Nachbarseltern - Hilfe!

Hallo zusammen,

ich bin gerade ziemlich durch den Wind... und weiß gerade nicht mehr was ich denken soll, was richtig oder falsch ist! Ich versuche mich kurz zu halten und schreibe erstmal allgemein zu unserer Situation:

Unsere Tochter ist 5,5 Jahre, war schon immer eine sehr Willensstarke, fröhlich und aufgeweckt mit viiiiiiiieeeeeel Temperament und Energie, sehr neugierig und emphatisch! Unser Kinderarzt vergleicht sie immer mit einem 500PS Sportwagen😂 Wir wissen um ihre Defeziete, sie hat Probleme mit der Konzentration und mit der Selbstregulierung (schreit teilweise wegen jeder Kleinigkeit) und sind auch in Behandlung!!! Sie ist ein sehr schlaues Mädchen, daher kann ich gewisse Sachen einfach nicht nachvollziehen, wie des Öfteren Provokationen, weiter Ärgern von Kindern auch wenn diese Stop sagen, oder einfach mal etwas akzeptieren und nicht ständig dagegenreden und ihr Ding durchziehen! Wir sagen ihr auch, wenn was nicht in Ordnung ist, dass sie keine Kindern ärgern soll, da sie dies ja auch nicht möchte!

Seit 1 1/2 Jahren wohnen wir in unserem Haus und eins der Nachbarsmädchen mit der sie in den Kindergarten geht, da gab/gibt es in etwa die gleichen Probleme! Beide sehr Willensstark und keine würde sich der anderen Unterordnen! Die beiden waren, mit noch einem Nachbarsmädchen, total dicke und haben sich gegenseitig trotzdem nichts geschenkt! Seit 4 Wochen ist die Situation allerdings unerträglich! Besagtes Mädchen, dass zu Hause jetzt "funktioniert" möchte nicht mehr mit meiner Tochter spielen, was aber gar nicht der Punkt ist, sondern, dass ein richtiges Mobbingverhalten meinem Kind gegenüber entstanden ist! Und das haben nicht nur wir festgestellt!!! Wir haben auch mit den Eltern geredet und ich möchte auch gar nicht das Mädchen dazu zwingen mit meiner Tochter zu spielen, aber das Verhalten stört mich! Wie gesagt, mein Kind ist keine Unschuldige, die andere aber genauso wenig und meint aber jetzt den Moralapostel raushängen lassen zu müssen! Die Eltern (bzw. der Vater) haben heute allerdings den Vogel abgeschossen! Im Groben gesagt: unsere Tochter ist selber Schuld, ihre Tochter wäre halt jetzt nachtragend was das letzte Jahr so passiert ist und es wäre nachvollziehbar! Auf die Aussage, dass sich mein Kind wirklich bemüht und und dann teilweise weggeschubst und beschimpft wird, kommt nur "das haben wir nicht mitbekommen!!!" "ABER eure Tochter hat das gemacht... und wir haben euch jetzt öfter beobachtet (😱) und da hat sie jenes gemacht und da bist du nicht dazwischen und du bist zu inkonsequent und wir kennen kein Kind in dem Alter das so wenig Sozialkompetenz hat, ob wir das für normal finden und dieses Geschrei und dann nimmst du sie auch noch in den Arm nach dem Vorfall... Ich finde das sehr einseitig!

Meine Tochter schläft mittlerweile sehr schlecht, schreit in der Nacht öfter auf und knirscht Zähne.... es geht hier um 5-Jährige!!!! Was machen die erst mit 15?????

Was habt ihr für Ratschläge für mich? Was kann ich denn noch machen? Wie soll ich denn den Kontakt zu dem Kind vermeiden, meine Tochter versucht es halt immer wieder mal, kann ich ihr ja auch nicht verbieten!
Danke fürs lesen!

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Ich verstehe das jetzt richtig:

Ihr wisst um das Problem Deiner Tochter, das sie andere Kinder drangsaliert (ärgern, provozieren, nicht aufhören auch wenn ein Kind 'Stopp' sagt). Nun möchte das Nachbarskind mit Deiner Tochter nix mehr zu tun haben, was Deine Tochter wieder nicht akzeptiert. Du hält das Verhalten Deiner Tochter für nachvollziehbar weil sie ja erst 5 Jahre alt ist. Vom ebenfalls 5jährigen Nachbarsmädchen verlangst Du aber, das sie auf die unerwünschten Annäherungsversuche Deiner Tochter verständnisvoller reagiert.

