Wie aufhören daran zu denken??

Hallo meine Lieben,
Ich lebe ein wirklich schönes Leben.

Toller Partner, ein 2 jähriger und ein 1 Monate altes Baby. 2 Hunde und die Familie direkt vor Ort.
Wir sind glücklich und wenn wir nicht gerade unter akuter Schlaflosigkeit leiden, auch noch immer sehr verliebt.

Wir kenn uns seit wir 18 sind (also schon seit 10 Jahren). Wir haben wirklich schlimme Tragödien überstanden. Haben immer zueinander gehalten und uns unterstützt.

Aber ich kann nicht aufhören an eine Hochzeit zu denken. Irgendwie fehlt mir dieses "Familieg-Sein". Obwohl wir das ja sind...
Er weiß, dass ich gerne heiraten will. Er aber nicht.

Hat jemand einen Rat wie ich aufhören kann diesem (sinnlosen) Wunsch nachzutrauern?

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Ich empfinde das nicht als sinnlosen Wunsch. Es ist dein Herzenswunsch und der sollte geachtet werden.

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Er versteht vollkommen, dass ich es mir wünsche und er sieht auch die Vorteile für die Kinder...
Nur er kann sich nicht dazu "überwinden".

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Mit den Kindern seid ihr ohnehin ein Leben lang miteinander verbunden, ob ihr euch nun trennt oder nicht.

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Ich hatte diesen Wunsch auch mal, aber soll ich dir was sagen? Ich denke du und dein Freund seid auch ohne Hochzeit eine bessere Familie als ich und mein heutiger Ex Mann es je wahren, nicht besser das ist das falsche Wort mehr Familie. Ihr seid lange zusammen habt was ihr braucht, Gefühle füreinander. Was bringt dir eine Hochzeit? Vielleicht macht ihr mal ein Fest wo alle schön gekleidet sind einfach für euch als Familie ohne diese Kleinigkeit die nichts bedeutet eigentlich.

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Hallo,

was sagt er denn, warum er nicht heiraten möchte?

Einen Herzenswunsch legt man nicht einfach so ab, wenn es keine guten Gründe dazu gibt. Gibt es die denn?

LG

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Er hat selbst nach der Geburt des Großen mal von Hochzeit gesprochen. Aber als es wirklich ernst geworden wäre war er dann doch dagegen.

Ich denke die wirkliche grauenhafte Ehe seiner Eltern und die darauffolgende Scheidung schrecken ihn ab. Das war für ihn und seinen Bruder eine sehr traumatische Erfahrung.

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Ihr seit ja schon länger ein Paar, habt Kinder und seid glücklich. Wenn sich das so hält würde ich ihm einfach noch ein wenig Zeit geben, dann will er es bestimmt auch. Viel Glück euch!

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Ja, so ging es mir auch mal, am Ende haben wir dann auf Teufel komm raus doch nen Termin beim Standesamt gemacht und, sind wir mal ehrlich, bis auf nen weiteren ollen, bedeutungslosen Wisch im Schrank haben wir nichts davon gehabt.

Wir sind weder mehr, noch weniger Familie geworden, aber dafür bereue ich den Schritt mich noch mehr an einen Menschen gebunden zu haben als ich es schon mit einem Kind getan habe. Auch steht es mir für weitere Kinder im Wege, da ich irgendwie nicht möchte, dass sie unter anderen Bedingungen geboren werden, auch wenn es nur Kopfsache ist.

Denk einfach immer daran, dass so ein Trauschein absolut nichts, aber auch wirklich gar nichts ändert.

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Was spricht in dem Fall dann gegen eine Scheidung?

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Bei mir?

Es ist teuer und sinnlos, vor allem, weil man ein Jahr getrennt leben müsste um dann wieder zusammenzuziehen. Das wäre irgendwie absurd.

