Thema Fehlgeburten

Hallo ihr lieben ,

Endlich gehöre ich hier rein in dieses Forum :-) ich bin in SSW 5+0 . Ich freue mich das es endlich klappte , jedoch habe ich große Angst nach allem was ich hier so lese habe ich mich mehr denn je mit dem Thema Fehlgeburten auseinander gesetzt.. ist es wirklich so wahrscheinlich ,das man Angst haben muss , eine Fehlgeburt zu erleiden ? .. oder sind das einfach meine Eindrücke durch die ganzen Beiträge hier ? Die Angst steht bei mir ständig hinten im Kopf .. vielleicht kann mir jemand helfen :-)

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Liebe Katharina.

Glückwunsch zum positiven Test und vorweg alles erdenklich Gute für dich.

Das Thema ist generell bisschen streng gesehen. Außer hier. Da bekommt man natürlich viel zu lesen was dieses Thema betrifft obwohl man außerhalb kaum drüber spricht.
Leider ist es so, dass es doch viel mehr Frauen trifft, als man denkt.
Auch ich musste diese Erfahrung vor meinem regenbogenbaby machen und für mich war dieses Thema komplett fremd. Bis ich da selbst durch musste.
Ich habe viel gelesen um zu verstehen wieso. Und ich blickte positiv in die Zukunft, wusste, irgendwas war also mit meinem Baby nicht in Ordnung und mein Körper regelt das selbst. Als würde er erst „lernen“ müssen schwanger zu sein. Ich wusste, ich werde schnell schwanger und es klappt auch und das gab mir Hoffnung.

Als ich dann mit meinem zweiten Baby schwanger war, war auch die Angst enorm groß. Ich habe Affirmation gemacht, mir selbst Mut zugesprochen und meinem Körper vertraut. Der Körper regelt das alles für uns, auch wenn es nicht immer zu verstehen und mit Schmerz verbunden ist.

Nun bekomme ich in paar Tagen mein Regenbogenbaby 🫶🏼

Sternmama 38+3

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Ich hatte tatsächlich noch nie Angst vor einer Fehlgeburt und habe es auch nicht erlebt.
Ich mache mir aber allgemein wenig Sorgen um ungelegte Eier. In meinem direkten Umfeld gab es einige die eine Fehlgeburt erlebt haben- also mir ist durchaus bewusst, dass es auch anders kommen kann. Aber ich arbeite lieber mit dem was wirklich eingetreten ist und nicht was alles passieren könnte.

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Hallo Katharina,

Es kann leider immer bei der Zellteilung was schief gehen. Das muss man ehrlich sagen.

Aber es gibt genug Frauen, die nie eine erleiden und eine halbe Fußballmannschaft gebären von der Anzahl her :) Oder erst ein, zwei Kinder gebären und danach mal eine haben und danach wieder gesunde Kinder zur Welt bringen.

Du kannst es nicht beeinflussen was der kleinen Zellhaufen macht. Du musst an ihn glauben.

In meinen Freundeskreis meines Mannes zb gibt es viele Kinder. Ich glaub 2 im Schnitt pro Paar.
Und nur eine Fehlgeburt dazwischen nach zwei gesunden Kindern bei der Frau. Danach kam wieder auch ein gesundes Kind..bei einer Freundin von mir dasselbe. Wir reden sehr offen untereinander in den Freundeskreisen über das Thema da unser freier Redner das Thema in der Hochzeitsrede mit eingebracht hat und alle uns trösten wollten mit ihren schweren Wegen oder eben den gleichen Schicksalen.

Meine andere Freundin hat gestern ihren kleinen Regenbogen geboren nach mehreren Sternen. Ich werde es im April auch tun ..wir sind aber eher Gott sei Dank die seltene Ausnahme!

