"Jungs spielen mit Autos, Mädchen mit Puppen" Passt man sich bei der Erziehung an das Geschlecht des Kindes an?
Ein Tipp vom urbia Team

Geschlechtsunterschiede in der Erziehung

Guten Tag,

heute Vormittag als ich meine Tochter zur Tagesmutter gebracht habe, hatte ich ein Erlebnis, das mir irgendwie immer noch im Kopf herumspukt.

Vor uns fuhr eine Frau auf dem Fahrrad und zwei Kinder, ein Junge und ein Mädchen, fuhren auch mit ihr auf eigenen Fahrrädern. Der Junge fuhr vor und rief "Ich bin schneller" oder so. Daraufhin die Frau (wahrscheinlich die Mutter) "Du bist ja auch ein Junge".

Das fand ich irgendwie schlimm. Als ob Mädchen nicht schneller als Jungs Fahrrad fahren könnten...

Habe dann überlegt, ob ich bei meiner Tochter, vielleicht unbewusst, auch so was erzähle. Ich gebe mir echt Mühe, sie hat auch Autos zum Spielen und "Werkzeug". Aber am Ende spielt sie doch mit der Küche... Vielleicht weil ich bei uns zu Hause am meisten koche und sie das immer sieht?

Wie ist das bei Euch mit geschlechtsspezifischen Sprüchen und Spielen?

LG

Bei Rollenstereotypen verlieren alle - Jungen und Mädchen.

Wer kennt den Klassiker nicht: Mädchen sind schlechter in Mathe als Jungs und dafür besser in Sprachen.

Es gibt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschafstforschung, wonach Mädchen ihre Fähigkeiten in Mathematik schon in der fünften Klasse schlechter einschätzen. Dagegen hielten sich viele Jungen in diesem Alter in Mathe für begabter, als es die Noten rechtfertigen.

Eine weitere Studie kam zum Ergebnis, dass Mädchen bei ein und derselben Aufgabe schlechter abschneiden, wenn man ihnen vorher sagt, dass Mathe nichts für sie ist und man kein gutes Ergebnis erwarten kann.

Ich meine, dass die dann tatsächlich erkennbaren Unterschiede durch Sozialisierung überwiegend künstlich verursacht werden. Aus der Hirnforschung sind zwar auch angelegte Unterschiede nachweisbar, aber diese sollen sich in einem sehr geringen Bereich bewegen.

Mir tut es immer leid, wenn Geschlechterklischees bedient werden, die für die Individualität des Kindes nicht ausreichend Raum lassen.

Das beginnt bei so kleinen Dingen wie - und das habe ich tatsächlich gehört - die Beeinflussung bei einer Posterauswahl fürs Kinderzimmer. Auf dem Plakat war unser Christkindlesmarkt abgebildet, es war auch die Farbe Rosa enthalten und die Mutter meinte daher, es sei ein Mädchenplakat.

Früher war die Farbe den Jungen zugeordnet, heute den Mädchen. Aber Mädchen lieben ja bekanntlich diese Farbe. Es kommt nur darauf an, in welchem Jahrhundert es geboren wurde.

Bei uns wurde der Bruder nicht anders als wir Schwestern von den Eltern behandelt, ich habe mich bemüht, es ebenso zu halten. Ich habe allerdings persönlich den Eindruck, dass die Uhren derzeit wieder rückwärts laufen, wenn ich mir Spielwarenläden ansehe oder z.B. auch Beiträge hier im Forum. Zuletzt wurde mal nach Geschenkideen für Kinder gefragt und da wurde dann von einer Userin ganz deutlich die Küche, die Puppe und der Puppenwagen für Mädchen und das Laufrad und überhaupt alles, was mit Spielen draußen zu tun hatte, für Jungen.

Ich lese dann immer wieder, dass Jungs und Mädchen nun mal nicht gleich sind. Das stimmt ja auch, aber die Bandbreite des individuellen Verhalten innerhalb der Geschlechter ist riesig und die Gemeinsamkeiten größer als das Trennende.