Ganz ehrlich: Du mißt mit zweierlei Maß. Das was Deiner Tochter gerade passiert, scheint mir eher die folgerichtige Konsequenz auf ihr eigenes Verhalten. Wer Kinder ständig provoziert und ärgert, wird irgendwann gemieden, mit dem will keiner mehr spielen.

Es ist völlig egal, wie sich das Nachbarskind früher verhalten hat: Sie will momentan mit Deiner Tochter nix mehr zu tun haben und das muss Deine Tochter akzeptieren. Und Du musst Deiner Tochter klar machen, das sie es zu akzeptieren hat.

Könntest Du vielleicht auch mal erläutern, wie Du darauf kommst, das Deine Tochter emphatisch sei? Ihr Verhalten zeigt doch eher das genaue Gegenteil.

Grüsse
BiDi

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Guten Morgen,

ich hoffe, ich kann das jetzt so kurz wie möglich halten! Am Anfang waren die beiden total dicke, obwohl es immer wieder zu Streitereien kam! Keine der beiden hat sich da was geschenkt! Unter drangsalieren verstehe ich was anderes! Sie nimmt immer mal (das passiert nicht immer!!!!) anderen Kinder das Spielzeug weg, obwohl wir es schon hundert mal durchgekaut haben! Sie möchte auch immer, dass das gespielt wird was sie will, das geht auch nicht! Um das geht es hier! Sie haut keine anderen Kinder, imGegenteil, meine Tochter ist empathisch, wenn jemand weint, geht sie hin und umarmt/tröstet, fragt wie es den Kindern geht. Wenn sich wer verletzt, holt sie gleich Pflaster und Verband! Das finde ich für empathisch! Das andere Mädel ist im Grunde ne arme Sau!!! Hier war das Problem, auch nicht hören wollen (wie bei uns), dass sie die Eltern und ihre Schwester haut (bei ihrer Schwester macht sie es immer noch) und rumkommandieren! Die beiden Schwestern sind völlig verschieden und das bekommt sie zu spüren! Ihre Schwester wird hochgelobt VOR ihr und im gleichen Atemzug wird erzählt, was sie alles falsch gemacht hat! Mir wurde selber von der Mutter erzählt, wenn ihre Tochter eine Spielkameradin hat, dann braucht/möchte sie keine andere, die da dazwischen funkt! Das hat meine Tochter aber, weil sie gerne auch mit dem anderen Mädchen (das direkt neben uns wohnt) spielen möchte! Jetzt heißt es du bist blöd, du dumme Kuh, du bist gemein, wird geschubst und Tatsachen verdreht! Meine Tochter ist auch mal Schuld dran, das will ich gar nicht bestreiten! Ich hab schon gesagt, dann lass die Kinder, die wollen grade eben nicht, müssen sie auch nicht! Um das geht es mir auch nicht! Ich finde es für dreist, von genau den Eltern zu hören, mein Kind sei selber Schuld, ihre Tochter wäre halt jetzt nachtragend und zu sagen unser Kind sei nicht normal, denn welche 5 Jährige würde anderen noch Spielzeug wegnehmen und rum schreien! Ob wir es normal finden, dass sie keine soziale Kompetenz hat! Aber ist es "normal" von seinem Kind rumkommandiert zu werden und die Schwester haut, das auch andere Kinder rumkommandiert, Hauptsache die Kinder spielen so harmonisch!? Wie gesagt, mir geht es nicht darum, dass sie mit meinem Kind spielt, sondern das wir als unfähig abgestempelt werden und nichts machen würden! Sie sagen, dass sie uns beobachtet hätten und das so ja gar nicht geht🤔Dieses nur ihr seid Schuld und bei uns läuft ja alles bestens, ihr habt das Problemkind! Ich hoffe, ich hab das jetzt einigermaßen verständlich geschrieben!

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Also geht es Dir gar nicht um das Wohlbefinden Deiner Tochter, sondern um einen Wettbewerb unter Nachbarn, wer die besseren Eltern sind?

