Ich glaube langsam dass ich verrückt bin (Lang)

Hallo zusammen,

nach scheinbar unendlich langen 2 1/2 Jahren wurde ich endlich #schwanger und habe ich auch tierisch ge-#freu! Die #schwanger-schaft verlief bis zum letzten Drittel auch wirklich prima, hätte mir meine FÄ nicht immer bestätigt das ich wirklich #schwanger bin, hätte ich es bis zu letzt nicht geglaubt ;-). Im letzten Drittel spielten plötzlich meine Leberwerte so derbe verrückt, das die Geburt 3 Wochen vor ET dann eingeleitet wurde. Die Einleitung war fast komplikationslos und nach ganzen 26 Std. war meine kleine da.
Nun zu meinem eigentlichen Problem: Irgendwie weiß ich nicht wohin mit meinen Gefühlen. War schon immer nah am Wasser gebaut, aber komischerweise konnte ich bei dem positiven #schwanger-schaftstest keine Gefühle zeigen und bei der Geburt auch nicht #augen! Hatte auch garkeine Angst vor der Geburt, ich meine wirklich überhaupt keine, ich wusste nur. ohne #baby werde ich die Klinik nicht mehr verlassen #hicks.
Ist das noch normal #kratz???
Denn jetzt wo meine Tochter da ist, werde ich teilweise von meinen Gefühlen überrollt, d. h. ich schaue sie an, kuschel mit ihr und fang an zu heulen. Habe das auch schon meiner Hebi (die Vor- und Nachsorge gemacht hat) erzählt und sie hat mir geraten mich mit der Hebi zutreffen die mich entbunden hat. Netterweise hat sie auch prompt Zeit für mich, treffen uns kommenden Montag auf eine Tasse #tasse und bequatschen die Geburt.
Denn ich habe ehrlich das Gefühl dass ich mit der #schwanger-schaft in irgendeiner Weise noch nicht abgeschlossen habe und auch das Erlebnis (welches wirklich unbeschreiblich u. schön war) der Geburt nicht alleine bewältigen kann, es ging halt am Schluss alles schnell #heul!
Vielleicht ist ja jemand hier der mich versteht oder dem es ähnlich geht, denn langsam habe ich das Gefühl nicht mehr richtig zu ticken :-( !
Sorry für das viele #bla, aber musste das unbedingt mal loswerden.

Also an alle #liebdrueck und schonmal #danke für`s lesen

eure (wohl verrückt gewordene) Biene83 mit #baby Lana (*15.02.07)

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ich glaub nicht, dass du verrückt bist ;-)

habe jetzt in mehreren büchern gelesen, dass das "Muttergefühl" bei manchen frauen nicht sofort da ist und man erst in seine rolle reinwachsen muss.. jede frau geht anders damit um. ne freundin von mir, der gings total beschissen. die hat dann so ne bachblütentherapie gemacht, seitdem gehts aufwärts.. setz dich nicht so unter druck, du wirst sehen, es gibt mittel und wege, dass du mit deiner rolle als mama klar kommst. manche frauen brauchen halt ein wenig zeit dazu.. ich wünsch dir alles alles gute.. und sprech mal die bachblütentherapie bei deiner hebi an, sollte sie nicht selbst sogar damit anfangen ;-)

lg janine + keanu inside 36. ssw

p.s. darum, dass du keine angst vor der geburt hattest, beneide ich dich, denn ich sterb jetzt schon vor Angst :-(

2

Huhu Biene.

Meld dich bei mir - denn mir ging es genauso!

Wirklich ganz genau so!
Okay, meine Geburt war nicht so schön (nach deinen 26 Stunden hab ich dann per KS entbunden) aber an sonsten:

ich kenne das.
Ich hab wahnsinnig lang gebracht um mit der Schwangerschaft und der Geburt abzuschließen!

Adrian ist heute 15 Monate alt und inzwischen denke ich das ich es geschafft habe.
Ich hatte erst fast garkeinen Draht zu meinem Kind, trotzdem musste ich immerzu weinen wenn ich ihn gehalten hab.
Dann konnte ich nix mit Ihm anfangen - und jetzt? Oh gott, komm mir einer zu nah an mein Baby:-) da werd ich zur Furie!