Häng dich bitte nicht an den Ausnahmen auf.
Sonst kannst du die Schwangerschaft nicht genießen. 🌹

Alles gute dir für die kommende spannende Zeit 🍀🍀🍀

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Ich persönlich kenne glaube ich mehr Frauen, die Fehlgeburten hatten, als welche die keine hatten. Ich selbst hatte in der ersten Schwangerschaft eine und als ich auf der Arbeit Kolleginnen davon erzählt habe, kam von fast allen, dass sie ebenfalls welche hatten. In der Familie gab's auch mehrere.

Dagegen kenne ich nur sehr wenig Frauen, die nach der Fehlgeburt keine Kinder mehr bekommen haben.

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Huhu,

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es öfter vorkommt, als man denkt - weil einfach niemand darüber redet.

Als ich meine Fehlgeburt hatte, habe ich es offen mit Familie und Freunden kommuniziert. Plötzlich haben meine drei engsten Freundinnen berichtet, dass sie mitfühlen können, weil sie es selbst mehrfach erlebt haben. Auch im erweiterten Bekanntenkreis haben betroffene Frauen plötzlich den Mund aufgemacht.

Hätte ich es vorher gewusst, hätte es mich vielleicht nicht so sehr schockiert, weil ich vielleicht gewusst hätte, dass es vorkommt. Aber wenn man selbst bei seinen engsten Freundinnen nur die Info über den dritten Monat hinaus bekommt, fühlte zumindest ich mich erstmal sehr allein und fragte mich: Warum ich?

Deswegen halte ich mich auch bei meiner jetzigen Schwangerschaft nicht an die Regel mit den 12 Wochen. Ich habe es erzählt, wann immer ich wollte, auch, um im Zweifelsfall Trost abzuholen. Bei meinem Sternenkind war es ätzend, den AG anzurufen und sagen zu müssen: "Ich komme am nächsten Tag nicht arbeiten, weil ich eigentlich schwanger bin, habe aber gerade die Info bekommen, dass es nicht intakt ist und ich morgen zur Ausschabung muss." Auch bei meiner Familie liefen die Anrufe so. Nie wieder.

Jetzt bin ich mit meiner dritten Schwangerschaft und zweiten Kind in der 14. SSW und freue mich einfach, dass bisher alles gut lief.

Ich empfehle dir das Buch "Tabuthema Fehlgeburt" von Miriam Funk. Auch wenn es dich nicht trifft, was ich natürlich hoffe, enthält es Infos über die Möglichkeiten der Behandlung bei einer Missed Abortion, über Möglichkeiten der Bestattung, über Wahrscheinlichkeit und Gründe einer FG... meine Ärztin z. B. hatte mich nicht richtig aufgeklärt, in Deutschland wird vermehrt zur Ausschabung gedrängt, obwohl oft nicht nötig, etc. Leider habe ich das Buch erst nach der Ausschabung gelesen und mich dann richtig betrogen gefühlt. Und schließlich auch den Arzt gewechselt.

Alles Gute!

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Wie bereits andere gepostet haben ist das ein schwieriges Thema. Die meisten sprechen nicht offen darüber, hier im forum wirst du aber sehr viel dazu lesen können. Statistisch gesehen hat jede 3. Schwangere eine Fehlgeburt / Missed Abort. Die meisten ohne überhaupt zu wissen dass sie schwanger sind/ waren. Mir selbst ist es auch passiert mit einem MA in der 10. Woche. Und jetzt ein Jahr später bekomme ich bald mein Regenbogen Baby (35. Woche gerade). Treffen kann es letztendlich jeden. Die Gründe sind aber komplett verschieden und wird man wahrscheinlich auch nie zu 100% herausfinden. Ich war damals geschockt und dachte warum trifft es ausgerechnet mich. Und erst nach einiger Zeit durch Gespräche mit Freunden und Bekannten und lesen in solchen Foren hier habe ich gemerkt wie oft das eigentlich passiert und dass ich nicht alleine war. Aber dass halt kaum jemand offen darüber spricht.

