Verzweiflung pur

Hallo

Ich bin am verzweifeln
Ich bin alleinerziehend von 3 Kindern. Mein größter ist 4, der mittlere 1 1/2 und der kleinste 7 Monate.
Und ich schaff es nicht mehr. Absolut nicht. Auch wenn die anderen in der Kita sind. Der kleinste heult nur. Ich habe Angst vorm Wochenende, weil dann alle zu Hause sind. Ja der Vater kümmert sich nicht. Hilft mir nicht. Ich bin eigentlich kurz davor zusammenzubrechen.
Ich möchte eigentlich gerne den kleinsten in eine pflegefamilie stecken. Ich weiß es gibt jetzt bestimmt Mütter die mir einen Vogel zeigen, aber ich schaff es einfach nicht mehr. Ich bin am Ende. Ich habe mir das alles so nicht vorgestellt das ich alleine bin.
Ja ich frage auch andere um Hilfe, aber all zu viel gibt's leider auch nicht.
Wie gesagt meine Verzweiflung führt immer mehr dazu, dem kleinsten auch eine bessere Familie zu geben, da ich mich auch nicht in 3 teile teilen kann.
Es ist alles so traurig, aber gleichzeitig würde mir glaube die ganze last genommen werden und ich könnte mich wieder auf mich und die großen konzentrieren. Denn die Leiden auch, nie hat die Mama Zeit zum Spielen.
Mein Kopf ist einfach nur noch leer.


Danke fürs Lesen 😢

Hallo!

Hast du mal beim Jugendamt nach Hilfe gefragt?
Es gibt doch Familienhilfen, die dann zu dir kommen und dich unterstützen...

Zu schnell abgeschickt...
Das Alter deiner Kinder ist natürlich auch extrem. Also, was die Anstrengung angeht.
Ich kann das verstehen, dass du nicht mehr kannst.

Der Vater kümmert sich gar nicht? Haben alle Kinder den gleichen Vater?
Hast du deine Eltern in der Nähe oder Freunde? Oder die Eltern des Kindesvaters?

Die Familienhilfe kommt ja auch nur 2 mal die woche und versucht zu helfen eine Struktur rein zu bekommen. Davon bekomme ich leider auch keine weiteren Nerven. Ich arbeite mit dem Jugendamt schon zusammen.
Alle drei vom gleichen Vater. Nein er kümmert sich nicht. Ich habe eine Mama die in 3 Schichten arbeiten geht und eine Freundin, die in der Gastronomie tätig ist und dazu noch selber ein Kind. Seine Eltern, reden wir lieber nicht drüber.
Ansonsten ist hier niemand. Und genau deswegen komme ich immer wieder an den Punkt, eine pflegefamilie zu suchen.

Hmm...und wenn du beim Jugendamt sagst, dass du mehr Hilfe benötigst?

Wie sieht denn dein Tag aus?
Die älteren sind im Kindergarten und du bist mit dem Kleinen zu Hause, richtig?
Wie lange sind die beiden denn betreut?

Es gibt doch ältere Menschen, die keine Enkelkinder haben, sogenannte Leih Omas : )
Wäre so etwas was für dich? Ja, das wäre auch immer nur kurz, nicht stundenlang, aber vielleicht reicht es, um neue Kraft zu tanken.
Oder eine Mutter Kind Kur?

Ich kann dich verstehen. Und ganz ehrlich: Sei stolz auf dich. Eine Pflegefamilie ist nicht die schlechteste Lösung der Welt sondern zeigt von enormen Mut und Liebe zu deinen Kindern deinerseits.
Bereitschaftspflegefamilien würden dein Kind (oder sogar alle 3) auch für einen kürzeren Zeitraum nehmen, sagen wir mal 5 Wochen, dass du diese 5 Wochen Zeit hast durchzuatmen und dir zu überlegen, wie es weitergehen kann. Ich kenne das Gefühl, seinen eigenen Satz nicht mehr zu ende denken zu können, sehr gut, trotz Partner, der mindestens 50% macht und engagierten (Ur)Großeltern.
Mir haben da immer Auszeiten geholfen. Wenn der Vater dir solche nicht beschaffen kann, kann eine Pflegefamilie auf Zeit erstmal eine super Lösung sein. Danach kann man dann ja weiterschauen, ob und wie du noch einen Alltag mit Kindern führen kannst. Sprech das zeitnah mit dem Jugendamt drüber. Solche Hilfen dir zu suchen, BEVOR es wirklich komplett zu spät ist und die Kinder und die Mama fertig sind, ist eine Riesen Herausforderung und das beste, was jedes Elternteil für sein Kind tun kann.

ich kann Dir auch nur raten, weiter mit dem Jugendamt darüber zu sprechen. Hoffe du hast da eine engagierte Sachbearbeiterin.
Alternativ noch Profamilia etc...