Dann ist meine Meinung: Ihr seid beide miese Eltern, weil es euch nicht um das Wohlbefinden Eurer Kinder, sondern um das Präsentieren von Erziehungkonzepten geht.
Führt Euren Konkurrenzkampf lieber um das Grün des Rasens oder den Preis Eures Autos und lasst die Kinder da 'raus.

Grüsse
BiDi

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Hi,

ich kann mir vorstellen, das die anderen Eltern das Kind anders erziehen, damit es in deinen Worten „funktioniert“.
Sie haben das Gespräch mit dir gesucht, das deine Tochter sozial noch nicht so reif ist und dein Erziehungsstil ihnen nicht passt.
Nur weil ihr Nachbarn seid, müssen Kinder nicht befreundet sein.

Redet mit eurem Kind, das die Freundschaft – wen es je eine war – gerade eine Pause macht, weil „beide“ sich zu oft gestritten haben. Im Kiga können sie ja noch spielen. Wenn du aber das andere Kind jetzt schlecht machst, sorry, das geht gar nicht.

Übrigens, Mobbing ist ein hartes Wort in dem Alter und ich glaube nicht das kinder bewusst und hinterhältig ein anderes Kind verletzen wollen .

Aber vielleicht ist es auch ein Wink mit dem Zaunpfahl, wenn dich Personen von aussen direkt ansprechen, das die Erziehung nicht klappt. Denn bevor man diesen Schritt wählt, muss schon viel passiert sein, in der Regel hält man seinen Mund und bricht den Kontakt ohne Kommentar ab.

lg
lisa

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Guten Morgen,

ich möchte das andere Kind nicht schlecht machen, oder sagen "du musst mit meiner Tochter spielen", im Gegenteil, mir wäre es auch lieber, wenn da gerade Pause wär! Nur ist das nicht immer möglich wenn alle zur gleichen Zeit auf der Straße spielen, kann ich schlecht sagen, du gehst jetzt rein! Was ich nicht ok finde, dass wir von den Eltern dargestellt werden, als hätten wir das schrecklichste Kind, dass sie uns beobachten aus der Ferne und sagen, das ist nicht richtig, ohne zu wissen was los ist, oder wir würden nichts unternehmen wegen ihren Defiziten und die Fehler werden nur bei meiner Tochter gesucht! Ich sage nicht, dass sie unschuldig ist! Zu sagen ob wir es als normal finden, dass sie keine soziale Kompetenz hat, hat mich sehr traurig gemacht! Sie haut die anderen Kinder nicht, hier geht es um immer wieder, nicht immer Spielzeug wegnehmen, wir haben leider noch nicht rausgefunden was sie daran so toll findet, sagen aber, dass sie das nicht machen kann und schreiten ein! Wie gesagt, mir wäre es eh lieber wenn die beiden grad Sendepause hätten, was mich ärgert ist, mit dem Finger auf uns zu zeigen und zu sagen, ihr macht es falsch! Aber selber erzählen, dass ihr Kind die kleine Schwester haut und eifert (was ja auch irgendwo normal ist, das Eifern) und die Eltern anschreit und kommandiert!

