Erwartet ihr von euren Kindern Dankbarkeit?

Hallo,

die Frage steht ja schon im Betreff. Wie ich dazu komme, naja - meine ältere Schwester hat das mal gesagt, als ich ihr sagte, sie sei undankbar: Von Kindern dürfe man keine Dankbarkeit erwarten. #kratz Sie selbst praktiziert das auch, will keinen Kontakt mehr mit unserer Mutter, lässt sie auch ihre zwei Kinder nicht mehr sehen. Sie war schon immer schwierig, solange ich denken kann, und wenn man unserer Mum einen Vorwurf machen kann, dann den, dass sie viel zu weich und gutmütig war, alles für sie (und auch für uns andere Geschwister) getan hat, ihre eigenen Bedürfnisse immer zurückstellte. Naja, das näher auszuführen führt jetzt zu weit und ich auch nicht Gegenstand der Frage.
Jedenfalls denke ich, dass man von Kindern sehr wohl erwarten kann, dass sie für das, was man für sie tut, dankbar sind. Um eins klarzustellen, sie müssen nicht auf die Knie fallen und den Eltern die Füsse küssen ;-) Das meine ich damit nicht. Vielmehr sollte sich Dankbarkeit in Respekt den Eltern gegenüber äussern - oder wie seht ihr das?
Ich für mein Teil schenke meinen Kindern Respekt und Achtung (neben viel Liebe natürlich :-) ) Dafür erwarte ich das selbe von ihnen, besonders wenn sie mal älter sind.

Eure Meinung dazu würd mich interessieren!

Alles Liebe #blume

Kerstin

1

hi kertsin,

es kommt doch darauf an was man(n)/frau darunter versteht.
meiner meinung nach hat gegenseitiges respektieren nichts mit dankbarkeit zu tun.

wer dank erwartet wir nie einen bekommen.

ich erwarte keine dankbarkeit von meinen kids für das was ich für sie getan habe.
wenn alle drei das ziel erreicht haben, daß sie wirklich mit beiden beiben fest auf dem boden stehen (lehre, beruf, sich selbst ernähren können) ist das zumindest für mich eine art der dankbarkeit.
sie tun das was "ich" von ihnen durch meine erziehung erwarte. *selbständigkeit*

sollten sie später so handeln wie deine schwester, d.h. den kontakt abbrechen, dann ist etwas schief gelaufen, und zwar von beiden seiten.


grüßle
wolf

p.s. klar würde ich mich freuen, wenn sie beim besuch ihre kaffebohnen und den kuchen selbst mitbringen würden.#freu;-)

2

Hallo Kerstin,

ich gebe dem Wolf in seinen Aussagen Recht!

Ich z.B. bin mit meinem absoluten Wunschkind schwanger. Weil mein Mann (!) und ich (!) es so wollten – mein noch ungeborenes Kind wurde nicht gefragt, ob es in diese Welt mit diesen Eltern (ich hoffe natürlich, daß wir mal sehr gute Eltern werden ;-)) reingeboren werden will.

Wofür soll mein Kind mir später denn mal dankbar sein?
Daß es Kost und Logis von mir bekommt? Wer dafür Dankbarkeit von seinen Kindern erwartet, sollte erst gar keine bekommen.
Daß es von mir schöne Anziehsachen und Spielzeug bekommt? Wenn ich nicht bereit wäre, für mein Kind Geld auszugeben, hätte ich mir erst gar keins gewünscht.

Und was ist mit all diesen Kindern, die von ihren Eltern körperlich, seelisch oder sexuell missbraucht worden sind? Sollen sie trotzdem ihre Eltern bis in alle Ewigkeiten „lieben und ehren“?

Natürlich gibt es bestimmte Verhaltensweisen, die ich später mal von meinem Kind erwarte: Höflichkeit, Gehorsam, usw. Aber das war ja nicht deine Ausgangsfrage.

LG,
Juniorette

3

Hallo,

ich sehe das genauso wie Juniorette. Schließlich haben WIR (die Eltern!) entschieden, daß unser Kind geboren wird!!! Warum sollte es uns dafür dankbar sein?

Somit ist alles was ich tue doch selbstverständlich. Ich weiß selbst, wie das ist, wenn DANKBARKEIT erwartet wird - meine Mutter erwartet das auch....

Wenn mein Kind von selbst mal Danke sagt, aus freien Stücken, dann ist das sicher schön, aber ich glaube, ich würde das nie erwarten!

Viele Grüße
little_sophie

4

Hallo,

meine Kinder müssen mir bis jetzt für nichts dankbar sein, da alles was ich tue, selbstverständlich ist.
Es gibt doch nichts schlimmeres als Eltern, die von ihren Kindern lebenslange Ehrfurcht und Dankbarkeit erwarten, weil sie die ganze Wäsche gewaschen haben , dem Kind den Hintern gewischt und es bis zur Volljährigkeit finanziell unterstüzt haben.

Respekt und Achtung gegenüber den Eltern, entsteht meiner Ansicht nach nicht dadurch, daß die Eltern ihre Pflichten gegenüber dem Kind erfüllen. Denn nichts anderes als eine Pflicht kann ich das, was ich jeden Tag für mein Kind tue, bezeichnen.
Für die Liebe und Aufmerksamkeit , die ich ihnen schenke, erwarte ich natürlich auch keine Dankbarkeit.

L.G.
zwillima

5

Hallo Kerstin!

