Hilfe - wie komme ich da raus

Ich habe so einen Schmerz das ich das Gefühl habe unmächtig zu werden.
Ich habe schon paar mal geschrieben. Mein Mann hat MS, am Anfang dachte ich wir schaffen es gemeinsam, aber er lässt sich in alles Sachen nichts mehr sagen. Im Gegenteil wenn ich sage er möge bitte zum Logopäden sagt er es liegt an meinen Ohren das ich ihn nicht verstehe. Er fährt 60 km zur Arbeit, baut echt viele Unfälle mit dem auto - ich sag er soll bitte einen Führerscheintest machen, den es könnte mit der Reaktion zu tun zu haben. Nein nein nein. Er wird aggressiv, sagt ich bin an allem schuld. Ich möchte nicht das er unsere 2 Kinder mit dem Auto transportiert, aber er hat keine Einsicht. Ich bin an allem schuld. Ich möchte bestimmen usw. Ich schaffe es psychisch nicht mehr. Er ist einfach nur noch ein Egoist geworden. Ich weiß man verlässt keinen kranken Mann aber er möchte sich nicht helfen lassen. Er ist momentan wie ein sucht kranker der sich nichts sagen lassen möchte. Jeden tag muss ich mich beleidigen lassen aber ausziehen möchte er auch nicht. Wir haben eine Eigentumswohnung. Das schlimme ist das er mir tatsächlich leid tut, nach dem kindesunterhalt wird ihm kaum was übrig bleiben, und wenn er nicht mehr arbeit wird das Jugendamt sich das geld von ihm holen. Er hat eine private BU über 1400 Euro, aber laut seiner meinung braucht er diese nicht - ich bin ja das Problem.
Es bringt mich um wenn ich in die Kinder Augen meiner Kinder sehe, wir wussten vor den Kindern das er MS hat und ich hatte tatsächlich daran geglaubt das wir es trotzdem schaffen werden. Ich habe ihnen gegenüber so ein schlechtes Gewissen, es frisst mich auf. Gleichzeitig habe ich so eine Angst es nicht alleine zu schaffen.
Ich arbeite jeden zweiten Samstag sprich eigentlich bin ich auf seine Betreuung angewiesen.
Es tut so weh, alles geht den bach runter.
Er braucht so viel hilfe, aber will sich nicht helfen lassen.
Ich verdiene netto 1500 plus Kindergeld und Unterhalt müsste es irgendwie möglich sein, leider kann ich nicht auf vollzeit hoch da ich im Einzelhandel nicjt die besten Arbeitszeiten habe- im Gegenteil mit corona steht mein job sogar in Gefahr.
An wen wende ich mivh als erstes? Anwalt? Jugendamt? Ivh han so eine angst es nicht zu schaffen ujd muss dabei stark fur meine kinder sein.
Ich möchte ihm auf keinen Fall due Kinder weg nehmen aber es muss akzeptieren was er motorisch noch kann und was nicht

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Geh`!
Ich habe selbst MS, glücklicherweise seit Jahren im Ruhemodus. Aber ich saß auch schon im Rollstuhl, halbseitig gelähmt, ich weiß, was das bedeutet.
Dennoch - trenn Dich!

Abgesehen von allen emotionalen Schieflagen bringt er Deine Kinder in Gefahr, wenn er mit Ihnen Auto fährt!
Wenn er derart uneinsichtig ist, soll er selbst zusehen wie er klar kommt und Euch nicht mit hineinziehen, lass Dir das nicht gefallen.
Nur weil man krank ist, muss man nicht zum Charakterschwein mutieren!

Lebe Deinen Kindern nicht diese Duckmäuserhaltung vor!

Wende Dich umgehend an einen Anwalt, alles weitere wird der Dir schon vorschlagen.

LG, katzz

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Vielen Dank für deinen Beitrag.
Ja aber wir soll ich ihm verbieten das er die Kinder mitnimmt? Dafür müsste ich den kompletten umgang verbieten.
Das du als Betroffene sogar meibe Sichtweise siehst bedeutet mir sehr viel.
Ich hätte eher mit eh wie kannst du ihn nur krank verlassen.
Aber es würde mich tatsächlich nicht der Rollator stören, sondern dieses psychische.
Ich weiß tatsächlich nicht was ihm wird. Er tut mir eigentlich sehr leid.

