seel. Schaden, weil Mama zuviel arbeitet???

Hallo ihr Lieben,

bin (sonst wär ich ja nicht hier ;) ) Single-Mami.
Meine Tochter ist jetzt 21 Monate alt.

Ich habe wieder angefangen zu arbeiten, da war sie 1 Jahr.
Ich habe voll gearbeitet, allerdings zu 3/4 tagsüber an der Arbeit und den Rest abends wenn sie schlief.
Nach 3 Monaten war ich so fix und alle das ich auf 6 h am Tag (komplett an der Arbeit) gekürzt habe.

Leider kommen wir mit dem Geld nicht hin (wem erzähle ich das...) und ich müsste am Jan 07 wieder voll arbeiten.
Allerdings haben wir nicht mehr so viel arbeit, das ich die 8 h an der Arbeit sein müsste :(
das heisst dann aber auch, das ich meine Maus, statt 7 h/Tag, 9h/Tag bei der Tagesmutter lassen müsste.
Ich empfinde das als unzumutbar. was hat sie dann noch von ihrer Mutter???
ich wecke sie morgens und beeile mich (und bin oft hektisch und genervt) um sie wegzubringen und an die Arbeit
zu kommen und abends können wir grad mal Abendbrot essen und dann lege ich sie wieder hin.
das ist doch schrott für ihre Psyche, oder...???

und wenn ich mir einen zusätzl 400€-Job suche, habe ich Probleme mit der Betreuung.

ICh weiss gar nicht mehr was ich noch machen soll...die Nebenkosten sind auch um 50 euro/mon gestiegen...
die UmSt steigt ab 07. wo soll den die Kohle noch herkommen???

Wenn ihr fragt...ja, der Vater bezahlt Mindestsatz...nein, ich habe kein Anspruch auf stattl. Unterstützung.

ich bin so deprimiert :-(

gruss die Sandra

1

Hallo Sandra,

ich bin auch alleinerziehend (Kids 8j. und 1 J.) und bin voll berufstätig seit dem die Kleine 4 Monate alt ist und bin 9h täglich außer Haus.

Leider ging und geht es finanziell nicht anders. Mein Tagesablauf sieht genauso hektisch aus wie Deiner. "Leider" muss ich sagen, dass meine Kids sich dem ganzen gefügt haben... Mo-Fr. bleibt uns nix, dafür nutzen wir dann das Wochenende sehr intensiv für uns. Seelischen Schaden haben sie nicht genommen, die Große hat das ja jetzt schon einige Jahre durch #augen

Was eher mal kommt, dass sie sehr stolz ist, dass wir uns trotzdem wir alleine sind, mal Kino, mal ne schicke Jeans oder ein tolles Spiel leisten können. Und halt, das WE etwas schönes unternommen wird. Die Kleine zieht da mit, das schlechte Gewissen bleibt bei mir, klar.

Aber was mich ärgert, es bleibt immer weniger am Monatsende übrig, obwohl wir immer gucken, wo man sparen kann....

Liebe Grüsse

polar

2

Was nutzt dir genügend Zeit mit deinem Kind,wenn der Kühlschrank leer ist und ihr euch das schwarze unterm Fingernagel nicht leisten könnt ?

Das Kinder seelisch angeknackst werden,wenn Muttern arbeiten geht,ist völliger schwachsinn.

Gruss
agostea

3

Hallo Sandra,

bin jetzt 42 und meine Mutter war meine ganze Kindheit bzw. bis zu ihrem Rentenantritt Vollzeit arbeiten...kann nicht behaupten das ich nen seelischen Schaden davon getragen habe ;-)

Gruß Tina

4

ich denke entscheident ist nicht die quantität der zeit, ist zwar schön, aber viel wichtiger ist die qualität. und die scheint ja bei euch zu stimmen. es gibt ja auch eltern, die zeit haben und nichts mit den kindern unternehmen. was ich dann viel schlimmer finde.
also daumen hoch für euch.