LG

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Mir fällt bei deinen Texten extrem auf, wie sehr Du dich auf das andere Mädchen konzentrierst. Und ich denke da liegt das Problem. Im menschlichen Miteinander, egal ob mit 5 oder 50 kann man immer nur an sich selbst arbeiten und Dinge verändern, nicht an den anderen. Es ist völlig schnuppe und hat dich nicht zu interessieren, wie dieses Mädchen mit seinen Eltern und Geschwistern umgeht. Es hat offenbar in seinem Verhalten dazu gelernt und sich so entwickelt, dass die anderen Kinder jetzt gerne mit ihr spielen. Dass sie dein Kind ausgrenzt ist nicht schön und da blutet das Mamaherz, aber deine Aufgabeist jetzt nicht, die Fehler dieses Kindes oder dessen Eltern zu suchen, sondern die Position und das Selbstbewusstsein seiner Tochter zu stärken und sie in ihrer Entwicklung was das Verhalten anderen Kindern gegenüber betrifft zu unterstützen. Spielzeug wegnehmen mit 5 1/2 Jahren ist NICHT emphatisch, sondern das Gegenteil. Empathie bedeutet, sich in die Gefühlswelt anderer zu versetzten. Zu der Trösten/Pflasterholen-Geschichte ist mir sofort etwas eingefallen, was meiner Tochter mal passiert ist.. sie hatte sich weh getan und bekam von einem anderen, sehr beflissenen Kind, ein Pflaster. Beim Abschied riss dieses Kind ihr mit einem Ruck das Pflaster von der Wunde und meinte: das ist meines, das bleibt hier. Das Pflaster auf die Wunde meiner Tochter zu kleben hatte eher mit erwartungserfüllemdem Verhalten zu tun als mit Empathie. Ich will damit nicht behaupten, dass das bei deiner Tochter genauso ist, ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass Eltern im Bezug auf ihren Nachwuchs bei einzelnen Handlunge gerne in Verzückung ausbrechen und dabei das große Ganze aus den Augen verlieren.
Um die Regeln des Miteinanders zu verstehen muss man entsprechende Erfahrungen machen und ist auf Reaktionen anderer angewiesen, auch wenn diese einen manchmal traurig machen. Und auch aus schlechtem Verhalten von anderen kann man lernen.
Hat deine Tochter Freunde im Kindergarten? Geht sie in einen Sportverein oder hat ein Hobby? Ich würde versuchen, ihr zumindest vorerst zum Spielen auf der Straße eine Alternative zu bieten. Freunde aus dem Kindergarten einladen. Oder eben ein Hobby suchen, das sie auspowert und stärkt. Bei uns gibt es viele Angebote, die auch nicht wahnsinnig teuer sind, zb die "Kampfkatzen", eine Art Selbstbehauptungstraining für Kinder, ich glaube das ist so eine Vorstufe zum Tekwandoo, auf Kinder ab 4 oder 5 Jahren abgestimmt. Vielleicht ist eure Krankenkasse auch bereit mit einem Attest vom KiA ein paar Stunden therapeutisches Reiten zu bezahlen. Oder, oder, oder. Ablenkung und Erfolgserlebnis täten euch bestimmt beiden gut. Alles Gute!

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Hallo,

Reiten gehen wir schon! Sind grad noch am überlegen was sonst noch gut wäre und bei uns angeboten wird! Ja wir werden jetzt schauen, dass die Kinder so wenig wie möglich aufeinander treffen! Im Kindergarten ist es halt nicht zu vermeiden! Wir werden das schon hinbekommen, da bin ich optimistisch😊 LG

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Hallo,

es ist ja schön und gut, dass Ihr mittlerweile an dem Problem dran seid, aber wenn Eure Tochter auf unsere Tochter in dem Alter getroffen wäre, hätte es ebenfalls gekracht und zwar mit Anlauf. #schwitz
Gutes Sozialverhalten heißt nicht, sich widerstandslos von anderen Kindern drangsalieren zu lassen.

Mal ehrlich, was würde Deine Tochter tun, wenn ihr ständig jemand ihre Sachen wegnehmen und sie herum kommandieren würde?
Hurra schreien und gerne mit diesem Kind spielen?
Ich wette nicht.

Man kann von anderen Kindern nicht erwarten, so ein Verhalten zu tolerieren. Ich finde das Verhalten des Nachbarskindes aus dessen Sicht verständlich.
Dabei ist unerheblich, ob und wie es sich mit seiner Schwester zankt. Geschwister sind immer ein Spezialfall und kein Maß dafür, wie es allgemein mit dem Sozialverhalten aussieht.

Wenn Deine Tochter keinen Stress will, soll sie sich von dem Nachbarsmädchen fern halten und mit anderen Kindern spielen. Wenn da mehrere Kind draußen sind, kann sich die Gruppe ja auch aufteilen.

Ehrlich gesagt, klingt Eure Tochter für mich nach einem Kind, das entweder keinerlei Erziehung genossen hat, oder das geht in Richtung ADHS.
Nach Deiner Beschreibung scheinen die Fachleute eher in Richtung des zweiten zu tendieren, denn sonst würden sie nicht das Kind therapieren, sondern Euch zu einer Erziehungsberatung schicken.
Für ADHS-Kinder gibt es spezielle Foren, weil man da mit normalen Tips nicht weiter kommt.
Zum Beispiel haben diese Kinder Probleme, aus Konsequenzen zu lernen.

