KS oder natürliche Geburt

Bin zwar erst 26 .ssw beschäftige mich aber zunehmend mit der Geburt ...Wer von euch hat bewusst einen KS machen lassen und bei wem ging es ohne und bereut es nicht ? Und wann kamen eure ersten Kinder ..ist meine erste SSW und überlege ob sie vor ET kommt oder erst viel später .

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Auch auf die Gefahr hin, dass ich meine persönlichen Erlebnisse hier verallgemeinere, will ich dir von mir berichten.

Ich dachte beim 1. Kind es müsste früher los gehen. Ich ging dann 9 Tage über den Termin. Das 2. Kind kam wenigstens früher, aber ich ging auch wieder 5 Tage drüber. Völlig fertig war ich beim 3. Kind. Das kam 10 Tage nach dem ET. Man hat zum Schluss einfach keine Lust mehr und je mehr man sich darein steigert, dass es doch losgehen müsste, desto belastender werden die Tage. Ich hoffe ich bekomme es beim 4. Kind besser hin.

Ich hatte einen KS und danach 2 spontane Geburten. Ich würde mir niemals einen KS wünschen und würde es (wenn möglich) immer spontan versuchen. Die Angst vor den Schmerzen kann ich aber auch verstehen. Mir haben Homebirth-Videos auf Youtube sehr geholfen.

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Ich habe leider einen sekundären KS gehabt, nach über 30 Stunden Wehen. Der KS war total schön, aber diese Stunden Wehen vorher einfach die Hölle. Dazu war ich nach der Geburt auch einfach erschöpft, weil ich durch die Wehen ja schon 2 Tage am Stück nicht geschlafen hätte. Mit geplanten KS wäre das deutlich schöner gewesen, weil ich die Erschöpfung und Schmerzen vorher nicht gehabt hätte.
Achso, mein Sohn kam bei 39+0. Er war total übertragen, grünes Fruchtwasser, Haut hatte sich großflächig gelöst etc. . Ich hatte aber vorher keine Wehentätigkeit gehabt, wurde wegen Blasenriss eingeleitet. Ich hätte mir das eigentlich denken können, weil sowohl meine Oma als auch meine Mutter bei allen ihren Kindern 2-3 Wochen nach ET eingeleitet werden mussten ohne jegliche Wehentätigkeit und es den Kindern dann auch nicht gut ging. Weil meine Schwangerschaften ebenfalls ähnlich verliefen wie bei denen (extremste Übelkeit, große Kinder) glaube ich inzwischen dran, dass Geburtsverläufe "vererbt" werden und es Familien gibt wo ein Kind einfach rausflutscht und Familien wo es das eben nicht tut. Ob es dazu Statistiken gibt...keine Ahnung. Bei anderen Frauen die ich dazu befragt habe hat das auch gestimmt.

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Dass sich Geburtsverläufe über die weibliche Seite vererben sagen auch viele Hebammen.

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Ich hatte freiwillig 2 Kaiserschnitte und würde immer wieder so entbinden, weil ich dem Kaiserschnitt im Gegensatz zur Spontangeburt, vollkommen angstfrei gegenüber stehe.
Natürlich kann ich nichts dazu sagen, wie schlimm eine Spontangeburt ist, aber ich hatte Eröffnungswehen und die waren für mein Schmerzempfinden viel schlimmer als die durch Schmerzmittel gedämpften Schmerzen nach den Kaiserschnitten.
Ich kenne auch niemanden, der wie ich sagt, dass er noch 10 Spontangeburten haben könnte, komplett angstfrei. Natürlich findet auch jeder den Kaiserschnitt unterschiedlich schlimm, klar.
Ich finde ihn nicht schlimm, auch wenn er kein Spaziergang ist!
Ich würde dir dazu raten, in dich hinein zu hören, ob du nicht einen Geburtsmodus ganz klar bevorzugst. Das ist ja oftmals der Fall. Wenn du zu beiden relativ offen bist, würde ich dir sogar zu einer Spontangeburt raten, weil es nun mal der natürliche Weg ist, du eventuell das „Geburtserlebnis“ vermissen könntest. Konnte ich zwar nie verstehen, aber es gibt viele Frauen, die das möchten.
Wenn du, so wie ich, wirklich Panik davor hast und der Kaiserschnitt dir wie ein Ausweg erscheint, dann ist er genau das Richtige für dich.

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Ganz klar natürliche Geburt bevorzugt. Die Verletzungen, die man dabei erleiden kann, sind zwar auch nicht ohne, aber lieber das, als eine schwere OP.
Meine Maus kam 40 min nach ET. Fast hätte ich es geschafft.

