Wohin mit dem älteren Kind während der Geburt?

Die meisten werden jetzt wohl denken "Großeltern, Freunde, andere Verwandte".

Leider ist das bei uns nicht möglich. Ich bin schwanger, zwar erst frisch, aber mir stellt sich trotzdem die Frage.

Wir wohnen von unserer Heimat 6 Stunden Autofahrt entfernt. Mein Sohn ist vier.

Ich möchte aber auch nicht ohne seinen Vater entbinden. Und fremden Menschen gebe ich mein Kind nicht.

Hatte jemand schon mal so ein Problem?

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"ohne den Vater möchte ich nicht entbinden" - "fremden Menschen gebe ich mein Kind nicht" - "Großeltern geht nicht" - nun, für IRGENDEINE Option wirst du dich fast entscheiden müssen.

ENTWEDER du "verpflichtest" Freunde, Großeltern, Verwandte, ... eine Zeit lang bei dir zu wohnen um den ET rum. Heißt halt andererseits auch, dass du die Hütte dann voll hast - kann aber auch ganz schön sein, je nachdem. Alternativ reicht es evtl. auch noch, wenn deine Mutter beim Einsetzen der Wehen/Blasensprung sofort daheim lostigert. Meist muss man ja nicht sofort ins KH oder dein Partner wartet so lang beim Kleinen oder du bist noch fit genug um im KH-Park spazieren zu gehen, wo der Kleine dann dabei sein kann.

ODER du entbindest eben doch ohne deinen Mann. Nicht schön, aber durchaus möglich.

ODER aber - und das wär meine favorisierte Idee, du kümmerst dich JETZT darum, Kontakte zu knüpfen. Dein Sohn geht wohl irgendwo in die Kita. Hat er da keine Freunde? Lade die doch mal ein und knüpf Kontakte zu den Eltern. Da sind sicher nette mit dabei. Und ich wär sofort bereit, da mal ein Kind über Nacht oder so zu nehmen (zumal du ja deine Mutter/Vater/... immer noch "anfordern" kannst). Oder suche über die Kirche/den Kinderarzt/den Kindergarten/... einen netten Babysitter/Leihoma/... Ich bin mir sicher, auch da finden sich vertrauenswürdige Leute. Oder fragt im Kollegenkreis nach, wer einen Babysitter empfehlen könnte. Notfalls könnten vllt. auch Kollegen als Sitter einspringen. Ich würd das Kind halt JETZT an die Leute gewöhnen, sodass du dann ein gutes Gefühl hast. Meine Schwägerin war z.B. auch immer Babysitterin und ich hätte ihr am 2. Tag unseres Kennenlernens meinen damals 3,5jährigen anvertraut, obwohl ich ihn normal nur in der Familie oder bei guten Freunden lasse.

Also, IRGENDEINEN Kompromiss musst du eingehen. So ist es nun mal mit 2 Kindern!

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Freunde der Familie oder nen Kindergarten freund bei dem. Er Evt übernachten würde?

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Wir leben erst seid Mai hier und kenne niemanden bzw. keinem dem wir unser Kind anvertrauen könnten.

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Du hast noch über ein halbes Jahr Zeit das zu ändern.

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hallo,

sucht euch einen babysitter, den ihr bereits jetzt anfangt an euer kind zu gewöhnen und andersherum. wenn ihr dann ein vertrauensverhältnis aufgebaut habt, hast du sicherlich auch kein problem mehr, wenn diese person dein kind vielleicht auch über nacht betreut.

lg

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Meine Mutter muss kommen...wohnt 250km weiter weg aber hat kein Auto und ist schon fast 80. Aber es hilft nicht. ...meine Mutter wird Ca. Drei Tage vor dem et kommen...letztes mal kam sie eine Woche vorher und der kl. Mann ließ sich 9 Tage Zeit...echt blöd.

Wenn es vorher raus will.....??? Ich hab keine Ahnung wie ich das machen sollte. Ohne meinen Mann bekomme ich kein Kind. Aber bei mir dauerte die letzte Geburt auch noch 13 stunden dadurch wird uns schon was einfallen. ;-)

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Hallo,

Wir stehen vor einem ähnlichen Problem. Wohnen 4 Stunden von der Familie weg. Ich hab mir auch schon Gedanken darüber gemacht wie es laufen könnte. Unser großer ist 3 wenn das Baby kommt.