Ich glaube prinzipiell ist es schwierig dir die Angst komplett nehmen zu können. Da hilft nur der Versuch positiv zu denken dass alles gut geht. Mir hat bei dem 2. Versuch jetzt geholfen zu wissen, dass ich überhaupt schwanger werden kann. Und dass es einen Grund gehabt haben muss, meist stimmt ja irgendetwas nicht mit dem Fötus, dass er nicht uberlebensfahig ist oder gendefekte hat oder sowas und der Körper dann entscheidet es zu beenden. Und vor allem zu wissen, dass es nicht meine Schuld ist weil ich irgendwas falsch gemacht hätte sondern es einfach soooo viele trifft. Ich glaube ausserdem, dass ein bisschen Restangst immer bleibt, selbst wenn man schon im 3. Trimester ist. Das ist ja auch ganz natürlich. Es geht da um dein Kind 😊

Versuch positiv zu denken, du bist in der 6. Woche, mit jeder weiteren sinkt das Risiko deutlich. Und schneller als du denkst kommen die ersten Tritte und du wirst gelassener.l weil du dein Baby spürst.

Ich wünsche dir alles Gute für deine kugelzeit. Geniess sie.

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Einerseits kommen Fehlgeburten häufiger vor als man denkt, weil die wenigsten offen darüber sprechen.

Wir Frauen tun uns selbst keinen Gefallen damit, solche Themen zu tabuisieren.

Andererseits ist in so einem Forum das Bild auch in die andere Richtung verzerrt.

Hier schreiben vor allem diejenigen, bei denen es zu Beginn der Schwangerschaft kritisch aussieht, nichts im US zu sehen, HCG zu niedrig, Angst vor einer FG in einer erneuten Schwangerschaft etc.

Diejenigen, bei denen immer alles glatt läuft, melden sich seltener.

Bei mir war erst die 4. Schwangerschaft intakt, ich bin aber auch ein schwieriger Ausnahmefall.

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Du darfst nicht vergessen, dass sich in Foren viele Frauen auch treffen die Probleme haben mit dem schwanger werden. Das heißt, dass dadurch schon es zu mehr Fehlgeburten kommen kann. Bei den künstlichen Befruchtungen kommt es leider auch häufiger vor.
Dazu darf man den Effekt des Alters nicht vergessen. Wir bekommen später Kinder als früher. Dadurch wird es auch mehr Fehlgeburten geben.
Und die Angst davor, wird auch geschürt durch den Weg. Hat man mehrere Fehlgeburten gehabt? Hat man sehr lange bis zum ersten Test gebraucht? Wir tauschen uns hier ja aus, weil wir Frauen suchen, die das genauso kennen, weil man meistens in der Realität nicht so offen damit umgehen darf.

Jetzt kommt mein aber. Es ist nur Statistik, die du da mit bekommst. Bei dem einem mehr und bei dem anderen weniger. Über dein eigenes Risiko sagt es leider nicht so viel aus, wie man denkt. Dazu wissen wir Frauen heute so viel früher dass wir schwanger sind. Und ob früher eine Periode in der 5 oder 6 Woche als Fehlgeburt gesehen worden wäre, bezweifle ich stark.
Deshalb denke ich, dass es weniger Fehlgeburten als gesunde Schwangerschaften gibt.

Ich kenne in der älteren Generation jemanden nur jemanden der mehrere hatte, aber da war noch rauchen mit im Spiel. Also ein Faktor der auf jeden Fall das ganze erschwert.

Bearbeitet von Pinguinbaby89
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Ich hatte bei der ersten SS nie Angst und dann eine in der 10 Woche …
Bei der zweiten SS hatte ich total Angst immer aufgrund der schlechten Erfahrungen und dann ist bisher alles super in der 29 ssw
Ja es kann sein und gar ned mal so selten aber man kann nichts dagegen machen es kommt wie es kommt
Wünsche dir alles Gute für deine Schwangerschaft!!