Arbeit - etwas genervt vom Ablauf!

Oh man,

ich weis das ist nur ein Silopo. Aber ich dachte jetzt echt "mein Schwein pfeift" als ich so zwischen Tür und Angel die komplette Ablaufänderung mal eben erfahren habe.

Ich war im August wirklich sehr sehr zufrieden und dachte mir "endlich denkt mal jemand mit". Denn vor meinem 1. Mutterschutz damals haben die, die fürs organisieren zuständig waren, nicht wirklich mitgedacht! Was ihnen selbst zum Nachteil gereicht war. Soll heißen - Planung der Einarbeitung meiner Elternzeitvertretung! Ich war jedenfalls sehr happy als ich mitbekam wie der Ablauf geplant ist, welche Gedanken sich über meine Vertretung gemacht wurden und wir alle waren guter Dinge das das so funktioniert. So hab ich im August eine neue Mitarbeiterin eingearbeitet, die im Wechsel mit meiner bisherigen Urlaubs- und Krankenvertretung meine Elternzeit vertreten sollten. Das viele Monate vorm Eintritt des Mutterschutzes. Sehr schlau gedacht - ja wirklich. Mein alter AG war nehmlich nicht so "schlau" und hat mir meine Vertretung zur Einarbeitung sage und schreibe in die letzte Woche vor den Mutterschutz reingeknallt. Was war. Ich erkältet, aufgrund dessen verkürzten Gebärmutterhals, und knapp über eine Woche vorm soll in den Mutterschutz geschickt worden. Man könnte jetzt sagen "friss oder stirb" oder "selbst schuld" - innerlich sag ich das auch. Weil es obligt nicht meiner Planung wenn man sich selbst dadurch ein Bein stellt!

Jedenfalls stand der Plan jetzt beim anderen AG (bei dem ich eineinhalb Jahre zufrieden arbeite)... er war durchdacht, er war organisatorisch weitsichtig geplant. Ja wirklich schlau aufgestellt! Auch das die Vertretungen im Wechsel arbeiten. Alles perfekto! Was bekomm ich jetzt, 33. SSW gesagt. Ach übrigens, nächste Woche (ich geh bin ab dem 11.12. nicht mehr da!) kommt nochmal jemand zur Einarbeitung zu dir. Wir haben uns umentschieden, statt die bestehenden Kolleginnen im Wechsel einzusetzen wurde jemand neues EINGESTELLT der meine Position 1 zu 1 vertreten soll und anschließend wenn ich wieder komm anderweitig eingesetzt würde. Nicht nur das dieses umschmeisen des bestehenden Plans total größenwahnsinnig in der Umsetzung ist. Ich mich gerade von Tag zu Tag in die Arbeit quäle und nicht mal sicher sagen kann ob ich es bis zum letzten Tag schaffe aufgrund meiner Schmerzen! Das eine Woche viel zu wenig Zeit zur Einarbeitung ist! Und jemand der neu eingestellt wird sich auch was Firmenstrukur, Räumliche Orientierung und Weisungsbefugnisse im Haus 0,0 auskennt und auch niemandem mitlaufen kann, weil man hier völlig autark vom Rest arbeitet! Nein es passt vorne und hinten nicht. Ich hab eigentlich noch ein gewisses Aufgabensoll zu erfüllen, was bis dato der Grund ist meine Zähne zusammen zu beisen und rein zu kommen um das noch zu vollenden... ich hab gar nicht die Zeit zur Einarbeitung! Ich sitz hier über Arbeitsablaufbeschreibungen die zugegeben heute fertig werden... aber ich wollt mich nächste Woche um den Beginn der Inventur kümmern, damit meine eigentlich angedachten Vertretungen das dann bis zu Weihnachten fertig stellen, aber schonmal der Anfang getan ist an dem man sich orientieren kann.

