Einleitung schlimm?

Ich hab hier schon viel gelesen dass das einleiten einer Geburt dramatisch und schlimm sein soll was genau ist daran denn so anders und schlimm ?
Stehe kurz vor ET und habe jetzt natürlich etwas Angst

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Das Mittel was zumeist genommen wird (Cytotec) ist in Deutschland gar nicht für die Geburt zugelassen. Daher ist die richtige Dosierung auch so ne Sache und endet gerne in Wehenstürmen und Not-KS.

Generell ist es so, dass in deutschen KH's viel zu viel interveniert wird, da sich eine Geburt finanziell nur lohnt wenn sie weniger als 12h dauert. Und dann passiert gerne folgendes:

MuMu öffnet sich nicht schnell genug - PDA wird gelegt - Wehen werden durch PDA weniger - Wehentropf wird angehangen - Baby bekommt Stress - Herztöne sacken ab - Not-KS oder Dammschnitt mit Saugglocke/Zange

Nennt sich Interventionsspirale!

Zum Thema Einleitung noch: Grundsätzlich gilt man erst ab ET+14 als übertragen. Wenn medizinisch alles Top ist, also Plazenta, Fruchtwasser und CTG gut ist es kein Problem so lange über Termin zu gehen und zu warten. Die meisten Kliniken machen aber so einen Druck auf die Frauen, dass diese spätestens bei ET+10 einleiten lassen.

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Wow das sind ja horror Vorstellungen!
Da hatte ich wohl Glück das die Ärzte bei mir nicht so gehandelt haben!!

ET+3 würde ich eingeleitet, weil mein FW nicht gut war und ich ein Ausschlag bekommen habe.
Wurde dann aber mit tabletten Eingeleitet.
Bis die kleine da war vergingen 18std und ich hatte keine Probleme und die kleine auch nicht.

Ich hoffe jetzt aber natürlich, dass unser Sohn sich vorm ET von alleine auf dem weg macht ☺️

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Naja, das ist doch wie fast bei jedem Thema in Foren. Da wo alles gut gegangen ist wird nicht drüber geschrieben.
Cycotec steht zur Zeit in der Diskussion weil es ein sog.Offlabel-Use ist. Es ist eigentlich ein Magenschutzmittel, löst aber eben auch Wehen aus. Das Problem: Es gibt keine bessere Alternative auf Tablettenbasis.
Wenn du eingeleitet wirst wird man dich über den Offlabel Use aufklären, du musst eigentlich auch was dazu unterschreiben. Informiere dich einfach gründlich vorher auf seriösen Internetseiten und beim Arzt.

Ich selber wurde geburtsunreif mit Cycotec eingeleitet. Ich fand es nicht schlimm. Hatte lange nur leichtes Ziehen. Dann platze die Fruchtblase und ich bekam cycotec nochmal zum anstoßen der Wehen. Die Wehen unter Cycotec waren kürzer, kamen aber plötzlicher. Im Verlauf der Geburt wurden sie zu natürlichen Wehen. Diese kamen langsamer und stiegen in Wellen an. Ganz ehrlich? Weh tut beides.

Habe dann eine PDA bekommen weil sich am Muttermund nix tat, trotz Wehen. Dann ging es flott voran, weil ich entspannen konnte. Zu den presswehen wurde die PDA runtergefahren und ich konnte gut mitpressen. Ich empfand die Geburt als schön.

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Bei mir war es ähnlich, nur dass bei mir mit Gel eingeleitet wurde.
Hatte nach Einleitung dann auch einen blasensprung, dann natürliche Wehen, PDA, Entspannung, Wehentropf aber alles ohne Probleme

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Hallo. Hier gibt es auch schöne „eingeleitete“ Geburtsberichte. :)

Meine erste Geburt wurde mit gel eingeleitet. War keine Erfahrung die ich nochmal durchmachen möchte. Danach folgten zwei Geburten ohne äußerliche Eingriffe. Ich hatte alles abgelehnt und auf meinen Instinkt gehört.

Lg

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Ich kann deine Gedanken verstehen, weil es einfach so viele negative Berichte gibt.
Ich war bei K1 der gleichen Meinung und war zuerst froh, dass das KH bis ET+14 geht.
Leider geht dabei aber immer unter, dass nicht ohne Grund ab ET öfter kontrolliert wird und man nicht endlos über Termin gehen kann.
Mir ging es bei K1 so. Tägliche Kontrollen, alles immer gut bis ET+10. Plötzlich schlechtes CTG, schlimme Herztonabfälle aber ohne Wehen. KH hatte nicht gleich Zeit für ne Einleitung da alle Kreißsäle voll. Einen Tag später Kind schon so schlecht versorgt dass Einleitung zu riskant, also KS.
Da wäre mir eine Einleitung deutlich lieber gewesen. Die Versorgung kann halt auch schnell umschlagen und die Kontrollen und die Empfehlung zum einleiten gibt es nicht nur, weil die Ärzte so böse sind und Geld verdienen wollen.

Bei K2 wollte ich die Versorgung nicht nochmal herausfordern und mehr Puffer für eine Einleitung. Da das fruchtwasser auch schon wenig war und die Plazenta verkalkt, wurde an ET eingeleitet (mit einer niedrigen Dosis Gel aufgrund der alten KS Narbe).
Bei mir war es der richtige Anstupser. Erster Tag etwas nervige aber unproduktive Wehen. Nachts Blasensprung und ab da natürliche Wehen. Nach zehn Stunden PDA, bessere Muttermundöffnung da ich mich besser entspannen konnte. Wehentropf gut vertragen. Baby sicher auf die Welt gekommen. Gab zwar einen Dammschnitt aber sonst keine Interventionen und den Schnitt fand ich nicht tragisch.

