Migräne 10jähriges Kind

Hallo,

ich suche auf diesem Weg Eltern, die auch ein Kind haben, dass regelmäßig unter Migräne leidet.

Mein Sohn ist 10 Jahre alt und hat eigentlich "schon immer" Migräne.
Als er noch klein war und sich nicht äußern konnte, hat er viel geschrien und gebrochen, dann lange geschlafen.
Als er etwas älter wurde, hat er immer gesagt ihm sei schlecht, hat sich dann übergeben und total lange geschlafen.
Ich dachte an diverse Lebensmittelunverträglichkeiten, habe Gluten, Eiweiß etc weggelassen und beobachtet. Nichts besserte sich.
Erst als er in die Schule kam und genauer beschreiben konnte was bei ihm abgeht, bin ich auf Migräne gekommen. Sie kündigt sich auch an, also mit sogenannter Aura.
Wenn sich so ein Anfall ankündigt, kann er das mittlerweile sehr gut händeln, geht in sein Zimmer, macht das Rollo runter und versucht schnell einzuschlafen. Denn das ist das einzige, was hilft.


Kennt das jemand? Was habt ihr für Erfahrungen damit oder seid ihr selbst betroffen und habt seit früher Kindheit Migräneanfälle?

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Hallo,

ich selber habe es seit Kindergartenalter, mittlerweile 10-15 mal im Monat, bin aber gut eingestellt.

Mein Mittlerer (fast 9) hat es leider ebenfalls seid Kindergartenalter.

Wir hatten EEG, EKG, MRT, SchlafentzugsEKG, Blutabnahme, Krankenhausaufenthalt,...usw.

Mittlerweile nimmt er Magnesium, aber tatsächlich deutlich verbessert hat es bei ihm Osteopathie. Da sind wir bei einer Kinderärztin, die Migräne bei Kindern kennt.

Die Kopfschmerzambulanz beginnt endlich im August.

Immer wichtig: führt ein Kopfschmerztagebuch!

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Danke für deine Antwort.

Das Tagebuch führen mache ich seit mehreren Jahren. Ich kann aber keine Regelmäßigkeit oder Auslöser entdecken. Das einzige, was ich dadurch rausgefunden hab ist dass es im Frühjahr/Sommer etwas häufiger ist als zu anderen Jahreszeiten und generell bei Wetterumschwüngen.
Durchschnittlich 2x im Monat.

Ich bin auch von Osteopathie überzeugt und mit ihm schon durch ganz Deutschland zu Kinderosteopathen, auch auf Kopfschmerzen spezialisierte, gereist. Keiner findet was, die Aussagen decken sich mittlerweile. Körperlich ist alles in bester Ordnung.

Der letzte Arzt hat mir die Adresse eines Kinderneurologen gegeben, der darauf spezialisiert ist. Bin mir noch unsicher. Die Sache ist, dass er selber es gar nicht als so schlimm empfindet. Noch. Er merkt es und weiß dass er schnell schlafen muss. Macht er dann auch. Teilweise 15 Stunden. Danach ist alles wieder gut.
Irgendwie weiß ich noch nicht, ob sone neue Arztodyssee wirklich angebracht ist.
Eben weil ich nicht glaube, dass daran was zu machen ist bei Kindern. Ich will ihn doch nicht mit starken Medikamenten behandeln lassen, wenn schlafen auch nen guten Effekt hat, oder?

Wie geht dein Sohn denn damit um, wenn er Migräne hat?

Liebe Grüße

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Hi,

bei zweimal im Monat wird auch kein Arzt eine Prophylaxe mit Antiepileptika oder ähnlichem beginnen. Dafür sind die Anfälle zu selten.

Maximal Triptane kann ein Neurologe deinem Sohn verschreiben, je nachdem machen due sie das aber ungern vor 13 Jahren. Sinnig wären die schon, wenn deinen Sohn das belasten würde.

Meinen Sohn belastet das mittlerweile sehr. In guten Monaten ist er 10 Tage out of Order. Er sagt, ihm fehlt oft so viel. Tabletten helfen schon lange nicht mehr, und hinlegen auch nicht so, dass es weg geht. Ein Anfall dauert bei ihm meist drei Tage.