Aber es bringt jedenfalls nichts, sich über die andere Familie aufzuregen, wenn das eigene Kind so viele soziale Defizite zeigt, dass es vermutlich mit fast jedem anderen Kind aneinander gerät.

LG

Heike

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Ich weiß doch um die Konsequenz, wir reden doch ständig darüber! Aber leider ist hier das Bild entstanden, dass meine Tochter der reinste Tyrann ist, was nicht zutrifft! Ja wir arbeiten daran, sie entschuldigt sich auch wenn sie was falsch gemacht hat! Schön wie da immer gleich alles auf die Erziehung geschoben wird! ADHS hat sie nicht!!! Keiner der Fachleute geht davon aus! Aber typisch ist, dass Eltern bei denen es mit den Kondern Super läuft, auf die zeigen, wo die Kinder Defizite haben! Wir haben uns das auch nicht ausgesucht und unser Kind auch nicht! Dann heißt es gleich wieder die Erziehung oder ADHS! Es gibt noch mehr dazwischen!!! Aber lassen wir es, ich hab es hier vielleicht falsch rüber gebracht und hier das aufzuschreiben ist eh schwierig!

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Versucht erstmal, durch Hilfe euer Kind in eine sozialisierte Bahn zu bringen (Dinge zu aktzeptieren, auch einsichtig sein) und redet nochmal mit den Nachbarn, wenn eure Kinder nicht mehr miteinander spielen, wäre es wenigstens nett, wenn deren Tochter eure Tochter lieber ignorieren sollte, als gegen sie zu poltern. Dann hätten beide ihren Frieden.

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Hi ich bin schon sehr bei Zwergbayern.

Ich finde es auch sehr angenehm, dass endlich mal ein Beitrag nicht auf die rumhackt, dir was unterstellt und dich verurteilt.

Ich würde die selbiges empfehlen: konzentriert euch auf die Schwierigkeiten eures Kindes und arbeitet primär daran. Mit diesen Nachbarn werdet ihr in absehbarer Zeit wohl nicht mehr dicke, auch das zu akzeptieren wäre gerade sicherlich hilfreich.

Beobachtet im klassischen Sinne ist doch auch nicht ernst zu nehmen, viel eher meinte der Herr Nachbar, dass er in entsprechenden Situationen welchen er beiwohnte, gezielter darauf geachtet hatte, wie du auf unerwünschtes Verhalten reagiert hattest und das war ihm zu mau.
Du schreibst aber eh, dass du sehr wohl konsequent einschreitest wenn sie anderen Kindern etwas wegnimmt oder ähnliches.
Aber „Einschreiten“ kann man auch unterschiedlich definieren und wie dein einschreiten aussieht vermag ich jetzt gar nicht zu beurteilen.

Fakt ist aber: die Situation ist ätzend, der Konflikt zwischen euch Erwachsenen kann es nur schlimmer machen wenn ihr jetzt anfängt euch gegenseitig anzufeinden, die Worte des Nachbarn sitzen verständlicherweise tief und ich kann verstehen, dass du es auch als persönlichen Angriff empfindest (das war es ja letztendlich auch) - neben den Verurteilungen und Schuldzuweisungen dein Kind betreffend.

Doch wichtig ist: es sollte dir egal sein was Herr XY denkt, er ist nicht Familie! Lass ihn denken und meinen was er möchte, steh da drüber.

Konzentriere dich auf dein Mädchen und arbeitet an den Problemen.
Es gäbe zB auch Spieltherapie, vllt wäre das was für euch.

Falls das andere Mädl auf deinem rumhackt, dann solltest freilich erneut das Gespräch aufsuchen - denn auch dein Kind hat Rechte.

