Schlechtes Gewissen als Erzieherin/Personalmangel

Hallo ihr Lieben,

ich habe ein etwas ausführlicheres Anliegen ...

mein Lebensgefährte und ich sind nun im 3. ÜZ, am 18. oder 19.08. ist mein NMT.

Das Problem ist nun folgendes: ich bin Erzieherin in einer kleinen, privaten U3-Einrichtung und weiß, dass ich gegen Zytomegalie nicht immun bin, es also auf ein Beschäftigungsverbot hinauslaufen wird. Normalerweise sind wir 7 Erzieherinnen, aufgrund verschiedener Ausfälle (Urlaub, Krankheit, Kündigung) sind wir ab nächster Woche vorübergend nur noch zu 3. Das bedeutet, dass wenn ich ab positivem Test (sollte es denn geklappt haben) ausfalle, ich meine beiden übrigen Kolleginnen (eine davon ist die Leitung der Einrichtung) "im Stich lasse". Außerdem müssen, sobald nur noch 3 Erzieherinnen da sind, die Öffnungszeiten gekürzt bzw Kinder zuhause gelassen werden. Bei 2 Erzieherinnen dann natürlich sowieso. Daher fühle ich mich auch schlecht den Eltern gegenüber, die auf eine Betreuung angewiesen sind und schließlich auch dafür zahlen. Ich weiß, dass ich nichts daran ändern kann und mich lieber mit positiven Gedanken beschäftigt en sollte, aber kennt ihr das? So ein schlechtes Gewissen zu haben? Ich benötige Ratschläge, auch wenn ich nicht genau weiß, was ich hören möchte. Ich fühle mich aber momentan einfach schlecht..
Ich weiß auch nicht, wie ich es meiner Chefin im Fall der Fälle mitteilen soll. Da ich (wenn das rechnerisch hinhaut) an einem Wochenende testen würde, wäre ja auch nicht mal eben ein Arzt verfügbar, der die Schwangerschaft bestätigen könnte.

Es tut mir sehr Leid, dass das jetzt ein so langer Post wurde und ich entschuldige mich auch für das ganze hypothetische Ausmalen von Ereignissen. Ich bin eine Person, die gerne plant und habe gern alle möglichen Eventualitäten schon einmal durchdacht. Ich hoffe trotzdem auf einige Gedanken zum Thema von euch!

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Es ist nicht Dein Problem, wenn Dein Arbeitgeber mit einer viel zu dünnen Personaldecke arbeitet. Und die Gesundheit geht nun mal vor ...

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Natürlich i

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Natürlich ist die Gesundheit erstrangig und vor allem die von meinem möglichen Kind, das ist wahr. Danke!

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Dass das für deine Kolleginnen subjektiv ziemlich doof wäre ist unbestritten, aber solange du nicht für die Personalplanung verantwortlich bist, solltest du im Fall der Fälle die Schuld nicht bei dir suchen. Ich bin momentan in einer ähnlichen Situation (eigentliche Teamgröße ist 13, aktuell sind wir 5), aber verantwortlich für den Schlamassel sind nicht die Kollegen die nicht (mehr) da sind, sondern die Personen, die es verschlafen haben, für adäquaten Ersatz zu sorgen, und dafür eigentlich zuständig wären.

#winke

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Leider ist mein Träger und auch die Leitung nicht so angetan von der Idee, Springer einzustellen. Vielleicht fangen sie ja an, mal darüber nachzudenken, warum es doch sinnvoll wäre.

Mein Freund sagt auch, dass die anderen die fehlen auch keine Schuld bei sich suchen und ich daher auch keinen Grund habe es zu tun.

Ich hoffe natürlich trotzdem positiv zu testen und hoffe, dass ich dann über dem allen stehen kann.

Vielen Dank für deine Worte :)

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Selbst wenn du positiv testen solltest, einen bestätigungstermin beim Arzt bekommst du eh nicht vor der 6. Ssw. Mindestens. Zwischen der 6.-8. Ssw ist der erste Ultraschall und erst ab dem Zeitpunkt würdest du ausfallen, wenn du ins sofortige beschäftigungsverbot geschickt wirst. Bevor der Arzt die intakte Schwangerschaft nicht bestätigt hat, kannst du arbeiten gehen. Also wäre die urlaubszeit und teilweise Krankheit der Kolleginnen bereits durch, wenn du wegfallen würdest. Ansonsten schließe ich mich den anderen an, du bist nicht für die schlechte Personal decke verantwortlich und kannst schwanger werden, wann du willst. Deine persönliche Entscheidung steht über dem Job.

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Hi,

warum machst du dir jetzt darüber schon so einen Kopf?

1. Weißt du noch nicht mal ob du schwanger bist.
2. Kommen auch mal die Kollegen aus Urlaub und Krankheit wieder.

LG

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Ich hatte bereits geschrieben, dass ich mir gerne jetzt schon Gedanken für den Fall der Fälle machen möchte, da ich, wenn es soweit kommen sollte, schnell entscheiden muss. Das musst du ja nicht verstehen.

Und da die kranke Kollegin operiert wurde und die urlaubende weit weg fährt, ist das Zurückkommen ziemlich ausgeschlossen.

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Ich habe deinen Beitrag sehr gut verstanden und grundsätzlich bin ich auch so, dass ich für alle möglichen Eventualitäten gewappnet sein will, aber werde erstmal schwanger und mache dich doch nicht jetzt schon verrückt.

Ok, eine Kollegin fällt wegen einer OP länger aus, aber warum die andere aus ihren Urlaub nicht mehr zurück kommen soll, erschließt sich mir überhaupt nicht.

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Wir waren/sind auch ein kleines Team, ich hatte bis zum MuSchu die Teamleitung. Schon ewig suchen wir Verstärkung, bis jetzt ohne Erfolg. Meine Kollegen gehen am Stock, ich bin noch in EZ....und parallel mit mir ist eine Kollegin auch noch schwanger geworden. Ups.

Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen meinen Kollegen gegenüber. Habe ich auch immer noch, ich weiss wie das ist wenn man den ganzen Tag rotiert.

Aber- du kannst deine Lebensplanung doch nicht der Personalplanung von deinem Arbeitgeber unterordnen! Kinder sind viel zu wichtig (in meinen Augen), und mal ganz ehrlich- damit ist ja wohl zu rechen, das Frauen in unserem Alter irgendwann Kinder bekommen! Da muss man vorsorgen.

Ich sage mir immer, das mich später hoffentlich meine Kinder im Pflegeheim besuchen werden. Meine Arbeitgeber, Kollegen und Kunden eher nicht. Also.

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Danke, deine Antwort gibt mir tatsächlich ein besseres Gefühl :) ich wünsche mir schon länger ein Kind und jetzt stimmen die privaten Umstände. Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich mir jetzt so viele Gedanken über die Arbeit mache.

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Hi,

abwarten und Tee trinken.....und ja es wäre für alle ärgerlich....denn tter de auf einen Platz angewiesen sind, teuer dafür zhalen und dann muss womöglich die Betreuungszeiten geö dert werden.....auf Kosten der Eltern. Ja, mich würde es ärgern!

ABER es ist deine Persönliche Entscheidung wenn es soweit ist.

lg
lisa