Das kann ja nur in einer Katastrophe enden - oh man!!!!! #klatsch Allein um sich in den Räumlichkeiten halbwegs orientieren zu können benötigt man im Schnitt 6 Monate! Ich hatte damals das Glück noch in einem Büro mit meinem Vorgesetzten zu arbeiten, mit dem ich mitlaufen konnte, bei dem ich Tagesabläufe sehen und verinnerlichen konnte. Jetzt ist meine Position aber seit März in einem eigenen ALLEINSTEHENDEM Büro untergebracht und die Arbeitsaufteilung strikt getrennt und nicht mehr übergreifend wie vorher. Als Außenstehender da eingewiesen zu werden um anschließend halbwegs funktionieren zu können braucht es mind. ein Monat, wenn nicht länger und vorausgesetzt, dass die Person ne halbwegs helle Kerze auf der Torte darstellt... denn selbst das ist nicht bei jeder Einstellung mehr gewährleistet. #hicks

1

Hast du die Vorgesetzten oder den Vorgesetzten um einen Besprechungstermin gebeten?
Hast du diese(n) über deine Bedenken und deinen Gesundheitszustand informiert?

2

Mein Vorgesetzter hat mir das mehr beiläufig erzählt. Ich stand rein zufällig im Raum einer Kollegin, wo ich was abgegeben habe herum als er rein kam und mir das mal eben so nebenbei erzählt hat. "Ach ja, nächste Woche kommt jemand neues zum einarbeiten. Wir haben uns doch umentschieden dass du 1 zu 1 vertreten werden sollst!" #schock Dann war er auch schon weg und ich irgendwie so perplex von der Überrumplungsaktion, dass ich weder muhhh noch mähhh sagen konnte. Und mich danach nur zur Kollegin gedreht habe mit der entgeisterten Bemerkung "das hat der jetzt ernsthaft gesagt oder? du hast das auch gehört... wie glaubt der soll das umgesetzt werden?"

Ich sag seit bestimmt mehreren Wochen schon, dass ich mich nur von Tag zu Tag hangel. Ich hoffe bis zum letzten Tag anwesend sein zu können aber zunehmend mit Schmerzen kämpfe und Einschränkungen die nicht weniger werden je weiter ich fortgeschritten bin und ich froh bin, wenn ich all meine Solls noch vorm Mutterschutz abhaken kann! Sprich ich schon FROH bin wenn ich das schaffe was ich so oder so aufm Tisch hab und nicht mal das 100% sicher gewährleisten würde. Wer das dann so interpretiert das ich auf jeden Fall die letzte Woche vorm Mutterschutz noch anwesend sein werde und die Zeit hab fürs einarbeiten. Weis nicht... würd behaupten der ist wie diese Äffchen die sich Augen, Mund und Ohren zuhalten. #schwitz

3

Fand es ja schon heftig das mir das mal beiläufig zwischen Tür und Angel gesagt wurde. Beim 1. Plan wurde ich locker 3 Wochen vorher übers Telefon informiert was passieren soll. Ich wurde aktiv angesprochen nicht beiläufig passiv. Ganz ehrlich, wär ich nicht unten gestanden zu dem Zeitpunkt würd ich jetzt noch nicht wissen das nächste Woche irgendwer kommt!

weitere Kommentare laden
4

Also, jetzt setz dich mal einen Moment hin und atme gaaaaaanz tief ein und aus!!
So und dann machst du einen Termin mit dem Chef und erklärst ihm, was aus deiner Sicht möglich und nicht möglich ist. Wenn er nicht einsichtig ist, dann sagst du ihm, dass du es so gut wie möglich übergeben wirst, aber es so nicht ausreichend möglich sein wird. Und auch wenn man immer meint unersetzbar zu sein, läuft der Laden erstaunlicherweise ohne einem immer weiter. Wenn du also ohnehin schon zwei Kollegen eingelernt hast, können die ja auch einen Teil übernehmen. Und wenn nicht, muss der Chef sie Suppe eben selber auslöffeln. Das ist dann nicht mehr dein Problem!!!
Und auch eine Übersicht über die Räumlichkeiten geben, wird bestimmt auch jemand anders machen können. Dein Chef hat ganz bestimmt eine Idee dazu, der wird ja auch nicht ganz doof sein, hoffe ich.