Die eingeleitete Geburt war viel schöner als der KS und ich würde mich immer wieder dafür zu entscheiden, lieber etwas eher einzuleiten als eine schlechte Versorgung und einen KS zu riskieren.
Aber ist halt meine persönliche Erfahrung.

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Hallo,

Das kann man nicht pauschal sagen. Ich hatte eine Einleitung mit Prostaglandin und meine Tochter war knapp 4 Stunden nach der Gabe da. Ich wurde allerdings eingeleitet, da ich bei 39+0 einen Blasensprung ohne Wehen hatte.

Die Geburt war kurz, 1 Stunde nach Verabreichung haben die Wehen eingesetzt und zwar gleich in kurzen Abständen. Es war aber für mich mit Konzentration und Atemübungen gut auszuhalten und es waren keine weiteren Interventionen (außer danach nähen) notwendig. Ich hatte sogar weniger Verletzungen als beim ersten Kind, was mich etwas gewundert hat.

LG

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Hallo
Ich persönlich finde die Einleitung nicht schlimm. Bei Kind Nr. 1 hatte ich keinerlei Wehen oder sonstige geburtsreife Befunde. Wurde dann bei 41+3 mit Tabletten eingeleitet. Von erster Tablette bis zu den ersten Wehen (eigentlich direkt zügig einen Wehensturm ohne Pause) vergingen 9 Stunden. Also der Wehensturm war schon scheiße 😅 . Hatte auch noch nie zuvor Unterleibsschmerzen. Wusste also überhaupt nicht, was auf mich bei einer Wehe zukommt und dann gleich ein Wehensturm🙈. Naja ... ließ mir dann eine PDA machen und ich war der entspannteste Mensch im Kreißsaal 😄. Geburt endete zwar mit der Saugglocke (kurz vor Kaiserschnitt). Hatte aber nichts mit der Einleitung oder PDA zu tun.
Jetzt bei Kind Nr. 2 bin ich mal gespannt, ob es von alleine los geht oder wieder eine Einleitung wird. Habe auf jeden Fall keine Angst davor und keine negative Erfahrung.

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Hallo,

ich selbst habe die Erfahrung nicht, habe aber gerade gestern mit einer Freundin drüber gesprochen.

Da wurde 2 Wochen vor ET mit Wehentropf und PDA eingeleitet. Sie kam um 10 ins KH, um 15 Uhr hielt sie das Baby im Arm.

Ich habe keine Ahnung, warum man wann zu welchem Mittel greift.

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Ach ja, komplett ohne Geburtsverletzungen, alles komplett im grünen Bereich.

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Hi,

nein, Einleitung muss nicht schlimm sein. Über schlimmes wird aber lieber geredet. Wer ein tolles Erlebnis hatte, kuschelt gemütlich mit dem Baby und hat weniger Redebedarf.

Ziel einer Einleitung ist dem Körper einen Stups in die richtige Richtung zu geben. Wenn das zu schnell passiert, entweder weil der Körper zu stark auf das Mittel reagiert, oder weil die Dosierung zu hoch ist, kann es zu einem Wehensturm kommen. So kommt es manchmal zu einer Interventionsspirale, da man ja etwas dagegen tun muss, die Wehen aber dann manchmal komplett weg sind und so weiter.. Eine gute Einleitung ist eine langsame Einleitung und hier kommt leider oft der finanzielle Aspekt für die KH ins Spiel. Dazu kommt, dass oft eingeleitet wird, wenn die Versorgung des Babys zB nicht stimmt. Wenn es ein derartiges Problem schon gibt, kann es natürlich eher zum KS kommen, Einleitung hin oder her. Und gleichzeitig springt der Körper besser an, wenn er bereit ist. Bei mangelnder Versorgung ist das ja oft vorm ET. Mittel zur Einleitung gibt es viele. Cytotec (oral) ist bei den meisten KH das Mittel der Wahl, da es aber in Deutschland nicht dafür zugelassen ist, umstritten. Die Wirksamkeit ist jedoch unumstritten! Es geht eher um die Dosierung und darum, dass viele KH die Tabletten auch vaginal verabreichen.

Ich selber wurde an ET+10 mit Cytotec eingeleitet, der Kleine kam dann an ET+12. Am ersten Tag tat sich kaum was, am zweiten ging das langsam los, wirklich schmerzhafte Wehen waren es erst die letzten 10-12 Stunden, dafür gibts aber ja auch Schmerzmittel. Ich habe zwar keinen Vergleich ohne Einleitung, die Geburt war aber definitiv schön und sollte es wieder dazu kommen, würde ich’s genauso wieder zulassen

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Ich glaube das Zeug hieß bei mir auch Prostaglandin. Ich bekam es per Tablette vaginal. Ca 2 Std später begannen die Wehen langsam und steigerten sich innerhalb m dann hoch und immer weiter. Ich empfand es aber nciht als schlimm oder als zu schnell oder sonst was.
Mein Muttermund war vor der Gabe komplett verschlossen. Die ersten heftigeren Wehen kamen ca 4 Std nach Gabe. Ca 3 Std nach Einleitung war der Muttermund von 0 auf 5 cm. Weitere 2 Std später scheinbar komplett offen.

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