LG und alles Gute

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Korrektur: „Ich finde es auch sehr angenehm, dass endlich mal ein Beitrag nicht auf dir rumhackt, dir nichts unterstellt und dich nicht so verurteilt.“

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Hallo,
mein Sohn war auch mit einem Jungen "befreundet", der sich ähnlich verhielt wie Deine Tochter. Mein Sohn wurde, sobald wir Eltern ausser Sichtweite waren, von seinem "Freund" geärgert, gehauen, geschubst, er hat ihm Sachen weggenommen, nach dem Schwimmen im Verein muss mein Sohn regelmäßig seine Sachen suchen, weil der junge Mann alles versteckt hat etc.
Ich selbst habe mehrfach mit den Eltern gesprochen, auch mein Sohn hat mehrfach gesagt, dass er immer wieder von xy geärgert wird und dass Freunde so was doch nicht machen. Als Antwort kam dann immer "xy ist halt so, da kann man nichts machen". Mittlerweile geht unser Sohn dem Jungen aus dem Weg, sie sind mittlerweile auf verschiedenen Schulen, bei den gemeinsamen Hobbies macht unser Sohn mittlerweile einen großen Bogen um den Jungen. Und dieser beschwerte sich jetzt bei mir, dass unser Sohn sich nicht mehr mit ihm treffen will. Auch die Mutter kam auf mich zu. Ja, ist das ein Wunder? Unser Sohn ist jetzt auch nachtragend und hat keinen Bock mehr.

Genauso wird es der Tochter Deiner Nachbarn gehen. Und ich finde es persönlich gar nicht schlimm, dass Deine Tochter merkt, dass sie bei den Kindern mit ihrem bisherigen Verhalten nicht ankommt. Ich würde nur an Eurer Stelle da langsam aber sicher erziehungstechnisch dran arbeiten. Lt. Deiner Aussage ist sie ein schlaues Kind, dann sollte das kein Problem sein.
In der Schule wird sie mit so einem Verhalten überall anecken und es sicherlich schwer haben, sich in der Klasse einzufügen.
LG
Elsa01

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Irgendwie finde ich Deinen Text sehr schwer zu verstehen.
Rausgelesen habe ich, dass das Nachbarsmädchen nicht gut auf Deine Tochter zu sprechen ist, sie beleidigt und nicht mit ihr spielen will.
Yo. Diesen Wunsch muss man akzeptieren. So ist das halt im Leben - man muss nicht mit jedem gut auskommen und Freunde sein.
Das Verhalten des Nachbarskind ist nicht schön, aber halt nicht zu ändern.
Ich verstehe überhaupt nicht, warum Du da noch groß Energie rein steckst.
Deine Tochter wird schon in der Nachbarschaft ein anderes Mädchen zum spielen finden. Und ich finde es auch eine wichtige Lerneinheit für Deine Tochter, dass sie Gefühle von anderen akzeptiert. Das Mädchen will nicht mit ihr befreundet sein. Das muss sie akzeptieren lernen und nicht immer und immer wieder versuchen, mit ihr in Kontakt zu treten.

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Gut nicht jedes Verhalten und jeder Konflikt muss über die Eltern gemaßregelt werden.

Das Problem bei der ganzen Sache und das kristalisiert sich auch in der Schreibweise heraus (was im übrigen total normal ist). Man neigt dazu, sein eigenes Kind positiver zu werten. Es ist das eigene Kind, man hat durch den ständigen Kontakt natürlich auch gelernt mit Eigenarten umzugehen etc. Aber sind wir mal ehrlich. Nicht selten finden sich Eigenschaften beim eigenen Kind, die man bei einem anderen Kind viel schwerer "ertragen" würde. Mein Sohn ist erst 2,5... drausen ist er sehr umgänglich und anständig... bekommt im Laden eigentlich nie nen Anfall von "ich will aber" oder rumgeschrei... man kann mit ihm ins Restaurant gehen und er isst schön sein Essen ohne (wie daheim) damit herumzuspielen oder gar damit zu werfen. Dafür ist er aber hypersensibel und das ist anstrengend. Ich bin selbst so und ich kann mir durchaus vorstellen das sein Verhalten für 3. als übertrieben anstrengend wahrgenommen wird. Er geht in die Kinderkrippe und er hat nen Jungen in der Gruppe da ist er best Buddy mäßig verbunden und einen da ärgert ständig einer den anderen. Die sind wie Wasser und Öl. Ständig sagt er mir, er wurde von ihm gehauen, geschubst etc. und wenn ich dann die Erzieher frage... heist es. Ja MEINER nimmt dem andern halt ständig Zeug weg und der reagiert dann gerne über und fängt das hauen und schubsen an. Da bin ich relativ ähnlich der Aussage die deine Nachbarn bringen. Ein Stück weit is er an der Misere selbst schuld. Wie man es in den Wald ruft so schallt es zurück. Und das die Nachbarstochter so irre nachtragend ist (egal wie nachvollziehbar das für den ein oder anderen ist) ist ebensowenig änderbar, wie das deine ein 500PS Sportwagen ist der wahrscheinlich auch nicht selten mal wie ne Dampfwalze ohne Rücksicht auf Verluste unterwegs ist. Wenn man dieses Verhalten zeigt, muss man sich mit solchen Reaktionen anderer Kinder abfinden. Denn nicht jedes Kind kommt damit klar. Egal wer wie auch immer auf der Engelchen oder Teufelchenskala bewertet wird. Damit muss deine Tochter schlicht lernen umgehen zu können. Und wenn sie gesellschaftlich akzeptiert werden will, wird sie langfristig ihr Verhalten von sich aus drosseln. Ich war als Kind nicht anders. Und hab mit dem Verhalten nicht selten einige Kinder vergrault bis hin zu - gegen mich aufgebraucht. Weil ich halt so extrem anders war.

