Fühle mich total überrumpelt..

Ich weiss nicht was ich mir von diesem Post erhoffe, weiss jedoch nicht wohin mit meinen Gefühlen.

Schon seit der Geburt von unserem Kleinen im Sept. 2019 bin ich „alleinstehend“. Sein Papa kümmert sich toll und regelmässig um ihn. Wir haben auch einen guten Umgang, können gut und respektvoll über alles was unser Kind angeht sprechen.

Jedoch kam mein Ex vorletzte Woche zu mir und hat mir mitgeteilt, dass er eine Freundin hat und er letzte Woche mit Ihr zusammenzieht. Versteht mich nicht falsch, ich freue mich für ihn, dass er eine neue Freundin hat und glücklich ist. Ich komme nur nicht damit klar, dass unser Sohn schon länger (ca. 10 Monate) eine Person in seinem Leben hat, die ihm automatisch ziemlich nahe kommt (er ist 20Monate) und ich als Mutter nichts davon wusste. Auch dass sie zusammen ziehen ist ein grosser Schritt.

Ich habe ein Treffen vorgeschlagen, jedoch noch kein Feedback darauf erhalten. Ich fühle mich total überrumpelt und weiss gar nicht wie ich mich dem Vater jetzt gegenüber verhalten soll. Ich bin enttäuscht wie das abgelaufen, möchte nicht unfair ihm gegenüber sein.

Wie war das bei euch und kann mich jemand verstehen, resp. mir einen Rat geben?

Liebe Grüsse Anni

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Doch! Ich kann dich verstehen.
Gerade, wenn man eigentlich ein gutes Verhältnis zu seinem Ex hat, ist man tatsächlich überrascht oder enttäuscht, wenn man nicht erfährt, dass es eine neue Partnerin gibt.
Und ich würde das auch gerne wissen wollen. Schließlich ist der kleine euer gemeinsamer Sohn - ich möchte wissen, wer die neue Frau ist, wie sie tickt und wie sie mit meinem Sohn agiert. Natürlich möchte ich sie kennenlernen.
Um besten Fall hat man dadurch ein gutes Gefühl gegenüber der neuen Partnerin.
Ich finde es super, dass du ein gemeinsames Treffen vorgeschlagen hast 👍

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Wie hätte sich dein Ex denn deiner Meinung nach verhalten sollen?

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Wäre schön gewesen hätte er mich früher informiert. Wie gesagt, haben wir eigentlich ein gutes Verhältnis und er erzählt mir auch von seiner Familie oder Arbeit...

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Das hätte doch an der Situation an sich nichts geändert.

Ich kann schon verstehen, dass er nicht sofort angerannt kam, um von seiner neuen Freundin zu erzählen. Außerdem weißt du doch auch gar nicht, inwieweit die Neue überhaupt Kontakt zu eurem Kind hatte/hat.
Das wird sich ändern, wenn sie jetzt zusammenziehen und er hat dir Bescheid gesagt, finde ich in Ordnung.

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Ich sehe keinerlei Probleme. Der Vater ist dir keinerlei Rechenschaft über sein Leben schuldig und kann auch mit dem Kind treffen wen er möchte solange das Kind dabei keinen Schaden nimmt. Du bist nicht die "Bestimmerin" über das Kind sondern ihr seid beide Eltern zu gleichen Teilen. Freue dich doch für dein Kind, dass es einen Vater hat der sich um es kümmert.

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Als „Bestimmerin“ fühle ich mich nicht und so sollte es auch gar nicht rüberkommen. Natürlich ist er mir auch keine Rechenschaft schuldig.
Und ja, ich bin sehr dankbar für seine Unterstützung.

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Meistens wächst das Kind ja überwiegend bei der Mama auf und ist im Vergleich dazu eher seltener beim Vater (am Wochenende oder gar 14tägig). Wenn man sich zum überwiegenden Teil um das Kind kümmert, neigen Elternteile gerne mal dazu zu denken "ich habe komplett das Sagen" und wollen diese Kontrolle auch nicht abgeben, wenn das Kind dann mal beim anderen Elternteil ist.
Das ist keine Kritik dir gegenüber, sondern m. E. etwas "normales". Klar ist es schwer zu akzeptieren, dass du keine Kontrolle darüber hast was dein Kind macht und mit wem es zusammen ist, wenn es beim Vater ist, aber er ist der Vater und du schreibst ja selber,dass er auch ein guter Vater ist! Also habe doch auch ein bisschen Vertrauen in ihn und sein Urteilsvermögen.

Und was die Neue von deinem Ex angeht: weißt du denn, dass dein Sohn bereits intensiveren Kontakt zu der Frau hatte? Ich kenne einige alleinerziehende Elternteile (Mütter und Väter) und viele lassen den neuen Partner oder die neue Partnerin anfangs komplett außen vor und stellen ihn/sie erst den Kindern vor, wenn sich in ihren Augen etwas Dauerhaftes entwickelt hat. Wenn dein Ex ebenso vorgegangen ist, dann gab es bisher doch gar keinen Grund dass er dir überhaupt von der neuen Freundin erzählt...

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Wieso bist du enttäuscht? Das verstehe ich nicht. Er ist dir absolut keine Rechenschaft (mehr) schuldig mit wem er sich trifft oder zusammen ist. Je eher du dich daran gewöhnst, desto besser. Das kann jetzt immer mal wieder vorkommen. Du musst ihm übrigens auch nichts erzählen wenn du einen neuen Partner hast.

