Sitzt ein Makler wirklich immer am längeren Hebel?

Hallo,
ich weiß nicht ob sich hier jemand mit Maklern auskennt. Wir wollen in eine Gegend ziehen, in der man Miet- und Kauf-Häuser so gut wie nur über Makler bekommt, von privat gibt es so gut wie nichts. Miethäuser in unserer benötigten Größe gibt es keine gescheiten. Wenn wir nun einem Hauseigentümer, desssen Haus schon lange erfolglos zum Verkauf steht, das Angebot machen wollen, sein Haus erst für gutes Geld zu mieten, dazu sämtliche Nebenkosten neben Energie wie Grundsteuer, Gebäudeversicherung etc. zu übernehmen und daneben noch einen Bausparvertrag an ihn abzutreten, um ihm nach ein paar Jahren das Haus abzukaufen - muss der Makler unser Angebot an den Eigentümer weiterleiten, wenn es nur für den Eigentümer und den potentiellen Käufer interessant ist? Und für den Makler aus Provisionsgründen uninteressant, da er nur eine Mietprovision und keine Verkaufsprovision erhalten würde? Ist er dem Auftraggeber gegenüber verpflichtet, in dessen Interesse alle Angebote weiterzuleiten oder kann er sein eigenes Profit-Interesse über das Interesse des Auftraggebers stellen? Wir hatten jetzt schon öfter das Gefühl, gleich abgewiegelt zu werden, und die Kontaktdaten des Eigentümers werden schon gar nicht herausgegeben. Kann es wirklich sein, dass ein Makler ständig am längeren Hebel sitzt?? Bekam heute erst wieder eine Absage von nem Makler, der letzten Freitag noch mit uns verhandelt hat und uns selbst vorgeschlagen hat, zu mieten und gleichzeitig einen Bausparvertrag an den Verkäufer abzutreten. Jetzt haben wir ihm am Mo zurückgeschrieben, dass wir das so machen würden und prompt kam heute, als ich nachfrage wollte, eine Mail, dass das Haus auf einmal verkauft wäre. Vieles geht da einfach nicht mit rechten Dingen zu und ich ärgere mich so über diese Makler!

Verärgerte Grüße
Vonny

Hallo Vonny,

dass der Markler die Kontaktdaten des Eigentümers nicht einfach so herausgibt ist doch logisch.
Würde er sie vorher rausgeben, könntet ihr ja direkt das Geschäft hinter seinem Rücken abwickeln und er hat nur Arbeit gehabt.

Ich schreibe dir mal aus eigener Erfahrung: letztes Jahr haben wir unser Haus verkauft. Zunächst haben wir es ohne Makler probiert. Hatten ettliche Termine, aber es waren viele ohne ernsthaftes Kaufinteresse. Mich hat das genervt: ständig laufen wildfremde Menschen durch dein Haus und schaue, wie du wohnst.
Irgendwann haben wir es an einen Makler übergeben, es kamen zwar weniger Menschen, aber zumindest wollten sie ein Haus kaufen. Haben dann schnell verkauft. Auch unser jetziges Haus haben wir über Makler gekauft.

Es gibt doch auch Makler, die Mietkauf-Objekte anbieten.

Jemand, der sein Haus verkaufen will, wird sich auf erst vermieten, dann verkaufen auch eher selten einlassen. er will das Objkt ja verkaufen.

Warum wollt ihr erst meiten und dann erst kaufen?

LG
Sakirafer

na,ja, ich kann über makler wenig positives sagen, aber es gibt ja eine übereinkunft zwischen makler und verkäuer
der verkäufer hat ja eine bestimmte idee, warum er nicht privat verkauft sondern über einen makler.
er will nicht jeden hinz und kunz beraten er will nicht irgendwelceh eigenartigen angebote bekommen, die nichts mit seinem angebot zu tun haben usw.

daher würde ich dir empfehlen, wen nkaufen für euch nicht in frage kommt keine kaufangebote zu suchen.
wenn kaufen eine option ist, dann erzähl dem makler nicht von deiner idee, sonder sprich dann direkt mit dem verkäufer drüber (der es in 99% der fälle eh nicht machen wird) allerdings kan nes dennoch sein, daß der makler dafür kassiert, weil ja dennoch das Geschäft auf grund seiner Vermittlung zustande kam

Hallo Sakirafer,

ja das ist mir ja auch klar, dass die Daten des Verkäufers erstmal nicht preisgegeben werden. Aber sobald der erste Kontakt mit dem Makler stattgefunden hat, hat dieser ja sowieso Anspruch auf seine Provision, selbst wenn der Kauf dann letztendlich nicht über ihn zustandekommen sollte, da sichern die sich ja vorher ab in ihren Geschäftsbedingungen. Also kann er die Daten dann nach dem 1. Kontakt herausgeben.

