Krankenhaus vs. Geburtshaus

Hallo ihr lieben!

Ich mache mir Moment Gedanken über die Geburt meines 3. Kindes! Ich hab noch ein bisschen Zeit, bin momentan in der 27ssw.
Die ersten beiden kamen fast komplikationslos im Krankenhaus auf die Welt. Damals vor 11 und 7 Jahre stellte ich mir auch die Frage nicht wo ich gebären will, es war einfach das nächste Krankenhaus und gut so! Nun die Situation wird ja immer doofer und die Corona Regeln veranlassen mich nun zum überlegen!
Vorsichtig hab ich das in meiner Familie angesprochen, mein Mann steht klar hinter mir, er meinte egal für was ich mich entscheide er möchte das beste für uns!
Von den anderen kamen Kommentare von: " ja toll," bis "bist du verrückt"! Jetzt ist bei mir natürlich das totale Gefühlschaos ausgebrochen. Ich bin nervös und irgendwie unsicher welcher Geburtsort es werden soll. So kenne ich mich gar nicht, bin normalerweise sehr entspannt und lass ziemlich viel einfach auf mich zukommen. Vielleicht gibt es jemanden der "damals" im Krankenhaus und wegen Corona jetzt in einem Geburtshaus entbunden hat und mir die vor und Nachteile erzählen kann oder aber auch gerne umgekehrt.....

LG

1

Ich habe 3 Kinder im KH bekommen. (Ähnlich wie bei dir eher pragmatisch, im nächsten halt). Davon war die 1. Sehr schwer und die anderen beiden ohne Auffälligkeiten.

Kind 4 (bzw eigentlich schon 3, aber da habe ich keine Hebamme bekommen) wollte und habe ich zu Hause bekommen. Dass dann noch corona dazu kam, konnte befinden Planungen keiner ahnen. Letztendlich habe ich es dann ostern im 1. Lockdown zu Hause bekommen (zufällig sogar ohne Hebamme, nur mit meiner Mutter, mein Mann hat es verpasst, weil er gerade die fruchtwasserhandtücher gewaschen hat). Ich hatte zu keiner Zeit Angst oder Bedenken. Es war alles super. Mann und Kinder konnten das Baby sofort kennen lernen. Keiner brauchte eine maske. Es war einfach toll.

Du solltest dich fragen
Kriege ich noch einen Platz im Geburtshaus?
Warum will ich dahin?
Was erwarte ich?
Fühle ich mich wohl und sicher damit?

Höre nicht auf andere, mach was dein bauch dir sagt!

2

Danke für deine Erzählung. Natürlich muss ich das mit dem Platz gleich Montags abklären.
Im Krankenhaus habe ich mich inzwischen für eine Ambulante Geburt angemeldet! Aber wie gesagt die Corona Regeln werden immer schärfer und damit komme ich nicht zurecht 😏
Vom Geburtshaus erwarte ich mir eine freiere eventuell nicht so steril nach Buch ablaufende Geburt in Zeiten wie diesen! (Das hat sich in der Krise definitiv in unserem Krankenhaus stark ins schlechte verändert)

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Huhu.
Wollte schon bei Kind 1 ins Geburtshaus. Wegen dem Insulin ging dies dann nicht. Leider. Und dieses Mal wieder nicht. In meinem Fall ist eine Level 1 Klinik die bessere Wahl. Hätte ich kein Insulin, würde die Frage sich für mich nicht stellen. Definitiv Geburtshaus.
Es ist eine intimere Atmosphäre, die Betreuung ist rundum gewäheistet und im besten Fall kennen die Hebammen dich in der ganzen Schwangerschaft und können so noch besser auf sich und deine/eure Bedürfnisse eingehen.
Ich habe bei Kind die Vorsorge auch nur bei den Hebammen machen lassen. Das macht aber nicht jeder Frauenarzt mit... Musste daher auch einmal wechseln.

Aber jetzt, soweit fortgeschritten noch einen Platz zu bekommen. Das wird schwer. Geburtshäuser haben sehr begrenzte Kapazitäten, je nachdem wie viele Hebammen sie auch haben und wie sie organisiert sind.