liebe grüsse
gaby

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naja, von seelischen schäden würde ich auch nicht unbedingt sprechen.

doch ich mache es jetzt anders, als bei meinem grossen.
er hat wirklich sehr darunter gelitten, dass ich stets am rackern war. es hat sich mitunter schon bei manchen verhaltensweisen gezeigt - doch jedes kind verkraftet es anders - meiner fand es nicht toll und war auch sonst etwas sensibel und anfälliger, als andere kids.
......aber irgendwoher muss das essen ja kommen, wenn sich die väter immer schön der verantwortung entziehen(anderes thema)

habe nun die möglichkeit, von zu hause aus zu arbeiten und geniesse es. ich glaube auch, dass es jedem kind zugute kommt, die ihre mütter etwas länger bei sich haben dürfen, als bei familien, wo dies leider nicht immer möglich ist.....eigentlich schade.
bei mir mussten auch erst 20 jahre vergehen, bis ich mal meinen standpunkt, allein aus erfahrungswerten, änderte......

ich wünsche dir alles gute und bin sicher, dass du das richtige tust.

lg
mutti

6

Hallo,

danke für Deine Antwort :)
was waren dass denn für ein Verhalten was aus Deinem Arbeiten resultiert hat?

Im Moment arbeitete ich ja auch jeden Tag, allerdings "nur"
6 Stunden.
Sie geht gerne zur Tagesmutter und lernt viel.
Sie ist (leider) gar kein Kuschelkind und bemerke auch nicht, das ihr was fehlt.
Allerdings glaube ich zu bemerken, das die junge Dame, wenn ich denn mal Urlaub habe und den ganzen Tag zuhause bin, ausgeglichener ist. Was aber auch an mir liegen kann..weil ich ausgeglichener bin?

Aber ich muss auch sagen, das ich für mein Kind nur bioprodukte kaufe...wenn ich ausschliesslich im Aldi einkaufen würde und meinem Kind nicht zwischendurch mal ein Spielzeug
dann würde es irgendwie gehen...aber ich weiss nicht, ob ich damit glücklich bin....
Oder geht es nicht darum???
Ist das für mein Kind egal? wäre ihr die Zeit lieber, statt die gesunde Ernährung?
Gibt es überhaupt den "richtigen" Weg??

Ach ja...liebe Grüsse
Sandra

7

hallo sandra,

ich glaube, das bringe ich in einem satz nicht unter....auffällig war, dass er keinen richtigen bezug zu mir hatte und das hat sich in sehr vielen lebenslagen(wenig anhänglich, das ganze gegenteil meiner tochter, lernprobleme, konflikte im umfeld...etc.) gezeigt. ich konnte die zeit, die ich nicht mit ihm verbrachte, nicht mehr auffholen, auch die wenige zeit am WE reichte nicht aus, um zu intensivieren. mich plagte auch stets das schlechte gewissen meinem kind gegenüber!
wäre jetzt auch fatal, da ins detail zu gehen..........fakt ist, dass mein sohn sehr darunter litt und später äusserte er es auch zur genüge.

den unterschied stelle ich jetzt erst richtig fest, seitdem meine tochter auf der welt ist.
ich glaube jetzt umso mehr, dass die ersten 3 jahre wichtig für die zwischenmenschliche bindung sind......das abnabeln kommt von ganz allein. ich habe jetzt die gelassenheit und ruhe, die ich mir vor 20 jahren schon gewünscht hätte und die nun meiner tochter zugute kommt. ich habe diesen weg gewählt, auch wenn ich teilweise vom staat leben muss, weil mein EK nicht immer ausreicht, nur für mein kind und lasse mir von keinem mehr ein schlechtes gewissen einreden oder mich gar unter druck setzen.

ich sehe mitunter nur gestresste mütter in meinem umfeld, die ihren unmut automatisch auf die kinder übertragen und immer unzufrieden sind, weil sie so angespannt sind, der mann nix zahlt etc......meiner zahlt auch nix, deswegen bin ich hier gefragt, alles zu tun, dass es meinem kind gut geht. nun habe ich aber das glück, mein geld von zu hause aus zu verdienen und meist, wenn mausi im bett ist.....

