Welches Modell , an die Getrennten

Mein Ex und ich hatten schon alle möglichen Konstellationen, auch weil die Kinder unterschiedlich sind.
Also Wechselmodell, vierzehntägig, fahren wir derzeit bei der Kleinen, die Große lebt seit einem Jahr hauptsächlich bei mir, der Sohn beim Vater.
Die Kinder machen ihre Treffen mit dem jeweils anderen Elternteil selbst aus.
Also nicht alle 2 Wochen am Wochenende, sondern meist in der Woche oder auch mal ein paar Wochen nur telefonieren alle paar Tage.
Am Anfang haben alle drei hauptsächlich beim Vater gewohnt , also im ersten Jahr nach der Trennung.
Danach wie gesagt, immer den Kindern angepasst, individuell verschieden.
Die Kinder sind 14, 12 und 6...
Wie funktionieren euer Modell, habt ihr Erfahrungen mit verschiedenen Konstellationen und wie gehen die Kinder damit um?

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Wir haben nur ein Kind, machen das Wechselmodell seit fast vier Jahren. Am Anfang war er drei Tage bei Papa und vier bei mir, dann haben wir 50:50 im Wechsel 5-2-2-5 gemacht. Als ihm die vielen Wechsel zu viel waren, sind wir auf ein reines Wochenmodell umgestiegen. Erst Wechsel montags, jetzt freitags. Für uns war immer klar: Wenn es für das Kind nicht mehr passt, ändern wir. Aktuell bin ich gespannt, wo die Reise hingeht; im Moment tut er sich bei Papa schwerer und vermisst mich wieder mehr. Das beobachten wir und steuern dann ggf. nach.

2

Mit dem Papa meiner kleinen Tochter(5 Jahre) habe ich das Wechselmodell, immer eine ganze Woche, Sonntag(Abend) ist Wechseltag bei uns damit der Start in die Woche immer bei dem jenigen los geht wo die kleine dann jeweils ist. Da wir nur ein paar Minuten voneinander weg wohnen ist aber auch eine kurzfristige Umplanung drin. Sprich wenn unsere Tochter mal eher zu mir zurück will oder zum Papa eher hin möchte telefonieren wir kurz und sprechen es ab ob es möglich ist, das klappt bei uns super.

Meine großen Zwillinge(10 Jahre) leben ausschließlich bei mir und besuchen ihren Papa aller 14 Tage am Wochenende, gelegentlich in den Ferien. Wenn es nach den zweien gehen würde wären die vorallem in den Ferien öfter mal dort, aber leider ist das von der Papaseite nicht so gewollt bzw wird meist gar nicht eingeplant bzgl Urlaub nehmen. Das müssen Sie leider so akzeptieren.

3

Ich finde es gut, dass ihr das individuell macht. Meine Ziehtochter ist ein Wechselkind (als Kleinkind zuerst alle 3 Tage, dann 1x die Woche, ab der 3. Klasse alle 14 Tage). Das war auf eigenen Wunsch so.

Und meine Tochter lebt inzwischen ganz bei uns (zwischenzeitlich jedes 2. Wochenende beim leiblichen Vater), da dieser psychisch zu instabil geworden ist, was er auch selber so sieht. (Sie haben aber Kontakt)

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Wir haben das Wechselmodell seit fast 5 Jahren.
Als Sohnemann noch klein war 2-2-3, mit 4 sind auf das Wochenmodell umgestiegen, da wir festgestellt haben, dass er doch ein bisschen braucht, um beim jeweiligen zu Hause angekommen zu sein.
Bis zur Einschulung haben wir Mittwochs gewechselt, eher aus arbeitstechnischer Sicht. Jetzt wechseln wir Freitags. Somit hat er das Wochenende um anzukommen und wir betreuen jeweils eine ganze Schulwoche.
Das haben wir noch nicht so lange, mal sehen wie es läuft.

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Moin!

Meine Kinder waren zur Zeit der Trennung 3 und 6.

Drei Jahre lang haben wir das Wechselmodell praktiziert. Ich hatte Mo+Di, er Mi+Do und das Wochenende im Wechsel. Also hatte immer einer 5 Tage.
Damit die Kinder auch ihren Vater regelmäßig sehen, habe ich das nicht beanstandet, fand aber, dass es nicht sonderlich gut geklappt hat.
Er hat sich Null und Schule, Freunde und Hobbys gekümmert. Bei ihm saßen die Kinder also rum und haben sich ausgeruht bis gelangweilt. Bei mir sind sie allen Interessen nachgegangen + Hausaufgaben, also artete das in Stress aus. Außerdem haben wir einen komplett unterschiedlichen Erziehungsstil...

Zum Glück ist der nach 3 Jahren für einen neuen Job 40 km weit gezogen und das Wechselmodell war Geschichte. Jetzt haben wir das klassische Modell und es ist viiiiiiel mehr Ruhe drin. Es ist nicht so ein Hin und Her. Es ist klar, dass ich im Wesentlichen für Schule und Hobbys zuständig bin. Er zahlt Unterhalt, ich kaufe 90% der Sachen, man muss sich nicht mehr so viel absprechen...

Das einzig nervige für die Kinder ist, dass zunehmend Aktivitäten auch am Papa-Wochenende stattfinden, vom Kindergeburtstag bis zur Schulveranstaltung hier in der Umgebung und der Papa dann jedes Mal beleidigt ist...versuchen so gut es geht zu tauschen. Oder es fährt ein Kind allein hin, ich finde das aber nicht so toll, es bringt wieder Unruhe rein und das tut den Kindern nicht so gut.

Ich bevorzuge also das klassische 14-tägige Modell. Kann aber auch verstehen, wenn der Vater seine Kinder häufiger sehen will und würde entgegenkommend sein. Wechselmodell und allen Stress bei mir würde ich aber nicht mehr machen...

LG, Nele
mit Junge (13) und 3 Mädchen (9, 2 und 10 Monate)