen - was ist am Besten?

Huhu,

da wir in einigen Jahren ein Hausbau/-kauf planen möchten wir allmählich Eigenkapital ansparen.
Was eignet sich am Besten dazu? Bausparen? Deka Investmentfonds? Einfach auf die "hohe Kante" legen? Hab leider nicht so die Ahnung von Finanzen?

Unser Sohn wird dann vorraussichtlich 3-6 Jahrw alt sein, gibt es dann noch das Baukindergeld?

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Hallo!

Beim Bausparvertrag muss man eine Abschlussgebühr zahlen. Außerdem ist das Geld festgezurrt, man kommt da nicht so ohne weiteres ran. Deswegen würde es für mich rausfallen. Ich bin eher der konservative Sparbuchtyp aber es gibt bestimmt lohnenswerteres.

Baukindergeld gibt es nur bis Ende 2020. Falls das Geld bis dahin überhaupt reicht.

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Hallo,

Ich halte nichts von anlegen, manchmal kommt es anders als man denkt und dann muss man schnell ran.... wir sparen auf unserem unterkonto.

Baukindergeld gibts dann nicht mehr!

Vielleicht ist es sinnvoller es jetzt schon vor zu ziehen.

Lg

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Ich bin auch der Sparbuch-Fan. Lohnenswerte Zinsen gibt es im Moment eh fast nirgends.

Etwas mehr Zinsen gibt es entweder mit langer Laufzeit und man kommt nicht ran (was bei euch dann ja nicht in Frage kommt) oder mit höherem Risiko (z.B. in Verbindung mit Aktien) was einfach nicht mein Ding ist.

Ich habe vor ein paar Jahren einen Betrag mit im Vergleich recht hoher Verzinsung für 10 Jahre angelegt. Mittlerweile habe ich schon zweimal ein Schreiben erhalten, dass die Zinsen gesenkt würden. Man kann als Anleger nichts dagegen machen, höchstens kündigen. Aber dann wird einem vermutlich ein Strick gedreht und man hat Abzüge weil man halt selbst gekündigt hat (hätte man ja auch lassen können).

Also ich traue den Finanz-Willis nicht so richtig. Dafür ist der ganze Finanzsektor zu undurchsichtig.

Ich habe ein paar Klassiker wie Lebensversicherung und einen Bausparvertrag (den ich mir zu Anfang der Ausbildung schon hab andrehen lassen und daher noch recht gute Zinsen hat), aber ansonsten kommt alles aufs gute alte Sparbuch.

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hi,

wir hatten letzte Woche erst einen Termin bei der Bank.

es lohnt sich nicht wirklich, zu sparen. Weder auf dem Sparbuch noch auf dem Tagesgeldkonto bekommt man Zinsen - könnte das Geld also auch gut in eine Socke unters Bett legen. Tagesgeldkonto haben wir trotzdem gemacht, damit wir ein separates Sparkonto haben (auf dem Girokonto ist es sonst sowieso schnell weg).

Fondssparen, Wertpapiere allgemein lohnt sich nur dann, wenn man langfristig anlegen möchte und birgt natürlich auch je nach Anlageform mehr oder weniger Risiken. Aber es ist eine Möglichkeit und Fonds sind, wenn gut gemischt, keine Hochrisikopapiere.

Wir haben letzten Endes einen Bausparvertrag abgeschlossen - trotz Abschlussgebühr. Wir wollen zwar nicht kaufen (haben ein fast abbezahltes Haus), aber spätestens in 10 Jahren muss unser Dach gemacht werden - Kostenpunkt ca 18-25.000€. Wir haben uns mit dem Bausparvertrag einen Zinssatz von 1% für die dann nötige Finanzierung gesichert. Billiger wird es nicht mehr werden. Würden wir einen Hauskauf planen, wäre das auch zumindest ein Teil meiner Planung, denn das wirkt sich hinterher auf die Zeit der Rückzahlung aus, wenn der Sollzins so günstig ist.

Gruß
Kim

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Hallo

also ich wäre in eurem Fall auch für einen Bausparvertrag.
Da ihr Wohnraum schafft wäre vielleicht sogar Riester Bausparen was wegen der Staatlichen Zulagen.
Gut verzinst wird zur Zeit nichts mehr, aber ihr könnt von dem festgemachten Niedrigzins für die Darlehenssumme profitieren.

Ich habe jetzt erst wieder Bausparverträge abgeschlossen, einen für mich (den anderen lasse ich jetzt dank gutem Zins und Bonus mit den Zinsen voll werden) und für unsere Kinder. So können sie später dann vielleicht auch von den niedrigen Zinsen profitieren (oder auch wir als Eltern bis sie volljährig sind).
Ich sehe das gute Alternative, da das Geld angelegt ist und nicht eben mal für den "Notfall" (dafür spare ich extra) geholt werden kann und das ich für zukünftige Sanierung/Renovierung am Haus günstig an Geld komme.
Dennoch haben wir zu den Bausparverträgen auch noch klassische Sparbücher und Tagesgeld.