Und mit dem "Wenn ich in den Wald rufe, muss man mit nem Echo rechnen" - das gilt auch für die Kommunikation unter Eltern. Wenn ich anfang ein anderes Kind für dessen Verhalten vor seinen Eltern zu kritisieren. MUSS ich damit rechnen, dass diese in Verteidigungshaltung gehen und anfangen einem die Fehler vom eigenen Kind vorzukauen.

Sie werden keine Freunde werden so wie es scheint oder vielleicht auch erst später wenn sich beide Charaktere und Verhaltensweisen etwas verändert haben über die Jahre und angepasst mit dem älter werden.

Viele Dinge die du über deine Tochter beschreibst auch das schreien in der Nacht, verwächst sich in der Regel. Beim einen tritt das nie auf das andere Kind braucht bis es KEIN AHNUNG 8 ist bis der Knoten platzt. Zähne knirschen ist ne unterbewusste Reaktion was mit Stressabbauen zu tun hat. Da hilft nur ne Schiene... hab auch ich und ich bin fast 30.

Deine Tochter muss einfach, auch wenns hart ist, lernen das das andere Kind sich nicht mitm Arsch für sie interessiert. Ist zwar nicht schön. Aber ich würde ihr erklären. Das das manchmal so läuft im Leben. Das man für das was man ist verurteilt wird. Aber besser man findet Freunde die einen auch mit den negativen Seiten akzeptieren, als krampfhaft ne Freundschaft zu erzwingen, die nur schmerzt und verletzt. Ist zwar zugegeben schade für sie. Aber sie soll sich doch bitte Freunde suchen, die sie besser akzeptieren können wie sie sind.

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Hallo!

Deine Überschrift und dein Text machen auf mich als Außenstehende den Einsdruck, dass du dir das (dir bekannte) Fehlverhalten deiner Tochter nicht vom Fremden einfach
so “sagen lassen willst“


Du schreibst und weißt selbst, dass sie sich mit ihrem Verhalten keine Freunde macht. Deine Nachbarn erklären dir also lediglich, was du eh schon weißt und wieso ihre Tochter nicht mehr spielen will.
Ob das Nachbarkind ähnlich, schlimmer oder besser ist wie deines ist eine ganz andere Geschichte. Hier geht es ja um dein Kind.

Genau da würde ich auch ansetzen: nämlich meiner Tochter erklären, dass das Nachbarkind ihre Launen nicht mehr akzeptieren möchte. Vielleicht hat das Nachbarkind gerade einen Entwicklungssschub in dem Bereich gemacht und gelernt sich abzugrenzen.
Würde ich bei meinem Kind auch sehr begrüßen, dass es zunehmend lernt, einzuschätzen, wer ihm gut tut und wer nicht.
Ich denke, mehrere solcher Ereignisse bewirken bei deiner Tochter vielleicht ein Umdenken. Mit 5 Jahren ist sie in der Lage, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.

Liebe Grüße vom Hummelinchen