bemuttere ich ihn noch zu sehr

hallo zusammen,

mein sohn ist 14 und hat sich einen job als austräger geangelt.
es war so, dass er immer sagt er braucht geld und ich sagte, wenn du mehr brauchst als taschengeld musst du dir arbeit suchen. also hat er sich vor einem jahr da beworben. mit 14 kann man ja so viel noch nicht machen und ich gab ihm den hinweis mit den zeitungen, weil es auch immer vorne drauf steht, dass die suchen.
nun hat er positiven bescheid. der erste austrageeinsatz steht bevor. er hat einen tag zeit von fr. auf samstag abend. wir wollten freitag abend essen gehen aber da er am nächsten tag einen wettkampf hat über mehrere stunden habe ich ihm gesagt, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass er am samstag noch energie hat zum austragen.

so, und das habe ich meinem freund erzählt. der meinte, wer sich den job gesucht hat und wessen job das ist und ich mich eigentlich raushalten sollte. er wäre alt genug und müsse selsbtbestimmt und eigentverantwortlich entscheiden.
für mich ist er "erst" 14 und ich wollte ihm lediglich den tipp geben sich das zu überlegen ob er nciht schon freitag seine arbeit erledigt. er solle es sich überlegen und mir bescheid geben.
ich habe ihm aber auch angeboten, die erste tour mitzugehen wenn er will.

wie findet ihr das oder wie würdet ihr das sehen? ist ein wohlgemeinter rat bei einem 14 jährigen schon einmischung? sollte er lieber alleine gehen?

mein freund meinte, wenn er es nicht richtig macht würde er schon ärger mit dem ag bekommen. bin ich zu tüdelig?

lg

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Hallo,

meine Stieftochter (14) hat auch einen Job als Austräger.
Wie sie sich die Arbeit einteilt, ist ihre Sachen. Die Zeitungen kommen Donnerstag an, Freitag wird gefaltet und Samstag oder Sonntag morgen ausgetragen.
Sie weiss, dass das ihr Job ist und wir diskutieren da auch nie drüber.

Allerdings ist mein Mann die erste Tour auch mitgelaufen. 4 Augen sehen einfach mehr als 2. Sie haben dann geschaut wie man die Route optimiert, ob irgendwo Hunde sind (Dorf) und ob es versteckte Eingänge / Briefkästen gibt.

Seither macht sie da zuverlässig alleine. Sie ist gerne gesehen - gerade bei den alten Leutchen - weil sie wissen, dass ihre Blättchen pünktlich kommen.

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also den Tip hätte ich auch gegeben, -- ich plane gerne und denke auch gerne voraus und weiß, dass das mein Junior nicht macht....

-- aber alles/weitere andere hätte ich nicht gemacht. - ich würde nicht mitgehen oder nicht nochmal nachfragen, sondern ihn entscheiden lassen. (maximal Hilfe anbieten, wenn er gar keine Rundeneinweisung bekommen hat). -- aber mitlaufen? -- nö.

allerdings hatte mir damal meine Mama geholfen, die Werbe-Einleger ins Heft reinzusortieren ...da sind wir immer gemeinsam am Tisch gesessen, weil das echt eine Strafarbeit war und ich war damals dankbar... -- aber das ist keine EInmischung, - das ist Hilfe.

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Einen neutralen Tipp würde ich mir wohl auch nicht verkneifen können.
Allerdings weiß ich, dass meine Kinder dann mit Augen rollen würden: "Mama, ich bin ja nicht blöde, weiß ich selber."

Und begleiten? Würde nicht machen, ist auch total peinlich für ein Kind.
Hätten meine auch niemals gewollt.

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Ich finde es nicht schlimm, dass du ihn anlegst, sich den Zeitplan genau zu überlegen und anbietest, die erste Strecke mitzugehen. Würde für mich als "Einarbeitung" zählen.

Er kann dann selbst entscheiden, ob er das Angebot annimmt oder nicht.

Ich würde es aber als Einmalleistung ansehen, denn es ist sein Job, nicht meiner und wenn es wegen Schludrigkeiten Ärger gibt, ist es auch sein Problem.

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Ich finde es richtig, dass Du ihn bei seinen 1. Mal Arbeiten vorwarnst und Erfahrungen mit ihm teilst und dich grundsätzlich hilfsbereit und gesprächsbereit zeigst. Jugendliche brauchen Ansprechpartner. Allerdings ist es dann auch seine Sache, ob er den Rat annimmt und wie er sich die Tour organisiert und ob er sich dazu Hilfe besorgt, ganz besonders wenn er weiß, wo er diese herhaben könnte.

Also reden ja, aber meine Begleitung aufdrücken oder ihm die weitere Orga ungebeten hinterher tragen: klares Nein.

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Warum kann er denn nicht Freitagnachmittag VOR dem Essengehen austragen? An wie viele
Haushalte muß er denn austragen?

Mein Sohn hat, wenn er's eilig hatte, auch schon mal nen Freund gebeten zu helfen oder der hat auch mal ganz allein ausgeteilt und dann das anteilige Geld bekommen.

Aber an sich hat dein Freund recht, mit 14 sollte man das selber planen können. Wenn nicht würde ich mich als Mutter fragen, woran das liegt.

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Hallo, es war das erste mal, sonst finde ich natürlich auch,d ass er das alleine organisieren und regeln muss. aber der erste job und das erste mal, kann er gerne um rat oder unterstützung bitten, dann muss er alleine durch. hbe mich vieleicht nicht so klar ausgedrückt.

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Wenn er dich bittet ok, wenn er aber selber entscheidet, dass erst Samstag nach nem Wettkampftag zu machen, ist das seine Entscheidung.

Ich würde nochmal mit ihm reden, und ihm wirklich vorschlagen, das Freitagnachmittag zu machen. Oder wenigstens die Hälfte.

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Er ist SCHON 14.

Er muss seine Arbeit selbstverantwortlich einteilen. Er ist keine 4 mehr.

Meiner Meinung nach hat Dein Freund recht. Er hat sich den Job gesucht weil er Geld braucht, also muss er das mit der Arbeit hinbekommen und selbst überlegen wann er sie macht. Er muss schließlich die Verantwortung dafür tragen nicht Du. Halt dich daraus!!!!

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Ich mache es bei meinen Immer so, dass ich Hinweise gebe, wenn ich denke, dass irgendetwas gegen den Baum geht, aber es sind nur Hinweise, und solange es nichts lebenswichtiges ist, bin ich da auch relativ gelassen und diskutiere auch Vor- und Nachteile von gewissen Entscheidungen. Mein Großer war mit 15 im letzten Jahr auch in der Situation pro Woche 5 Stundne arbeiten zu gehen, da habe ich zum Beispiel auf die zeitlichen Einschränkungen durch Schule, Haushalt und Freunde hingewiesen, er hat das durchgerechnet, was er mit Freunden machen will, wie viel Zeit er für die Schule und Aufgaben zuhause braucht und sagte, er bekäme das hin, konnte ich mir nicht vorstellen, hat aber super funktioniert Ich finde es ist wichtig, wenn man Erfahrung hat, diese zu teilen, (nicht nur mit Kindern), aber man sollte es nicht übertreiben. Auch aus Fehlern lernt man. Mir ist es auch ganz lieb, wenn Fehler so früh wie möglich gemacht werden, damit man sie im Ernsfall nicht macht.

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