Für uns gibt es zwei Optionen. Entweder fahre ich mit dem Großen ein-zwei Wochen vor ET in die Heimat. Mein Mann hat eine Woche vor ET Urlaub und kommt dann natürlich nach. Sollte es früher los gehen, muss er sich bei Anruf ins Auto setzen und los fahren.

Zweite Option ist, dass sich die jeweiligen Familienmitglieder abwechseln und je einer für eine Woche zu uns kommt. Angefangen bei meiner Mama, Schwiemu, Schwester, Schwägerin...
Wie wir uns im Endeffekt entscheiden, wissen wir noch nicht!

Alles Gute!

Kleinemeise mit Hannes an der Hand und Henrik im Herzen

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Bei uns ist es auch ähnlich, zu meinen Eltern sind es 90 min Fahrt und bis zu den Schwiegereltern etwas über 2 Std. Sonst keine Verwandte in der Nähe. Freunde ja, aber davon hat noch keiner wirklich auf unseren Sohn aufgepasst. Habe ET am 22.6. wahrscheinlich muss meine schwiegermama kommen wenn es los geht. Oder ich krieg unser 2. Kind ohne meinen Mann, dafür aber mit meiner besten Freundin. Da kann ich genauso gut mit leben.

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Kommt ein Geburtshaus in Frage? Da kann das Geschwisterkind meist mit. Allerdings sollte man auch dort eine extra Bezugsperson nur für das Kind mitbringen.

Ansonsten: Baut euch in den nächsten Monaten ein starkes soziales Netz auf. Ihr braucht Freunde und euer Sohn auch. Oder fahrt zur Entbindung in die Heimat.

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Wir wohnen im Ausland. Meine Eltern sowie die meines Mannes zwischen 1000 und 2000km weit weg. Alle arbeiten noch. Sind auch erst vor kurzem in ne andere Stadt gezogen, die nächsten Freunde 80km weit weg. Tochter wurde kurz nach dem ET erst 2 Jahre.

Wir haben es so gemacht:
Als ich das zweite Mal schwanger wurde, haben wir aktiv Kontakt zu anderen Eltern mit Kindern im Alter unserer Tochter aufgenommen, die in der selben Stadt wohnen. Die kannten wir nach n paar mal treffen natürlich nicht sooo gut wie unsere weiter entfernt weg wohnenden Freunde. Aber wir hatten sie mit auf dem Zettel (man braucht mehrere Optionen, schließlich kann man von niemandem erwarten, dass sie plus minus zwei Wochen um den ET rum nur auf unseren Anruf warten).

Als dann die Wehen einsetzten, hab ich gefühlt, dass es nicht soo schnell geht. Also haben wir unsere weiter entfernt wohnenden Freunde kontaktiert, die sind zu uns gefahren und haben unsere Tochter abgeholt.

Wäre es wider erwarten doch schneller gegangen, hätten wir sie bei anderen Eltern zwischengeparkt und unsere Freunde hätten sie dort abgeholt, während wir schon ins KH gefahren wären.

(Hätte gar niemand Zeit gehabt, hätten wir die Kleine mit ins KH genommen, mein Mann hätte mich im Kreißsaal abgeliefert und mit Töchterchen im Familienzimmer gewartet. Natürlich wollte ich ihn gern bei der Geburt dabei haben. Aber wenn man weiter niemanden hat, dann muss man sich aufteilen. So doof das auch sein mag.)

Was hab ich mir vorher Gedanken gemacht. Schließlich war unsere Tochter noch nie ohne einen einzigen Elternteil unterwegs. Und was war? Nix! Sie hat uns nicht mal vermisst! Sie musste sogar bei unseren Freunden übernachten, da wir erst spät abends mit der Entbindung fertig waren. Hat alles ohne weinen geklappt. Als mein Mann sie am nächsten Tag abgeholt hat, wollte sie nicht mit!

Das beste ist wirklich, sich frühzeitig um ne Betreuung zu kümmern. Euer Sohn ist ja "schon" 4. Dh, wenn das Baby kommt, ist er bald 5. Da versteht er doch schon worum es geht. Einen Tag/Nacht ohne Eltern wird er da schon unbeschadet überstehen. =)

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Also notfalls würde ich ohne Partner entbinden.ich meine schließlich ist der größere auch wichtig.

Bei mir ist es fast ähnlich. Nur das alle arbeiten sinf.Et ist der 27.12.15. Ja aber jeder hat Weihnachten was vor und da sind mein Mann,mein Sohn und ich auch alleine. Wenn es dann losgeht muss ich auch alleine ins Krankenhaus. Stört mich jetzt weniger Hauptsache das Kind ist versorgt.

Lg jessica