Wir würden gern sofort kaufen, aber mein Mann ist erst seit einem halben Jahr selbständig, wenn auch sehr erfolgreich (über ein Franchiseunternehmen) und damit noch nicht kreditwürdig. Miethäuser gibt es absolut keine brauchbaren in unserer Größe (wir haben 5 Kids). Und bisher haben wir es bei Häusern versucht, die schon lange zum Verkauf stehen, für uns in Frage kämen und die sie nicht losbekommen. Ist doch für einen Verkäufer auch interessant, bevor sein Haus weiter leersteht, wenn er eine dicke Miete bekommt, keinerlei Kosten mehr für das Haus hat, weil wir die zusätzlich übernehmen würden, und noch die Gewähr, dass wir das Haus in ein paar Jahren kaufen würden, indem er einen Bausparvertrag abgetreten bekommt, der für uns verloren wäre, würden wir es dann aus irgendeinem Grund dann doch nicht kaufen.
Mein Mann arbeitet jetzt seit einem halben Jahr über 750 km entfernt am anderen Ende Deutschlands und ich würde mit den Kids jetzt einfach gern mal hinterherziehen, aber es ergibt sich einfach nichts, aus dem Grund weil die Makler einfach am längeren Hebel sitzen. Unsere familiäre Situation ist so angespannt deswegen, weil wir einfach keine Aussicht haben, bald wieder zusammen zu sein.

LG Vonny

Und Mietkaufobjekte hab ich bisher leider bei noch keinem einzigen Makler da unten, in keiner Announce etc. gesehen :-(

So, eben hab ich's verstanden :-)

Ich muss sagen, dass das eine etwas kompliziertere Situation ist.

Natürlich will ein Makler, der mit dem Verkauf beauftragt ist, daran interssiert, zu verkaufen.
Ich wüsste auch jetzt nicht, wie man das dan vertraglich dann zwischen den beteiligten Parteien regeln kann, dass alle zufrieden sind.

Da kann ich leider auch nicht mit Tipps weiterhelden :-(

LG

Was meinst Du denn mit "Bausparvertrag abtreten"???

LG

Wir würden einen Bausparvertrag eröffnen, den wir an den VK abtreten und in den wir monatlich 500 Euro einzahlen. Der würde 7 Jahre laufen und nach den 7 Jahren würde der VK diesen bekommen und die Summe würde auf den Kaufpreis angerechnet werden. Würden wir dann doch nicht kaufen, wäre das unser Risiko und das Geld aus dem Bausparvertrag wäre an den Eigentümer verloren.

Der Makler kassiert so oder so.

Man unterschreibt einen Vertrag, in dem es heißt, dass egal auf welchem Weg das Haus verkauft/vermietet etc. wird, der Makler seine Provision bekommt. Ob er nun tatsächlich daran beteiligt war oder nicht.

Dieser Vertrag läuft z.B. über 3 Monate. Alles, was in diesen 3 Monaten mit dem Objekt geschieht, wird automatisch dem Makler zugeschrieben. MAn tritt aus Verkäufer/Vermieter quasi seine Rechte am Verkauf an den MAkler ab.

So bin ich auch informiert, sobald der Erstkontakt mit dem Makler stattgefunden hat, hat er das Recht auf seine Provision. Allerdings weiß ich nicht wie es sich verhält, wenn man direkt Kontakt zum Verkäufer gefunden hat, ohne Makler.

Das ist aber ein extravagantes Konstrukt....wie kommt Ihr denn darauf?
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Verkäufer, der das Haus jetzt zum VK anbietet, sich mit solch einem Vertrag noch 7 Jahre lang hinhalten läßt...

Gruß,

W

Hallo Vonny,

schonmal überlegt, dass der Vermieter der eigentlich ja verkaufen wollte, dann die Mieteinhamen versteuern muß ?

Oder dass der Mieter dann angeschissen kommt, dass dies oder jenes kaputt ist ?

Woher hat der Vermieter dann die Sicherheit, dass Mietnormaden das Haus nicht in einem Jahr verwüstet haben und er es dann mit Sicherheit nicht mehr zu einem vernünftigen Preis los wird ?

Also ich würde es ehrlich gesagt auch nicht tun.

