Positive Erfahrungen natürliche Entbindung und Wks

Hallo liebe Community,

Ich drehe gerade ein bisschen durch; Grund dafür sind die schrecklichen Debatten zum Thema natürliche Geburt und (W)Ks.
Ich mache mir schon seit einiger Zeit große Gedanken darüber, was von beidem ich für mich für richtig empfinde und versuche pro und Contra für beide abzuwägen, jedoch hab ich dank der tollen Hetzen gegen beide Seiten wahnsinnige Angst vorm Gebären an sich.

Meine Hebamme sagt, sie unterstütze mich bei allen Entscheidungen, möchte mir diese aber nicht abnehmen und das ist ja auch richtig, aber ich leide schon seit meiner Kindheit an Panik Attacken und ich habe das Gefühl, wenn mir jetzt niemand mal ein bisschen was positives erzählt, außer das man komplett aufreißt und quasi den schlimmsten Tag oder eben Wochen seines Lebens hat, bevor man dann endlich sein Kind im Arm hält.

Ich brauche nicht eure Meinung, was nun besser ist oder nicht, und auch keine negativen Erlebnisse. Ich brauche einfach nur positive Erlebnisse, wenn auch mit etwas negativen, weil (so glaube ich) eine Geburt nie nur schön sein kann. Am besten mit Verlauf oder so. Das wäre wirklich eine große Hilfe.

Ihr müsst nichts anpreisen, aber man hört immer nur das schlechte und ich brauche mal etwas Gutes, bevor ich noch verrückt werde.

Danke schon mal im voraus.

Liebe Grüße

Penelope

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Hey..
Ich kann dir nur eins dazu sagen:
Die natürlichen Geburten meiner zwei Kinder sind/waren das Beste und Schmerzhafteste was mir je widerfahren ist.

Es gibt kein schöneres Gefühl,
das Krümelchen nach 'getaner Arbeit' in die Arme zu schließen und zu 'beschnuppern'. In diesem Moment ist es dir sowas von sch...egal wie schmerzhaft die letzten 3/4/20 oder auch 30 Stunden waren.
Der weibliche Körper ist dafür geschaffen, eine Geburt auszuhalten und durchzuführen <3
Auch deiner. Auch der der 'stärksten' und auch der, der subjektiv 'schwächsten'.

Ich würde diese Momente niemals mehr missen wollen und kann heute nach 9 Jahren noch genau nachspüren, wie meine Große Tochter geboren wurde.
Es hilft mir außerdem, andere Wehwehchen, ob Wurzelbehandlung oder sonst was durchzustehen, da ich weiß, zu was mein Körper ganz tief innendrin fähig ist!!

Hab keine Angst, du schaffst das, wie viele viele Milliarden Frauen vor dir!!
Der Lohn wird ein kleines Wunder in deinen Armen sein!!
Lg Christin, die sich jetzt die dritte Geburt völlig freiwillig antut ;)

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Schau doch mal im Bereich Geburtsberichte vorbei.

Wir sind doch hier noch alle schwanger :-p

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Naja, ich habe in dem Teil hier das meiste Horror-Zeug gelesen, also dachte ich, dass hier auch Schwangere, die bereits Kinder haben, mitschreiben ...

Tut mir leid, bin leider noch neu hier.

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Meine persönliche Erfahrung: Gebären ist HAMMER! Jeder Zeit wieder und wenn es nur darum ginge würde ich noch 10 Kinder bekommen mögen.

Geburt muss und sollte nicht schlimm sein.

Meine erste spontane Geburt war lang, 36 Stunden Wehen und ich würde nicht eine davon missen wollen. Es war harte körperliche Arbeit, keine Frage, aber meine schlimmsten Stunden waren definitiv andere.

Allerdings habe ich ab dem zweiten Kind nurnoch Hausgeburten geplant. Die erste Geburt in der Klinik war wirklich zum abgewöhnen.

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Ohje, du arme...

Ich habe hier schon so tolle Geburtsberichte gelesen. Klar sind nicht alle schön, das Schmerzempfinden einer Jeder von uns ist aber auch unterschiedlich. Ich bin das erste Mal schwanger und möchte gerne spontan entbinden, was mich bei diesem Gedanken bisher total beruhigt, trotz des wissen, dass es Schnerzhaft wird: Wenn ich meine 2 Zwerge in den Armen halte, ist alles vergessen! Das tröstet für mich einfach alles #verliebt ich weiß allerdings auch, dass ich mir das bei Zwillingen nicht aussuchen kann... aber auch hier tröstet mich der Gedanke, dass ich die tollste Hebamme habe und in einem super Krankenhaus entbinden werde. Selbst nach einem KS werden meine Zwerge in meinen Armen liegen und die unvorstellbar große unzerstörbare Liebe lässt einen alles vergessen.

