antikörper-suchtest????was genau???

guten morgen ihr lieben,
hab mal eine vielleicht etwas blöde frage...war am montag bei meiner FA die haben wider blutagbenommen...gestern hab ich angerufen um nachzufragen ob alles okay ist....am telefon sagte die helferin :ja beim antikörper-suchtest ist alles bestens.....bla bla bla...jetzt hab ich mich gefragt...auf was wird da das blut untersucht?ob ich zwischen denr letzten und der jetzigen blutabnahme eine infektion hatte und dagegen antikörpergebildet wurden???interessiert mich grad mal....auch wenn alles gut ist...:-D

lg jenny/24ssw)#winke

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Hi,

dabei gehts drum, ob du Antikörper bildest, die dein Kind evtl. abstoßen. Daher sind diese Tests sehr wichtig.

LG

Isabel
ET-2

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Hast du die Blutgruppe Rh negativ?

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nein, blutgruppe A Rh.-pos.
warum?hat das damit was zu tun?

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Hi,

ich glaube das wird standardmäßig gemacht und einfach eingetragen. Wurde bei mir auch gemacht, obwohl mein Mann und ich RH+ haben. Es wird ja noch nach anderen Merkmalen geschaut, nicht nur nach Rhesusunverträglichkeit. Auch wenn das am häufigsten ist.

LG

isabel
ET-2

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Hallo,

bei mir wurde der Antikörper- Suchtest gemacht, weil ich Rhesusfaktor negativ habe.

Da muss getestet werden, ob man Antikörper gebildet hat (weil das Kind Rh positiv ist), also eine Sensibilisierung stattgefunden hat, was schlecht wäre, weil dann rote Blutkörperchen im Kind zerstört werden können.
Wirklich kritisch würde es aber bei ggf. späteren Schwangerschaften werden, weil dies dann im großen Stil auftreten könnte (falls das Kind von der Blutgruppe her positiv ist) und dann das Kind schädigen kann.

Hab dann auch die Anti-D-Prophylaxe bekommen (gibt es zwischen der 28. und 30 SSW, schau mal in deinem Mutterpass, ads muss oben über dem "Gravidogramm" eingetragen werden) und die nächste gibts dann nach der Entbindung wenn das Kind positiv ist.

Dadurch wird eben diese Sensibilisierung verhindert.

LG

Julchen

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bei mir hat man auch antikörber gefunden in der 3 schwangerschaft!! anti -c und anti-M !!! ist aber nicht schlimm da es in kind getan hatt !!

Bluttests im Rahmen der Schwangerenvorsorge

Bei der ersten Untersuchung wird der rote Blutfarbstoff (Hb = Hämoglobin) bestimmt. Zu niedrige Werte deuten auf eine Blutarmut hin. Schwangere haben allerdings immer einen etwas geringeren Hb-Wert als Nichtschwangere, da es durch die erhöhte Blutmenge zu einem Verdünnungseffekt kommt. Zu stark erniedrigte Werte sind oft durch einen Eisenmangel bei erhöhtem Eisenbedarf in der Schwangerschaft zu erklären. Ob ein Eisenmangel wirklich die Ursache für eine Anämie (Blutarmut) ist, kann durch weitere Blutwerte ermittelt werden (z. B. Ferritin, Eisenspiegel). Ist der Hb-Wert unauffällig, muss er erst wieder im sechsten Monat kontrolliert werden.

Die Blutgruppe (A, B, AB oder 0) und der Rhesusfaktor jeder Schwangeren werden bestimmt und im Mutterpass vermerkt. Der Rhesusfaktor kann positiv (Rh+) oder negativ (rh-) sein. Wenn der Rhesusfaktor der Schwangeren negativ und der des Vaters positiv ist, kann der Rhesusfaktor des Kindes ebenfalls positiv sein. Gegen Ende der Schwangerschaft und unter der Geburt kommt es zu einem Blutaustausch zwischen Mutter und Kind. Die Rhesus-negative Mutter bildet dann Antikörper gegen die Rhesus-positiven roten Blutkörperchen des Kindes. Diese Antikörper bleiben für immer im mütterlichen Organismus und können vor allem in einer nächsten Schwangerschaft über den Mutterkuchen in den Blutkreislauf des Kindes gelangen und dessen rote Blutkörperchen zerstören. Das Kind entwickelt eine Blutarmut (Anämie) und Ödeme.