Jedenfalls wollte ich dir sagen, wieviel Mut du bereits bewiesen hast, dass du deine Situation so klar siehst, Hilfe schon gesucht und auch annehmen kannst!!!!

Wie meine Vorrednerin schon schrieb: du musst ja jetzt keine endgültigen Entscheidungen bezüglich Pflegefamilie etc treffen.
Vielleicht reicht es erstmal, Zeit zum Durchatmen zu bekommen.
Und wenn nicht: Hey... wirklich meinen tiefsten Respekt für all deine Gedanken und Lösungsansätze. Man kann heraus lesen, wie sehr du keine Kinder liebst und ihnen allen nur das Beste wünscht.

Ich wünsche dir von Herzen nochmal genug Kraft, einen guten Weg für euch alle zu finden.

Hallo
bist du mit dem Jugendamt in Verbindung?
Lass dir einen Termin geben und besprich es mit ihnen. Ein Pflegeplatz kann ja auch vorübergehend sein.
Wenn es dir zu viel ist, ist es nur vernünftig, wenn du um Hilfe ansuchst und auch einen Pflegeplatz für den Kleinen akzeptierst. Deine Situation ist wirklich nicht leicht, und wie du selber schreibst, auch die Kinder haben nichts davon, wenn du nur noch verzweifelt bist.
Lass dir helfen und sieh es nicht als Versagen an! Es ist sicher besser, wenn man ehrlich zugibt, dass einen die Situation überfordert, als dass man aus Scham heraus in einer verzweifelten Lage stecken bleibt, bis irgendwann alles eskaliert.

Alles gute noch!

Wo wohnst du denn? Vielleicht kann ich dich unterstützen?

Bitte frag das Jugendamt, ob es möglich ist, dass Deine Kinder vorübergehend in eine Pflegefamilie oder in ein Kinderdorf o.ä. kommen, damit Du eine Kur beantragen kannst. Wenn hier einmal richtig etwas für Dich getan wird und Du auftanken kannst, hast Du vielleicht doch wieder Kraft für Deine Kinder, gerne auch mit weiterer Familienhilfe.
Nur ein Kind herauszunehmen, hilft Dir nicht grundsätzlich, die größeren sind ja auch in einem anstrengenden Alter. DU musst wieder stabiler werden und dann kann man neu entscheiden.
Und bitte, in Deinem und im Interesse der Kinder, sorge bitte vorrangig für eine zuverlässige Verhütung.
Alles Gute.
LG Moni

Hallo und danke an alle für diese wahnsinnig tollen und lieben Antworten. Ich hatte Angst das ich hier am Ende für meine Idee schlecht geredet werde, aber ihr gebt mir verdammt viel Mut und zeigt mir das ich mit meinen Gedanken eher in die richtige Richtung gehe.
Ich werde mich morgen mit meiner Bearbeiterin vom Jugendamt in Verbindung setzen. Ich denke sie wird einige zusätzliche Vorschläge haben.

Auf jeden Fall nochmal Danke an alle für eure lieben Worte.

Hallo,
erstmal möchte ich dir sagen, dass es nicht an dir oder deinen Kindern liegt. Wahrscheinlich seid ihr alle einfach normal. 3 Kinder alleine groß zu ziehen ist eine Nummer. Dazu kommt das deine Kinder in einem Alter stecken, in dem sie naturgemäß anstrengend sind. Ich bin sicher du liebst alle deiner Kinder und bist einfach nur überfordert. Du möchtest den kleinen eigentlich nicht weg geben, du siehst nur keine andere Möglichkeit. Hab ich recht? Denke da noch mal drüber nach.
Bedenke das deine Kinder älter und pflegeleichter werden. So wie es jetzt ist, wird es nicht bleiben. Es ist nur eine gewissen Zeit die du überstehen musst.
Gibt dein Kind NICHT weg. Ich denke du wirst es bereuen ( das liest man quasi jetzt schon raus).
Das Jugendamt kann auch mehr tun als sie jetzt machen. Rede noch mal mit denen. Gucke nach einer Leihoma, mache Stress beim Vater. Das Jugendamt wird Ideen haben. Wie sieht es z.B mit einer Haushaltshilfe aus? Damit hättest du schon große Entlastung denke ich.

Ich wünsche dir alles Gute.

Ich lese jetzt erst die anderen Kommentare. Ich wusste nicht das es auch die Möglichkeit einer Kurzzeitpflege gibt. Dann wäre das natürlich eine Möglichkeit.

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