Du wirst die richtige Entscheidung für dich treffen, für dich und deine Familie und dein Baby wird dich für alles entschädigen #herzlich

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Hi, ich hatte 4 schöne ( auch schwierige ) Geburten. Die erste mit Blasensprung 6 Stunden später war sie da. Klar tut es weh aber war einfach unbeschreiblich. Die zweite Geburt 7 Stunden mit riesen Baby. Alles gut danach. Die dritte Geburt Einleitung nach 5 Stunden war er da. Alles gut. Die vierte Geburt 1 Stunde. War am besten.

Ich bin bei jeder Geburt gerissen und trotzdem ging es mir danach immer sehr gut. Konnte sofort aufstehen und hatte keine Schmerzen mehr.
5 Geburt leider KS.

Alles gute. Bleib ruhig und lass es auf dich zukommen.

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Hallo,

ich habe drei Geburten zu verzeichnen.

1) Einleitung an ET+13: Saugglockengeburt nach Geburtststillstand kurz vor Notkaiserschnitt
2) Wunschkaiserschnitt an ET + 1 (nach vorgeschlagener und ABGELEHNTER Einleitung)
3) Spontangeburt (naja, mit PDA und Wehentropf) an ET+10

Ich für meine Teil empfand den Kaiserschnitt als angenehmste Geburtsform. Ich hatte keinerlei Probleme im Nachhinein, meine Narbe ist schnell verheilt, das stillen klappte problemlos.

Und dicht darauf folgt die Spontangeburt mit PDA.

Ich bin der Meinung, dass Frau es sich nicht "unnötig schwer" machen muss, wo es in der heutigen Zeit so viele Möglichkeiten gibt, ein Kind auf die Welt zu bringen. Auch sollte Frau sich vor niemanden rechtfertigen, für welche Art und Weise sie sich entschieden hat. Jede Frau ist unterschiedlich, hat ein individuelles Empfinden für Schmerz. Für meine Freundin waren die Geburtswehen "ich bin nicht sicher, ob das schon Wehen sind" - sie ist mit 6cm Muttermund offen ins Krankenhaus gefahren. Für mich waren unwirksame "Übungswehen" schon der Supergau!

Jedenfalls waren alle Geburten wunderschön #verliebt, im Nachhinein betrachtet. Nie werde in den Moment vergessen, als mein erster Sohn "rausgeflutscht" ist.

Ich wünsche Dir alles Gute!
VG A.

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Hallo
Interessant was du erlebt hast.

Ich hab in 24 tagen ein wks.
Ich würd genau wissen wollen wie alles war.
Wie es dir ging am ersten tag und ob du dich selbst um dss kind im kh kümmern musstest und konntest.
Alles bitte erzähl mir alles von schmerzen und klogang. Ob man überhaupt aufs klo muss danach.

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Hi.

Ich war an ET+1 völlig geburtsunreif. War morgens im Krankenhaus zur Vorsorge, bei der Vaginaluntersuchung hat sie die Fruchtblase "gestreift". Mir ging also Fruchtwasser ab, ich durfte nicht mehr heim. Man wollte mich einleiten.

Da ich aber bei meinem Sohn dermaßen schlechte Erfahrungen gemacht hatte, habe ich das verweigert und direkt um den Kaiserschnitt gebeten. Man hat dann noch den halben Tag versucht, mich umzustimmen. Mir ging weiter Fruchtwasser ab, Wehen hatte ich keine einzige.

Mittags wurde ich dann auf den KS vorbereitet. Ich musste nochmal aufs Klo. Ich bekam die Trombosestrümpfe an, Zugänge gelegt, dann musste ich selber auf den OP Tisch klettern, hab die Spritze in den Rücken bekommen und hab mit dem Personal gescherzt, als ich in den OP gefahren wurde. Mein Mann war weg, er musste sich umziehen. Im OP wurde ich dann abgedeckt, Werte wurden gecheckt, Mann war da. Ich wurde an mehreren Stellen angepiekst, ob ich was merken würde. Nix. Dann ging es los. Es ruckelte. Zuckte .... Und dann sah ich sie schon. Sie wurde mir an den Kopf gehalten, ich durfte sie knutschen. Dann ging sie mit meinem Mann nach nebenan. Und während ich mir vor Freude einen abgeheult habe, wurde ich zugenäht.

14:04 Uhr :-)

Man brachte mich zurück in den Kreißsaal, wo mein Mann und meine Tochter auf mich warteten. Man legte sie mir auf den Bauch, wo sie schon die Brust suchte. Irgendwann wurde ich dann auf das Zimmer gerollt und als ich meine Beine wieder spürte, sollte ich aufs Klo. Ging aber nicht, mir ist der Kreißlauf zusammengebrochen. Den Tag wollte ich es auch nicht mehr versuchen. Also bekam ich einen Blasenkatheder. Am nächsten Morgen wurde ich dann aber wieder aus dem Bett zitiert, konnte dann auch bis zum Klo laufen und Mittags wurde der Katheder gezogen.

Ich konnte meine Tochter quasi knapp 24h nicht selber versorgen (Windeln, Umziehen), das haben aber mein Mann und die Schwestern super gemacht! Das Kindspech durfte mein Mann vom Kind abkratzen #schein.