Deswegen mach ich weiter. Ich weiß wie verzweifelt ich als junges Mädchen war, als mehrere Ärzte meinten, man könne nichts tun. Bis ich wen gefunden habe. Aber auch ich war als junges Kind weit über 2mal im Monat.

So lange er darunter nicht leidet, ist alles gut. Dennoch würde ich (für später) Triptane im Auge behalten. Die haben mir mein Leben zurück gegeben.

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Hallöchen, ich leide unter Migräne ca
Seit meinem 6. Lebensjahr, zumindest ist es in dem Zeitraum signifikant aufgefallen. Die Diagnose Migräne habe ich allerdings erst in der Pubertät mit ca. 16 erhalten. Davor wollte kein Arzt mich darauf untersuchen, Kinder haben halt mal Kopfschmerzen, wenn sie auf etwas kein Bock haben 🤷‍♀️.
Seit dem habe ich diverse Medikamentenversuche, Therapien und KH Aufenthalte hinter mir (ich bin mittlerweile 32)
Ich habe bis zu teilweise bis 4 Attacken die Woche gehabt, also mir ging es jahrelang wirklich schlecht.
Das Einzige was wirklich geholfen hat, ist als ich mich angefangen habe mit Körperfunktionen und Vitamine zu beschäftigen. Seitdem ich hoch dosiertes Vitamin D + Co. Faktoren, Vitamin B, Magnesium und noch ein paar andere nehme, sind meine Attacken drastisch gesunken. Bei Attacken nehme ich dann Triptane.
Allerdings musste ich mir alles alleine beibringen und habe viele Wochen recherchiert. Einen Arzt der sich damit kompetent auskennt habe ich leider nie kennengelernt.
Deshalb mein Tipp, fang an zu lesen und zwar neben der Schulmedizin. Von Helden ist zb ein guter Autor zum Einstieg in das Thema ☺️

Lg Yumi

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Okay, das werde ich mir mal besorgen und lesen, danke.

Na das ist ja ein richtiger Albtraum, so viele Attacken.
Natürlich habe ich auch Angst vor einem Anstieg der Anfälle, gerade wenn die Pubertät kommt. An einen Mangel von Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen etc habe ich auch schon gedacht, aber man findet zu dem Thema ja nichts gescheites im Netz.

Ich selber bin auch 32, hatte auch schon Migräne, aber das hat irgendwann so mit Mitte 20 komplett und ohne was zu machen aufgehört.

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versucht es mal mit reiki und homöopathie. ich habe seitdem nur noch 1x im jahr einen migräneanfall mit aura.

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Ich habe seit der Pubertät hormonelle Migräne und bin generell ein Kopfschmerz-Mensch.

Ich habe die leise Befürchtung, dass der Sohn, jetzt 8, in meine Fußstapfen tritt. Er klagt häufiger über Sehstörungen und hat danach Kopfweh und Übelkeit.

Erste Auslöser vermute ich bei ihm in Wetterumschwüngen und zu wenig/ zu unregelmäßigem Schlaf.
Auch er schläft die Kopfweh weg.

Ich selbst komme mit Triptanen gut klar. Nehme sie eben einmal im Monat, wenn ich merke, dass es vor den Augen zu flimmern beginnt und ich tierisch Hunger auf Schokolade bekomme... dann geht es.

Dauerhaft hatte ich bisher sonst keinen Erfolg, habe es bisher mit Vitamin D und Magnesium probiert...

Koffein hilft manchmal. Ich habe bei dem Sohn ehrlich gesagt auch schon mal Cola gegeben. Hat sogar etwas geholfen.

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Hallo,

meine Nichte litt ebenfalls an Migräne, auch schon als Kind.

Ihr hat Mutterkraut geholfen - eine Kapsel täglich für ca. 2 Wochen als Prophylaxe und dann, sobald der dumpfe Schmerz wieder auftaucht, wieder für 2 Wochen.

