kurz vor Festanstellung - wann sag ich es dem AG - lang

Hallo Ihr Lieben,

ich fühle mich in einer Zwickmühle und würde gerne einmal Eure Meinung hören.

Ich bin heute 10+3. Am 19.2.08 endet mein befristeter Vertrag, also genau bei 16+0. Da er schon dreimal in den letzten zwei Jahren verlängert wurde, steht also ab dem 20.2. eine Festanstellung an. Das mein AG Interesse an der Weiterbeschäftigung hat, hat er mir schon mündlich mitgeteilt.

Jetzt bin ich mir unsicher wann ich es ihm sagen soll. Einerseits fühle ich mich moralisch dazu verpflichtet, es ihm vorher zu sagen und würde im Normalfall auch so loyal sein. Andererseits glaube ich nicht, dass mein AG so loyal ist. Er ist ein Geizhals, ein Egozentriker und ein "Menschenverachter". Alles was nicht in seine Facon passt, ist halt nicht gut genug. Schon bei meiner Einstellung hat er mich gefragt, wie es mit unserer Familienplanung ausschaut. Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn ich es ihm erst nach der Übernahme in die Festanstellung sage, und er dann sämtlichen Verpflichtungen (Kündigungsschutz, anteilige Entgeltfortzahlung während MuSchu) nachkommen muss, mir die Arbeit zur Hölle macht.

Was meint Ihr? Ich sehe das natürlich auch unter der Prämisse eines geringeren Elterngeldes wenn ich ab 20.2. ohne anrechenbares Einkommen wäre.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Sandra

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Ist zwar sauig, aber ich würde es erst nach der Festanstellung sagen. Dann bist du unkündbar.
Nur mach dich auf die Frage gefasst, warum du es erst jetzt sagst. Tja, dann kann es wirklich passieren, dass er dir das Arbeiten zur Hölle macht.

"Ich sehe das natürlich auch unter der Prämisse eines geringeren Elterngeldes wenn ich ab 20.2. ohne anrechenbares Einkommen wäre."
- Das sollte nicht der Hauptgrund sein!! Nach der Elternzeit bist du dann arbeitslos, das ist viel schlimmer, als ein paar Euro weniger EG.
Ausserdem musst du dich dann selbst versichern, wenn du länger Elternzeit nimmst.

Warum hast du mit der Schwangerschaft nicht wenigstens noch ein paar Monate gewartet?? Dann wäre alles tutti.

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Hallo Sandra,

ich habe auch einen befristeten Vertrag! Ich werde das aber meinem Chef vorher sagen.

Wenn dein Chef fair ist, gibt er dir den Vertrag trotzdem. Solltest Du ihn quasi austricksen ( so wird er das sicherlich sehen ) kann es für Dich und das Baby nur stressig werden. Damit tust Du dir nichts Gutes.

Solltest Du allerdings ein dickes Fell haben und dir die finanzielle Sicherheit wichtig ist, dann sag ihm nix bis dein Vertrag verlängert wird.

LG + herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

Dragana

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Wenn dein Chef fair ist, gibt er dir den Vertrag trotzdem.

Was hat das bitte mit Fairness zu tun?? Ein Chef denkt wirtschaftlich.

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Stimmt! Aber das geht Hand in Hand. Meine Chefin kommt jetzt nach einem Jahr Baby - Pause im Mai wieder! Und bekommt die Leitung der Abteilung zurück! In der Zwischenzeit wurde ein neuer Mitarbeiter mit ins Boot geholt der diese Abteilung betreut hat. Man hätte diese Position auch ihm übergeben können. Stattdessen wurde ihr der Posten zugesprochen! Sie ist einfach eine fähige Mitarbeiterin die ihren Job extrem gut macht! Sowas nenne ich fair und ich hoffe darauf das unser Geschäftsführer mir gegenüber auch fair sein wird.

Kann genauso gut sein das mein Vertrag nicht verlängert wird und ich in ein paar Monaten anders über diese Dinge denken werde. Das sind nun mal meine bisherigen Erfahrungen.

