Hauskauf bei welcher Gehaltshöhe?

Also immer wieder kommt im Umfeld das Thema Haus kaufen auf.......Sprüche wie, ne da würd ich keine Miete zahlen, lieber kaufen..... #schwitz jupp Geld fällt vom Himmel....

Na ja mittlerweile haben ja so ein paar gekauft (Familie, 2Kids) und ich frag mich echt ob das nicht riskant ist. Teils ohne Eigenkapital usw...nur ein Verdiener.....

Ab welche Gehaltshöhe sollte man denn ans kaufen denken bzw. ist es sinnig überhaupt daran zu denken?
#kratz

Ab welcher Gehaltshöhe habt ihr ans kaufen gedacht?

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Die Darlehensrate richtet sich nach der Summe, die aufgenommen wurde (also Kaufpreis vom Haus).

Du kannst ein Haus für 250.000 € kaufen, hast natürlich einen fetten Abtrag oder Du suchst Dir etwas günstigeres, kleineres, weiter außerhalb gelegen, wie auch immer.

Wir haben ohne Eigenkapitalt gekauft, € 72000,-- aufgenommen (inkl. aller Nebenkosten wie Makler, Notar usw.) und zahlen für unser Häuschen € 360,-- monatlich.
Dafür kriegst Du hier keine Mietwohnung. Von daher liegen Deine Bekannten nicht unbedingt so falsch wie Du jetzt denkst.
Das muß (und wird sich auch) jeder selbst durchrechnen.

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Hallo,

das kommt nicht nur aufs Gehalt sondern auch auf die Kosten an. Ein Haus in Sachsen-Anhalt kostet schließlich weniger als das selbe in Frankfurt a.M.
Wir zahlen für unser Haus mtl 608€ + NK ab. Eine Bekannte zahlt 300 Meter Luftlinie von uns für ihre 80qm-Wohnung mit Garten knapp 800€ warm. Bei den Preisen kann ich auch kaufen.

vg, m.

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Hallo

Also es kommt immer auf den Preis des Objektes an, ob Ek vorhanden( zumindestens für die Kaufnebenkosten) und natürlich den Verdienst.

Ich würde nicht kaufen, wenn ich jeden Cent umdrehen müsste.

BIanca

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Ich würde auch noch miteinkalkulieren, dass ich bei Eigentum für ALLES selbst verantwortlich bin, sprich: Haus und Grundsteuer, Reparaturen, Instandhaltung, etc....

Dafür solltet ihr schon etwas Geld auf der Seite haben, eine neue Heizung z.B. kostet schnell mal zwischen 10.000 und 20.000 Euro... Diese Summen summieren sich - das würde mir mehr Sorgen machen, vorallem weil es nicht kalkulierbar ist. Von heute auf morgen kann man vor einer riesen Rechnung stehen und dann muss das Geld da sein.

Ausserdem seid ihr bei Eigentum auch mehr an den Wohnort gebunden, das kann für manchen auch ein Nachteil sein, denn bei Jobverlust kann man halt nicht so schnell umziehen und woanders seine Zelte aufbauen. Wenn nur einer verdient, finde ich es persönlich schon riskant, ein Haus zu kaufen, denn man weiß nie, was kommt... Ohne Eigenkapital ist auch nicht sinnig, allein die Zinsen fressen einen doch auf... Aber ich glaube, manche rechnen nicht richtig. Klar, die Miete sehe ich nie wieder, aber ich habe auch keine Verantwortung für ein Gebäude zu tragen, was im Laufe den Lebens auch erhalten werden will/muss.

Ich würde mich an deiner Stelle mal von der Bank beraten lassen, welche Summe für euch möglich wäre und dann mal schauen, was es dafür gibt. Pauschal wird dir das vermutlich niemand beantworten können, weil auch jeder andere Ansprüche hat. Ich wünsch euch viel Erfolg und kauft nur, weil ihr es selbst wollt! Wer weiß, wie es hinter den Kulissen der Hausbesitzer wirklich ausschaut....

Ach ja, auch ich bin Hausbesitzer und so einfach ist die Rechnung "lieber zahle ich in meine eigene Tasche..." nicht. Das sollte man sich echt gut überlegen, so schön es auch ist.

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Es ist nicht nur eine Frage des Einkommens.
Es ist vor allem auch eine Frage, ob Ihr "seßhaft" geworden seid, also wißt, wo Ihr leben werdet und wie Eure Familienplanung aussieht. Denn wenn Ihr was kauft und später wieder verkauft, weil Ihr umziehen müsst oder Zuwachs bekommt usw. dann ist das fast immer ein sehr schlechtes Geschäft.
Und dann kommt es auch ein bisschen auf die Gegend an. In vielen Landstrichen in Deutschland wird ja eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung erwartet. Lebt Ihr dort, dann ist es im Grund besser, zu mieten: Aufgrund Überangebots an Wohnraum werden die Mieten nicht steigen, evtl sogar sinken, dagegen verlieren gekaufte Immobilien automatisch an Wert.

Mein Rat wäre, einfach mal Geld anzusammeln. Mit Eigenkapital (30%) ist so ein Immobilienerwerb weitaus lockerer zu machen und wenn Ihr Euch in der Zwischenzeit doch anders entscheidet, könnt Ihr das Geld eben auch anders ausgeben.

LG

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Wie Dir hier andere schon schrieben, kommt es drauf an, wie viel aufgenommen werden muss.

ABER: Es hängt auch davon ab, wie viel Nebenkosten beim Haus anfallen. Ein neueres gut isoliertes Haus spart mehr Heizkosten, als ein altes Haus, was man ggf. für weniger Geld erwerben kann. Aber mehr Heizung aufwenden muss, um es warm zu halten.