Bei der ersten Schwangerschaft hat das normalerweise keine Auswirkungen, anders jedoch bei späteren Schwangerschaften mit dieser Konstellation, da die Mutter "sensibilisiert" wurde. Die Sensibilisierung kann auch durch Fehlgeburten, Schwangerschaftsabbrüche oder Notfalltransfusionen erfolgen. Da man den Kontakt zwischen mütterlichem und dem kindlichen Blut nicht verhindern kann, unterdrückt man die Antikörperbildung bei der Mutter. Schwangere mit negativem Rhesusfaktor und ohne Antikörper erhalten deshalb zwischen der 28. und 30. Woche eine so genannte Rhesusprophylaxe, die für das Kind nicht schädlich ist. Kommt es jetzt zu einem Übertritt von kindlichem Blut in den mütterlichen Organismus, bildet die Mutter keine für das Kind schädlichen Antikörper. Um herauszufinden, ob die Mutter bereits Antikörper gebildet hat, wird zweimal während der Schwangerschaft (am Anfang und in der 24. bis 27. Schwangerschaftswoche) ein Antikörpersuchtest durchgeführt. Dies geschieht auch bei Rh+ Frauen, da noch nach weiteren selteneren Antikörpern gesucht wird.

Bei Kontrolle des Rötelntiters wird bestimmt, ob genügend Antikörper im Blut der Mutter vorhanden sind und somit ein ausreichender Schutz gegen Röteln besteht. Eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft kann das Kind sehr schwer schädigen. Bei einer Infektion der Mutter während der ersten Schwangerschaftswochen ist das Kind zu über 50 Prozent betroffen, in späteren Schwangerschaftsmonaten seltener. Die betroffenen Kinder kommen schwer krank zur Welt (geistige Behinderungen, Taubheit, grüner Star, Herzfehler u. v. m.).

Der Schutz gegen Röteln ist vorhanden, wenn man als Kind die Krankheit hatte oder dagegen geimpft wurde. Möchte man schwanger werden und ist sich über den Immunstatus nicht sicher, sollte man vor einer geplanten Schwangerschaft den Rötelntiter bestimmen lassen und ggf. eine Impfung anstreben. Generell wird eine erste MMR-Impfung (Kombination Masern/Mumps/Röteln) für alle Kinder zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat empfohlen, die zweite Impfung sollte bis zum Ende des zweiten Lebensjahres erfolgen, damit ein ausreichender Impfschutz gewährleistet ist..

Nach einer Rötelnimpfung sollte man zwei bis drei Monate nicht schwanger werden. Eine Impfung gegen Röteln während der Schwangerschaft ist nicht möglich. Wenn kein ausreichender Schutz gegen eine Rötelninfektion besteht, muss man während der Schwangerschaft jeden Kontakt zu Rötelnkranken und Personen meiden, die Kontakt zu Rötelnkranken haben.

Die Syphilis (Lues) ist eine Geschlechtskrankheit, die mit Antibiotika gut zu behandeln ist. Da die Patientinnen das Frühstadium der Syphilis selbst kaum bemerken, erfolgt oft keine Behandlung. Besteht eine unbemerkte Infektion bei einer Schwangeren, überträgt sie fast immer die Infektion auf das ungeborene Kind, das entweder schwer krank zur Welt kommt oder erst im Lauf der nächsten Jahre erkrankt. Aus diesem Grund wird eine Lues-Suchreaktion (TPHA-Test) in der Schwangerenvorsorge durchgeführt.

Leberentzündungen können durch verschiedene Viren ausgelöst werden. Besondere Bedeutung hat die Hepatitis B. Es ist möglich, den Hepatitis B-Virus in sich zu tragen, ohne es zu wissen und ohne es zu bemerken. Schwangere würden in einem solchen Fall ihr ungeborenes Kind anstecken, welches unbehandelt in über 90 Prozent der Fälle eine chronische Hepatitis entwickeln würde. Dies kann man jedoch meist durch eine passive und gleichzeitige aktive Impfung des Neugeborenen vermeiden. Nach der 32. Schwangerschaftswoche erfolgt ein Test auf Hepatitis B.

Ein Bluttest auf HIV ist sinnvoll. Obwohl es heute bessere Medikamente und Therapien gibt, ist die durch das Virus verursachte Abwehrschwächeerkrankung AIDS nach wie vor nicht heilbar. Man kann aber durch eine entsprechende Behandlung in der Schwangerschaft die Ansteckungsrate der neugeborenen Kinder deutlich reduzieren.

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