Die Gefahr, die eigene Erwarungshaltung dem Kind unbewusst aufzudrücken, ist für mich schon Anlass, wenigstens den Umgang damit zu hinterfragen und nicht alles als selbstverständlich hinzunehmen, weil es - wohlgemerkt derzeit - so üblich ist.

Ein weiteres Beispiel aus dem Forum: Es gibt immer wieder Threads, in denen eine werdende Mutter sich einen Jungen oder ein Mädchen wünscht. Da kommen dann beim Mädchenwunsch Ideen wie Zöpfchen flechten, Prinzessin usw. und daneben aber auch die Zuordnung von Charaktereigenschaften. Das Kind ist noch nicht mal geboren, aber man weiß jetzt schon, dass es zickig und - auch hier gelesen - hinterhältig wird.

Ich bin da entspannt. Meine Tochter hatte auch Autos und Dino-T-Shirts, mein Sohn Puppen und Sachen mit Hello Kitty drauf.

Dafür erntet man aber auch heute noch eine Menge Gegenwind.

lg

"Dafür erntet man aber auch heute noch eine Menge Gegenwind."
--> zu Recht
Man kann das biologische Geschlecht nicht abschaffen!!!
Der Gender Wahnsinn muss gestoppt werden.

Also nur weil das Mädchen mit Jungssachen spielt und der Junge mit Mädchensachen, kann man noch lange nicht von Genderwahnsinn sprechen 😅🤦‍♀️
Wenn die Mutter ständig mit ihren Kindern über z.B. „Lehrer*innen“ sprechen würde, wäre das was anderes...

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Also unser sohn spielt am liebsten (typisch Junge) mit autos und piraten (also schwerter und pistolen etc.)...er hat auch eine spielküche in seinem zimmer. Die wird aber eher selten genutzt...er holt höchstens mal was zu essen für nen drachen oder ein pferd 😉
Bei uns ist der haushalt zwischen mir und meinem mann geteilt. Kochen ist bei uns männersache (zu 80-90 %). Trotzdem macht er da den papa nicht nach.

Zum thema Jungs sind schneller/stärker...
Ich denke schon das Jungs/Männer oft stärker sind als Frauen. Ich sage auch meinem sohn z.b. er soll auf Mädchen in seinem alter rücksicht nehmen, weil er stärker ist... da er sehr groß für sein alter ist finde ich schon, dass ich ihm beibringen muss auf kleinere (und evtl. schwächere) rücksicht zu nehmen.

Jedoch pauschal zu sagen jungs sind stärker würde mir nicht einfallen. Ich finde auch jungs müssen lernen mal nicht die schnellsten zu sein.

Das kommt wohl auf den Ton und die Häufigkeit an und was gerade Thema zu Hause ist.

Meine hatte eine Zeit, da war es für sie großes Thema: Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen.

Einerseits hat sie viele Jungsinteressen und zog sich auch lieber wie ein Junge an, spielte auch fast nur mit Jungs. Andererseits merkte sie schon oft, dass sie körperlich unterlegen war oder doch irgendwie anders.
Ebenso anders zu den meisten Mädchen.

Je nach Situation half es dann schon zu sagen, dass Jungs eben (oft) das oder jenes besser können oder sich messen wollen, wo sie einfach dann doch kein Interesse hatte.
Je nach anderer Situation tat es ihr dann wiederum gut, sich mit den Jungs messsen und mithalten zu können.


Bei meinem Geschwistern und mir fand ich oft sehr doof, wenn die Argumentation kam "du bist ja auch kleiner" (jünger und dümmer). Etwas das ich nie aufholen konnte (Größe, Alter). Die Frechheit dabei war, dass immer mit dem Jetzt-Zustand gemessen wurde. Alter über 10 Jahre unterschied. Vergessen wurde dabei, dass ich mit 10 Jahren Dinge konnte, die meine Geschwister mit 10 Jahren noch nicht konnten. Da sie es aber mit ü20 schon konnten, wurde ich damit verglichen.