Gute Mitarbeiter sind wirtschaftlich von Vorteil! Ein guter Chef wird also sein Bestes tun um eine gute Mitarbeiterin nicht zu verlieren....

Nix anderes war damit gemeint. #schein

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Hallo Sandra,

also betrieblich gesehen, würde ich es sagen, auch wenn es hart wird. Ja Du läufst Gefahr dass der Vertrag nicht verlängert wird. Doch, wenn er richtig sauig ist, wie Du es darstellst, dann kann Dir auch ein Erschleichen des Arbeitsplatzes vorgeworfen werden. Manche AG haben es tatsächlich geschafft, Ihre Mitarbeiter dann noch rauszukriegen.

Menschlich, ich hatte mal die Situation, wurde direkt in der ersten Woche in einer neuen Firma schwanger (unerwartet und ungeplant, doch die Docs irrten glücklicherweise). Naja ich sagte es bereits zügig, und es begann sofort ein Verhalten, was ich niemandem wünsche. Ein BV beantragte ich jedoch nicht, da ich einfach zu stur war, mir da einen reinwürgen zu lassen.

Von daher ist jeder Rat hier verdammt schwer, auf den absoluten Kündigungsschutz würde ich mich nicht verlassen, denn falls der Mutterpass verlangt wird als Dokument, welcher evtl vor Beginn der Festanstellung ausgestellt ist, hmmm da gabs unterschiedliche Rechtsauffassungen inzwischen.

Sandra, überlege Dir gut was Du machen willst, denn es hängen auch später eine Arbeitslosigkeit etc dran.. nur was ich Dir raten soll, weiss ich ehrlich nicht..

Was ich jedoch nicht befürworten würde, ist den Arbeitsplatz ertricksen und dann wegen Mobbing ein BV beantragen.. aber das ist meine persönliche Meinung ;-)

Alles Gute für die Schwangerschaft...

LG

Mone

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Du schreibst einen schönen Quatsch zusammen!

Der Mutterpass geht den AG nichts an. Also behaupte mal nicht Sachen, die nicht stimmen.

Und gekündigt werden kann ihr nicht.

Deine ganze Wortwahl ist daneben: Arbeitsplatz ertricksen/erschleichen.

Was soll das?

Sie stellt ihre Arbeitskraft zur Verfügung, wo ist da der Trick?

Gruß

Manavgat

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Ich mußte meinen Mutterpass auch meinem Arbeitgeber vorlegen.Die Seite mit dem errechneten Termin (auf dem auch das Datum der Feststellung der SS steht) wurde für meine Personalakte kopiert.

Gruß Sunny

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Vielen Dank Euch Beiden für die Antwort.

Ich tendiere ja mittlerweile auch eher dazu es ihm vorher zu sagen. Dann hat er zwar nicht mehr viel Zeit sich eine Neue zu suchen und wird ganz schön auf dem Trockenen sitzen, aber das soll dann nicht mehr mein Problem sein.

Vielleicht kann ich noch drei Monate bei eine unser anderen Firmen überbrücken. Das könnte ich ihm anbieten. Vielleicht ist er so fair ;-)

LG
Sandra

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Du sagst natürlich nichts!

Warum?

weil Dir Dein Arsch näher ist als die Hose und Du schließlich den Job brauchst.

Jetzt gibt es wieder jede Menge, die mit Ehrlichkeitsgesülze ankommen werden. Aber mal ehrlich: was nützt das, wenn Du dann ohne Job bist????

Es ist übrigens völlig legal bis zum Beginn des Mutterschutzes (auch unbefristete) Arbeitsverhältnisse einzugehen und zwar ohne! dass man dem AG was von der Schwangerschaft sagt.

Wenn Du den Vertrag hast, dann wartest Du noch eine Schamfrist ab und behauptest dann: es war nicht geplant und ich hab es auch nicht gemerkt.

Gruß

Manavgat

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Ich gebe dir im Grunde Recht! Doch "nicht gemerkt" ist heikel. Wenn der Chef daran zweifelt, ist sie verpflichtet ihren MuPa zu zeigen. Und den hat sie ja nicht erst seit gestern..