Lass dich nicht stressen!!! Bald beginnt die entspannte Zeit für dich!
Alles Liebe
Anja
Mit 2 ⭐ und Herzenswunsch 15ssw

5

Mach das nicht zu deinem Problem. Die 2 anderen hast Du doch soweit eingelernt wenn ich richtig verstanden habe?
Na dann hat der/die Neue doch Ansprechpartner.

Konzentrier Dich auf Dich und Dein Baby. Wenn die Chefs das so wollen, dann sollen sie sehen was rauskommt. Das ist nicht DEIN Problem.

Ich weiß genau wie Du Dich fühlst. Auch ich arbeite(te) in solchen Unternehmen. Aber weißt Du was? Egal was ist. Es geht immer weiter in den Firmen. Egal ob Du oder Ich oder sonstwer da ist oder nicht. Jeder ist ersetzbar. JEDER.
Und deinen Einsatz dankt die keiner. WIRKLICH NIEMAND. Im Gegenteil. Am Ende kriegst im Zweifel nen Ar..tritt, weil Du Deine Vertretung vielleicht zu gut eingelernt hast und so dein Fehlen erstrecht nicht auffällt.
Entwickel ein LMAA Gefühl. Das ist mein Rat nach 2 Elternzeiten, wo nach keiner die ach so tollen vorigen Absprachen und Loblieder eingehalten wurden. Beim
letzten Mal musste ich meinen Platz sogar einklagen. Und ich kenne solche Fälle viele.

LG
Lejana

6

Ich gehöre sonst auch zu denen, die alles perfekte übergeben wollen. Die so ein extremes Loyalitäts-Gedöns haben.
Aber wie gesagt. Egal ob jemand plötzlich stirbt, in den Knast geht, kündigt, in Elternzeit geht oder sonstwas. Das juckt die Unternehmen nur minimal. Es läuft immer weiter.

Ich habe mir geschworen, nur noch Dienst nach Vorschrift. Ok, ich halts so auch nicht durch. Aber ich häng mich nicht mehr rein wie früher. Und wenn es diesmal zum Ende zugeht und es mlr nicht gut geht schlepp ich mich nicht mehr rein. Ich bleib daheim.
Und wenn ich vor Kotzerei nicht aufrecht stehen kann, bleib ich liegen.
Sch.., drauf

9

Danke. Eigentlich bin ich selbst jemand der jedem anderen genau sowas auch sagen würde. Mach das Problem anderer nicht zu deinem eigenen. Aber die Realität sieht oft anders aus und charakterlich tu ich mich damit wahnsinnig schwer einen auf "nach mir die Sinnflut" zu machen. Es geht weniger darum, dass der Laden weiterläuft. Denn da bin ich wirklich jemand, der die Verantwortung konsequent an Vorgesetzte abgibt! Sondern ich denk mir, wenn ich irgendwo neu anfang. Was für einen Eindruck bekomm ich mit dieser Friss oder Stirb Mentaliät die man direkt zu Beginn mit auf den Weg bekommt. Ich pflege gerne ein persönlich angenehmen ersten Eindruck von dem zu übernehmenden oder zu vertretenden Arbeitplatz zu schaffen. Das die neue Person nicht gleich vor bammel vom Stuhl fällt. Denn meine letzte Kollegin die ich eingearbeitet hab, die hat mir schon nach wenigen Tagen spürbar verdeutlich, wie geflasht sie von den ganzen Aufgaben ist und wie viel verschiedene Dinge man sich merken muss und sie wurde bis dato zu selten eingesetzt wenn ich nicht da war. Das sie bis jetzt kein Routinegefühl dafür bekommen konnte. Laut meinem internen Vorgesetzen, saß sie das letzte mal überfordert und heulend an meinem Arbeitsplatz aus Angst was falsches zu machen. (Zugegeben gibts nur sehr wenig was man hier nicht wieder rückgängig machen könnte. Und das wo rauf das zutrifft, bekommt man nur durch sehr sehr grobe Fahrlässigkeit geschafft.) Klar irgendwie fuchst man sich schon in die Materie wenn man nur halbscharig oder gar nicht richtig eingearbeitet (werden) konnte. Aber es macht den Einstand umso härter. Wenn ich nicht mehr an den selben Platz zurückkehren könnte, wär das offengestanden auch kein Beinbruch! Hey ich leb in München und hier gibts Jobs wie Sand am Meer! Ja wirklich, da bin ich wenn ich will sofort anderweitig und ggf. sogar noch besser unter gebracht. Da mach ich mir null Gedanken. Ich fänd es nur Kollegen gegenüber unfair die dann die Mangelplanung (der Kopf stinkt bekanntermaßen vom Kopf her) ausbaden müssen. Sich wohmöglich nur deswegen nicht halten können oder dann wie die ander letztens heulend im Büro sitzen! Nicht weil sie keine Ahnung haben oder dumm sind. Nein weil sie nicht ausreichend damit in Kontakt kamen um selbstsicher arbeiten zu können!