Bei Jungs/Mädchen kam es darauf an. Im Kindergarten wurde es sehr strikt gehalten. Lego ist nichts für Mädchen. Bauecke ist für Mädchen tabu usw. :-[

Das war im Kindergarten meiner dann doch offener, gemeinschaftlicher. Jungs durften mit Puppen spielen, Mädchen mit Lego und Autos.
Allerdings wurde auch darauf geachtet, dass die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt wurden. Tobe- und Klettermöglichkeiten für Bewegungsfreudige, ruhige Spielecken draußen auch für die ruhigeren.

Ruhigere durften sich auch mal austoben und Tobefreudige sollten auch mal ruhigeres probieren. Spielerisch, experimentierfreudig. Nicht zwanghaft.


Bei Freunden mit mehreren Kindern Junge/Mädchen ist es manchmal nicht so einfach. Die Kinder wollen sich messen, aber können es irgendwie nicht. Alter, Interessen sind verschieden.
Mein Kind versucht dann auch mal sich mit mir zu messen, wenn in den Ferien keine Freunde in der Nähe sind. Da entscheide ich situationabhängig zwischen mal messen ja, sie darf auch mal stärker sein und Situationen wo klar ist: ich bin erwachsen und es gibt aus bewussten Gründen (für dich einstehen kann) keine Diskussion.

Generell finde ich es nicht gut, alle in einen Topf zu schmeißen.
In zweierlei Hinsicht.
1. nicht alle Jungs / Mädchen sind gleich. Junge = Junge, Mädchen = Mädchen finde ich furchtbar.
2. Jungs und Mädchen müssen gleich sein oder ähnliche Bedürfnisse haben. Auch das finde ich nicht gut.
Hin und wieder darf der Unterschied auch einfach betont werden.

Jungs dürfen genauso Bedürfnisse haben, die sonst eher Mädchen zugesprochen werden und umgekehrt.
Aber manchmal tut es einfach auch gut, den Bedürfnissen, die sie gerade haben und eine "männliche" "weibliche" Komponente haben auch hervorzuben. Sich abzuheben.

So lange dies durch immer wieder neue Facetten geschieht (Alter, Größe, Geschlecht, Interessen, Charakter, etc.) und nicht herabwertend gemacht wird, finde ich es sogar gut. Weil es ein sich selbst besser kennen und akzeptieren lernen ist. Mit eben den vielen Facetten und Unterschieden - und gleichzeitig nicht alleine zu sein damit, weil es noch andere "Gruppen" gibt, die ähnlich passen.

Hallo,

ich finde, man war in meiner Kindheit (Ich bin Jahrgang 1975.) toleranter, was Jungs und Mädchen anging.

Da gab es jede Menge geschlechtsneutrales Spielzeug und Kleidung. Heute ist fast alles speziell für Jungs oder speziell für Mädchen. Ich finde das schrecklich.

Wenn man als Mädchen Lego Technik mag, oder als Junge Sternenschweif wird man schief angesehen.
Anstatt der Drei ??? für alle gibt es den dümmlichen Abklatsch für Mädchen mit den Drei !!!
Anstatt Captain Sharky, der Abenteuer erlebt, gibt es für Mädchen rosa-glitzer Lillyfee-Bücher, wo man bei dem Text ebenfalls das Gefühl hat, dass die Mädchen für geistig beschränkter gehalten werden.

Unsere Kinder (Mädchen 11 und Junge 8) haben sich von diesen Marketing-Maschen aber nie wirklich beeindrucken lassen. Wir haben immer versucht, sie dazu anzuhalten, das zu machen, was sie wirklich wollen, egal, ob auf dem Spielzeug, Hörspiel, Film oder Buch für Jungs oder für Mädchen drauf stand.
Beide Kinder interessieren sich für Technik und Naturwissenschaften, und beide Kinder reiten und voltigieren und finden Fussball doof. Beiden gefällt Mathe besser als Deutsch. Beide klettern gerne.
Aber, je nachdem, mit wem sie es zu tun haben, erzählen sie die geschlechtsuntypischen Sachen nicht.