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Lass Dich umgehend beim Anwalt beraten und besprich auch dieses Thema mit ihm - möglicherweise kann man da eine Verfügung erwirken, dass er mit den Kindern NICHT mehr Auto fahren darf. Man müsste eh' mal klären, ob er nicht schon eine Gefahr für die Allgemeinheit ist, bei den vielen Unfällen die er schon hatte.

Zögere nicht mehr lange.

LG, katzz

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Als erstes würde ich mir überlegen, was ich wirklich will? Weißt du, was du willst?
Willst du die Trennung? Dann würde ich als erstes mit dem Mann reden und dann entscheiden, wie es weitergeht.

Alles Gute für dich 🙂

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Ja ich möchte die Trennung, es ist unerträglich. Er sagt er möchte auch die Trennung, aber ausziehen will er nicht. Denke auch nicht das er glaubt das ich es ernst meine

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Dann könntest du anfangen, ihm das zu vermitteln. Du behältst die Wohnung? Dann würde ich ihm sagen, dass er ausziehen soll. Wenn er das nicht will, dann würde ich mir anwaltliche Hilfe holen, notfalls die Wohnung gerichtlich zuweisen lassen.
Wenn du ausziehen willst, dann suche eine neue passende Wohnung und geh.

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Doch, man kann auch einen kranken Mann verlassen. Keiner kann was für seine Krankheit. Du erst recht nicht, doch er schiebt dir die Schuld zu. Nicht nur in diesem Bereich, sondern überall.
Nur weil man krank ist, muss man kein A.... sein.
Du hast versucht ihm zu helfen, ihn animiert zu Ärzten zu gehen. Er will nicht und wird wütend darüber. Diese Sturheit bringt dich zum Verzweifeln.
Vielleicht muss man sich nicht sofort trennen. Vielleicht bewirkt eine vorerst räumliche Trennung ein Umdenken bei ihm.
Wegen der Finanzen und der Kinderbetreuung bei ihm zu bleiben ist der falsche Weg. Du gehst daran zu Grunde.
Dann beziehst du eben Sozialleistungen.
Lieber den Gürtel enger schnallen, als sich psychisch fertig machen zu lassen.

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Danke du sprichst mir aus der seele. Habe noch nie Sozialleistungen bezogen daher ist es neu für mich. Meine Kinder sind 6 und 4, in paar Jahren kann ich bestimmt in vollzeit aber möchte nicht das sie noch mehr auf mich verzichten müssen

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Richtig, in ein paar Jahren, wenn die Kinder älter sind, sieht es schon wieder anders aus.
Ich arbeite selbst im Handel und weiß, dass die Dienstzeiten fern von familienfreundlich sind, besonders wenn du Kinder zu betreuen hast.
Ich kann dir noch raten eine Frauenberatungsstelle aufzusuchen. Dort bekommst du eine kostenlose Rechtsauskunft,Hilfe bei der Wohnungssuche, Beratung darüber welche Gelder dir zustehen und wenn nötig bieten sie auch therapeutische Hilfe.
Dann weißt du wenigstens schon mal mit was du rechnen kannst.

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Ich möchte dir dazu nur eine Sache sagen:

Man sollte einen Menschen nicht verlassen nur weil er krank ist, aber einen bösartigen Egoisten, der das Leben aller um ihn herum zur Hölle macht, kann man zurück lassen. Du und deine Kinder habt ein Recht auf ein glückliches Leben. Krank zu sein, heißt nicht einen Freifahrtschein für unmögliches Verhalten zu haben. Es ist gleichermaßen Bürde und Verpflichtung, wie man damit umgeht ist individuell.

Nimm die Schuldgefühle aus deiner Argumentation, du lässt ihn nicht im Stich, er lässt dir keine Wahl. Es ist nicht die Krankheit, es ist sein Umgang damit und mit euch.

Viel Glück.

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Danke es bedeutet mir sehr viel

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Du verdienst 1500 Netto für 2 Samstage im Monat?

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Schön wars. Nein ich arbeite 26 std, aber so das es in die Kitazeit fällt - zumindest jetzt noch. Davon 2 Samstage im Monat

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Wenn er so viele Unfälle baut, ist da nicht mal was von der Polizei gekommen?

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In 10 Jahren 7. Irgendwann macht die Versicherung nicht mehr mit und er denkt dann er macht es auf mich. Problem ohne Auto kommt er nicht auf die Arbeit und dann droht er mir das er dann keinen Unterhalt bezahlen kann.

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Das ist viel.
Ich habe in 23 1 kleinen gehabt.

Kannst du denn die Wohnung halten?

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