PS.: Joar zu knast fällt mir da nur mein letzter AG ein... besser gesagt einer meiner besten Vorgesetzten die ich je hatte. Coole Socke... wirklich... ein Workerholic und wenn ich mir überleg was der geschafft hat, da würde jeder Ottonormalbürger heulend in der Ecke sitzen und der wuppt mal eben zustätzlich noch in Selbständigkeit XYZ! Gut ein Auftreten wie ein Zuhälter hatte er (selbst Kunden hatten regelmäßig genau das als ersten Eindruck) - wirkte einschüchternd und mit seiner Schuhcremebräune, den geschniegelten Haaren und den Goldkettchen wie aus dem Rotlichviertel sah er jedenfalls aus (gepflegt aber einschüchternd wenn man ihn nicht kannte.) Mich hat seine Festnahme ja damals genau wie alle anderen überhaupt nicht verwundert. Das ging damals auch direkt durch alle Medien... war so krass! Aber auch wenn er krumme Dinger gedreht hat, Steuerbetrug und so manch andere Dinge die ihm rechtlich den Kopf gekostet haben. Der Typ hatte seinen Job drauf. Ja wirklich! Der war zuverlässig, der konnte Machtwörter sprechen, war stets fair!!!!! auch wenn hart... da lief der Laden. Und nein der Laden läuft so wie ich es von Kollegen von einst weis, bis heute noch nicht. So Supervisorpositionen so zufüllen das der Laden reibungslos läuft ist fast nicht möglich. Entweder den Job packt keiner und ich hab Leute Herzinfarkte bekommen sehen deswegen oder Burnout... oder die die anderweitig noch was drauf haben sind schneller weg als man schauen kann! Wer sind die Leittragenden... Mitarbeiter und auch Kunden und das wiederrum zieht nen ewigen Rattenschwanz nach sich. Ne Position kann zwar von jedem gefüllt werden - aber WIE! das ist die Frage. Und ich hab lieber ne gute Übergabe gemacht womit jeder arbeiten kann und das zuverlässig, als wenn mein Job anschließend abgebaut wurde, weil die Vertretung und die Vertretung der Vertretung mal eben alles in den Erdboden gestampft hat und sich andere Lösungen erdacht wurden in der Zwischenzeit. ;-)

weitere Kommentare laden
7

Hey, immerhin hast Du eine Vertretung.

Bei mir gab es 5 Tage vor Mutterschutz das allererste Bewerbungsgespräch, und 8 Tage vor Mutterschutz die Entscheidung, dass ich eine Kollegin von einem anderen Standort "einarbeiten" soll, die weder unsere Produktpalette noch die dazugehörigen Zulassungsakten kennt.
Sie war dann einen Nachmittag und einen Vormittag vor Ort.

Ich hab ihr halt so viel wie möglich mitgegeben und meinen schriftlichen Einarbeitungsplan sowie ziemlich gute Tabellen da gelassen. In 8 9 Stunden kann man eh niemanden in ein Dutzend Akten richtig rein bringen, das hätte Wochen gebraucht.

Der Rest steht weder in meiner Macht noch in meiner Verantwortung. Ich habe vor 5 Monaten Bescheid gegeben.
Tu, was Du sollst, so gut es geht, dokumentiere das, damit Dir niemand ans Bein pinkeln kann. Der Rest ist Veranstaltung des Arbeitgebers, zieh Dir den Schuh nicht an.

Viele Grüße
Aozora

Top Diskussionen anzeigen