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Ich kann dich zum Teil schon ein bisschen verstehen. Allerdings glaube ich nicht, dass du wirklich ein Problem damit hast, dass dein Ex eine neue Freundin hat und demnächst mit ihr zusammenzieht sondern vielmehr damit, dass euer Sohn dann quasi eine "Stiefmutter" hat, die sich mit um ihn kümmert - mit ihm spielt, ihn füttert, ihn wickelt, bei Unternehmungen dabei ist, die sich vielleicht sogar zu einer Bezugsperson für deinen Sohn entwickeln könnte.
An deiner stelle würde ich mich dabei auch nicht sonderlich wohl fühlen, denn irgendwie fühlt man sich dann automatisch als Mutter "bedroht", obwohl man ja insgeheim weiß, dass es totaler Quatsch ist. Die Mama bleibst immer du und die Neue deines Ex kann sich zwar zu einer weiteren Bezugsperson entwickeln, die dein Sohn auch gerne hat, aber an die Mama wird sie niemals rankommen.

Dass dein Ex dir bisher noch nichts von der Freundin erzählt hat, kann ich sogar ein bisschen verstehen. Er wollte wohl erst einmal abwarten, ob es auch etwas wirklich Festes und dauerhaftes ist. Denn mal ehrlich: lieber er präsentiert dir und eurem Sohn eine Freundin, mit der er in einer festen und stabilen Beziehung ist als dass du alle paar Wochen einen geänderten Beziehungsstatus von ihm bekommst, oder? Dann würde es nämlich (verständlicherweise) heißen: es tut dem Sohn nicht gut, dass der Vater ständig wechselnde Partnerinnen mit nach Hause nimmt.

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Was wäre denn anders/besser gewesen, wenn er es dir früher erzählt hätte? Ist ja immer noch die gleiche Frau. Ob er euch miteinander bekannt macht, ist auch alleine seine Sache und die seiner neuen Freundin. Natürlich ist es schön, wenn es alles so läuft, wie du es dir vorstellst, aber ob es klappt, hast du nicht in der Hand.

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Hey,
Bei meiner Großen war es damals so, dass wir uns wegen einer anderen Frau getrennt haben. Das war für mich emotional ein harter Schlag. Als ich ihr dann das erste Mal begegnet bin, hab ich ihr gesagt, wenn das alles ein wenig gesackt ist, würde ich mich mit ihr gerne auf einen Kaffee treffen, weil ich die Frau, die Umgang mit meinen Kind hat, kennen möchte. Ein paar Monate später war das Treffen dann auch. Also ich versteh dich. Wenn der Vater mit einer anderen zusammenleben, ist man beruhigte wenn man sich kennt und weiß,die Kinder sind in guten Händen.
Meine Meinung jedenfalls.

Alles Gute für dich

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Fragt sich nur, ob nicht die ein oder andere Frau dann gegenüber der "Neuen" etwas voreingenommen ist... In meinem Freundes- und Bekanntenkreis habe ich leider sehen müssen, dass man dem neuen Partner oder der neue Partnerin des Ex meistens eher negativ eingestellt ist - obwohl man die Person gar nicht kennt.

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Ich kann nur von mir reden. Es ist inzwischen alles 8 Jahre her. Wir verstehen uns alle. Ich wollte immer, dass meine Tochter uns alle lieb haben darf ohne sich dabei schlecht zu fühlen. Das war natürlich am Anfang schwer seine eigenen Gefühle zurück zustecken. Aber die "Neue" ist ein ganz lieber Mensch. Und wenn in ferner Zukunft unsere Tochter heiratet, können wir alle zusammen feiern, ohne das sie Angst haben muss, dass sich ihre Eltern an die Kehle gehen 🙂

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Ich habe damals von der neuen Partnerin über das Kind erfahren, obwohl es anders vereinbart war. Hab ich auch geschluckt, aber es ist eben so.
Kommt man drüber weg.

Ich würde da kein großes Thema draus machen, denn Einfluss hast du eh nicht drauf. Auch kannst du nicht auf ein Treffen bestehen, wenn sie es nicht wollen.

Ärger dich ruhig, das würde ich auch, aber dann lass auch gut sein ;-)

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Vielen lieben Dank für eure Antworten.

Ich möchte gerne nochmal klarstellen, dass es mir nicht darum geht, dass er mir seine Freundin vorstellen muss. Habe es vorgeschlagen aber auch gesagt, dass ich es akzeptiere, wenn sie es nicht möchten. Mir geht es nicht darum seine neue Freundin zu bewerten. Ich würde es schön finden, wenn wir uns vielleicht in Zukunft auch gut verstehen. Ich habe auch keine Angst, dass Sie mich ersetzten könnte. Ich bin ein Scheidungskind und hätte es gerne, dass mein Kind nicht so schlimme Verhältnisse hat wie Ich dazumal.

Ich habe von der Oma von meinem Sohn gehört, wie schön sie sich um ihn kümmert und dass sie viel Zeit mit ihnen in den letzten Monaten verbracht hat. So viel zu; du weisst nicht wie viel Zeit sie zusammen verbracht haben.

Jedoch geht es mir auch nicht darum. Mein Kleiner ist happy wenn er nach Hause kommt, ich sehe nichts schlechtes an dem Umgang mit ihr. Der Kleine ist auch nicht alle zwei Wochen da, da sein Papa an den Wochenenden arbeitet.

Mir geht es nicht um Kontrolle, Macht oder Bewertungen. Ich hätte mir nur gewünscht, es eher zu erfahren, damit ich mich darauf einstellen kann.
Es geht hier eher um Vertrauen.

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Und die Oma hat dir erst jetzt von der neuen Frau erzählt, obwohl sie anscheinend schon seit Monaten davon weiß und sie anscheinend schon kennt (wie sonst kann sie bewerten, dass die Frau sich gut kümmert?)?

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Sicherlich die Oma väterlicherseits.

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