Was ich übrigens ziemlich übel zum Thema Jungs und Mädchen fand, ist die Aussage eines hiesigen Mädchen-Gymnasiums, dass die Mädchen sich in den Naturwissenschaften in gemischten Klassen die Versuche aus der Hand nehmen lassen und immer Protokoll schreiben würden.
Ich möchte mal den Jungen sehen, der es schafft, unserer Tochter einen Versuch aus der Hand zu nehmen und ihr stattdessen ein Protokoll aufzudrücken, wenn sie der Versuch interessiert! #schwitz
Aber wenn man den Mädchen das schon so einredet, muss man sich nicht wundern, wenn sie sich entsprechend verhalten.

Da gab es wirklich einen Rückschritt in den letzten 35 Jahren.

LG

Heike

Ich bin Jahrgang 1967 und habe dieselbe Wahrnehmung. Ich habe in meiner Jugend ganz selbstverständlich erwartet, dass bestehende Rollenklischees weiter hinterfragt und damit aufgeräumt wird und bin über die Entwicklung, die künstlich Gräben zum Nachteil von allen aufreißt, enttäuscht.

Ich achte sehr darauf, das mein Sohn so neutral wie möglich aufwächst. Das begann schon mit den Farben und Motiven seiner Kleidung zur Geburt. Ich habe wirklich alles, was typisch junge war und geschenkt wurde, konsequent weggepackt und weiterverkauft. Sowas will ich nicht haben. Mein Junge hat alle Farben im Kleiderschrank, sein Spielzeug ist bis zum jetzigen Zeitpunkt neutral, aber er ist "erst" 14 Monate alt. Dennoch werde ich das auch weiterhin im Blick haben und lenken. Geplant an Spielzeug für ihn ist definitiv auch eine küche/kaufmannsladen, er bekommt aber auch Papas alte kinderwerkbank und richtiges Werkzeug, um mit Papa werkeln zu können. Bei einer Tochter würde ich aber ebenso verfahren. Nach den holzbausteinen soll Lego folgen, war bei mir als Kind auch so. Und ich hatte auch matchboxautos mit einer Autobahn. Aber mein Bruder hatte auch eine Puppe. Insgesamt soll er, je nach Entwicklungsstand, nicht viel Spielzeug, aber abwechslungsreiches Spielzeug zur Verfügung haben. Und vorallem soll es neutral sein in den Farben und Ausführungen, z.b. nicht alles nur in blau grau schwarz und nicht nur Piraten und so, damit er dahingehend frei in seiner Kreativität sein kann.

Was solche Sätze, ansprachen oder so angeht, sind mein Mann und ich eh so gepolt, das wir sowas nicht sagen, weil wir so vom Freundeskreis her aufgewachsen sind von der Jugend an. Viele sind bei uns bisexuell, mein eigener Vater ist homosexuell, da spricht man schon ganz anders und geht Dinge anders an, finde ich :)
Ich sage z.b. nicht "meine freundin", denn das mein bezieht sich in unserem Umfeld auf einen festen Partner. Und so sieht es auch mit Klischees aus. Sowas wird bei uns gar nicht erst erwähnt, weil es für uns gar nicht relevant ist.

Ich hatte im Kiga mal einen jungen, der furchtbar gerne das prinzessinenkleid aus der verkleidungskiste getragen hat, meist den ganzen Tag lang. Viele Eltern haben da mit bedeutenden blicken weggeschaut, als wenn es eine Schande wäre. Ich hingegen hatte kein Problem, ihm zu sagen, Hey du siehst klasse aus, dir gefällt das Kleid wohl sehr gut, wenn du es so häufig trägst?

Aber sowas ist in unserer Gesellschaft aktuell eher verpönt. Es reicht schon, wenn man in den laden geht und schaut, was für Kinder angeboten wird. Kleidung ist in rosa, Glitzer, süß, toll und in blau grau, schwarz, cool, Superhelden aufgeteilt. Spielzeug für Mädchen ist klischeehaft Hausfrau und Mutter style, für Jungs cool, rebellisch uns handwerklich.

Ich finde das furchtbar. Es engt die Kinder so ein... besonders mies ist auch, Mädchen dürfen auch Hosen tragen oder allgemein jungssachen haben, aber Jungs dürfen keinen Ausflug in den mädchenbereich machen!