Man sollte immer mit einem Gehalt rechnen, nicht mit 2. Denn Frau will sicherlich auch mal Kinder haben und viele bekommen Kinder und dann sind die Hälse lang, da sie nicht gut gerechnet haben.

Du weißt doch sicherlich, wie ihr im Moment mit Eurem Geld klar kommt. Du musst gucken, wie viel Abtragung für den Hauptverdiener erträglich wäre, ohne ins Trudeln zu kommen. Lebensmittel und ein paar wenige Rücklagen sollten immer drin sein.

Verdient Dein Mann z. B. 1.800 € netto und plant eine 3 - 4 köpfige Familie, sollten 1.000 € zum Leben bleiben, wenn man gut kalkuliert. 800 € minimum. Aber das ist schon sehr, sehr knapp bemessen. Da wird sparen kaum drin sein.

Dürfte das Haus inkl. NK und Abtragung 800 € kosten. Dann würdet ihr gut da stehen. 1.000 € wäre schon hart an der Existenzgrenze.

Euch alles Gute, Janette

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Ne also wir werden nicht kaufen.....und auch nicht kaufen können, dafür sind die Jobs zu unsicher und die Gefahr einfach immer zu präsent doch in die ALG2 Falle zu rauschen - geht ja einfach zu schnell wie man immer wieder sieht..daher lassen wir brav die Finger weg vom Kaufen.

Frag mich nur immer wieder wie andere das machen, denn so dolle verdienen die meisten ja auch nicht oder nur Alleinverdiener mit 2 Kids usw.

Wenn man heute einen Piep sagt man will mieten dann kriegt man ja meist um die Ohren, nee kaufen ist doch besser usw...

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Wie heißt es so schön... No risk - no fun. Wer nicht bereit ist, ein überschaubares Risiko einzugehen, wird auch in den meisten Fällen keinen großartigen Gewinn einfahren.

Auch ein Eigenheim ist, bei vertretbarer Quadratmeterzahl auf die Personenanzahl, auch bei ALG gesichert. Denn ob das Amt Dir jetzt ein Mietobjekt bezuschusst oder übernimmt oder eine eigene Immobilie für eine Zeit trägt, ist dem Amt egal. Hauptsache die Verteilung stimmt.

Eine eigene Immobilie ist wie ein Spartopf. Den man mit einem Mietobjekt nicht hat.

Es ist auch immer, bei guter Pflege, eine Rücklage, die man, wenn es hart auf hart kommt, anzapfen kann und Bares in den Händen hält.

Ich habe noch nie Miete bezahlt. Habe mir gleich nach der Ausbildung mit kleiner Hilfe meiner Eltern eine kleine Eigentumswohnung gekauft.

Mit dem Grund... Andere werden immer reicher, ich komme nie vom Fleck. Mit einem Mietobjekt kommt man selten vom Fleck.

Ich kenne aber auch einige Leute die sich locker Häuser leisten könnten, dieses aber nicht möchten, da sie sich nicht binden möchten. Diese Leute würden Häuser aber aus der Portokasse bezahlen können. Daher sind ihnen die Mietausgaben recht egal.

Zur Kapitalbildung ist eine eigene Immobilie, wenn sie tragbar finanziert ist, aber ideal.

LG Janette



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Ich denke, dass viele die Belastungen einfach unterschätzen.

Bis das Haus bezugsfertig ist (bei einem Neubau) vergeht ja auch Zeit. Mit Kindern braucht man eine gewisse Wohnfläche und ein bestimmtes Umfeld (die meisten Familien möchten dann raus aus der Stadt). Noch bevor das Ding überhaupt abbezahlt ist, sind die Kinder aus dem Haus und dieses ist dann oft zu groß. Wenn ein Partner allein zurückbleibt und u. U. der Markt für diese Häuser am Boden, dann ist es auch noch nur mit Verlust zu verkaufen.

Sind beide Eltern unter der Erde und es gibt mehr als einen Erben, dann fängt auch noch das Gezeter an, wer die Immobilie behält und den/die anderen auszahlt.

Hinzu kommt: viele Eltern arbeiten (beide) und ziehen wie moderne Nomaden der Arbeit hinterher. Häufiger Ortswechsel ist keine Seltenheit. Da ist ein Haus schnell ein Klotz am Bein. Und man kann auch damit jede Menge Geld verbrennen.

Viele vergessen auch die Rücklagen für Reparaturen. Auch das schönste Haus muss renoviert werden. Jede Heizung muss mal erneuert werden.

Ich persönlich würde eher auf eine Parterre-Etagenwohnung mit Garten setzen. Nicht zu groß, sondern gut durchdacht von der Aufteilung her und in einer Lage und Größe, dass sie sich später gut verkaufen lässt.

Auf jeden Fall solltet ihr Euch von der Verbraucherzentrale beraten lassen, bevor ihr den Gedanken weiter verfolgt.

Gruß

Manavgat

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Hi,

ich kann dir so viel sagen.
Wir bauen. Haben 2 Kinder und das 3. Kind ist unterwegs. Mein Mann zahlt noch für 2 Kinder Unterhalt.
Wir haben aber keine Schulden.

Fürs Haus zahlen wir dann 1300 euro ab.
Momentan im Neubau bei HN, Stuttgart 800 warm.

Die Bank rechnet aus, was eine Familie benötigt und was an Einkommen da ist.

Wir haben weder das Elterngeld, noch das Kindergeld hinzugerechnet...also mein Mann trägt das Haus ganz alleine.

Wichtig ist auch, was kostet Land bei Euch, habt Ihr Eigenkapital, könnt ihr etwas selber machen...

Alt kaufen und sanieren, oder neu?

Alles Gute#klee

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