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Leuts!

wie oft noch??????

Der Mutterpass geht den Chef nix an, der ist persönlich.

Ein AG hat nur ein Recht auf das Attest, dass sie schwanger ist und wann vermutlicher Entbindungstermin.

Gruß

Manavgat

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Ich wollte für mich abschließend hier noch was loswerden. Ich denke das die Diskussion hier in eine falsche Richtung geht und die Wortwahl ist zum Teil unangebracht, deshalb klinke ich mich nach diesem Eintrag aus.

Wie geht es denn den werdenden Müttern während der Schwangerschaft in so einem schwierigen Arbeitsverhältnis??? Stress für die Mutter und für das Kind! Und das ist in erster Linie das Wichtigste! Was nützt dir der beste Job der Welt wenn Mutter und Kind während dessen und danach evt. leiden???

Während meiner ersten Ausbildung hatte ich einen sehr schlimmen AG! Ich dachte ich kann doch nicht kündigen, ist schlecht für den Lebenslauf und es hat so lange gedauert überhaupt nen Ausbildungsplatz zubekommen...usw... habs durchgezogen.

Was hatte bzw. habe ich davon??? Mehrere Hörstürze und bis heute einen Tinitus!
Das ist 10 Jahre her!

Auch als Mutter kriegt man danach noch nen Job! Gesundheit geht vor! Ist natürlich toll wenn alles abgesichert ist aber man kann halt nicht alles planen.

Der Ton der hier von einigen Mitglieder angeschlagen wird, geht unter die Gürtellinie, ich denke nicht daß das notwendig ist. Es geht doch um persönliche Meinungen und Erfahrungen. Es kann auch in einem freundlichen bzw. neutralen Ton auf Fehlinfos hingewiesen werden.

LG und eine schöne Schwangerschaft allen die das hier lesen!

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Hallo Sandra,

ich würde es in diesem Falle erst nach der Festanstellung sagen. Es geht ja schließlich um Deine Zukunft. Immerhin bist Du ja schon mehr als 2 Jahre dabei und ich denke da steht dir die Mutterschaft auch zu. Wenn Dein Chef so ist , wie Du Ihn beschreibst, dann wir er Dir den Vertrag ja so nicht verlängern. Und ich denke er kann deine Mutterschaft eher verkraften, als Du den Verlust Deines Arbeitsplatzes. Überleg es Dir in ruhe. Ist eine blöde Situation. Ich hätte auch ein schlechtes Gewissen. Aber ehrlich gesagt wer dankt Dir das am Ende ?
Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Glück, egal wie Du dich entscheidest.

Viele Grüsse
Margit

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Hallo Euch Allen!

Danke für Eure Beiträge. Es ist keine einfache Situation. Deshalb habe ich hier ja gepostet. Meine Absicht war jedoch eine konstruktive Diskussion, nicht, dass sich hier Mitglieder untereinander angreifen. Von daher kann ich mich nur eschbobs letztem Beitrag anschließen. Gesundheit und Zufriedenheit sind wichtiger als das Geld. Manchmal lässt es sich vereinbaren, manchmal halt nicht.

Ich wünsche allen Schwangeren und Nichtschwangeren eine gute Zeit.

LG
Sandra


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Es gibt 2 Möglichkeiten:

1. Du sagst es ihm jetzt. So, wie Du Deinen Chef hier beschreibst, beendet er dannn das Arbeitsverhältnis mit dem 19.02. Du bekommst weniger Elterngeld und mit Kleinkind ne neue Stelle finden ist schwer. Also nur negatives für Dich.


2. Du wartest bis zum 20.02. oder besser noch 2-3 Wochen mehr (sofern gesundheitlich machbar) und sagst es dann. Dann geniesst Du Mutterschutz, bekommst DEin volles Elterngeld und hast danach auch erstmal wieder Arbeit. Also positiv!

Was ist Dir lieber?

Deinen Einwand mit Mobbing etc lass ich mal links liegen, weil dagegen kann man persönlich und auch rechtlich vorgehen. Einfach selbstbewusst sein und sich nicht unterkriegen lassen.

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