Wunsch schwanger zu werden nach Totgeburt?

Hey Mädels,

Ich komme mir gerade ziemlich verrückt vor, wir haben im Juni 2020 unsere kleine Tochter im 6.ten Monat bei einer Totgeburt verloren. Nun merken wir immer mehr das der Wunsch nach einem eigenen Kind immer größer wird. Die Geburt war sehr kritisch für mich ich habe viel Blut verloren, die Angst ist gross das es wieder passiert. Vorher hatte ich nie Regelmäßige Zyklen, durch eine Hormontherapie war ich damals schwanger geworden. Jetzt scheint alles regelmäßiger zu laufen, ich hatte meine Periode im Juli, August, September durch Antibiotika wegen einer Blasenentzündung blieb die periode dann im Okt. Und Nov. aus. Im Dezember kam sie dann pünktlich wieder zum gewohnten Datum. Ich würde nie wieder eine Hormontherapie machen, ich hab das Gefühl das mein Körper vielleicht zu etwas gedrängt wurde wozu er damals nicht bereit war. Die Angst ist aber gross das es wieder passiert, wor wollen jetzt alles drauf ankommen lassen ohne Druck und ohne Verhütung. Wie findet ihr das? Oder geht es dem ein oder anderen mit einer ähnlichen Vorstellung genauso? Ist jemand schwanger geworden nach so einer Geschichte und alles ist gut gegangen ?

Wie war es bei euch?

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Ich kann dir nur eine Seite aus eigener Erfahrung sagen, die zweite nur von einer Freundin:

Ich habe bei der Geburt meines Sohnes sehr viel Blut verloren, es war knapp. Aber: ich habe danach ein Gespräch mit dem Oberarzt gehabt, wieso, weshalb, warum.... wie kann es verhindert werden beim nächsten Mal.... das hat mir auf jeden Fall sehr geholfen und das wäre nun, ein gutes Jahr später, kein Grund für mich auf ein zweites Kind zu verzichten. (Ich hatte davor übrigens 2 frühe Fehlgeburten und 2 biochemische ss).


Seit dem Rückbildungskurs habe ich auch eine neue Freundin, ihr Sohn ist 2 Tage nach meinem im November 2019 geboren. Es war ihr zweiter Sohn. Ihren ersten musste sie in der 37. Ssw tot zur Welt bringen, das war im Mai 2018. Sie ist sehr gläubig, kann sein, dass ihr das geholfen hat, aber ich will dir nur zeigen: so späte Totgeburten sind echt die Ausnahme, glaubt an euch, das nächste Mal habt ihr mehr Glück!

Alles Gute!!

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Ich kann dir von mir berichten, ich hätte im Januar 2019 eine sehr komplizierte Geburt auch viel Blut verloren, war sich kritisch für mich. Aber es war für mich immer klar wir möchten 2 Kinder, keine Geburt ist gleich. Ich fahre auch 60km bis zu Entbindungsklink weil ich weiss das ich da gut aufgehoben bin.

Eine bekannte hatte in der 41SSW eine Todgeburt im Mai 2019, letztes Jahr im Sommer durfte sie ein gesundes Kind zur Welt bringen.

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Das tut so gut zu hören das es auch bei einer weiteren Schwangerschaft gutgehen kann.

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Ich bin auch Helferin beim Gyn kenne von dort halt auch einige Fälle.

Ich rate dir es versuchen entspannt anzugehen, solltest dich auch bei deinem Arzt gut aufgehoben fühlen, die dir auch deine Angst nehmen und viel Einfühlungsvermögen haben und erst recht in dem KH wo du entbinden möchtest.

Ich von aktuell Schwanger in der 6. Woche, fahre zu jeder Kontrolle 60km da ich in Elternzeit bin und meine Chefinen meine Ärzte sind. Finde es nach einer Vorgeschichte wichtig das man sich sehr gut aufgehoben fühlt.

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hey meine Liebe, mein Beileid und tut mir leid das du es Erleben musstest🥺

setzt euch nicht so unter Druck ich hatte Ende Juli eine Fehlgeburt in der zehnten Schwangerschaftswoche und seitdem war mein Zyklus total durcheinander.
Vor der Schwangerschaft war die immer pünktlich zwischen 27 und 29 Tagen.
Ich nehme seit Anfang Oktober durchgehend Mönchspfeffer und es hat sich reguliert.
Der letzte zyklus hat es gezeigt also, scheint sich engependelt zu haben. Denn nach der Ausschabung war es zwischen 25-36 tagen... wir sind jetzt in dem 4. ÜZ ...
damals bin ich beim 1. ÜZ schwanger geworden.