Vielleicht wäre es auch in eurem sinnvoll, das Geld nicht nur auf eine Art zu sparen.

Aber am besten wäre es, sich von einem Fachmann beraten zu lassen.

Grüßle seinspaetzle

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Hallo!

Ich kann dir von mir berichten, welche Geldanlagen ich habe.

Zwei Bausparverträge, wobei nur noch einer läuft, weil ich den ersten vor 3 Jahren wegen Hausbau ausbezahlt bekommen habe. Er war sowieso voll.
Eine Lebensversicherung. Zahle zur Zeit knapp 60 Euro im Monat ein. Weiß nicht, ob das bei jedem Vertrag ist, aber die Höhe der Monatsbeiträge steigt von Jahr zu Jahr an.
Außerdem habe ich noch Deka-Fonds. Den Großteil habe ich auch wegen Hausbau vor 3 Jahren verkauft.
Und zu guter Letzt habe ich eine Geldanlage mit Vertragssparen. Wurde angelegt, als ich geboren wurde. Die jährlichen Prämien können sich echt sehen lassen. Heutzutage bekommt man aber nicht mehr diese Konditionen.

Ich bin echt froh, dass ich diese ganzen Anlagen habe bzw. hatte.
Muss dazu sagen, dass mein Vater Bänker ist und er alles schon für mich angelegt hat, als ich noch ein Kind bzw. Teenie war. Deswegen sind diese Verträge noch sehr gut!
In habe nur ein durchschnittliches Gehalt, aber ich fühle mich im Alter sehr gut abgesichert. Auch ohne gute Rente.

LG

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Also wir haben 2 Wohnriesterverträge. Auf diese kommt monatlich der Mindestbetrag für die staatlichen Zulagen. Hier muss einem aber bewusst sein, dass im Rentenalter ein gewisser Betrag versteuert wird.
Ist also mehr oder weniger ein Bausparvertrag.

Ansonsten haben wir noch ein gewöhnliches Sparbuch. Auf dieses kommt alle paar Monate "übriges Geld".
So haben wir immer genug auf dem Girokonto, aber auch Geld, welches wir jederzeit (ohne Nachteile) anzapfen können.

Baukindergeld wird es leider nicht mehr lange geben. Wir werden es bis dahin wahrscheinlich auch nicht schaffen zu bauen/kaufen.

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Wir haben mit Blick auf Politik und Wirtschaft unsere Bausparverträge aufgelöst und sparen nun im gesicherten Fond weiter, an den der Staat im Falle eines Crashs nicht rankäme... Bevor wir uns erkundigt haben, dachten wir auch, dass Bausparen super wäre. Erzählt einem ja auch so ziemlich jede Bank. Die wollen verkaufen...

Im übrigen sparen wir auch nicht mehr auf Tageskonten und Co. Beim Crash zieht man da sonst die A-Karte... Lese dich da am besten mal ein. ;-)

Liebe Grüße

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Jaja, und das ist bestimmt super wahrscheinlich. Ich hoffe, dass du von deinem gesparten Geld im Keller Zigaretten, Butter, Alkohol und Waffen kaufst und lagerst, das kann man dann auch als Währung nutzen.

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Ganz genau so sollte man sparen - in die Wirtschaft durch Fonds oder Aktien investieren. Dabei muss man zwischen Kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Geldanlagen unterscheiden und sich bewusst sein, wann man das Geld braucht und wie lange man bereit ist wirklich zu sparen. In der Regel lohnt sich ein Investment (mit geringem Risiko) erst ab dem 10. Jahr. Vorher sollte man das Geld nicht anrühren. Bausparverträge, Riester und co. sind in der Regel absoluter Quatsch für die meisten Sparer, da die Kosten im Vertrag höher sind als der Sparzins. Außerdem war gerade heute wieder in den Nachrichten das die EZB den Leitzins auf -0,6% senken will. Wo sollen dann die Gewinne herkommen? Zudem ist die Gefahr, dass eine Sparkasse/ Bank gar nicht Liquide ist und den Bausparvertrag gar nicht ausbezahlen kann und dann in dem Fall auch muss. Diese Erfahrung haben meine Eltern bereits vor 5 Jahren gemacht und mussten 2 Jahre auf ihr Geld warten, obwohl der Vertrag schon lange zuteilungsreif war.

Lange Rede, kurzer Sinn; wende ich an einen unabhängigen Berater, der an keine Bank oder Versicherung gebunden ist. Ich persönlich habe schon seit einiger Zeit einen Finanzberater, der mich in Sachen Fonds und Aktien relativ fit gemacht hat, meine Rentenversicherung und die hinterlegten Fonds managet und bei Fragen jederzeit erreichbar ist.

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Kommt drauf an, wann ihr das geplant habt.

Wenn in den nächsten 6 Jahren => Nur Tages- und Festgeld, keine anderen Experimente. Zu volatil oder zu unflexibel.

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