Krampfhaft an kaputter ehe festhalten??

Hallo,
ich weiss nicht mehr weiter..... seit 4 wochen haben wir eine ehe krise- wir sind 17 jahre zusammen und haben 3 kinder. Es haben sich in den 17 jahren viele verletzungen, respektlosigkeiten und unfairheiten angesammelt, jedoch habe ich immer geschluckt und weiter gemacht. Seit einiger zeit merke ich, das es so nicht weiter gehen kann- er will sich nicht ändern und stellt sich als opfer da und ich bin der buhmann. Er sagt auch, er ist viel am überlegen- kann mir einiges nicht verzeihen und möchze eine "lösung". Ihm wäre am liebsten das ich ihn raus schmeisse und ihm die entscheidung übernehme. Mir geht es sehr schlecht- ich kämpfe mit verlustangst und psychosomatische beschwerden wie herzrasen und appetittlosigkeit habe ich auch schon 😒 soll ich krampfhaft festhalten oder soll och ihn "gehen" lassen??

Lg

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Nach 17 Ehejahren habt ihr eine 4-wöchige Krise und er will rausgeschmissen werden, damit er sich dem nicht stellen muss.

Nach 17 Jahren sollte eine Beziehung eine kurze Krise nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Ich bin sicher, dass es schon länger gährt bei euch.

Was möchtest du denn? Dein Mann will keine Entscheidung treffen.

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Ich liebe ihn noch und würde zusammen bleiben wollen wenn er sich ändert, das will er aber nicht weil er sich im recht sieht!!

Und ja, gekrieselt hat es immer wieder aber nie so lange wie jetzt. Ich glaube, er ist auch allgemein im moment unzufrieden und schiebt alles auf mich- den ganzen frust.

Lg

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Ich hätte keine Lust mit wem zusammen zu bleiben, der bloß mit mir glücklich ist, wenn ich mich fundamental ändere.

Das heißt einfach......ihr habt verschiedene Bedürfnisse und euch über die Jahre auseinander entwickelt. Nun könnt ihr miteinander nicht mehr auf eine Art leben, die beide zufrieden macht. Sicher wird es unschöne Erlebnisse geben, wo man sagen kann, er ist schuld, er muss dies anders machen, aber was hilft es, wenn er das nicht möchte?

Warum klammerst du an jemandem, der nicht so ist wie Du es brauchst und der äußert die Scheidung zu wollen?

Klar sind 17 Jahre eine lange Zeit, aber so viel Würde sollte niemandem abhanden kommen, dass man versucht eine abgestorbene Beziehung, hoch zu halten, die nur noch von einer Seite geführt wird. Es klingt so, als hätte er sich schon längst gegen dich entschieden und wartet bis du die Drecksarbeit mit dem Papierkram anstößt.

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Er will also rausgeschmissen werden. Und was willst du?

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Na der macht es such ja einfach. Frage ihn mal, was er macht, solltest du ihn nie/nicht rauswerfen. Würde er es dann aufsitzen bis zum Sankt nimmerlein?
Alles Gute

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Das kommt ganz auf eure Meinungsverschiedenheiten und deren daraus resultierenden Kompromisse.

17 Jahre ist eine lange Zeit und du kennst deinen Mann am Besten.
Ich würde euch erstmal zu einer räumlichen Trennung raten. Einfach damit sich jeder Zeit für sich nehmen kann. Nicht selten weiß man erst was man am Partner hat, wenn er nicht da ist. Wärt ihr bereit für eine Paartherapie?
Wenn man zu 2.nicht mehr weiter kommt,kann auch eine neutrale Person von außen vermitteln.
Hilft das alles nichts, kann man sich immer noch endgültig trennen.
Außer du sagst jetzt schon, dass du kein Licht mehr siehst.

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Krampfhaft an einer kaputten Ehe festhalten würde ich nicht. Aber ich würde die Ehe versuchen zu reparieren. Schließlich gibt es ein Grund warum man sich diesen Menschen mal ausgesucht hat, um den Rest seines Lebens mit ihm zu verbringen.

Er will sich nicht ändern. Hat er sich denn zum negativen verändert? Oder ist er so geblieben wie er ist und er sollte sich von Anfang an bereits ändern? Man kann von einem nicht verlangen, dass er seine Art, seinen Charakter ändert. Entweder man akzeptiert und liebt ihn mit seinem Stärken und Schwächen oder ebend nicht, dann sollte man aber auch nicht heiraten oder Kinder mit ihm bekommen.

Geht es um Haushalt oder Kindererziehung? Dann redet mit einander und findet Kompromisse. Geht auf einander ein und versucht in dem anderen hineinzuversetzen. Weiche von deinem Standpunkt ab und komm deinem Mann entgegen. Andersrum genauso.

Lasst die Verletzungen die in der Vergangenheit passiert sind in der Vergangenheit. Ändern oder Rückgängig machen kann man es eh nicht. Wie stellt ihr euch die Zukunft vor? Habt ihr gleiche Vorstellungen davon? Wenn nicht. Könnt ihr da Kompromisse finden?

Redet vernünftig mit einander. Ohne Streit, ohne Vorwürfe und ohne schreien. Redet in Ruhe wenn die Kinder schlafen oder grade nicht da sind. Nehmt euch Zeit.

