Alternative Menschen/ Lebenseinstellung - Trend oder Interepretationsfrage?

Hallo,

ich weiß nicht genau ob ich mit meiner Frage/meinem Anliegen in dem Forum "Freundschaften" richtig liege! Bei Bedarf kann das ganze ja verschoben werden :)
Mich beschäftigt das Thema und ich habe das Bedürfnis mich hier mit Euch auszutauschen und erhoffe mir verschiedene Perspektiven auf das Thema Alternative Menschen / Alternative Lebenseinstellungen ... vielleicht habt ihr Lust mal darüber zu diskutieren ...

Ich fange einfach mal an...

Es ist so, dass sich in meinem Freundes - / Bekanntenkreis sehr viele Menschen befinden, die gar nicht wie ich, das typisch deutsche "Spießbürgertum" leben. Ob ich das nun so lebe kann ich jetzt gar nicht genau sagen, würde ich auch nicht verbissen behaupten - allerdings denke ich schon, dass meine Optik sehr genau darauf passt. Und mich fremde Leute, die mich gar nicht kennen, anhand meiner Optik sicherlich in die Schublade "Spießertussi" stecken würden. Klingt jetzt negativ - empfinde ich aber gar nicht wirklich so.
Optisch sehe ich tatsächlich sehr Mädchenhaft und oberflächlich aus und ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele Leute hinter dieser Optik nicht unbedingt eine bedachte, reflektierte, durchaus kritikfähige etc. pp.... Person vermuten würden.

Mein Umfeld besteht tatsächlich überwiegend aus tätowierten, Hippie mäßig aussehenden, eher ökomäßigen Leuten... die durch die Bank weg von sich behaupten "total alternativ" zu sein!

Optisch passen diese Leute auch total in meine definition von "alternativ" !!
Von ihrer Art mit Problemen umzugehen, ihr Leben zu managen und ihrer Haltung in vielerlei Hinsicht allerdings überhaupt nicht!

Meine Definition von "alternativen Menschen" ist vielleicht auch zu sehr "Schublade" ...
Aber ich stelle mir darunter Hippie -/ Ökomäßig aussehende Leute vor, die ihr Leben nicht nachdem ausrichten, was die Gesellschaft vorlebt, die nicht aus jeder Kleinigkeit ein Problem machen, die vielen Dingen offen und wertfrei gegenüber stehen und nicht verbissen und festgefahren in ihrer Meinung sind etc...
Nicht zuletzt die Kifferfraktion (LOL ... ok... DAS ist dann doch Schublade^^... ich weiß)

Alles Dinge, die auf mein Umfeld überhaupt nicht zutrifft - von der Optik abgesehen.

Warum ist es so wichtig sein Leben oder sich selbst als alternativ zu betrachten?
Warum machen die Leute ihr Ding nicht wie sie es eben machen - egal ob das nun vollends oder teilweise auf das typisch deutsche Spießbürgertum, alternativ sein oder auch ein Zwischending zutrifft?!
Warum wird soviel Wert darauf gelegt, sein Leben, sein tun, sein denken und sein dasein als alternativ zu definieren?

Ich habe auch den Eindruck, dass diese Leute immer mehr werden.

Ist da ein "Trend" ausgebrochen - von welchem ich nichts mitbekommen hab?

Zumal der Begriff "alternativ" nichts anderes besagt als "anders sein" ... In meinem Hippie-Öko Umfeld, wäre dann ja ICH die einzige die alternativ - sprich anders ist als die anderen ?!

Vielleicht habt ihr Lust mir Eure Perspektiven dazu aufzuzeigen, mir neue Anregungen bei meiner Perspektive auf das ganze zu geben usw...

Ich freue mich auf Eure Antworten :)

LG#winke

1

Es gibt einen Spruch den Ich lebe; " Ihr lacht über mich weil ich anders bin? Dann lach ich über Euch weil Ihr alle gleich seid!"

Es ist total egal ob man "anders" ist oder nicht. Ich selber habe darüber erst mal nachgedacht als meine Familie mich als " ANDERS" kritisierte- ich bin tätowiert, habe Bekannte die Kriminalbiologen oder Rechtsmediziner sind- habe auch keine Modelmaße- bin aber sauzufrieden mit dem Leben!

Und jaaaa- ich habe auch Kinder die - der Apfel fällt nicht weit vom Stamm- auch irgendwie anders sind ;-) sie sind höflich und erzogen aber aufgeweckt- wie mein Mann und ich auch.

Es ist schon so das wir nicht die Sonntagsfamilie sind: Kirchgang und dann mit den Kinder im Entenmarsch spazierengehen oder Radfahren damit alle sehen wie angepasst wir sind.
Wir besuchen dann lieber Festivals oder tun was uns gefällt und uns guttut!

Also; die Definition "alternativ" kann 1000 verschiedene Gesichter haben- meines erachtens jedenfalls! Liebe Grüße!

2

Da ist es wieder.

*angepasst*

Warum ist es denn so fatal etwas "angepasstes" zu machen?
Und warum ist es so wichtig den eigenen Lebensstil als "unangepasst" zu definieren?

Ich rede nicht von Optik etc... ich will einfach nur wissen woher das Bedürfnis kommt sich "unangepasst" zu nennen und inwiefern ihr unangepasst lebt?!

Beispiele für ein alternatives/unangepasstes/anti-mainstream Leben wären mal was!

Danke

LG

PS

Ich war noch nie in der Kirche
Bin ich jetzt auch unangepasst? *grübel*

3

Meiner Meinung nach ist es nur natürlich, dass man anders sein will. Man will sich von der Menge abheben, besonders sein. Nichts ist schlimmer, als wenn jemand zu dir sagt "Du bist genauso wie die anderen" Wie langweilig #contra
Außerdem finde ich es auch normal, dass man verschiedene Lebenswege ausprobiert um das Richtige zu finden. Die meisten landen später ja eh wieder im Spießerleben mit kleinem Eigenheim und zwei Kindern ;)

Eigentlich sind alle schon so anders, dass sie wieder gleich sind. Sagst du ja selbst, dass du deine Freunde in die Öko-Hippie-Schublade steckst.

4

Hm, bin mir nicht sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe.
Du siehst tussig aus, bist aber von Deiner Einstellung her total spießig. Deine Freunde sind optisch Hippies, stellen sich als alternativ dar, sind es aber nicht und Du möchtest nun wissen, ob es gerade hip ist, sich als unangepasst und alternativ zu bezeichnen. Oder verdrehe ich da was?

Wie sehen die Dich denn? Als Tussi oder als Unangepasste?

5

Wie man mich sieht weis ich nicht!

Mir fällt nur immer wieder auf, dass die Menschheit sich vermehrt als "unangepasst" und "alternativ" betitelt und ich mir die Frage stelle warum es so erstrebenswert ist seine Lebenseinstellung so zu definieren!

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