Zufüttern der SS-Diabetes-Kinder nach der Geburt

Hallo,

so kurz vor dem Endspurt mach ich mir nun Gedanken wg. unserem Baby. In meinem KH ist es mal so gewesen, dass die SS-DIabetes-Kinder gleich auf die Intensiv verlegt worden sind und Infusionen bekommen haben, damit der Blutzuckerspiegel nicht abfällt. Jetzt bleiben die Kleinen bei der Mama (das mein ich aber auch!!). Es wird zum Stillen zugefüttert. Hat jemand damit Erfahrung? Auf was sollte ich dabei achten, ich will ja Stillen (unser Großer hat Neurodermitis und schon viel mitgemacht deshalb/ Allergierisiko von meiner Seite und der meines Mannes), habe jetzt nur ein bisschen Bedenken, dass es da zu "Durcheinander" kommen könnte.

LG
Yvonne ET-16

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Hallo,

also meines Wissens nach werden diese Kinder nur engmaschig kontrolliert, ansonsten ist bei denen alles wie bei anderen auch. Geh am besten zum Entbinden in eine Klinik die täglich Frauen mit SS-Diabetis entbinden.

Liebe Grüße
Sabine + Henry 37.ssw

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Hallo Yvonne,

ich hatte bei der letzten SS auch Diabetes und habe meinen Sohn von Anfang an voll gestillt, da wurde nicht zugefüttert im KH. Den Babys wird nur einmal öfter Blut aus der Ferse genommen um den Blutzuckerspiegel zu testen, aber mehr auch nicht...
Vielleicht ist es von KH zu KH verschieden. Aber eigentlich brauchst du dir da keine Gedanken machen. Dock dein Kleines an und gut ist ;-)

LG Jessica (die am 10.04. KS hat)

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Hallo Yvonne,


frage am besten in der Klinik deiner Wahl danach, ob sie überhaupt routinemäßig Glucose zufüttern – Pulvermilch ist NICHT notwendig! Im Idealfall wird auch nicht einfach so Glucose zugefüttert, sondern erstmal kontrolliert.


Wenn die Glucosegabe Routine ist, solltest du unbedingt darauf bestehen, dass dein Kind die Zufütterung mit einem Löffelchen, Becher oder einem sogenannten Fingerfeeder bekommt – mit einem Fläschchen könnte eine Saugverwirrung entstehen, und dann hast du nachher tierische Probleme, das Kind wieder an die Brust zu gewöhnen.

Das ist allerdings von Kind zu Kind unterschiedlich – manche können problemlos zwischen Flasche, Schnuller und Brust wechseln, andere lehnen schon nach einmal kurz Fläschchennuckeln die Brust ab. Dann kann man mit viiiiel Arbeit, Tränen, Brusthütchen, wunden Brustwarzen etc. rechnen... Übrigens ist das mit ein Grund, warum viele so schnell abstillen – das liegt recht oft am Schnuller oder Fläschchen, auch, wenn das nur ein einziges Mal war. Zufüttern sollte man daher am besten nur mit einer der oben beschriebenen Methoden.

Schau zum Zufüttern am besten mal unter http://www.ichstille.de/ , da ist meines Wissens nach auch beschrieben, wie man so ein kleines Kind mit dem Becher füttert.

Für mich persönlich weiß ich, dass mindestens die ersten sechs Wochen kein Schnuller oder Flaschensauger an die Lippen meines Kindes kommt, das will ich gar nicht erst riskieren. Danach wird das Stillen wahrscheinlich schon so viel mehr für sie sein als nur Nahrungsaufnahme, dass wir es auch mal mit einem Fläschchen probieren können – dann kann im absoluten Notfall mal der Papa oder ein Babysitter füttern. Aber das ist jetzt nur meine persönliche Einstellung.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen. Mein Wissen ist jetzt nur theoretisch, aber ich habe halt jetzt unheimlich viel darüber gelesen, und das erscheint mir alles sehr, sehr logisch.

Liebe Grüße,

Julia mit Malin ET auch 22.4.! :-) )

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Hallo Yvonne,

ich hatte zwar keine SS-Diabetes, aber meine Tochter wog bei der Geburt 4,2 kg und bei so großen Kindern besteht wohl ebenfalls der Unterzuckerung bis genug Milch da ist.

Bei meiner Tochter wurde in den ersten Tagen der Blutzuckerspiegel kontrolliert und sie hat in den ersten 48 Stunden nach der Geburt eine spezielle Nahrung nach dem Sillen zugefüttert bekommen. Länger macht man das wohl sowieso nicht. Diese Nahrung wurde entweder mit dem Becher ins Kind gekippt (ist eine ziemliche Kleckerei) oder mit einer Einwegspritze eingeträufelt.

Anfangs war mir das etwas suspekt, wahrscheinlich, weil ich das von meinen anderen beiden Kindern nicht kannte, aber ich habe es einfach mal ausprobiert.

Und siehe da, der nicht zu unterschätzende ziemlich angenehme Nebeneffekt war, dass mir jetzt beim 3. Kind das erste Mal nicht die Brustwarzen in Fetzen hingen: Keine Creme, keine Stillhütchen, kein Wundsein, keine Risse. Ein völlig neues Stillgefühl! Insofern ist meine Erfahrung mit dieser kurzfristigen Art der Zufütterung absolut positiv.

Lieben Gruß

Anja

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