Bringt es alles nichts und ihr seid beide unglücklich, könnte man über eine Trennung nachdenken. Vielleicht auch erstmal nur eine Räumliche.

Viel Glück und alles gute für die Zukunft

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Wie wäre es mit einer Eheberatung?

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17 Jahre und 3 Kinder - da können die Kinder noch nicht soooo alt sein.
Wie alt sind sie denn?
Ich nehme mal an, dass du finanziell von ihm abhängig bist?
Wie ist die Wohnsituation? Wo geht er hin, solltest du ihn "rausschmeißen"?
Was wird dann aus der Wohnung? Kannst du sie halten?

Du sagst, es hätte in all den Jahren Verletzungen, Respektlosikeiten usw. gegeben - die hast du geschluckt und nun machst du das nicht mehr? Und nun will er, dass du die Beziehung beendest und ihn rausschmeißt? Damit du eine Entscheidung getroffen hast und er das Opfer ist?
Willst du denn wirklich mit ihm zusammenbleiben?
Oder willst du dein Leben gerne behalten, wenn er sich ändern würde?
Weißt du, es ist manchmal echt schwer, sich Sachen einzugestehen - vor allem, wenn alles noch einen Rattenschwanz hat - Kinder, Wohnung, Finanzen. Nach 17 Jahren ist da so viel, was es gemeinsam gibt.
Aber manchmal reicht das einfach nicht. Für den einen. Oder für den anderen. Oder sogar für beide.
Dennoch ist das eine schwere Entscheidung. Es gibt nicht mehr das Schuldprinzip bei der Trennung - juristisch. Aber moralisch schon. Da ist es "einfacher", verlassen worden zu sein, rausgeschmissen, betrogen - als zu verlassen, jemanden rauszuschmeißen oder einzugestehen, das man ihn/ sie betrügt.
Das Opfer hat meist ein wenig Mitleid auf der Seite der Betrachter.
Aber so etwas ist im Prinzip schnurzpiepegal. Da sollte man drüber stehen.
Wichtig ist das, was man selbst fühlt.
Du sagst, du liebst ihn noch - ihn? Oder den, den du mal kennengelernt hast? Oder der Mann, der er für dich sein sollte?
Der Mann, der er aber nicht ist, weil er dich ja seit Jahren nicht gut behandelt und jetzt, JETZT - willst du, dass er sich ändert und was macht er? Er kneift den Schwanz ein und will rausgeschmissen werden.
So einfach ist das aber nicht - BEIDES.
Jemand, der immer oder seit Jahren schon so war, wird sich nicht plötzlich ändern. Warum auch?
Überhaupt ändert man sich nicht mehr wirklich, wenn man einmal einen Weg eingeschlagen hat, außer man will, will, will es von sich aus.
Ein Raucher hört nicht auf zu rauen weil der Partner es will - er muss es selbst wollen.
Man ändert sich nur dann, wenn man es will.
Und du kannst deinen Mann nicht ändern, er kann sich nur selbst ändern - aber das muss er wollen.
Offensichtlich will er nicht. Er sieht sich als Opfer - das tust du auch.
Du sagst, du willst bei ihm bleiben, liebst ihn, aber er muss sich ändern. Das wird nicht passieren.
Also lebt ihr entweder so weiter oder einer macht einen Schnitt.
Du liebst ihn? Wirklich? Du willst mit ihm zusammenbleiben, so wie er ist, so wie er war - die letzten Jahre? Du willst ihn so behalten?
Was ist, wenn er heute geht? Wenn er weggeht und nie wiederkommt? Wenn du ihn nie wieder sehen oder sprechen könntest?
Tut das weh? Der Mann, der letzten Jahre? Oder sehnst du dich nach dem Mann, in den du dich mal verliebt hast? Vor 17 Jahren. Da war er ja wohl anders.
War er respektlos - oder ward ihr es beide gegenseitig? Er hat nur dich verletzt oder du ihn auch?
Was gibt es noch an Gemeinsamkeiten?
Gibt es wirklich noch Liebe?
Viele Dinge, die du dir beantworten musst.
Du kannst und wirst ihn nicht ändern, wenn muss es von ihm kommen und er muss es wollen. Ändern kannst du nur dich.
Du kannst so weitermachen - oder dich ändern. Wohin auch immer. Dafür musst du aber erst mal Fragen beantworten. Dir selbst und zwar ganz ehrlich.
Meint
Luna

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Ich glaube einen Zahn kann ich dir direkt ziehen. Du und niemand anderes kann jemanden ändern. Das kann die Person immer nur selbst. Wenn er gehen möchte soll er es aus eigenen Stücken tun.
Wenn nicht dann gehst du oder lässt es eben weiter laufen.
Dieses Spielchen"wer sich als erstes Bewegt hat verloren" da würde ich mich nicht drauf einlassen.
Ich würde jetzt abschätzen was will ich , was wünsche ich mir und was kann ich dafür tun oder was bin ich bereit zu geben.
Wenn du im Moment nicht klar siehst , geh doch einmal zu einer Beratungsstelle. Da klärt sich vieles!

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