Alles Gute und liebe Grüße

Karin

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Hallo,
ich möchte bei unserer Geschichte nicht von Migräne sprechen,da dies nicht von einem Arzt diagnostiziert wurde.Aber als mein Kind zwei Jahre alt war, fing es immer mal wieder an mit Kopfschmerzen und so schnellem Erbrechen,dass oft noch kein Eimer zur Hand war.
Als es kurz vor der Einschulung wieder mal extrem war,bin ich in die Kinderklinik.Dort haben sie ein EEG gemacht,danach ein MRT in Vollnarkose. Der Arzt meinte damals ich soll ihm Magnesium geben. In der Apotheke erklärte mir dann eine Apothekerin,dass im Leitungswasser viel zu wenig Mineralien usw drin sind und wir doch besser hochwertiges Wasser trinken sollten. Damals fand ich das seltsam,denn mit einem Sodastream haben wir gut gelebt . Aber wir haben uns mit dem Thema befasst und kaufen seit dem u.a.Gerolsteiner. Und siehe da,meinem Kind ging es bald besser. Es ist jetzt bereits ein paar Jahre her und es hatte seit dem vielleicht noch zwei Mal solche Kopfschmerzanfälle. Vielleicht hilft euch dieser Beitrag etwas weiter. Alles Gute.

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Hallo, ich habe gerade deinen Beitrag gelesen. Mein Sohn ist jetzt 8 und hatte ungefähr 1,5 Jahre lang ständig Migräne. Erst alle paar Monate, dann immer öfter, bis er am Schluss regelmäßig alle 2 Wochen einen Migräneanfall hatte. Und fast immer nur am Wochenende. Immer an der gleichen Stelle (linke Schläfe drückt nach innen, als wäre der Kopf im Schraubstock). Ganz schlimm wurde es, wenn ich nicht sofort reagiert und ihm ein Zäpfchen gegeben habe.

Anfangs war ich vorsichtig, wollte ihm nicht vermeintlich unnötig Schmerzmittel geben. Aber dann hat sich der Schmerz richtig festgesetzt, er hat sich mehrfach übergeben und ist irgendwann eingeschlafen. Nach ein paar Stunden wieder aufgewacht und es ging von vorne los.

Also gab ich ihm sofort ein Zäpfchen, wenn er sagte dass wieder dieser Schmerz kommt. Dann konnte er meistens ohne übergeben einschlafen und nach dem aufwachen war alles wieder gut.

Dann war ich mit ihm beim Augenarzt, dort bin ich regelmäßig 1x im Jahr, seine Sehstärke war immer grenzwertig aber es hieß, solange keine Beeinträchtigung da ist, bekommt er keine Brille. Auch als ich die Kopfschmerzen geschildert habe, hieß es dass das nicht vom Sehen kommen kann, denn dann hätte er ja immer Schmerzen.

Ich habe mich durchgesetzt und mein Sohn hat seit Dezember eine Brille. Seitdem hatte er nur noch 3x Migräne, 2x davon noch im Dezember. Ich glaube es dauerte einfach, bis sich die Augen eingestellt haben.

Bei ihm lag es also nur an der Sehstärke. Ich glaube zwar nicht, dass das bei euch auch so ist, wegen der Aura, aber vielleicht ist seine Sehstärke auch an der Grenze und eine Brille würde helfen. Vielleicht ist das ja ein Teil des Ganzen.

Alles Gute!

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Hi,

danke für deine Antwort.

Na das nenn ich Zufall. Den Gedanken habe ich auch schon gehabt und vor 2 Tagen hatten wir nen Termin beim Augenarzt. Es war tatsächlich auch der erste überhaupt. Aber "leider" ist alles in Ordnung mit seinen Augen. Also gibt es auf dem Weg auch keine Besserung.

Dass es am Wochenende etwas häufiger ist als sonst, ist bei uns auch so. Vor allem Sonntags abends. Ich habe mir schon sooo viele Gedanken darüber gemacht, ob er irgendeinen Stress hat, oder Angst vor der Schule in irgendeiner Form, aber das ist es nicht. Er geht sehr gerne hin, hat Freunde und wurde nie geärgert oder schlimmeres. Leistungsdruck üben wir auch nicht aus.

Das einzige, was mir noch einfällt, ist die Ernährung. Er isst sehr schlecht, also wenig für sein Alter und unausgewogen.

Aber sonst bin ich mit meinem Latein langsam am Ende und kann nur hoffen, dass es bei 2-4 Attacken im Monat bleibt und sich nicht verschlimmert.

Euch auch alles Gute!

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