Zu meiner Zeit war das nicht so extrem, ich bin 89 geboren, da war das doch noch etwas entspannter. Ich kann mich auch nicht erinnern, das es damals so krass nur Mädchen und nur jungenklamotten gab.

Ich muss auch immer mein familiäres Umfeld dahingehend sensibilisieren, das unser Sohn eben nicht das typische Zeug geschenkt bekommt. Zwar werde ich dafür schräg angeguckt, aber das ist es mir wert. Dafür kann er sich wirklich so entfalten, wie er möchte und hat Abwechslung.

Wir hatten dazu mal einen sehr interessanten Vortrag am Elternabend in der Kita.
Da ging es um die Auswertung einer Reihe von Studien mit der Frage, ob Eltern Jungen bzw Mädchen unterschiedlich erziehen. Und ja, im Schnitt gibt es deutliche Unterschiede.

Leider ist das schon etwas her und ich weiß nicht mehr so viel...
Aber eines ist hängen geblieben: zB Reagieren Mütter auf die Bedürfnisse von Jungs deutlich schneller, lesen ihnen das quasi vom Gesicht ab. Daraus könnte man dann folgern, dass Jungs schlechter darin sind, ihre Bedürfnisse selbst zu formulieren.
Sowas passiert ganz unterbewusst.

Es gibt auch ein Buch darüber, in dem ganz klar steht, dass es schon Unterschiede gibt zwischen Mann und Frau (Haha außer den offensichtlichen), also einfach in den Fähigkeiten. Dabei gilt natürlich nur der Durchschnitt und da gibt es eine breite Streuung. zB können Männer wohl besser nachts Autofahren, weil die eher so einen Tunnelblick haben und sich dann durch Sachen im Auto oder am Rand des Sichtfeldes nicht so leicht ablenken lassen. Frauen können es dafür tagsüber besser. Das bezieht sich jetzt allerdings nur auf die optischen Fähigkeiten sage ich mal. Fand ich auch ganz interessant.

Seitdem versuche ich es einfach, bewusster neutral zu machen und immer wieder zu hinterfragen. Erwarte oder tue ich jetzt dieses und jenes, weil es zu mir und meinem Kind passt oder weil andere diese Erwartung an uns haben? Ist das wirklich meine ganz eigene Meinung oder ist das eher davon geprägt, wie ich aufgewachsen bin und durch äußere Einflüsse geformt.

https://chezmamapoule.com/nennt-meine-tochter-nicht-huebsch/

Hier noch ein Artikel, den ich letztens gelesen habe. Bringt einen schon zum Nachdenken, was man so auf der Straße oder so auch zu anderen Kindern sagt.

Sehr gut geschrieben. Allerings sind die Jungen doch die Verlierer im System. Sie dürfen nicht mehr raufen und ausprobieren. Mich wundert es aber auch, warum alle Mädchen gleich aussehen und das gleiche machen?

Warum siehst du die Jungs als Verlierer des Systems? Ich meine, dass bei Geschlechterstereotypen alle verlieren, wenn die Erwartungshaltung das Kind prägt, statt der Individualität Raum zu lassen.

Kinder - Jungs und Mädchen - sehen dann gleich aus, wenn das System ein entsprechendes Bild vorgeben. In meiner Kindheit und Jugend war dieses rosa Glitzer-Plüsch-und-Tüll-Zeug kaum zu sehen. Das sieht man auch an den Kinderbildern und den Klassenfotos.

Schade, dass die Entwicklung eine andere Richtung nimmt, hier scheinen die Uhren rückwärts zu laufen.

Unsere Tochter spielt geschlechtsspezifisch, aber auch mit "Jungssachen".

Generell bekommt sie keine abwertenden Kommentare zu hören, bringt sowas aber neuerdings aus dem KiGa mit. Sie sagt, dass Mädchen dies und jenes nicht können oder dass nur Jungs das können. Das rede ich ihr dann immer aus und bestätige sie darin, dass Mädchen alles können.

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