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Ich habe jetzt die Antworten gelesen und möchte dir nur eine pragmatische Seite aufzeigen. Denn je nach dem, was ihr für ein Lebens und Familienmodel führt, kann ein Trauschein immer noch einen Unterschied machen. (Arbeit, Rente, Erbe, Güter, Vermögen usw.) das kann man auch ohne Trauschein regeln. Aber man sollte es regeln. ;) ich finde nämlich bei aller Romantik ist eine Ehe eine Wirtschaftsgemeinschaft. Und eine Scheidung kann teuer werden. Das will alles mit bedacht sein.

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Also ich muss sagen, natürlich möchte ich ihn hauptsächlich heiraten weil ich ihn liebe und gerne eine "richtige" Familie sein will.

Aber ich bin kein kleines Mädchen mehr. Es geht mir natürlich auch um die Vorteile einer Ehe.
Vorallem jetzt (coronazeit) merke ich, dass es viele Nachteile hat nicht verheiratet zu sein. Unser Kleiner hat beispielsweise nicht mal einen Vater eingetragen, weil diese Anträge momentan nicht bearbeitet werden können. Deshalb haben wir auch Probleme mit seiner Versicherung.
Das ist halt auch eine unschöne Begleiterscheinung.

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Ähm ja, ich wollte nicht sagen, dass du ein kleines Mädchen bist 😅
Ich kann deinen Wunsch verstehen, sowohl aus romantischer als auch wirtschaftlicher/rechtlicher Sicht.

Ich habe es nur versucht vorsichtig zu formulieren um zu vermeiden, dass sich jemand angegriffen fühlt. Von wegen, wenn man sich liebt, spielt Trauschein keine Rolle.

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Macht doch mal eine Pro- und Kontraliste zusammen, oder jeder für sich, was sind die Vorteile einer Hochzeit, was die Nachteile? Warum möchtest Du heiraten und was sind seine Gründe es nicht zu tun?

Bei uns war es damals so, dass ich nach dem ersten Kind nicht mehr arbeiten ging, da mein Ex gleichzeitig die Karriereleiter hochgestolpert ist und sich in Kinderbetreuung usw. nicht mehr so groß einbringen konnte (ständig Termine, Geschäftsreisen etc.). Bei dem Modell hätte ich eindeutig ohne Ehe die A...-Karte gezogen allein schon finanziell. Auch war natürlich das Steuermodell, dass er in Klasse 3 gehen kann, sehr verlockend, immerhin damals 600€ mehr netto, später sogar noch mehr. Haben oder nicht haben. Dazu kam, dass ich gern wollte, dass wir alle denselben Nachnamen haben. Und es ist auch eine Absicherung, wenn dem Alleinverdiener was passiert, dass man dann als hinterbliebene Ehefrau eine Witwenrente bekommt.

Inzwischen sind wir zwar getrennt, trotzdem wäre ich ohne den Trauschein dumm dran gewesen, da er in den Ehejahren auch eine Menge Rentenanwartschaften sich verdienen konnte dadurch, dass ich ihm Zuhause den Rücken freigehalten habe, und davon steht einem dann ja nach einer Scheidung auch die Hälfte zu als Ehefrau. Das ist natürlich dann aber ein Grund, der aus Sicht des Besserverdienenden eher gegen die Ehe spricht. ;-)

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Hallo,

Ich verstehe dich!

Ich hatte diesen Herzenswunsch auch. Geheiratet haben wir dann -im kleinen Kreis- kurz bevor unser zweites Kind geboren wurde.

Mein Mann war bereits verheiratet und war gebrandmarkt, d.h. er wollte niemals mehr heiraten. Nie!

Als in der Familie jemand unerwartet mit 48 verstarb und er mitbekam welch ein Theater seine Partnerin deswegen hatte (gemeinsame Wohnung,
Beerdigung, Erbe, Auto, Bank etc) sah er das ganze doch aus etwas anderer Sicht, noch dazu wusste er dass von meiner Seite aus der Wunsch da war... da hat es sich so ergeben.