Hast du den Hormonelle Beschwerden ?

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Meine Zyklen waren immer sehr lang teilweise bis zu 12 Monaten,durch eine versteckte diabetis die nicht ausgebrochen ist, nach der Schwangerschaft sollte es verschwinden und es sieht ganz danach aus das es sich reguliert hat.

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Ich hatte eine ziemlich schlimme Geburt, unsere Tochter hat es gerade so noch geschafft. Was mir sehr geholfen hat, waren die Gespräche mit der Ärztin im Krankenhaus und meiner Hebamme. Es gibt keine medizinische Erklärung dafür, warum das alles so passiert ist - das beruhigt mich insofern, als dass ich es unter "einfach übel Pech gehabt" verbuchen kann und weiß, dass es nichts gibt, was bei einer weiteren Schwangerschaft wieder dazu führen könnte. An deiner Stelle würde ich das Gespräch nochmal suchen, falls ihr nicht ganz klar wisst, woran es lag, ob es evtl. wieder passieren kann, ob man im Vorfeld schon Maßnahmen ergreifen kann...

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Ich bin gespannt, ich werde einfach mal anhand ovus schauen in den nächsten Monaten ob ich überhaupt einen es habe

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Ich kann dir aktuell von einer Freundin berichten , sie hatte im 6 Monat auch eine tot Geburt. Wurde nach kurzer Zeit aber direkt wieder schwanger und ist aktuell in der 38 Woche. bisher ist alles gut.
Lg

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Es tut mir sehr leid, dass ihr eure Tochter verloren habt!

"Wie findet ihr das?"

Diese Frage solltest du niemandem stellen. Das ist etwas, was nur dich und deinen Mann etwas angeht.
Mein größter Fehler war, dass ich einmal in einem anderen Forum nachgelesen habe, wie schnell oder langsam andere Paare wieder schwanger geworden sind. Manche wurden so viel schneller schwanger als ich, dass ich den Eindruck hatte, mich viel zu sehr in die Trauer hineinzusteigern. Die anderen wurden so viel später als ich schwanger, dass ich das Gefühl hatte, kaltherzig zu sein, so schnell zu überwinden.
Jeder Mensch ist individuell und jede Trauer ist individuell.
Macht eure Entscheidung nicht von der Meinung anderer Leute abhängig und lasst euch nichts einreden!
Wenn es sich für euch gut anfühlt, dann wird es auch gut sein🌼

"Oder geht es dem ein oder anderen mit einer ähnlichen Vorstellung genauso? Ist jemand schwanger geworden nach so einer Geschichte und alles ist gut gegangen?"

Unsere Tochter hatte eine Behinderung, durch die sie nicht lebensfähig war. Das wussten wir relativ früh in der Schwangerschaft und uns wurde wenig Hoffnung gemacht, dass sie überhaupt die Schwangerschaft überlebt.
Sie wurde termingerecht geboren und ist wenige Tage später gestorben.
Irgendwann kam langsam der Wunsch nach einem weiteren Kind. Immer wieder mit Zweifeln. Wir haben viel darüber geredet und sehr viel gebetet.
Letzten Sommer hatten wir dann die innere Gewissheit, dass es okay ist.
Ängste und Zweifel waren immer noch da.
Wir haben wie ihr überlegt, dass wir es ganz ohne Druck angehen. Wir wollten einfach nicht mehr verhüten, aber auch nicht auf den Eisprung achten.
Ich bin sofort im ersten Zyklus schwanger geworden.

Und mit einem Schlag waren fast nur Angst, Zweifel und Schuldgefühle da. Wir haben einen Moment gebraucht, bis wir den positiven Schwangerschaftstest verdaut hatten.
Jetzt bin ich in der 28. Woche. Vorfreude und Ängste wechseln sich ab. Auch mit einigen Aufs und Abs, aber die Vorfreude überwiegt immer deutlicher🙂
Wir haben uns gegen eine PND entschieden, weil diese Zeit bei unserer Tochter für uns emotional sehr belastend war. Bislang waren alle Untersuchungen unauffällig, aber natürlich haben wir immer noch Angst, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Manchmal haben wir auch immer noch enorme Schuldgefühle, als wäre dieses Kind ein Ersatz.

Aber wir sind auch guter Hoffnung und wollen genau DIESES Kind.

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute!🍀

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Das liest sich sehr schön wie du das schreibst... ich drücke dir die daumen das alles gut bleibt:)

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