Liebe Grüße
Tiffy

" Ist er dem Auftraggeber gegenüber verpflichtet, in dessen Interesse alle Angebote weiterzuleiten oder kann er sein eigenes Profit-Interesse über das Interesse des Auftraggebers stellen?"

ich kenne einen makler, der - egal wie es rechtlich aussieht - seine eigenen interessen an absolut erste stelle stellt (bloß weiß es im zweifelsfall wirklich rechtlich wasserdicht nach). mögliche käufer vergrault hat. eine wohnung viel zu billig vermietet hat. beides natürlich zu schaden der besitzerin.

da er aber ordentlich schleim scheissen kann, ist die dame ihm auf den leim gegangen.

lg

Hallo,

vergiss das mit dem Mietkauf.

Entweder will einer verkaufen, oder vermieten.
Da ist nichts dazwischen.

#dazu sämtliche Nebenkosten neben Energie wie Grundsteuer, Gebäudeversicherung etc. zu übernehmen#
Sehr grosszügig, aber das sind selbstverständlich umlegbare Nebenkosten, also nichts besonderes.

Als Vermieter bzw. Verkäufer würde mich auch nicht darauf verlassen, ob du die 500 Euro wirklich jedes Monat in einen Bausparvertrag einzahlst. Wer sollte das denn kontrollieren ?

freundliche Grüsse Werner

Vorweg, wenn morgen einer käme und mir anbieten würde, ein von mir zum VK angebotenes Auto mieten zu wollen und dann in paar Jahren vielleicht zu kaufen, dem würde ich einen Vogel zeigen bzw. paar Takte erzählen und ihn rausschmeißen.

Wer verkaufen will, der will aus persönlichen Gründen JETZT verkaufen und sich nicht als Vermieter die nächsten Jahre mit einer kinderreichen Familie rumärgern.

So seh ich das zumindest und es wundert mich nicht, dass da keiner draufeinsteigt.

Was mich aber viel brennender interessiert:

Mit was für einem Franchiseunternehmen kann man eine 7-köpfige Familie ernähren?

"Wenn wir nun einem Hauseigentümer, desssen Haus schon lange erfolglos zum Verkauf steht, das Angebot machen wollen, sein Haus erst für gutes Geld zu mieten, dazu sämtliche Nebenkosten neben Energie wie Grundsteuer, Gebäudeversicherung etc. zu übernehmen und daneben noch einen Bausparvertrag an ihn abzutreten, um ihm nach ein paar Jahren das Haus abzukaufen."

Ich gebe mal zu bedenken, dass ein Eigentümer, der verkaufen will, sich darauf vermutlich eh nicht einlassen wird. Ihr wollt das Haus ja -wenn überhaupt- erst nach 7 Jahren erwerben...und in der Zeit wird er die Immobilie dreimal an jemand anderen verkaufen können.

Das ist so nicht richtig! Du sprichst von einem Makleralleinvertrag. Man kann aber durchaus auch ein Haus privat und über Makler versuchen zu verkaufen. Man kann sogar mehreren Maklern den Auftrag zum Verkauf übergeben. Wichtig ist nur wie ein Interessent auf ein Angebot aufmerksam wurde und das man keinen Makleralleinvertrag unterschrieben hat.

Das Haus das wir gekauft haben wurde z.B. auch über einen Makler angeboten und zusätzlich privat. Wir haben es dann privat (über Zeitungsanzeige) gekauft.

Hi,

also ein Makler kann in der Hinsicht tun und lassen was er will.
Ihr könntet versuchen bei einer Hausbesichtigung direkt mit dem Eigentümer zu sprechen (falls dieser anwesend ist), aber ich glaube auch das es kaum erfolgsversprechend sein wird.

Habt ihr es schon mal über einen Gesuch in der örtlichen Zeitung probiert oder einer Ausschreibung im Supermarkt etc. Vielleicht liest es ja der richtige.

LG

Das wusste ich nicht. Ich kenne nur die Alleinverträge.

Ist dann anders aber ärgerlich für den MAkler....

Nein das ist nicht wirklich ärgerlich für den Makler, denn jeder Interessent der tatsächlich durch seine Bemühungen auf ein Angebot aufmerksam wird kommt auch nicht um die Provision herum.