Ich würde in Ruhe nochmal mit dem Partner sprechen oder ihm kurzerhand einfach selbst ein Antrag machen.

-Und auch wenn jeder behauptet es ist nur ein Stück Papier fühle ich mich mit Heirat doch mehr als Familie zusammengehörig.
Auch finanziell sind wir somit gegenseitig mit Kinder besser abgesichert.

Lg

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Ich habe ihn sogar schon mal gefragt. Als Reaktion wurde er kreidebleich und ich dachte er stirbt mir auf der Stelle weg...
Es ist als hätte er eine Panikatacke nur wenn das Thema Hochzeit aufkommt.

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Er ist ja aber auch kein kleiner Junge mehr und sollte nach überstandener Panikattacke zumindest erklären können, was ihn daran so schreckt. Es sei denn, er hätte schon ein paar gescheiterte Ehen hinter sich, dann wär's klar, dass er nicht so große Lust drauf hat;-).

(Mein Mann hat damals (vor über 20 Jahren;-)) etwas gezögert, weil er keine große Hochzeit mit weitläufiger Verwandtschaft wie in seiner Verwandtschaft üblich, wollte. Da ich das auch nicht wollte, haben wir einfach im kleineren Kreis klein gefeiert.)

Das meiste kann man ja auch anders regeln

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Hallo

Sehnst du dich nach einem Hochzeitsfest oder danach, ihn zu heiraten?

Wenn dein Wunsch ein Fest ist, dann feiert doch zu eurem 10-Jährigen, ähnlich wie eine Hochzeit. Irgendwie fast cooler, da der formelle Hintergrund nicht wie ein Druck lastet, ihr euch aber trotzdem chic machen und das Ganze légère zelebrieren könnt.

Wenn dein Herzenswunsch ein Trauschein ist, gebe ich dir zu bedenken, dass man mit der Heirat einen Vertrag eingeht, der mit seinen Bedingungen (Trennungsjahr) und Folgen (evtl. Namensänderung und damit ID-/Pass-/Kontokartenänderungen, evtl. Hausverkauf, das auf beide läuft..) mühselig aufzulösen ist, falls es mal zu einer Scheidung kommen sollte. Früher war eine Heirat auch mehr zum Schutz der Frau gedacht bezüglich finanzieller Absicherung. Wenn ihr diese Dinge auch ohne den traditionellen Weg bereits erledigt habt (auch Patientenverfügung u.ä.!), geniesst einfach die Zeit miteinander :-).

LG
nizanra

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Naja, ob das wirklich sinnlos ist, ist die Frage.

Die romantischen Gesichtspunkte einer Hochzeit, Feier, Kleid, Kirche... finde ich auch eher überflüssig, da kann ich nachvollziehen, wenn das einer nicht braucht oder mag.

Aber in erster Linie ist das ganze ein Vertrag und es geht unter Umständen um viel Geld, vor allem, wenn nicht beide gleich viel arbeiten und verdienen, sondern ein Partner vor allem sich um Haushalt und Kindererziehung kümmert. Da geht es um Rente, um Erbschaftssteuer und viele andere Dinge, von denen man einige auch ohne Trauschein regeln kann, andere wie Steuer aber nicht.

Es kann natürlich sein, dass ein Trauschein wirklich keine Rolle spielt, weil ihr z.B. entweder nichts habt und nichts aufbauen wollt und es eh nichts zu vererben gibt und auch steuerliche Gesichtspunkte nicht zählen oder andersherum ihr so reich seid, dass ihr das locker seht und ihr alle anderen Fragen anders geregelt habt.

An der Liebe an sich ändert ein Trauschein natürlich nichts. Aber wenn es um sowas wie Verantwortung füreinander übernehmen geht, fragt sich halt, was es für die Liebe bedeutet, wenn einer das nicht will.