sicher verkraftet jedes kind die berufstätigkeit seiner eltern anders.......meist zeigt sich das erst nach ein paar jahren.

doch, ich für mich, kann nur sagen......den fehler mache ich nicht mehr.

aber, es muss jeder selbst für sich entscheiden.


lg
mutti


8

nabend!
Also seelischen schaden bekomt sie bestimmt nicht ich war früher auch ein schlüsselkind morgens war ich die letzte die aus dem haus ging und die erste die wieder da war und meine eltern kamen erst zum abend essen und ich finde binein gnaz normaler mensch mit normalen macken geworden.
Aber ich verstehe deine angst ich bin vor 3 jahren mit mein sohn morgens 4 Uhr aufgestanden , 5 uhr losgefahren zur Kita damit er 6 uhr da war dann 16 uhr wieder abgeholt aus der kita 17 uhr zu hause der kleine ist im auto immer eingeschlafen und zu hause war ich auch total knülle dann noch abend essen baden ein wenig dolle schmussen und toben mit mein kind und dann ab ins bett .Tja wen es halt nicht anders geht dann geht es nicht.
Ichdrücke dir die daumen und wünsche euch beiden alles liebe in der zukunft.
lg susi und 2 super glückliche kinder

9

Hallo Sandra,

meine Tochter war 5 als ich alleinerziehend wurde. Ich bin auch voll arbeiten gegangen, und hatte sogar noch einen Nebenjob dazu. Allerdings konnte ich mir den Nebenjob zeitlich nach meinen Vorstellungen einteilen, und meine Tochter konnte ich dazu mitnehmen.

Meine Tochter ging damals in die Kita, von 6.15Uhr-17.00Uhr. Ist ne lange Zeit, aber ich habe es nie bereut. Uns ging es finanziell gut, Sonderausgaben waren drin.

Heute ist sie fast 13, geht aufs Gymnasium, ist sehr selbstständig, und weiß, worauf es im Leben ankommt. Ich bin sehr stolz auf sie, und würde nicht sagen, das sie einen "Knacks" weg hat.

Ich habe jetzt, obwohl mittlerweile wieder glücklich verheiratet und ohne Nebenjob, von morgens 4.00Uhr bis nachmittags 14.00Uhr immernoch ziemlich viel zu tun, aber die Abende und die Wochenenden gehören der Familie.

Alles Liebe für Dich!

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ich gehe auch arbeiten und hab das auch schon sehr früh nach jedem der kinder wieder angefangen.

beim kleinsten sogar nach 4 monaten...wobei ich die beiden kleinen mitnehmen konnte...

ich denke, dass sie schon sehr viel mitbekommen dadurch...
positiv, wie auch negativ...
aber ich meine die vorteile überwiegen...weil sie lebensnähe schon sehr früh mitbekommen...sie in kompromissbereitschaft geübt sind ....
das man arbeiten muß..also etwas geben muß um etwas zu bekommen...einem nichts zufällt...

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Also wenn du unter dem Existenszminimum liegst HAST DU Anspruch auf ALG2!!!!

Ich habe einen 3 jährigen sohn der sehr gerne in den Kiga geht und vorher in die Krippe! Ich arbeite seitdem er etwa 1 1/2 Jahre alt ist! Allerdings nur 25 Std wöchentlich! Das reicht mir vollkommen! Da ich aber auf keinen Fall Vollzeit arbeiten will (weil ich meiner Meinung nach dann kein Kind hätte hzaben dürfen) bekomme ich ergänzende ALG2! das ist nicht die optimalste Lösung aber man muss Abstriche im leben machen! Auto habe ich keines! Wohnen tu ich mit dem kleinen alleine in eienr 2 Zimmer Wohnung!

Du musst Dir überlegen was Du möchtest!

WEnn Du KEINEN Anspruch auf ALG2 hast so liegst Du eben nicht unter dem Existenzminimum!

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