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Ich hatte bei meinem Sohn nach 24 Katastrophen wehen Kaiserschnitt gemacht wenn ich ehrlich bin hätte ich gewusst hätte ich Anfang an Kaiserschnitt gemacht ohne zu leiden weil wehen ist nicht leichte Schmerzen sondern heftige naja jetzt bin ich wieder schwanger und wird definitiv 10000% Wunschkaiserschnitt aufjedenfall. Risiko gibt es bei Kaiserschnitt Geburt sowie auch bei normalen Geburt also keiner kann sagen das Kaiserschnitt op ist und ist Risiko als normal nein überhaupt nicht meine Schwester hatte normal Geburt leidet bis jetzt obwohl 6 jahre vergangen ist. Das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Alles gute dir und eine schöne Geburt

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Mir ging es erstaunlich gut gegen Ende der Schwangerschaft. Ich hatte Übungswehen aber nie Senkwehen. In der 39. Woche war das Köpfchen trotz Schädellage immer noch nicht fest im Becken. Daher war ich felsenfest davon überzeugt ein ganzes Stück über den Termin zu gehen.
Tja, an 39+0 wachte ich durch einen kräftigen Tritt meines Sohnes auf, ging auf Toilette und bemerkte auf dem Weg dorthin, dass ich offenbar Fruchtwasser verlor. Mein Mann und ich machten uns fertig, telefonierten mit dem Kreißsaal und fuhren los. Im Auto bekam ich Wehen, gleich mal im Abstand von 3-5min. Unangenehm aber aushaltbar. Ich hatte wirklich lange Wehen in diesen Zeitabständen, das CTG hat die kaum registriert. Erst ging es mit der Muttermundöffnung gut voran, aber dann wurde es zäh. Die Wehen blieben, die Kraft schwand und der Muttermund öffnete sich quälend langsam. Ich bat um eine PDA, die ich auch bekam. Ich wollte sie, weil ich mir dadurch erhoffte, Kräfte für die Presswehen zu sparen. Leider wirkte die PDA nur einseitig (ulkiges Gefühl irgendwie), aber das half schon und durch seitliches Liegen, wurde es auf der anderen Seite auch erträglicher. Die Presswehen dauerten zwar zwei Stunden, waren anstrengend, aber ich empfand sie als „angenehmer“, weil ich hab endlich was tun konnte. Es hat mich unglaublich motiviert, dass ich gleich mein Kind kennen lernen würde. Ich hab dann zwar noch einen Dammschnitt gebraucht, weil ich trotz unglaublichen Pressens einfach nicht gerissen bin. Der Schnitt war vollkommen harmlos. Ein kleiner Pieks, zwei weitere Wehen und mein kleiner perfekter Sohn war endlich da. 15 Stunden hat es ab Blasensprung gedauert. Es war anstrengend, schmerzhaft (aber es gibt ja Hilfsmittel und auch wenn ich erst keine wollte, dachte ich mir irgendwann: wem will ich hier was beweisen? Wenn es mir hilft, wieso sollte ich es mir schwerer machen als nötig?), aber auch unglaublich, überwältigend und irgendwie auch faszinierend. Ich war darauf eingestellt, dass es „ein paar Stunden Quälerei“ werden würden und ich glaube das hat mir geholfen. Zu keiner Zeit hätte ich mir während der Geburt einen Kaiserschnitt gewünscht. So schlimm wars also doch nicht :-D
Meine Wunde ist gut verheilt, ich war recht schnell wieder fit. Nach einem Kaiserschnitt dauert es in der Regel ja länger, bis man wieder mobil ist.
Sollte ich noch ein Kind bekommen (muss erstmal meinen Mann überzeugen), würde ich wieder eine natürliche Geburt versuchen.

So, das waren meine Erfahrungen. Ich wünsche dir eine schöne restliche Schwangerschaft und dass du, egal ob du dich für einen Kaiserschnitt oder eine natürliche Geburt entscheidest, eine unkomplizierte Geburt erleben darfst!

Alles Gute!
Orchifee mit kleinem Bub

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Ich hatte bei K1 einen ungeplanten KS wegen schlechten Herztönen bei ET+11. Die Versorgung hat wohl nicht mehr gepasst und eine Einleitung wäre schon zu riskant gewesen. Beim zweiten Kind wollte ich nicht mehr so weit über ET gehen, daher Einleitung an ET und einen Tag später war K2 dann da.