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Guten Morgen ☀️ und ein schönes Osterfest schonmal 😊

Ich habe zwei Kinder (vor 12 und 7) Jahren im Krankenhaus bekommen. Beim ersten dachte ich mir, wenn was ist sollen Ärzte da sein, beim zweiten war ich schon unsicher und muss sagen, auch wenn es komplikationslos war, war es für mich traumatisch 😕
Mein neuer Partner und ich haben jetzt ein Kind letztes Jahr im Oktober bekommen und für mich stand von vornherein fest, nur Geburtshaus. Habe mit Freunden und Verwandten geredet, einige haben das gleiche Geburtshaus gehabt und waren begeistert "nie wieder woanders" war der allgemeine Thenor. Das bestärkte mich. Für den Notfall haben wir uns aber auch im Krankenhaus angemeldet, man weiß ja nie.
Ich muss sagen, auch wenn es von der Größe meines kleinen her die schlimmste Geburt war, so war sie auch die beste und schönste.
Mein Partner war die ganze Zeit von Anfang an bei mir. Wir beide brauchten keine Maske tragen, aber die hebamme hat getragen. Sie hat uns Freiraum gegeben, war aber die ganze Zeit da und hat immer mal nach dem Baby geschaut.
Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt verunsichert gefühlt oder ähnliches.
Als der kleine Mann auf der Zielgeraden war, kam eine zweite hebamme zur Unterstützung.
Ich würde es nicht anders haben wollen.
Aber wir haben uns bereits in der 10. Woche angemeldet und waren beinah schon zu spät 🙈🙈

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Hallo, guten Morgen. Also, ich habe bisher keine Erfahrungen mit dem Geburtshaus, aber bereits zwei Kinder im KH auf die Welt gebracht. Jeweils unter einer PDA. Die PDA war ein Traum, der Rest war Horror. Jetzt bin ich mit dem nächsten Krümel schwanger, in der 10.SSW. Ich habe mich in der 6.Woche im Geburtshaus angemeldet. Habe leider such Zweifel, und werde in einigen Wochen sicher such dazu ein Thread eröffnen, um Erfahrungswerte zu bekommen. Ich habe einfach Angst vor diesen Schmerzen, und Bedenken, ob ich das schaffe. Aber eine Freundin schwärmte förmlich von ihrer letzten Geburt im Geburtshaus. Ich habe einen 2-jährigen zu Hause, da stellt sich für mich gar keine Frage, 4-5 Tage in Coronazeiten im Krankenhaus zu bleiben. Deshalb kam ich auf das Thema. Ja, ambulante Entbindung im Kh geht auch. Aber wie ist im KH der Dirchgangsverkehr? Wie hoch auch das Ansteckungsrisiko, ständig schaut jemand anderes die Tür hinein, untersucht, stellt Fragen, und es geht niemand richtig auf dich ein. Da stelle ich mir das Geburtshaus schon wesentlich schöner vor. 🤷🏻‍♀️

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Also wir haben uns ganz bewusst für ein Geburtshaus entschieden.
Ich komme selbst aus der Kinderkrankenpflege und kenne alle Risiken. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass eine KH Geburt noch risikoreicher ist, vor allem jetzt.
Es steht mir noch offen, wo genau wir entbinden, am aller wichtigsten war mir meine Beleghebamme. Ich möchte eine 1:1 Betreuung und das Rund um die Uhr.
Außerdem bereite ich mich vorher auf die Geburt vor (hypnobirthing etc).

Wichtig ist, aufgeklärt zu sein und für sich einstehen zu können. Mist kann dir an jedem Ort passieren.

LG

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Ich finde es gibt Geburtshäuser, da sind Geburten prima und zu empfehlen und solche, da sind sie es nicht / und da kommen auch die schlechten Berichte her.

Ich denke, es ist entscheidend, wie ist es and Krankenhaus angebunden, eingegliedert. Also, wann und wie wird entschieden ob die Geburt ans Krankenhaus übergeben wird und wie wird das Monitoring vom Baby gehandhabt, wie weit ist es zum Krankenhaus?

Ich habe im Geburtshaus was im Krankenhaus unten im Erdgeschoss integriert war angefangen. Als aber nach Stunden klar war, er steckt fest, dreht sich nicht und ich erschöpfe, wurde ich hoch verlegt auf die normale Geburtsstation. Dort hat die Oberärzten entschieden, dass es einer Zangengeburt unter Spinalanästesie bedarf, weil man nicht an seinen Kopf kommt. 10min später war er sicher geboren.

Mit dem zweiten Kind bin ich wieder in dieses Geburtshaus, nach nichtmal 30min war er dort geboren und wir durften nach 6 STD nach Hause. Haben nur die Hebamme gesehen und war suuuper. Vermutlich aber auch, weil ich durch die Nähe zu Notfallequipement einfach entspannt war.

Nimmer 3 musste eingeleitet werden und ist daher im selben Krankenhaus auf Normaler Geburtsstation entbunden.

Mein Tipp: Mach Dich schlau welches Geburtshaus und wie sicher/geborgen und wie objektiv abgesichert. Die Geburtshäuser mit 20min Anfahrtsweg würde ich nicht nehmen, weil mit allem drum und dran vergehen dann 40min zum Kaiserschnitt oder was auch immer.

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