Ich bin was Kinder angeht noch ziemlich "NEU", denn ich bin erst in der 21 Woche schwanger, natürlich absolutes Wunschkind, wenn auch Zufällig. Aber ich kann dir mal erzählen, was ich vor einigen Jahren noch gedacht habe: DANK? Für was? Ne Kak-Welt, Kak-Aussichten, und ausserdem bekomme ich ja doch nicht alles (obwohl ich sehr viel bekommen habe und nicht gerade vom schlechtesten) und Mama muss doch putzen, und kochen und wäsche waschen und arbeiten gehen und mein Knopf annähen, meine Hose kürzen, mich um jede Tageszeit wie ein Taxi abholen immer 20 DM für mich bereit haben, usw.
Ich glaube erst später wenn man mal älter wird, merkt man, was sie für einen getan haben und wahrscheinlich vorallem, wenn man selbst Eltern wird. Das die einem so ertragen haben und manchmal nicht einfach rausgeschmissen haben, für das, wie man sich benommen hat und was man von ihnen verlangt hat, das war zumindest so bei mir. Ich hätte mir nie geträumt eines Tages so dankbar für meine Eltern zu sein. Und trotzdem kann ich es ihnen nicht immer zeigen.
Ich werde mit meinem Kind das beste versuchen und hoffen, dass es mich einmal genausso liebt wie ich meine Eltern liebe. Und vielleicht wird es mir auch mal danken, auch wenn er/sie es mir nicht sagen wird.

angelina82

6

Hallo Kerstin,

nein,das erwarte ich nicht. Ich habe meine Kinder in die Welt gesetzt,ohne sie zu fragen,ob sie mich als Mama wollen.

Was ich für sie tue,tue ich aus Liebe zu meinen Kindern.
Meine Kinder geben es mir heute schon zurück:
1.wenn sie fröhlich lachend durch die Wohnung laufen!
2. wenn sie mir lachend in die Arme laufen und sich freuen,dass Mama wieder da ist !
3.wenn sie mich spontan in den Arm nehmen und mir ein Küsschen geben.

Das alles zeigt mir,dass ich es als Mutter richtig mache und meine Kinder glücklich sind und das ist es,was auch mich glücklich macht.

Mein grosser Sohn ist 16 Jahre jung und passt öfter mal auf seine kleinen Geschwister auf. Ich kann mich auf ihn verlassen und er sich auf mich.

Dankbar bin ich vielleicht meinem Retter,der mich aus einer gefährlichen Situation rausgeholt hat,aber von meinen Kindern erwarte ich das nicht.

Wenn deine Schwester mit deiner Mama keinen Kontakt mehr hat,dann ist da was vorgefallen,was deine Schwester verletzt hat. Und wenn deine Mutter Dankbarkeit erwartet,dann denkt sie leider falsch.
Sorry,wenn es jetzt hart klingt,aber so denke ich.

Denn wie ich schon schrieb,setzen die Eltern die Kinder in die Welt und nicht umgekehrt.

LG Danni !!!!

7

Hallo Kerstin,

Erwarten darfst du nichts. Mann/frau setzt keine Kinder in die Wlt um Dankbarkeit zu bekommen.

Dankbarkeit, Respekt oder auch wirkliche Liebe konnte ich meinen Eltern erst entgegenbringen, als ich selber "erwachsen" war. Vorher war es eher eine Art Abhängigkeit, Streit und nicht verstehen.....

Wirklich verstehen tu ich sie erst, seit ich selber Mama bin. Jetzt kann ich erkennen, was sie für uns getan habenund immer noch für mich tun. Meine Eltern sind heute immer noch für mich da - und ich für sie. Es sind die Besten Eltern überhaupt.

lg bambolina

8

Hi,

warum sollten meine Kinder sich dafür bedanken auf der Welt zu sein?

Wir (mein Mann und ich) haben uns doch klar für sie entschieden, wir wollten beide Kids!

Eher muss ich sagen, ich bin dankbar dafür, sie zu haben.
Es ist so schön, wenn ein Kind dir lachend in die Arme rennt oder wenn er im Auto lauthals singt oder wenn er abends sagt: das war ein schöner Tag oder: Mama, ich bin froh das du da bist.....

ICH bin dankbar - etwas so tolles erleben zu dürfen.

Conny

9

Hallo allerseits!

ich habe Kinder im Alter von 6 J, 3J und einem Jahr. Sicher ist es genug, wenn sie lachend durch die Wohnung rennen, mir sagen, daß sie mich lieb haben. Aber ich denke, meine Kinder sollten die Worte "Danke" und "Bitte" kennen und auch gebrauchen. Sie müssen mir nicht für ihr Leben dankbar sein, dafür, daß sie täglich Nahrung, Kleidung... ect. bekommen, aber ich finde es schon wichtig, daß Kinder Dankbarkeit lernen. Durch Erzeihung, aber auch durch "Nachahmen". Wenn ich mein Wechselgeld wiederbekomme, sage ich auch Danke, obwohl es mir zusteht.
Wir sagen nicht zu ihnen, daß sie "Danke" sagen müssen, aber doch, daß wir es gerne hören. Mein Großer war in seinem Kindergarten dafür bekannt, daß er stets "Danke" und "Bitte" sagte. Das ist nichts, wofür ich mich schämen würde oder müßte. Und das ist alles andere als vorgeschrieben gewesen, das war Nachahmung.

Liebe Grüße
Magda

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