Die Schmerzen waren nach Abklingen der PDA für mich absolut erträglich. Schlimmer fand ich die Nachwehen. Die waren echt fies, vor allem, wenn die Kleine gestillt hat. Ich glaub, die erste Nacht habe ich mir Schmerzmittel geben lassen. Und lachen ging echt nicht. DAS WAREN SCHMERZEN. #schwitz Ich bin am 5. Tag nach KS entlassen worden. Und das war auch gut. Lagerkoller. Ich wär auch eher schon gegangen, durfte aber nich, wg KS. Man hat mir auch immer gesagt: Gehen Sie mal übern Flur! Aufrecht laufen. Nicht gebückt gehen. Nicht den Bauch halten. Und/Aber nicht übertreiben! Und nicht länger spazieren als 10-20 Minuten am Anfang. Ausruhen, soviel es geht.

Meine Narbe ist wunderbar verheilt. Sie ist etwa 10 cm lang und kaum zu sehen. Meine Hebamme war ganz beeindruckt von meiner Heilung und "Leistungsfähigkeit" trotz KS und Kleinkind ;-) Meine Tochter war das erste Jahr ein völlig unkompliziertes, liebes Kind. Sie hat geschlafen, wenn ich sie hingelegt habe. Sie hat wenig geweint. Sie konnte "einfach so" auf der Decke liegen, hat geguckt ohne einen Mucks. #schock Das kannte ich von meinem Sohn gar nicht. Der hat die ersten 4 Wochen nur gebrüllt (Blockade)

Ich hatte auch recht schnell (6 Wochen?) wieder Sex mit meinem Mann. Völlig schmerzfrei. Das war toll. #schein Bei meinem ersten Sohn hatte ich noch ein Dreivierteljahr nach der Geburt Schmerzen beim Sex.

Ach, es ist schön, den KS nochmal Revue passieren zu lassen. #verliebt
VG A.

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Hallo, also ich kann dir sagen, ich erinnere mich sehr gern an meine erste (spontane) Geburt zurück und freue mich auf die nächste! Es ist das Schönste!

Mir fiel ein Stein vom Herzen, als mein Gyn den Gedanken an einen eventuellen Kaiserschnitt (wegen tiefsitzender Plazenta) wieder zurückgezogen hat.

Ich möchte einfach das Gefühl nicht missen, nach "getaner Arbeit" das Kleine in den Arm zu nehmen. Man kann mithelfen, das kleine Wunder auf die Welt zu bringen. Klar ist es anstrengend, aber die Schmerzen kann man wirklich aushalten. Und glaub mir, (auch wenn man es 1000x hört) die sind danach sofort vergessen.
Zwischen den Wehen bin ich immer fast eingeschlafen, man hat ja auch (wenn auch nachher sehr kurze) Verschnaufpausen, die helfen um Kraft zu tanken.

Und für eine erste Geburt ging es bei mir relativ schnell, 21h abends fingen die Wehen langsam an, morgens um kurz nach 5 war meine Tochter da, war nur 3 Std im Kreißsaal.

Ich habe die letzten Wochen Himbeerblättertee getrunken und Akupunktur bekommen, beides soll helfen, dass der Muttermund weicher wird und die Geburt schneller voran geht. Man mag denken was man will, bei mir hat es geholfen.

Vielleicht wäre auch eine Vorbereitung mit Hypnobirthing für dich interessant. Das hilft zu entspannen und nimmt etwas die Angst bzw hilft zu einer positiveren Einstellung. Denn Geburt ist was natürliches, wenn auch teilweise schwer.

Aber es schaffen so viele, warum nicht auch du? :-)

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Hi,

bitte versuch nicht zu viel zu grübeln und vor allem, lies bitte nicht so viel.

Ich hatte eine tolle und "angenehme" Geburt (bis auf die letzten Wehen war ich in der Wanne, Wasser war viel wirksamer für mich als Schmerzmittel),
nicht zulang im Kreissaal. (Vergleiche zum KS kann ich nicht bieten)

Aber auch in der ganzen SS habe ich versucht immer auf meinen Bauch zu hören,
egal bei was (vor allem beim Essen).

Versuche Dir mehr selbst zu vertrauen,
ich glaube Du weißt eigentlich schon, was Du möchtest.

Alles Liebe

kfb78

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Hey :-) Ich hatte - rein aus einem "Bauch"gefühl heraus - zwei WKS. Beide wären im Nachhinein sowieso KS geworden, mein Gefühl hat also gestimmt. Das dritte Kind war dann ein Frühchen - wieder mit Sectio.

Ich kann Dir nur dringend raten, auf Dein Gefühl zu hören. Diese Entscheidung betrifft nur Dich und Dein Kind.

Ich hatte keinerlei Komplikationen und war immer recht schnell wieder fit, auch konnte ich meine Kinder immer selbst versorgen/stillen etc.

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