Du bist definitiv nicht verrückt geworden - das ist alles ganz normal.
ich denke das Treffen mit der Hebamme wird Dir weiterhelfen.
Sonst hilft nur Reden - reden - reden. Immer und immer wieder erzählen - ehrlich.
Ich kann die Menschen, mit denen ich inzwischen über Adrians Geburt und über die ersten tage geredet habe garnicht mehr zählen - und von allen habe ich eine Menge Tipps bekommen, habe mir das Beste zusammengesucht und nun gehts mir wesentlich besser.

Wenn Du magst schreib mir mal per VK an;-)

Lg
Junk

3

Hallo Biene,

mir gehts ähnlich. Die Schwangerschaft war völlig komplikationslos. Selbst die Geburt ging so schnell, wie ich es mir nie hätte träumen lassen. Im Krankenhaus war auch alles super. Viele andere Mütter und ständig irgendwelche Termine (Kinderarzt, Rückbildung, Essen...). Letzten Donnerstag gings dann nach Hause und alles begann. Ich habe seitdem das Gefühl, mich in einer "Zwischenwelt" zwischen Schwangerschaft und Mutter sein zu befinden. Die ersten Tage musste ich ständig über die Geburt sprechen und brach in Tränen aus, weil ich es nicht ertragen konnte, dass schon alles "vorbei" ist #heul. Zu gerne würd ich das alles nochmal erleben, da ich das Gefühl habe, es ging alles viel zu schnell. Des Weiteren stellt sich mir ständig die Frage: "und jetzt?" Schon verrückt. 10 Monate wartet man auf die kleine Maus und dann ist sie endlich da (was habe ich zum Schluß gehibbelt, dass endlich was passiert...) und ich frage mich nach meinen Aufgaben und meiner zukünftigen Rolle im Leben.
So langsam gehts wieder bergauf. Meine Hebi meinte, dass solche Gedanken "normal" sind und sowohl auf die Hormon- als auch auf die Lebensumstellung zurückzuführen sind. Sie will mit mir auch nochmal die Geburt durchsprechen. Ich habe außerdem angefangen, einen Geburtsbericht zu schreiben. Hoffe es geht weiter bergauf.

Wünsche Dir Kraft, diese Phase zu überstehen.

Wir schaffen das schon!!! #liebdrueck

LG

Nicky + Lina (*01.04.07)

4

Nein Du bist nicht verrückt. Dein Körper befindet sic noch immer in einer Hormonumstellung und da können die Gefühle schon manchmal verrückt spielen. Es ist gut und richtig, dass Du die Geburt besprichst. Ich hatte das Bedürfnis allen davon zu erzählen, egal ob sie es hören wollten oder nicht und ich hatte auch keine Scham über Details zu sprechen. So habe ich das gemacht, das kann vielleicht nicht jeder, aber sprechen muss man bestimmt immer darüber.

Na ja und dann ist es auch ganz normal, dass die Muttergefühle etwas auf sich warten lassen. Und das ist ja auch nicht schlimm. Du bist jetzt Mutter für den Rest deines Lebens, da darf das Gefühl dafür ruhig noch ein paar Wochen auf sich warten lassen. Bei mir hat es so 12 Wochen gedauert bis ich wirklich Mutter war.

5

Hallo,
wie die anderen schon sagten, du bist nicht verrückt.
Ich finde deine Reaktionen normal.
Mir ging es so: Ich hatte keine Depressionen oder sowas, aber ich saß auch da, habe mein Kind angesehen und weinte. Überwältigt von allem. Hätte aber nicht sagen können warum.
Und ich hatte auch unbedingt das Bedürfniss jedem von der Geburt zu erzählen, ich muß gestehen das ich heute noch gerne drüber spreche obwohl es auch nicht sooo prickelnd war(also mit Steißbeinbruch, grünem FW....) Aber ich bin noch immer begeistert von diesem Erlebnis und der "Leistung".
Ich finde es eine gute Idee mit der Hebi zu sprechen.

Wünsche dir alles Gute

LG
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