3 Jährige Trotzphase ? Oder doch ein anderes Problem ?

Hallo liebe Mamis

Ich bin mittlerweile etwas verzweifelt und komme immer wieder an meine Grenzen.

Meine Tochter wird Ende des Monats 3 Jahre alt.
Ihr Vater & ich haben uns am Anfang des Jahres nach 9 Jahren Beziehung getrennt.
Sie war schon immer ein „schwieriges“ Kind/Baby, sie hat von Geburt an viel geweint.
Seit der Geburt hat sie bisher keine einzige Nacht durchgeschlafen!
Sie kommt mind. 2 mal und möchte dann ihre „Milch“, sie bekommt normale H-Milch.
Versuche ich ihr was anderes zu geben, schreit und brüllt sie.
Auch schläft sie nicht in ihrem Kinderzimmer. Ab und an klappt es dass sie dort einschläft und auch 2-3 std dort schläft, dann wird sie wach brüllt und lässt sich nur beruhigen wenn ich sie mit in mein Bett nehme.
Ich arbeite Seiddem sie 1 Jahr alt ist wieder als Ex. Altenpflegerin auf 70% und habe einfach keine Kraft nach der Arbeit und vorallem noch nachts groß mit ihr zu „kämpfen“ bis sie wieder schläft, also bekommt sie ihren Willen und nehme sie mit rüber zu mir.
Sie wird auch schnell wütend wenn Irgendwas nicht so klappt wie sie möchte, oder ihren Willen nicht bekommt, dann werden Sachen geschmissen, gestampft und gebockt.
Auch das Essen klappt sehr schlecht. Wir essen (außer sie ist im kiga) immer zusammen am
Tisch.
Sie isst aber kaum, beißt drei mal ins Butterbrot und sagt dann sie ist sat. Dann wird auf dem Stuhl gehampelt oder sie läuft einfach weg.

Sie ist jedes zweite WE bei ihrem Papa, dort macht sie das angeblich alles nicht und ist das bravste Kind der Welt.
(Sie hat aber auch nicht richtig gegessen und geschlafen als wir noch zusammen wohnten)
Sie bekommt dort von ihrem Papa und meiner Ex. Schwiegermutter alles was sie möchte und wenn sie nicht essen möchte wird solange was anderes hingestellt bis sie isst.

Ich habe schon überlegt ob ich einen kinderpsychologen aufsuchen sollte.

Meine Kräfte sind langsam einfach aufgebraucht.

Entschuldigt den langen Text.

Danke Kathi

1

Es schadet sicher nicht, zum Kinderpsychologen zu gehen, wenn du glaubst, sie könnte ein Problem haben.
Mir kommt das aber alles recht normal vor.

Ist es denn ein Problem für dich, wenn sie bei dir schläft? Vielleicht braucht sie die Nähe nach der Trennung einfach mehr.

Langfristig würde ich halt versuchen, sie von der Milch nachts wegzubekommen und ihr die vorm Zähneputzen zu geben, aber so schlimm finde ich nur Milch auch wieder nicht.
Und aus dem Essen würde ich möglichst kein großes Thema machen. Möchte sie vielleicht etwas anderes als Butterbrot? Ich meine nicht, dass man jeder Laune nachgeben muss, aber wenn es möglich zu machen ist. Wenn sie weiteressen will, muss sie sich halt wieder an den Tisch setzen...

2

Hallo Kathi,

Wie verhält sich deine Tochter denn in der Kita? Gibt es dort ähnliche Schwierigkeiten?

4

Hallo und danke für eure Antworten.

Im Kiga hatte sie zu Anfang auch Probleme beim Essen sitzen zu bleiben, das klappt aber mittlerweile.

3

Du solltest alle Deine Kraft zusammennehmen und vielleicht in einer Urlaubswoche ihr konsequent die Milch Nachts abgewöhnen.
Sie ist in einem Alter wo sie lernen sollte an Tisch zu essen.
Es ist sicher anstrengend aber ich glaube es lohnt sich.
Auch finden wir es nicht schlimm,unsere Kinder durften noch lange bei uns schlafen,die Nähe würde ich ihr unbedingt geben.
Sie wird schreien,ja,du bleibst aber ruhig und liebevoll an ihrer Seite.
Das wird einige Nächte gehen aber gleich Psychologen aufsuchen in dem Alter finde ich komisch.
Gib dem Kind viel Nähe und bleibe stark.
Bei meinen Kindern ist auch so ein Kerlchen dabei,heute ist es ein zufriedener Erwachsene.

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Ich würde sagen, du solltest versuchen deine Sichtweise zu ändern und nicht dein Kind.

Mein Sohn zB. ist 3,5 Jahre. Durchgeschlafen öhh weiß nicht, vielleicht ein oder zwei mal bisher? Im eigenen Bett? Hat er gar nicht. Am Tisch sitzen, wenn er satt ist? So ein Quatsch. Er steht auf, geht sich die Hände waschen und dann spielen.
Also von den Fakten gibts keinen großen Unterschied, aber ich würde nichts davon als Problem, unnormal oder schwierig bezeichnen, sondern als völlig gesundes Verhalten.
Das mit der H-Milch nachts kann natürlich schon gesundheitlich ein Problem werden, aber damit hast du ja angefangen, das hat sich deine Tochter sicher nicht selbst ausgedacht. Den Frust musst du aushalten können, eine andere Lösung sehe ich da nicht. Mein Sohn wurde bis vor einigen Monaten nachts manchmal gestillt. Um Karies vorzubeugen habe ich damit aber dann aufgehört. Klar war er wütend, klar war es anstrengend. Aber in dem Alter kann man das gut zusammen durchstehen, wenn man als Mutter die Kraft hat.

Vielleicht kannst du mal versuchen, dich etwas zu hinterfragen? Warum zB ist dein Kind "brav", wenn es das isst, was du ihm hinstellst zu der Zeit, zu der du es verlangst? Warum ist das etwas, was du wollen solltest? Soll dein Kind für dich essen oder für sich selbst?
Warum muss dein Kind ganz allein schlafen? Evolutionstechnisch ist das für Kinder der Horror und viele leiden nachts Todesangst - das ist einfach ein Instinkt. Vorteile hat es davon sicher keinen.
Was soll dein Kind sonst tun, wenn es wütend und frustriert ist? Sachen schmeißen ist je nach Gegenstand keine wünschenswerte Lösung, aber mit dem Fuß aufstampfen und bockig sein sind doch nicht verboten. Ein Kind sollte seine Emotionen zeigen dürfen und sie nicht der Mutter zuliebe unterdrücken. Ich halte das für ein gutes Zeichen, dass sie das tut.
Ich würde die empfehlen zu einer Erziehungsberatungsstelle zu gehen, aber dort das Augenmerk auf jeden Fall auf DICH zu richten. Höchstwahrscheinlich ist mit deinem Kind alles okay, aber an eurer Beziehung haperts und da kannst nur du was tun. Wenn dir die Kraft fehlt, etwas zu verändern oder das überhaupt zu wollen, solltest du zunächst für dich selbst sorgen.
Kleine Dinge im Alltag, etwas mehr Entlastung, ein Yogakurs, eine Kur oder vielleicht eine Kurzzeittherapie wären so meine Ideen..

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