Ich fand die spontane Geburt viel schöner als den KS. Allerdings war es auch kein Wunsch KS sondern die Stunden waren mit viel Unsicherheit und Angst verbunden. Mir hat nach dem KS auch irgendwie das Geburtserlebnis gefehlt. Von den Schmerzen her fand ich den KS auch schlimmer. Bei der spontanen Geburt waren zwar die Wehen lang und schmerzhaft (hatte dann auch eine PDA), ich war aber danach trotz Dammschnitt schneller wieder fit. Beim KS hat am Anfang jede Bewegung sehr weh getan und ich konnte mich nicht so gut alleine ums Baby kümmern. Für den Beckenboden war der KS aber schonender, da habe ich nach der spontanen Geburt mehr Probleme.
Ich denke beide Arten haben Vor und Nachteile. Wenn sich jemand eher einen KS wünscht, wird er die Schmerzen danach anders bewerten und lieber in Kauf nehmen als jemand mit einem ungeplanten KS. Das gleiche gilt für eine natürliche Geburt. Ich wollte das unbedingt erleben und hab daher auch die Wehen und die Schmerzen danach gerne in Kauf genommen und als angenehmer empfunden als beim KS.

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Hallo, da gibt es leider kein richtig oder falsch, besser oder schlechter. Du wirst Horrorgeschichten über natürliche Geburten genauso finden, wie Horrorgeschichten über KS. Je nach Geburtsverlauf und persönlichem Schmerzempfinden kann auch ein KS weniger schmerzhaft sein.

Ich finde man sollte die Geburtsform wählen, bei der man sich selbst am wohlsten fühlt und die individuel die geringsten Risiken für Mutter und Kind mit sich bringt. Das ist oft die natürliche Geburt, muss es aber nicht sein.

Eine Antwort auf die Frage kannst nur du selbst geben. Ich lege dir kurz vor Ende der SS ein ausführliches Geburtsplanungsgespräch ans Herz. Lass dir erklären, womit du in deinem ganz persönlichen Fall bei den unterschiedlichen Geburtsformen mit zu rechnen hast. Dann wirst du bestimmt eine Entscheidung treffen können, die sich für dich richtig anfühlt.

Wir haben uns für einen KS entschieden und nichts bereut. Immer wieder unsere präferierte Geburtsmethode.

Alles Gute!

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Meine erste Geburt war nicht wirklich schön, ich war total überfordert mit den Wehen und Schmerzen und wusste nicht wohin mit mir. Lag aber sicherlich auch an dem Kh bzw der Hebamme, die sich null um mich gekümmert hat. Ich kam mit Blasensprung an, Wehen alle 5 Minuten und musste mich auf Bett legen und durfte nicht mehr aufstehen. Mir wurde nichts angeboten, keine Wanne, kein Ball, nichts. Mein Mann und ich waren eigentlich immer alleine, außer das ctg schlug alarm. Naja am ende musste es dann plötzlich ganz schnell gehen, mit saugglocke und einer ärztin auf meinem bauch (was das schmerzhafteste an der Geburt war). Meine Tochter hatte unglaublichen stress, hat stuhl noch im bauch abgesetzt und das infizierte fruchtwasser geschluckt. Sie wurde gleich mitgenommen und musste auf intensiv, hab sie vll 5 min gesehen. Alles in allem sehr belastend und erschreckend beim ersten Kind.

Die 2. Geburt war dagegen absolut traumhaft. Mir ist an 33+6 die Fruchtblase geplatzt, kam in den Kreißsaal (anderes Kh), bekam kabelloses Ctg (ein traum), durfte rumlaufen, musik hören, hab ein ganzes tablett mittagessen verdrückt und es hat tatsächlich spaß gemacht. Ich kam mit den Wehen richtig gut zurecht und wusste instinktiv was ich zu tun hab bzw was mir gut tat. Irgendwann wurden die herztöne dann schlecht, musste mich hinlegen und bekam wegen der Frühgeburt eine pda. Kurz danach war mein sohn geboren. Keine Schmerzen, ca 3,4 presswehen, ich konnte ihm zusehen wie er rauskam. Danach legte ihn die hebamme gleich auf meine brust. Er musste zwar vorsichtshalber auf intensiv, aber es ging alles gut. Die hebammen und ärzte hatten überhaupt keinen stress wegen Frühgeburt gemacht. Wir haben uns absolut wohl gefühlt. Eine tolle erfahrung, an die wir heute noch gerne denken.

Beim dritten Kind wird es leider ein Kaiserschnitt, weil medizinisch absolut notwendig. Ich würde trotzdem tausendmal lieber spontan entbinden. Hatte bei beiden Geburten einen Dammschnitt, der erste war paar Tage echt schmerzhaft, den zweiten hab ich gar nicht gespürt.

Ich würde es immer erst spontan versuchen. Möglichkeiten zur schmerzlinderung gibt es ja genug.

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