Er wird im Grunde höchstens um seinen Aufwand (Exposeerstellung...) geprellt und ich finde nicht das eine Stunde Arbeit ein wahnsinner Verlust ist. In unserem Fall lief der Maklervertrag bereits 8 Monate und wäre im nächsten Monat sowieso ausgelaufen. Hätte der Makler bis dahin niemanden gefunden wäre er sowieso leer ausgegangen. Ich muss auch sagen das wir damals das Expose des Maklers gesehen haben und dieses Haus nach diesem Expose NIE für uns in Frage gekommen wäre. Es war wirklich sehr unvorteilhaft gemacht.

Das du nur die Makleralleinverträge kennst wundert mich auch nicht. Meistens wird einem genau so einer unter die Nase gehalten wenn man versucht ein Objekt zu verkaufen. Einen anderen bekommt man im Grunde nur auf explizite Nachfrage.

Ich habe bisher weder in München, noch in Berlin, noch in Stuttgart einen Makler gebraucht. Und eigentlich soll es ja völlig unmöglich sein in diesen Städten schnell, bzw. überhaupt ohne Makler eine halbwegs ansprechende und bezahlbare Wohnung zu finden.

Ich habe einfach immer selbst eine nette Anzeige aufgegeben, bin am Erscheinungstag mit einem netten Auto und in Kostümchen einen Tag dahingefahren und hab mir die (zahlreich!) angebotenen Wohnungen angeschaut, bin am Ende des Tages zu der Wohnung gefahren die mir am Besten gefallen hat, hab dem Vermieter die Kaution und 1. Miete cash in die Hand gedrückt, einen Mietvertrag unterschreiben lassen und voila!

Der Mietvertrag war wohlgemerkt von mir mitgebracht und formuliert sobald die Vermieter 4 Mieten bar in der Hand hielten gab es über sowas keine Diskussionen mehr. Waren alles übrigens ausnahmslos sehr nette Mietverhältnisse.

85 % der Wohnungen sind solche die in den nächsten Tagen eigentlich annonciert werden sollten, aber man wollte vorher mal schauen wie der Wohnungsmarkt in der Zeitung gerade so aussieht.

Also lass die Makler, Makler sein (die finde ich allesamt fürchterlich, schlimmer als irgendwelche Staubsaugervertreter), formuliere selbst eine nette Anzeige, zieht Euch was vernünftiges an (Achtung, das ist bei Mietverhältnissen extrem wichtig! Ich vermiete auch nicht an Leute die so respektlos sind sich mir in abgetragenen Jeans vorzustellen wenn Sie ein Haus von mir mieten wollen. Kleider machen außerdem Leute), casch von der Bank holen und Häuser anschauen.

Die Sache mit dem Mietkauf lasst mal schön bleiben und fangt dann an ein Haus zum Kauf zu suchen wenn Ihr es Euch leisten könnt. Alles andere ist Blödsinn.

Ein guter Vorschlag, wenn ich zurückdenke, wieviele unser derzeit gemietetes Haus angesehen haben.

Einen richtig guten Eindruck beim Vermieter zu hinterlassen, ist das A und O. Und keinesfalls schon rumjammern oder feilschen.

Wovon träumst Du nachts?

Selbstverständlich rückt ein Makler der einen Alleinauftrag hat, seine Kundendaten nicht raus.

Und ja, dieser böse, böse, böse Makler verdient doch tatsächlich seinen Lebensunterhalt mit dem Makeln!

Gruß

Manavgat

Mit einer kinderreichen Familie rumärgern....auf so einem hohen Ross kann man wohl nur in so einem anonymen Forum wie hier sitzen und mit so vorgefertigten arroganten Klischees um sich schmeißen. Du glaubst jetzt nicht wirklich, dass ich dir auf deine letzte Frage auch noch antworte, oder?

Ist ja echt herrlich, wie hier einige schon eine vorgefertigte Vorstellung von uns haben! Nee, mein Mann geht da unten nat?rlich zerfleddert wie der letzte Penner zur Hausbesichtigung! Meine G?te, f?r was haltet ihr uns, nur weil wir mehr Kinder haben als die 08/15-Standard-Familie? Und wir ziehen nun mal in eine Gegend, in der einem NICHT graddie gro?en H?user hinterhergeschmissen werden - sch?n f?r dich, dass du in M?nchen, Stuttgart oder was wei? ich wo mit deinem Kost?mchen und Wackelarsch gleich eine Wohnung bekommen hast. Die meisten sagen gleich dass sie an eine Familie mit mehr als 2 bis 3 Kindern nicht vermieten wollen. Deswegen ist es bei den paar H?usern bisher einfach gescheitert, an nichts sonst! Sollen wir jetzt 2 zur Adoption freigeben oder was?

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